Archiv für den Monat: Mai 2010

Eiswein und Regendorf

Wenn es nicht um Verkehr, Kultur und Architektur geht, ist der Würzburger schon eine harte Sau.

Als ich heute Abend bei gepflegter Februarwitterung über den Marktplatz heimwärts schlenderte, hatte ich erwartet, das Weindorf so gut wie menschenleer vorzufinden. Von wegen! Es war nicht gerade überfüllt, aber in den Hütten und Zelten saßen doch überraschend viele Menschen vor ihren Schoppen. Wobei ich vermute, dass heute beim Weindorf mehr Liter Propangas für die Heizpilze als Wein für die Gläser verbraucht wurde. Aber welchen Schrecken hat schon die Klimaerwärmung angesichts dieses Wetters.

Ich wäre in dem Regen und bei der Kälte auch gar nicht auf die Idee gekommen einen Schoppen zu trinken, doch ich habe Schreibmaschine — etwas durchgefroren — beim Medienstammtisch getroffen. Dann hab ich doch noch einen getrunken, aber im Gegensatz zu den Medienmenschen selbst gezahlt. 😉

Wieder etwas gelernt: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur zu wenig zu trinken.

Würzblog-Bilderrätsel #53

Ein kurzer Blick zurück zum Würzblog-Bilderrätsel Nummer 24: Darin beschäftigten wir uns mit dem ersten Gotteshaus, das die evangelische Kirche in Würzburg erbaut hat. Heute geht es um die allererste evangelische Kirche im erzkatholischen Würzburg.

Die Geschichte des Gotteshauses reicht zurück bis ins 11. Jahrhundert, damals konnte sie freilich noch nicht evangelisch sein. Gegründet wurde sie von Bischof Heinrich I. als Chorherrenstift.
Anschließend gehörte sie als Abteikirche zu einem Kloster, das 1803 im Zuge der Säkularisierung aufgelöst wurde. Im gleichen Jahr wurde sie zur ersten evangelischen Pfarrkirche in Würzburg, seit 1827 auch Dekanatskirche.

14 Jahre vor der Auflösung ihres Klosters hatten die Mönche ihre romanische Basilika durch einen klassizistischen Neubau ersetzt.

Unsere Frage: Wie hieß der Baumeister? Gesucht sind zwei Vornamen und der Nachname. Der zweite Buchstabe des Nachnamens steht in der Lösung an 8. Stelle.

Den Fünfer feiern

Heute ist Tag 1819 im virtuellen Leben des Würzblogs. Jeder mäßig mathematisch Begabte kann daraus ablesen, dass das Würzblog in einer Woche fünf Jahre alt wird.

Natürlich wird das auch ein wenig gefeiert werden. Da der 6. Juni 2010 dummerweise ein Sonntag ist, wird in diesem Jahr reingefeiert. Die Feier — und damit traditionell das Bloggertreffen — steigt also am 5. Juni 2010 ab 20.00 Uhr im Gehrings.

Warum im Gehrings? Nun, einmal aus dem Grund, dass es dort sehr nett ist. 🙂 Herr Gehrings gute Stube war dem Blogger- und Twitterstammtisch über ein Jahr ein menschliches und gastronomisches Zuhause, warum sollte ich den 5. Geblogstag dort nicht feiern? “War ein Zuhause”? Ja, das ist ein weiterer Grund: Es wird das letzte Bloggertreffen in diesem Gehrings sein, denn Ende Juni macht es zu. Um die Fragen schon vorher zu beantworten: Es macht nicht wegen Geldsorgen zu — schon der Bloggerstammtisch hat wohl das Grundeinkommen gesichert –, sondern aus rein privaten Gründen.
Lasst es uns einfach noch mal genießen! 🙂

Die Geblogstagsfeier wird unspektakulär wie immer. Essen, Trinken, Labern — so wie ich es liebe. 🙂 Zahlen muss jeder selbst, reden auch.

