5 Jahre Pleicher Hof und ein bisschen leiser – vor der Tür

2005 hat der Pleicher-Hof eröffnet, im selben Jahr wie das Würzblog. Und ich darf dem Pleicher-Hof und ganz besonders Ued für viele Bloggertreffen, pl0gbars, Konzerte, My favourite tracks, Discos, Partys und endlos versackte Stunden danken. Viel Erfolg für die Zukunft!

Der Pleicher feiert das Jubiläum natürlich auch ordentlich. Von heute bis zum Samstag wird es Lesung, Konzerte bzw Discos geben. Besonders reizt mich das Robocop Kraus-Konzert morgen abend, das dann in die INDIE*HZ-Disco übergeht. Mal sehen.

Neu und etwas umstritten ist die neue Eintrittspreis- und Einlasspolitik des Pleicher-Hofs. Die Grundidee ist vielleicht gar nicht schlecht: Um Vorglüher und Vor-dem-Pleicher-Lärmer abzustrafen und Lärm auf der Straße möglichst zu vermeiden, werden zu später Stunde höhere Eintrittspreise verlangt, wochenends sogar gestaffelt. Damit will man Gäste möglichst früh an und in den Pleicher binden. In der letzten Stunde —  wann immer die genau sein wird — gibt es grundsätzlich keinen Einlass mehr. Wer vor dem Haus mitgebrachte Getränke trinkt, muss mit einem Haus- und Platzverbot rechnen. Bei Konzerten und Sonderveranstaltungen gelten aber gesonderte Regelungen.

Und nun geht es los. Was ist heute Abend im Pleicher? Ist da eine Sonderveranstaltung? Zählt Plattenauflegen als Konzert? Hab ich für die Uhrzeit genug Geld dabei? Ist morgen Feiertag? Wann ist die letzte Stunde, sprich: Komm ich überhaupt noch rein? Wenn ich 5 Minuten vor einer vollen Stunde in einer langen Schlage stehe, was zahle ich dann? Wird es mittwochs und donnerstags kurz vor 1 Uhr zur Panik vor der Kasse kommen, es geht schließlich um 5 €?

Für alle, die schlecht im Kopfrechnen sind oder zu betrunken auf dem Weg zum Pleicher-Hof dazu, hier eine kleine Tabelle der Eintrittspreis für die normalen Abende:

Mittwoch/Donnerstag Freitag/Samstag/Vor Feiertagen
bis 23 Uhr frei frei
23 – 0 Uhr frei 2 €
0 – 1 Uhr frei 3 €
1 – 2 Uhr 5 € 4 €
2 – 3 Uhr 5 € 5 €
3 – 5 Uhr 5 € 6 €
letzte Stunde kein Einlass kein Einlass

Und Dank auch an Kalimba Gossip, dessen Beitrag mich heute daran erinnert hat, meinen Beitrag endlich mal fertig zu schreiben. 😉

8 Gedanken zu „5 Jahre Pleicher Hof und ein bisschen leiser – vor der Tür“

  1. Ist ja jetzt sowieso egal, schließlich hat die Spießerstadt Würzburg mal wieder eine absolute Kultdisco geschlossen. In Zukunft wird es wohl um den Pleicher Hof keinen Gehweg-Streit mehr geben. Adieu Pleicher Hof, wir werden dich schmerzlich vermissen!!!

  2. Das klingt aber gar nicht gut. Ist man dort tatsächlich der Meinung, dass Eintrittspreise mit der Komplexität von Handyverträgen sinnvoll sind? Das muss doch auch einfacher gehen.

  3. gerne, Ralf 😉

    Nun, wenn man die andere Seite, den Pleicher, betrachtet – erscheint uns das schon sinnvoll. Was hat denn ein Pleicher Hof davon, wenn mehr oder weniger angetrunkene Besucher um halb 4 antanzen? Die zahlen weder Eintritt, noch werden viele Getränke bestellt, da man ja bereits woanders genügend “getankt” hat. Und wer früher erscheint, wird doch mit kostenlosem (Mittwoch/Donnerstag) oder niedrigem (Wochenende) Eintritt belohnt. ich kann da nichts schlechtes dran finden. Und sind wir doch mal ehrlich, Platzverweise wird es vermutlich nicht wirklich geben…. Und wenn es jemals welche geben wird, dann sicher nur, weil der Pleicher keine andere Chance hat. Ihr erinnert euch ja sicherlich noch an die Diskussion von wegen Lärm in der Innenstadt….. ?

    Vielleicht hat der Pleicher ja gar keine andere Chance?

  4. Hausverbot/Platzverweis kann evtl. auch den Bürgersteig einschliessen, schliesslich muss der Pleicher den ja auch reinigen (zumindest im Winter Schnee schippen).
    Aber ich bin kein Jurist.

    Ich denke aber eher dass mit Platzverweis erstmal der Rausschmiss für den jeweiligen Abend gemeint ist.

  5. Ich bin schon ein Verfechter für gesittete Ausgeh-Verhaltensweisen, das vorneweg.
    Wie der Pleicher Hof die Sache da mit Preisstaffelung und Androhungen aufzieht, scheint mir ehrlich gesagt eher abschreckend als einladend. Ich zitiere von der HP: “Wer dadurch auffällt, dass er/sie vor dem Pleicher Hof mitgebrachte Getränke konsumiert wird von uns des Platzes verwiesen und möglicherweise mit einem Hausverbot belegt.”
    Das Hausverbot kann natürlich ausgesprochen werden aber einen Platzverweis auf öffentlichen Gelände (und das ist nun mal der Bürgersteig) kann meines Wissens nicht irgendein dahergelaufener Kneipier aussprechen sondern nur die Polizei!

    Im Übrigen lass’ ich mich nicht gerne gängeln und werde eine solche Preispolitik boykottieren.
    Just my two cents

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