Archiv für den Monat: September 2009

Wiederholungstäter – 17 Hippies in Würzburg

Am nächsten Dienstag kann es sich lohnen, abends mal in die Posthalle zu schauen. Dort treten die 17 Hippies auf, die schon beim Hafensommer im letzten Jahr mit Jubelrufen und Frisörgutscheinen überschüttet wurden. Ihre neue El-Dorado-Tour führt ihren Weg wieder nach Würzburg, wie schön.

Ich werde hingehen, denn die Band war damals wirklich extrem gut wie originell und vor allem unglaublich vielfältig. Musik auf Weltniveau.

Und 20.30 Uhr geht es am 22. September 2009 in der Posthalle los, wer keine Karten mehr im Vorverkauf bekommt, der kann sein Glück mit 22 € an der Abendkasse versuchen.

 

Psst, Musiker?

Wie stelle ich die Frage, ohne zu viel zu verraten? Denn eine Person könnte das lesen, die es nicht lesen soll. Ich versuch es mal.

Da kam eine Anfrage per Mail an mich, ob ich ein bis drei Musiker kenne, die bei einer … “Veranstaltung” ein paar, wirklich nur ein paar romantische Stücke für ein kleines Taschengeld spielen können und wollen. Kann klassisch sein, muss aber nicht. Zeit und Ort wäre ein Samstag Mitte Oktober in der Würzburger Innenstadt. Das Ganze soll eine Überraschung sein, deswegen die Geheimniskrämerei.

Also wie sieht es aus? Hat jemand Zeit und Lust? Falls ja, dann schreibt eine E-Mail an ralf@wuerzblog.de, ich kann euch dann noch ein paar Details verraten und den Kontakt mit der “Auftraggeberin” herstellen.

Stadtfest mit Rock und Kneipenpilgern


Da ist mal der Rokoko-Putz vom Falkenhaus gebröckelt, als AB/CD am Oberen Markt gestern Abend aufgedreht haben. Obwohl — für einen erfahrenen Original-AC/DC-Konzertgänger hätte man schon noch ein paar Briketts in den Verstärker werfen können. Das war ein netter Stadtfest-Auftakt, ich habe Bekannte, Freunde, verschollene Verwandte und ein paar Gläser Federweißen getroffen.

Der Abend ging noch recht lang über das CU, einem kurzen Abstecher in den Pleicherhof und ist vor dem Zauberberg geendet. Ja, vor dem Zauberberg, nicht im Zauberberg. Denn bei der GayVolution um 3 Uhr noch 5 € Eintritt zu zahlen, wo schon mehr Besucher gingen als kamen — das war uns doch zu teuer.

Ralf vom @wuerzblog gerade zum Besuch am Frankentipps-Stand #... on TwitpicHeute morgen war noch mal in der Stadt und auf dem Stadtfest — unter anderen, um mal bei Klaus von frankentipps.de vorbeizuschauen, der vor dem Kaufhof Kärtchen und Infos verteilt hat — oder das noch immer macht. Netter Kerl, nettes Gespräch, weniger nettes Bild. 😉

 

Weißt du mehr zum Thema "Federweißer"? Dann schreibe dazu etwas im WürzburgWiki.

Stadtfest Würzburg 2009 – Coverbands für die es mögen

Morgen beginnt das Stadtfest in Würzburg, das bis Samstag gehen wird. Und alles Lästereien zum Trotz — ich mag das Stadtfest. Ich mag nicht alle Aktionen auf dem Stadtfest, gerade musikalisch werden meine eigentlich recht toleranten Cover-Band-Nerven auf das Äußerste strapaziert. Aber ich mag das Fest an sich, das Treiben in den Straßen, die vielen Leute die man trifft. Man trinkt etwas, man labert ein bisschen, man geht von hier nach da — wie gesagt, ich mag es einfach.

Und ebenfalls wie gesagt — musikalisch ist es nicht der Riesenkracher. Ich frage mich, warum so viele abgenudelte Coverbands spielen müssen, wo Würzburg doch eigentlich eine recht rege Bandszene mit eigenen musikalischen Profilen hat. Aber gut, um Die Jets und Confect kann ich ja einen Bogen machen (groß) und das eine oder andere musikalische Schnäppchen mitnehmen.

