Archiv für den Monat: Januar 2011

Zündfunk Ulla & Fusion Zaubi

Bevor ich nach einer mehr als arbeitsreichen Woche gleich nach Köln verschwinde, möchte ich allen, die am Wochenende in Würzburg bleiben, zwei Veranstaltungen ans Herz legen.

Da wäre zum einen da die Zündfunk-Sendung “Stadtwerke”, die heute live von Ulla Eisbrecher, besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Arte Noah, gesendet wird. Da wird ein wenig über Hochwasser, Musik, Programmkino, Basketball, Theater und Afrika geplaudert, anschließend gibt es Musik von Dinosaur Bubbles und Life Of An Owl und danach Zündfunkparty mit den Hanni und Nannis der Plattenteller, Björnstar und Achim 60 Bogdahn. Das wird ein laaanger Abend auf dem Schiff hinter dem Kulturspeicher.

Was noch sehr interessant klingt, ist die Fusion4 im Zauberberg. Da legen DJs auf — Disco also — und währenddessen machen dort Künstler … Kunst. Oder was auch immer. Es wird performed und gemalt, während die Masse tanz und feiert. Oder umgekehrt. Klingt zumindest in der Theorie recht witzig, schade dass ich die Praxis heute nicht erleben kann.

Ich wünsche euch einen schönen Samstagabend in Würzburg — wo auch immer –, ich werde einen eben solchen in Köln haben! 🙂

Heute geht es los: Coworking in Würzburg

Heute Abend gehe ich von meinem aktuellen Büro im alten Zollamt schräg über die Straße in mein altes Büro im Kopfbau der Frankenhalle — eine Reise in die Vergangenheit und gleichzeitig in die Zukunft. Denn in den wunderschönen Räumen des ehemaligen Verwaltungsbaus der Frankenhalle beginnt heute eine neue Ära des Arbeitslebens in Würzburg — der erste echte Coworking-Space in Würzburg.

Coworking heißt, dass es einen oder mehrere Räume mit einer Infrastruktur gibt, in der man arbeiten kann, und zwar mehr oder weniger spontan und zeitlich begrenzt. Quasi ein Stundenhotel für Selbstständige. Wie in jedem Hotel ist es natürlich möglich, sich dauerhafter einzumieten — man denke nur an Udo Lindenberg im Hotel Atlantic –, aber auch für Freiberufler, die mal einen Tag in Würzburg sind und mal schnell einen Arbeitsplatz mit Internetanschluss, Kaffeemaschine und Drucker brauchen, ist das eine feine Sache.

Der heutigen Auftakttag startet inhaltlich gleich um 19.00 Uhr mit einem Webmontag, wo sich Macher, Entwickler, Interessierte aus dem Web 2.0-Bereich treffen und miteinander plauschen und sich Neuigkeiten in Kurzvorträgen vorstellen. Und natürlich wird es um Coworking gehen — und die Eröffnung wird vorher und nachher auch gefeiert.

Eine tolle Sache, die von den Verantwortlichen, allen voran aus meiner Sicht wohl Markus Heurung, mit viel Herzblut und Engagement ins Leben gerufen wurde. Zwar bin ich noch glücklich in meiner Bürogemeinschaft (Nein, für mich ist eine Bürogemeinschaft kein Coworking, auch wenn sich mal öfters Gäste bei uns einnisten) bin, wer weiß — vielleicht hocke ich eines Tages wieder dort, wo meine Selbstständigkeit anfing. Es gäbe Schlimmeres! 😉 Und bis die Frankenhalle doch wirklich für das Stadttheater umgebaut werden wird, da werden vermutlich noch ein paar Hochwässer durch Würzburg rauschen. Für die Coworker wäre das fast zu hoffen (die Zeit, nicht das Hochwasser!).

