Preis für junge Kultur 2010
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Der Preis für mittelalte Kultur 2010

Gestern fand im Cairo wie in jedem Jahr die Verleihung der Preise für junge Kultur statt. Vergeben wird er von der Distelhäuser Brauerei, dem Umsonst & Draußen-Verein und der Stadt Würzburg, die den Preis besonders gerne verleiht, da Distelhäuser das Preisgeld und die Feier zahlt.
Und selten war es so seltsam wie in diesem Jahr. Nicht dass ich auch nur einem Preisträger die Auszeichnung missgönne, im Gegenteil, jeder hat sie in seinem Bereich verdient. Aber auch selten war der Altersdurchschnitt der “jungen Kultur” so hoch.
Preis für junge Kultur 2010Da kann man den Titel mathematisch und semantisch noch so sehr verdrehen — bei junger Kultur rechne ich persönlich mit Preisträgern, die jung sind oder explizit etwas für junge Menschen machen. Ich würde also den Preis nicht abschaffen, sondern vielleicht einfach mal den Namen ändern, wenn man keine jungen Künstler finden kann — oder will.
Musikalisch untermalt wurde der Abend von Carolin No.

Aber du den Preisträgern in diesem Jahr. Der Preis im Bereich Musik wurde geteilt. Zu einer Hälfte wurde er der altgedienten Punkband Shokei — aka Helden in Strumpfhosen –verliehen, die sich stilvoll einfach bei der Brauerei für ihr Bier bedankte.

Preis für junge Kultur 2010Teil zwei des Musikpreises ging an Joachim “Jojo” Schulz für seine langjährige Tätigkeit als Musiker und Konzertveranstalter, ganz besonders für die Posthalle. Der Preis entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn man bedenkt, dass die Mitverleiherin Stadt Würzburg es der Posthalle nicht gerade leicht gemacht hat und macht. Die Hotel- und Gaststättenlobby wird wohl nicht applaudieren.

In der Sparte “Besonderes” ging — und darüber habe ich mich ganz besonders gefreut — an ein Blog, nämlich an das LP10-Blog. Damit dürfte es das erste prämierte Blog in ganz Würzburg sein! 🙂

Preis für junge Kultur 2010

Freundschaftliche und kollegiale Glückwünsche nochmal von mir! 🙂

Nach der Preisverleihung habe ich wieder mal gemerkt, dass ich in Würzburg bin. Am Buffett und beim Rauchen vor der Tür wurde gleich über die Veranstaltung genörgelt und die Preisträger schlecht gemacht. Spießig, brav, kitschig, angepasst und überhaupt haben die Falschen den Falschen Preise verliehen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie verkniffen, engstirnig, neidisch und intolerant die sogenannte Kulturszene sein kann. Da soll sie sich ein Beispiel an der Mainpost nehmen, die die Berichterstattung über den Abend freimütig ganz allein den anderen Medien gegönnt hat.

Aber was soll’s! Ich gönne jedem Preisträger die Anerkennung und mir habe ich an dem Abend viel Käse, ein bisschen Wurst und Dank einer Brauerei als Sponsor viel Apfelsaftschorle gegönnt. 😉

Hier gibt es eine Zusammenfassung der Urkundentexte und hier gibt es noch ein paar Bilder vom Abend.

Blogger, Podcaster, Webentwickler und freier Journalist

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