Da morgen vermutlich mein Bruder (groß) da sein wird und wir gerade die Spuren unserer musikalischen Wurzeln bereisen, werden wir wohl bei einer Coverband in der ersten Reihe stehen: AB/CD, die ab 20.45 Uhr am Oberen Markt spielen werden. Das muss einfach sein. 😉 Vorher werde ich ab 17.00 am Vierröhrenbrunnen mir wohl von Solid Ground die Ohren mit Irish Folk vollleiern lassen. Das ist wie Döner — einmal im Jahr geht es und schmeckt dann sogar. 😉 Wenn ich frühzeitig mit der Arbeit fertig bin, dann nehme ich eventuell noch Donny Vox mit, der ab 16.00 am Unteren Marktplatz spielen wird, und denke dann wehmütig an die Zeit zurück, als er immer beim Stadtfest auf der coolsten Bühne aufgetreten ist, nämlich der in der Neubaustraße. Aber die gibt es nicht mehr (die Bühne, nicht die Straße).

Am Samstag schau ich mal, später am Abend wird es mich aber wohl eher ins Cairo zu Konzerten und zur Zündfünk-Party ziehen. Man muss es mit dem Stadtfest auch nicht übertreiben. 😉 (Zündfunkparty ist am nächsten Wochenede. Auch recht! 🙂 )

Aufmerksame Würzblog-Leser werden sich fragen, warum es in diesem Jahr im Blog kein Programm für das Stadtfest gibt. Ganz einfach — es ist nicht mehr nötig. Würzburg macht Spaß hat es 2009 endlich mal geschafft, ein halbwegs brauch- und lesbares Programm ins Netz zu stellen und es gibt sogar einen kleinen gedruckten Pocket-Planer, der das ganz Programm in chronologischer Reihenfolge auflistet. Hey! 🙂 Warum dieser chronologische Plan allerdings nicht auch noch online ist, das weiß nur WümS. Egal, besser als nichts. 🙂 Bei der Pressekonferenz zum Stadtfest wurde als Ideengeber für diese unglaublich originelle Art des Programmplans sogar “die Blogs” erwähnt — gemeint war (ich klopfe mir auf die Schulter) wohl das Würzblog. Bestimmt! 😀

Eine Stunde mit 50 Minuten

Da ist Würzburg ja haarscharf an einer kosmischen Katastrophe vorbeigeschrammt, wenigestens nach Meinung einiger Autofahrer. Beinahe hat die WVV bzw. SVG eine Erhöhung der Parkgebühren in den Parkhäusern um 13% durchbekommen, wurde dann doch durch die Mehrheit des Stadtrats gestoppt.

Obwohl — die SVG war nicht so doof, wieder eine Erhöhung der Parkgebühren zu versuchen damit sind sie vor zwei Jahren schon mal gescheitert. Nein, diesmal wollten die die Parkdauer von einer Stunde auf 50 Minuten senken. Was für ein genialer Schachzug! Denn so kann man Gelegenheitsparkern mal schnell das Geld für eine zweite Stunde … ähhhh … 50 Minuten aus der Tasche ziehen, denn wer denkt denn schon in solchen Zeiteinheiten.

Die SPD und die Grünen waren für eine Erhöhung, der Rest dagegen, der Stadtkämmerer hat deswegen den Antrag  zurückgezogen — erstmal.

Schon komisch. Auf der einen Seite versucht der Einzelhandel in der Innenstadt, Kunden anzulocken (sie versuchen es, ob erfolgreich, ist eine andere Frage), sei es Würzburg macht Spaß, die Qualitätsroute oder andere Initiativen, auf der anderen Seite kommen so Blutgrätschen wie eine Erhöhung der Parkgebühren.
Denn es ist leider so: Die Kunden wollen mit ihrem Auto bis vor — oder am liebsten in — den Laden fahren dürfen und dort acht Stunden lang am besten für kein Geld parken dürfen.  Sonst sind sie unglücklich.

Wobei dem Kunden die Alternativen auch nicht schmackhaft gemacht werden. Park & Ride zum Beispiel auf der Talavera Residenz ist nett, man darf während der Parkzeit umsonst Bus und Straßenbahn fahren. Leider ist “man” nur eine Person, alle anderen zahlen ganz normal für den ÖPNV. Das macht Fahrgemeinschaften nicht gerade attraktiv. Überhaupt ist das Fahren mit Bus und Straba nicht gerade eine billige Alternative. Ein Fahrt in der Innenstadt — der Großwabe — kostet mit 2,20 €. Einfach. Für die Hin- und Rückfahrt kann ich schon mal ein paar Stunden parken.

