Problematisch bei dem beantragen einer Konzession sind auch die hohen Kosten die damit verbunden sind, von eventuell nötigen baulichen Veränderungen mal abgesehen… Es gibt bei diesen Kosten scheinbar keinerlei Spielraum, der etwa zwischen Großraumdisco und kleinem Club unterscheiden würde…
Und die Lärmsituation ist inzwischen wirklich eine andere geworden… wie oft stand ich inzwischen fluchend hinter dem Pult, weil die Musik meiner Meinung nach zu leise war oder zu wenig Bass hatte… auch im Hausgang: Wo man früher die Musik noch deutlich mithören konnte musste man inzwischen den Gesprächspartner zum Schweigen bringen um noch etwas hören zu wollen. Vor der Tür war eigentlich gar nichts mehr von der Musik zu hören.
Und es war auch seit Monaten immer Personal abgestellt um vor der Tür dafür zu sorgen, dass sich der Lautstärkepegel in Grenzen hält. Der Gehsteig wurde nach jeder Veranstaltung gekehrt, auch vor den Nachbarhäusern; so sauber war’s da früher wahrscheinlich nur 10 min nachdem die Straßenkehrer durchgegangen sind.
aber, was hier auch schon erwähnt wurde, gegen vorbeilaufende, lautstarke Gruppen kann man nun mal nicht viel unternehmen; meist wird man da ausgelacht, man solle doch nicht so spießig sein! Was soll man da machen? Die Leute rauswerfen? Ach Mist, sind ja gar nicht unsere Gäste…
Da könnte man ja gleich die Anwohner vom Röntgenring für die Ruhestörungen durch Autokorsos verantwortlich machen; passiert ja auch vor deren Haustür.
Lösung des Problems?! Keine Ahnung, die Stadt kann inzwischen kaum noch nen Rückzieher machen, da würde man sich ja quasi auch ein bißchen lächerlich machen, musste man doch jetzt schon bei den Posthallen klein beigeben! Und der Pleicher hatte nicht mal nen Kulturpreis bekommen; Mist aber auch…
Ich persönlich erwarte eigentlich kein großes Entgegenkommen der Stadt, dafür haben kleine, alternativere Läden wie der Pleicher einfach auch nicht genügend Lobby, auch nicht bei der Bevölkerung; man ist da doch eher eine Randgruppe, eine Minderheit und der Umgang mit Minderheit in Bayern ist ja so ne Sache für sich…
Gibt’s nen Rechtsweg den Ued einschlagen könnte? Keine Ahnung. Er wird auf alle Fälle nichts weiteres Unternehmen bevor er nicht die Möglichkeit gehabt hat mit einem Verantwortlichen der Stadt zu sprechen. Ob das Interesse an einem Gespräch von seiten der Stadtverwaltung so groß ist, bezweifle ich langsam. Bis jetzt ist es ihm meines Wissens nicht gelungen einen Termin zu vereinbaren, was ich bei der Reichweite des Beschlusses schon ziemlich hart finde… Erinnert ein bißchen an Helmut Kohl: Brocken hinschmeißen und dann aussitzen!
Die erfolgreichen Veranstaltungen werden sicher wieder einen Platz im Würzburger Nachtleben finden, war ja bei einigen akw!-Veranstaltungen auch nicht anders; die Frage bleibt ob es dann an Orten sein wird wo sich Gäste und DJs im selben Maße wohlfühlen können wie es im Pleicher Hof der Fall war.
Die weniger erfolgreichen Nischenveranstaltungen werden wohl auch hier einfach wegfallen… schade!