Hier wird mal wieder auf sehr niedrigem Niveau diskutiert. Die BIWA kämpft nicht gegen die Jugendkultur in Würzburg, sondern für das durchaus berechtigte Anliegen von mehr nächtlicher Ruhe auf den Straßen. Ein typischer Zielkonflikt widerstreiternder Interessen, die irgendwie unter einen Hut gebracht werden müssen, da beide Seiten einen Anspruch darauf und ein berechtigtes Interesse daran haben, ihr Anliegen durchzusetzen.
Keine der beiden Interessen kann man als wichtiger oder wertvoller für die Stadt bezeichnen. Und der Pleicher hat – ich kann es ja gerne noch ein appr mal wiederholen – das Problem, in einem reinen Wohngebiet zu liegen. Deshalb: Lieber gemeinsam Kompromisse finden als dauern übereinander zu schimpfen. Das Niveau der Pleicher-Freunde ist dabei auch nicht besser als das der BIWA.
Und dann noch etwas zu diesen Verschwörungstheorien, irgendjemand hätte heimlich „gepetzt“ oder der Stadt hintenherum etwas gesteckt: Das ist natürlich hanebüchener Unsinn, was man als aufmerksamer Zeitungsleser auch weiß. Schon bei einer Bürgersprechstunde der SPD Ende August 2009 wurden völlig offen die Kneipen, Clubs und Veranstaltungen angesprochen und aufgezählt, die den Anwohnern wegen der vielen Leute auf der Straße bis in die frühen Morgenstunden (und nur deswegen!) ein besonderer Dorn im Auge sind. Das ging bei der Kamikatze los, mit dem Odeon und dem Weindorf / der Weinparade weiter und endete beim Pleicher Hof, über den bzw. seine „Crowd“ sich besonders der Direktor des Martim-Hotels negativ äußerte.
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