Ich würde mir der Stress einer Autofahrt in die Innenstadt nie antun, ich bin passionierter Fußgänger und Strabafahrer. Allerdings wohne ich auch in Grombühl, und damit noch in Laufweite zur Stadt. Und der Spaß mit der Monatskarte kostet mich auch jeden Monat 38 €. Auch nicht wenig.

Was soll man also machen? Die WVV muss natürlich auch Geld verdienen, klar. Die Stadt Würzburg hat wenig Lust, den Laden zu subventionieren. Aber warum soll ich einer Firma, die mal locker 4,100.000 € mit Swap-Geschäften verzockt, noch mehr von meinem sauer verdienten Geld in den Rachen werden. Da bleibt ein mehr als fader Beigeschmack und ein Erklärungsnotstand.

Irgendwo zwischen Ökonomie und Ökologie liegt die Lösung. Nur wo? Klar, von meiner Seite aus könnte man für das Parkhaus 10 € pro Stunde verlangen. Aber wird die Innenstadt dadurch veröden? Ich glaube schon. Aber wo liegt die Schmerzgrenze für die notorischen Autofahrer? Klar gibt es immer die, die sagen “Was? 2 € pro Stunde? Da verfahr ich doch lieber 10 € Benzin und kaufe in Schweinfurt ein“. Aber denen ist sowieso nicht zu helfen.

13.09

Historische Orte des Genusses angeschaut

13.09
Gestern war ich mal beim Tag des offenen Denkmals, bei dem Thema “Historische Orte des Genusses” musste ich einfach hin. 🙂

Ich habe die Führung “Historische Gasthöfe und Cafés” mitgemacht. War ganz interessant, ein wenig von der Geschichte des Reichsapfels zu hören (jetzt Monte Mare), vom Werdegang des Barockgebäudes, in dem jetzt CU und Enchilada sind. Ich habe erfahren, dass in der Castellbank früher eine Wirtschaft (Wittelsbacher Hof) war, was ich vom Falkenhaus schon wusste.

Es war eine schöne Führung, ohne großen Wehmut des Kunsthistorikers, der einfach nur aufgezeigt hat, dass sich Würzburg schon immer ständig gewandelt hat und das auch weiterhin tun wird — und da ist nicht schlimm. Damals hielten die Bürger den Barock auch für eine neumodische Spinnerei, ebenso den Rokoko. Gebäude wurden oft umgenutzt, verändert, halb abgerissen, Fassaden verändert und modernsiert.  DAS historische Würzburg gab es nie, es gab immer nur EIN historisches Würzburg, das Jahrzehnte später schon wieder anders aussah. Das sollte jeden Freund von Würzburg doch beruhigen — und sogar den Verschönerungsverein.

Thekenmischung

Am letzten Mittwoch war nicht nur Bloggertreffen im Gehrings, nein, es war auch Zeit und Ort für eine Würzmischung. Zwei Gäste mussten leider absagen, aber wird haben aus der Not eine Tugend gemacht und einfach die Gehrings-Chefin Melissa Silva zwangsrekrutiert. Sie musste zwar währenddessen arbeiten, aber das macht uns nichts aus, schließlich mussten wir ja auch arbeiten, außerdem kam ja Bedienung Tina noch dazu. So haben wir uns an die Theke gekuschelt und versucht, mittels einem winzig kleinen MP3-Recorder, keinem Konzept und zwei Radlern und einem Weinschorle einen Podcast zu machen. 😉

Chaotischer Podcast mit charmanten Gästen — und darüber hinaus die Würzmischung mit der Nummer 40.

Schluss mit Sommerpause – Disco Fantastique im Standard

Nein, das neue Würzblog-Design ist nicht fertig. Nicht ganz zumindest. Was aber fertig ist, ist die Sommerpause der Disco Fantastique. Die Jungs haben sich gut erholt, ihre Vinylsammlung auf Vordermann gebracht, die Leber gesundgeschrumpft und die Tanzschuhe poliert. Heute abend — 11. September 2009 — heißt es also endlich wieder Funk, Soul und Boogaloo bis der Arzt oder das Morgengrauen kommt. Und mit Cuba Libre kann man das Morgengrauen ganz schön rauszögern. Ok, dafür graut es danach um so mehr. 😉

Immer eine Reise wert! 🙂