Alt und jung, die Fantastique

Sie ist bald 10 Jahre alt und einfach zu totzukriegen: Die Disco Fantastique. Sie hält sich einfach jung durch viel Bewegung beim Tanzen und durch das Einlegen in Cuba Libre — was sich fast genau mit meinen Vorlieben deckt! Vielleicht mag ich sie deswegen so gern. 😉

Heute Abend ist es wieder so weit, ab 22.00 Uhr fährt der Funk-Soul-Boogaloo-Zug im Tanzafé Ludwig ab, da dreht sich noch Vinyl auf dem Plattenteller, da werden uralte Schätze aus der Truhe ausgegraben und die 70er erstehen in der Deko wieder auf — schöner als damals! Ich freu mich schon! 🙂

30 Jahres Hermkes Romanboutique

Purple-Cow-Woman und Talking Tommy

“Bücher krümmen Zeit und Raum. Einer der Günde dafür, warum die Eigentümer kleiner Antiquariate so unirdisch und übernatürlich wirken, besteht darin, dass sie wirklich unirdisch und übernatürlich sind. Sie nahmen eine falsche Abzweigung in ihren Buchläden, die zu anderen Welten gehörten. Dort gilt es als völlig normal, ständig Pantoffeln zu tragen und das Geschäft zu öffnen, wenn man Lust dazu hat.” (Wachen! Wachen!, Terry Pratchett)

30 Jahres Hermkes Romanboutique
Am Samstag feierte der Laden für Fantasy-, Science-Fiction- und Comic-Literatur in Würzburg seinen 30. Geburtstag — Hermkes Romanboutique in der Valentin-Becker-Straße.

Hermkes ist wohl einer der legendärsten und anerkanntesten Buchläden diesseits des Rio Grande im Bereich Phantastik. Und im Umfeld kaum eines anderen Ladens in Würzburg trifft man auf so viel sympathische, schrullige, nerdige, originelle oder ungewöhnliche Menschen — oft sind diese Eigenschaften in einer Person vereint, man muss sich nur den Gründer und Namensgeber Hermke Eibach anschauen. Kleine Randnotiz: Hermke Eibach hat es sogar zu einer Erwähnung in einem Perry-Rhodan-Heft bekommen — die Romane sind mein kleines, dunkles literarisches Laster.

Zur Feier des Tages war der Laden voll mit Besuchern, von denen der Joker und Catwoman in den Farben der Milka-Kuh noch die Normalsten waren — nein, das ist keine Beleidigung, schließlich war ich selbst auch da (und ich war weder Joker noch Catwoman — wobei mich das Catwoman-Kostüm schon gereizt hätte, es war ja Stretch-Stoff, das passt jedem 😉 )

Nachmittags hat sich die Feier über die Straße ins Chambinzky verlagert, dort hat Bernd-das-Brot-Erfinder Tommy Krappweis aus seiner “Mara”-Reihe vor. Das heißt — ich vermute nur, dass er wie geplant daraus vorgelesen hat. Denn, angeschlagen wie ich von Hazamels Geburtstagsfeier am Tag vorher war (niemals, wirklich niemals von MatzeLoCal gemischte Cuba Libres trinken!), bin ich nicht so lange geblieben. Und in der Stunde, in der ich da war, hat Tommy zwar viel geredet, aber nichts gelesen. Geredet hat er aber sehr lustig, eine großartige One-Man-Show, bei der es vor allem über die Entstehung von Bernd das Brot ging. Sehr witzig! 🙂

Bilder der Lesung gibt es bei Hazamel und Emily, die auch da war. Mit Tommy hatte ich es vor der Lesung noch über schlechte Digitalkamera, die in Räumen so gut wie untauglich sind. Er hatte völlig recht!

Danke für 30 phatastische Jahre, liebe Romanboutique. Wir sehen uns spätestens am 10. Mai 2011 zum Gratiscomictag wieder. Ich vermute aber, schon vorher.