Es ist der erste halbrunde Geblogstag des Würzblogs, deswegen weiß ich nicht, wie voll oder leer es im Gehrings werden wird. Darum wäre es diesmal nett, wenn ihr eine einigermaßen verbindliche Rückmeldung geben könnt, dann kann die Küche grob planen — es wird aber eher einfachere Gerichte geben, damit die Küche auch nachkommt. Spontanes Erscheinen oder Wegbleiben ist natürlich trotzdem erlaubt. 🙂

Leser des Würzblogs sind natürlich besonders willkommen! 🙂

Bis Samstag.

Es kommen

Es kommen vielleicht

Es kommen nicht

Würzblog-Bilderrätsel #52

Nur ein ganz kleiner Ausschnitt einer Rokoko-Fassade in der Innenstadt. Wir möchten wissen, wie das Haus heißt.

Anfang des 18. Jahrhunderts wurde es gebaut und ab 1735 als Gasthaus genutzt. Das Vorbild der heutigen (originalgetreu nachgebildeten) Rokokofassade entstand 1751. Bis ins 19. Jahrhundert hinein beherbergte das dreigeschossige Haus Würzburgs einzigen Konzert- und Tanzsaal. Seit 1993 hat es seine heutige Funktion.

Wir suchen den Namen des Hauses, so wie er auf der Fassade steht. Drei Worte, der allerletzte Buchstabe wird in der Lösung an 46. Stelle gebraucht.

Würzblog-Bilderrätsel #51

Wer hätte das gedacht? Wie unser Bild beweist, ist der „Marktbrunnen“ am Obelisken auf dem Unteren Markt, derzeit umbaut vom Weindorf, schon 205 Jahre alt. Leider hat der Name des Bildhauers und königlichen Kunstagenten, der für die Reliefs verantwortlich zeichnet, nicht mehr auf das Foto gepasst.

Er wurde am 24. Juni 1777 als Sohn eines fürstbischöflichen Hofbildhauers in Würzburg geboren. Er studierte in Wien und Paris Malerei, kehrte dann aber – da ihm die Mittel ausgegangen waren – 1802 nach Würzburg zurück.

Gesucht sind beide Vornamen und der Nachname. Der letzte Buchstabe des Nachnamens muss in der Lösung an die 17. Stelle.

Äbbs und Brogrämmli für das U&D

In wenigen Tagen ist Juni, der Monat des Umsonst & Draussen. Und auch da gibt es schon kleine Neuigkeiten der technischen Art, ein kleines virtuelles Helferlein für auf die Mainwiesen beim Festival. Für das iPhone gibt es eine App — ä Brogrämmle — für den U&D-Alltag: Wann spielt wo welche Band und vieles, was auch im Programmheft steht. Sinnloseres Beiwerk, selbst für mich als Allergiker, ist die Pollenflugvorhersage. Hey, Pollenflugbericht? Wetterbericht wäre sinnvoller, wenn’s regnet mache ich mir wenig Sorgen um meinen Histaminspiegel sondern wie ich meinen Wein über den Platz tragen kann ohne dass Schorle daraus wird.

Die App passt auch preislich zum U&D — es ist nämlich kostenlos, ein Geschenk von AppyRoad — beim Lesen merkt der Franke gar nicht den unglaublichen musikalischen Wortwitz im Firmennamen.

Nun gibt es ja solch gescheiterte Existenzen, Untermenschen und technische Randgruppen, die gar kein iPhone haben — ich zum Beispiel –, sondern einfach nur ein Handy im internetfähigen Alter. Diese Menschen 2. Klasse — Nein, seit dem Erscheinen des iPad 3. Klasse! — können wenigstens ein Angebot des Würzblog nutzen.

Nutzer von OpenMicroBlogging-Diensten wie identi.ca, bleeper.de, status.net o.ä. (also Menschen 2a. Klasse bzw. 3a) oder Nutzer von Twitter (2b./3b Klasse) können einem Bot namens udtimer folgen, der so alles 10 Minuten ausspuckt, was in der nächsten halben Stunde auf dem U&D passiert — also welche Band wann wo was spielt und so, inklusive Geolocation der Bühne und Kurzlink auf die jeweilige Seite der U&D-Website.

