Archiv für den Monat: September 2011

Dennis, Alex, ich – und die Neubaustraße

Unser Gästewunschliste für die Wuerzmischung ist um eine Zeile kürzer geworden — endlich haben wir es geschafft, uns mit Dennis Schütze zu treffen.

Im Clochard haben wir uns bei offenen Türen an einen Tisch gezwängt, der dann voll mit Mischpulten, Kabeln, Mikros, Federweißen und Weinschorlen war.

Das Ergebnis war ein lärmbelasteter Podcast über Musik, Kultur in Würzburg, Musikunterricht, Gitarren und die Musiktalkshow My favourite tracks.

Hört sie euch an, die Wuerzmischung #53 — My favourite snacks

Wir mögen keine Veränderungen

Als ich gestern früh an der Haltestelle Arndtstraße stand, da sah der Automat noch ganz anders aus. Über Nacht hat er ein Update erfahren und glänzt als Hightech-Touchscreen-Hochdruck-Geldeinsaug-Fahrkartenautomat. Und prompt durfte ich einer mittelalten Frau helfen, sich eine Secherkarte zu kaufen. “Jetzt ist das schon wieder anders”, sagt sie. Ich merkte an, dass es die alten Automaten doch schon lange gab. “Lange? Das waren doch höchstens 10 Jahre!”

Ok, mein Fehler! Das in Würzburg 10 Jahre ein Wimpernschlag sind und Veränderungen nur in großen geologischen Zeiträumen akzeptiert werden (“Nicht schon wieder eine Eiszeit …”), hatte ich für einen Augenblick verdrängt.

Wobei sich mir trotzdem die Frage stellt, warum die Automaten (oder zumindest der Automat) augetauscht werden? Was haben die für Vorteile — außer für den Automatenhersteller?

Lostrommel für John Nivens Lesung im Cairo

John Niven, der die Satire auf die Musikindustrie “Kill your friends” geschrieben hat, macht auf seiner Lesereise in Würzburg halt. Offen gesagt: Ich habe von dem Buch gehört (und zwar Gutes), es aber nie selbst gelesen. Macht ja auch nix! Niven liest aus seinem neuen Buch “Gott bewahre“, in dem es — wohl recht abgefahren — um Religion, Musik, soziale Probleme und Massenmedien geht.

John Niven liest selbst, aber als gebürtiger Schotte eher in einer englischähnlichen Sprache. Darum hat er sich deutschsprachige Unterstützung geholt, und zwar den Ex-Muff-Potter-Sänger Nagel.

Die Lesung findet am 5. Oktober 2011 um 20.00 Uhr im Cairo statt, Karten gibt es für 12 € im H2O oder bei reservix.de

… oder hier im Würzblog für 0 €. Wir verlosen einmal zwei Karten für die Lesung. Wie? Diesmal mit einer echten Verlosung: Einfach einen netten Kommentar hier im Blog schreiben, morgen Abend wird dann die Glücksfee — ok: ich — die Gewinnerin oder den Gewinner ziehen.

Bitte nur mitmachen, wenn ihr auch wirklich zu der Lesung wollt. Und gebt eure Mailadresse ein.

Rechtsweg, ihr wisst Bescheid: Nö! 🙂

 

Leichter Umzug, schwerer Umzug

Im Masse-Zeit-Verhältnis war es wohl der schnellste Umzug meines Lebens. Vor zwei Wochen packten 24 Leute an — die Blogger- und Twitterszene war stark vertreten — und zweieinhalb Stunden später standen alle meine Möbel wie von Zauberhand nicht mehr in Grombühl, sondern in der Sanderau. Danke an dieser Stelle an alle fleißigen Helfer, mit Freunden wie euch macht sogar ein Umzug Spaß. 🙂

Deutlich weniger Spaß machte dagegen der technische Umzug. Der Termin für die Umschaltung auf die neue Adresse war bei Vodafone rechtzeitig beantragt und auf Montag zwischen 8 und 16 Uhr festgelegt. Die Telekom — Hüterin der letzten Meter der Telefonleitung — rief am Donnerstag vorher an, dass sie den Termin auf 12 bis 16 Uhr einschränken kann — wie schön.

