Möchtest du dann alle Clubs und Bars in der Innenstadt dicht machen, damit es Nachts keinen Lärm gibt? Würzburg lebt von 23000 Studenten, diese Stadt wäre ein Kuhkaff hoch zehn, wenn diese hier nicht konsumieren würden. Einzelhandel, Gastronomie und auch die Vermieter sind auf die Studenten angewiesen. Natürlich finden Veranstaltungen in kleinen Clubs in der Innenstadt statt, weil diese zentral liegt und ohne Auto errreichbar ist.
Der Vergleich mit dem Chinarestaurant ist absurd, da es hier das Personal vom Gesundheitsamt untersucht wird und die hygienischen Bedingungen überprüft werden. Tanzkonzessionen verteilt die Stadt Würzburg schon seit längerem keine mehr – zumindest in der Innenstadt, deshalb hätte der Betreiber des Pleichers auch damit keinen Erfolg verbuchen können.
Innenstädte sind keine ausgewiesenen Wohngebiete. Diese Behauptung grenzt an Naivität und lädt zum Fremdschämen ein. Die moderne Raumplanung fordert sogar, dass Freizeitaktivitäten als belebender Faktor in die Innenstädt gezogen werden sollen.
Das Niveau ist hier nicht „arg zwiespältig“, es ist emotional aufgeladen und enttäuscht. Das Würzburger Ordnungsamt arbeitet nicht konstruktiv an Lösungen mit, sondern setzt gleich mit dem Rotstift an.