Wer udtimer abonnieren will:

Welchen udtimer man abonniert ist egal, letztlich wird die Erinnerungsnachricht beim Wuerz-Micro-Blog s.wuerzblog.de erzeugt und sofort nach Twitter weitergeleitet.

Es gibt aber auch nach wie vor das Programmheft. Gedruckt. Auf Papier. Oldschool, aber prima um damit den Weinbecher abzudecken.

Flattr-Plugin 0.9 in WordPress wieder zum flattrn bringen

Wer wie ich die Version 0.9 des Flattr-Wordpress-Plugins installiert hat, der hat vermutlich auch sehr schnell gemerkt, dass es nicht funktioniert — der Flattr-Button erscheint nicht.

Es liegt nur ein einer Kleinigkeit.
In der Datei /wp-content/plugins/flattr/flattr.php steht in der Zeile 16 als Domain “http://api.flattr.local”, das muss aber “http://api.flattr.com” heißen, also so:

const API_SCRIPT = 'http://api.flattr.com/button/load.js?v=0.2';

Die Datei flattr.php über FTP oder den Plugin-Editor in WordPress (wenn die Schreibrechte passen) oder sonstwie bearbeiten, dann erscheint auch der Flattr-Button wieder und man kann in Ruhe warten, bis der Bugfix erscheint.

Update: Mit der Version 0.9.2 läuft alles wieder ganz normal! 🙂

Mitbringparty Midlife Club

Ach, die Posthalle, mit ihr ist es doch nie langweilig. Morgen, 29. Mai 2010, findet dort ab 21.00 Uhr der Midlife Club statt, bei dem Menschen im Spätsommer ihres Lebens tanzen und Party machen. Und der Midlife Club wird auch morgen dort stattfinden — aber nicht ganz so wie geplant.

Es wird nämlich ein antialkoholischer Abend werden. Oder genauer: Der Posthalle wurde zwar die Veranstaltung genehmigt von der Stadt Würzburg, aber nicht der Ausschank von Alkohol — dafür fehle der “besondere Anlass” nach § 12 GastG.

Gut, sagt sich die Posthalle, der Ausschank ist uns verboten, aber nicht, dass die Besucher Alkohol mitbringen. Und genau das ist morgen gestatten. Die Midlife Clubber dürfen morgen für den Eigenverbrauch Alkohol mitbringen — ich sehe schon die Rentner mit einem Bierkästen in jeder Hand und Rollatoren behängt mit Plastiktüten voll Wodkaflaschen in die Posthalle strömen. 😉

Schon irgendwie paradox — da wird der Posthallenbetreiber Jojo Schulz von der Stadt Würzburg mit dem Preis für junge Kultur für seine Arbeit im Bereich der Veranstaltungen geehrt und dann werden ihm gleichzeitig dermaßen Steine in den Weg gelegt. Die Anzahl der genehmigten Veranstaltungen pro Monat in der Posthalle sind meines Wissens jetzt auch deutlich limitiert worden, nun müssen die Betreiber auch jedes Mal zittern, ob sie Alkohol ausschenken dürfen. Was soll das? Wem nützen denn solche Schikanen? Klar, manchem Mitbewerber! Aber der Stadt? Wohl eher nicht.

Das mit der “Mitbringparty” morgen könnte man natürlich auch ein wenig als Trotzreaktion von Seiten der Posthalle sehen, andererseits werden dadurch vielleicht doch ein paar Besucher trotz Eurovision Song Contest und Alkoholausschankverbot zur Veranstaltung gelockt. Der Umsatz an dem Abend wird sich aber so oder so sehr in Grenzen halten.

Übrigens: Antialkoholische Getränke und alkoholfreie Cocktails werden morgen natürlich ausgeschenkt. Aber ich bin fast schon am überlegen, ob ich morgen mir mal die Taschen voller Alkohol packe und mal in die Posthalle marschiere. Zu einen weil man das ausnahmsweise mal darf — ich war nie der große Getränkeschmuggler — und zum anderen muss ich mich langsam mal an die Veranstaltungen gewöhnen, die in den nächsten Jahren auf mich warten … 😉