“Eine gute Buchhandlung ist wie ein freundliches Schwarzes Loch, das lesen gelernt hat.” (Wachen! Wachen!, Terry Pratchett)

Tausend Artikel und vier unbesungene Helden

Das Hochwasser in Würzburg geht zurück und nähert sich der Meldestufe 3 von oben. Die Artikelzahl im WürzburgWiki geht nach oben und hat heute die 1000er-Marke erreicht. Der geschichtsträchte Artikel ist der Beitrag über den Kulturspeicher von schreibmaschine.

Nach ziemlich genau zwei Jahren sind 1000 Artikel über Würzburg und Umgebung zu finden. Nun möchte mancher mir vielleicht auf die Schulter klopfen und sagen “Ralf, das hast du toll gemacht”. Aber mein Beitrag zum WürzburgWiki war gar nicht so groß, viel mehr muss ich die — überschaubare Menge — Helden des WürzburgWikis rühmen, die in dieser Zeit Artikel geschrieben und bearbeitet haben. Allen voran wohl Daniel27, andy-wue, Bernardo und Anna-Klara, die in den ganzen Jahren den harten Kern gebildet haben — großen Dank und Respekt dafür.
Es ist eine kleine Schar, um eine Stadt-Wiki zu machen, aber ich hoffe immer noch, dass mal mehr Leute am Wiki mitarbeiten.

Es gibt noch so viel zu tun bis zum 10.000. Artikel.

Tanfastik Kalban am Freitag

Wenn ich mir schon Balkan-Musik in die Gehörgänge einflößen lasse, dann soll das auch originell und stilvoll sein. Und dafür gibt es am Freitag, 14. Januar 2011, wieder Gelegenheit, denn die Fantastik Balkan gastiert wieder im Tanzcafé Ludwig in Würzburg.

Wer gerne den Osten musikalisch erleben und dazu tierisch abtanzen will, der kann jetzt die Gunst der Stunde nutzen und zwei Gästelisteplätze ergattern — sprich, zweimal freier Eintritt. Um genau zu sein: zweimal zweimal freier Eintritt.

Die Aufgabe: Ein (deutsches) Anagramm aus “FANTASTIK BALKAN” bilden — wir wollen schließen keine Doofen auf der Tanzfläche sehen! ;).  Alle Buchstaben müssen genau einmal verwendet werden. Mehr nicht. Die ersten zwei Kommentare mit einem Anagramm dürfen für umme abhotten! 😉

Hochwasser 2011

Höher, höher

Bilder vom Hochwasser 2013 in Würzburg gibt es zum Beispiel hier.

Tja, meine Schätzung, dass das Januarhochwasser die 6-Meter-Marke nicht erreichen wird, hat sich als falsch herausgestellt. Heute früh, so gegen 8 Uhr, hat der Pegel die 6 Meter überschritten und Würzburg hat die Meldestufe 4 erreicht. Aktuell — 12.30 Uhr — liegt der Pegel bei 6,15 Meter, die Prognose geht von einem Höchstwert so um die 6,30 Meter aus, den der Main heute am Nachmittag oder in der Nacht erreichen soll.

Die neuen Hochwasserschutzwände halten, was man ja erst wirklich weiß, wenn es soweit ist. Und die Alte Mainbrücke ist und war voll mit Fotografen, die das Ereignis auf Silikon Silizium bannen wollen, Schulklassen gehen zum “Public-Flood-Watching”, dass da keiner eine Würschtlesbude errichtet hat, wundert mich eigentlich.

Kitzingen hat es in Sachen Hochwasser schon schlimmer erwischt.

Noch mehr Bilder gibt es im Flickr-Album, aber der Anzahl der Digitalfotografen am Main nach sollte das Netz voll mit Hochwasserbildern sein. 😉

Hochwasser 2011

Hochwasser 2011

Hochwasser 2011

Löwenkopf im Hochwasser

 

Hochwasser 2011

Hochwasser 2011

Hochwasser 2011

Hochwasser 2011

Und sogar ein kleines Video hab ich gedreht und dem Brandung am Mainkai Höhe Alter-Kranen-Biergarten zugeschaut.