An besagtem Montag bin ich kurz nach 9 Uhr aus dem Haus, um mich auf dem Rathaus umzumelden. Meine Gute blieb zu Hause, um schon mal Kisten auszupacken. Tja … und als ich zurück kam, war im Briefkasten eine freundliche Mitteilung des Telekom-Techniker, dass er um 8.50 Uhr da war und niemanden angetroffen hat — wie gesagt: Es war jemand zu Hause, um 8.50 Uhr sogar zwei Personen.
Bis heute habe ich noch nicht mal einen neuen Termin.

Ein völlig weit hergeholte Idee ist es von mir zu denken, dass die Telekoms einfach Terminstress hatten und einfach am Briefkasten vorbeigefahren sind und die Karte eingeworfen haben. Aber sowas würden die doch nicht machen ….

Das erklärt euch, warum in letzter Zeit so wenig gebloggt wurde. Hin und wieder finde ich mal Zeit, vor oder nach der Arbeit was zu schreiben oder tippe den Beitrag in die Android-Wordpress-App ein. Spaß macht das bei längeren Texten aber auch nicht.

Bilder vom Umzug schiebe ich bei Gelegenheit mal nach …

My favourite tracks: Die 7. Staffel beginnt

Wenn die Blätter fallen, dann ist die Jahreszeit gekommen, um über Musik zu reden. Ab dem 4. Oktober 2011 beginnt die 7. Staffel der Musiktalkshow “My favourite tracks“.

Dennis Schütze ist nicht nur bekannt für sein gleichnamiges Trio, sondern auch für diese Talkshow. An jedem ersten Dienstag im Monat — wenn kein Feiertag — lädt Dennis einen Menschen aus der Kulturwelt in und um Würzburg ein. Der Gast darf seine zehn Lieblingslieder mitbringen, über die er dann mit Dennis redet — und über sein Leben und seine Arbeit.

In dieser Staffel muss ich bei diesem Text nicht “gendern”, ich muss nicht “seine/ihre Lieder” schreiben, denn diesmal handelt es sich um eine reine Männerrunde. Gäste sind die graue (nicht nur im Sinne seiner Haare) Kultureminenz Tilman Hampl, der Autor Sebastian Fickert, Bildhauer Dierk Berthel, Claus Peter Berneth von Artbreit und der Journalist Rainer Reichert.

Die Staffel beginnen wird am. 4. Oktober 2011 um 20.00 Uhr in der BBK Galerie im Kulturspeicher Johannes Engels, Fachbereichsleiter Kultur der Stadt Würzburg. Ich rechne mal mit einem hohen Klassikanteil bei seinen favourite tracks, aber es wäre nicht das erste Mal, dass ich da völlig überrascht werde.

Dieser Überraschungsmoment ist etwas, was ich bei der Veranstaltung immer recht spannend finde: Was bringen die Leute für Musik mit. Als ein ehemaliger Gast kann ich sagen, dass die Musikauswahl gar nicht leicht ist, von Matthias weiß ich, dass es ihm damals ähnlich ging. Die Auswahl ist eine Momentaufnahme von dem Tag, an dem man die aussucht. Einen Tag später könnte die Playlist schon wieder völlig anders aussehen.

Dribbling Sunday

Am Sonntag war ich mal wieder beim Basketball. Jetzt wo ich ja in Spuckweite zur S.Oliver-Arena wohne, raffe ich mich eher aus der Sonntagslethargie, um keinen Sport zu machen, aber wenigstens zu schauen.

Wobei das Zuschauen beim Basketball auch in Sachen eigener Fitness nicht unterschätzt werden darf. Es gibt einen Brauch, bei dem — so vermute ich als völliger Laie wenigstens — die Zuschauer irgendwann mal aufstehen und sich erst wieder setzen, wenn die eigene Mannschaft einen Korb geworfen hat. Und zwischendrin steht man auch einfach so mal auf. Und setzt sich wieder hin. Und steht dann wieder auf. Und setzt sich wieder hin. Und steht dann wieder auf. Und setzt sich wieder hin. Und steht dann wieder auf. Und setzt sich wieder hin. Und steht dann wieder auf. Und setzt sich wieder hin. Und steht dann wieder auf.
Ich glaube, ihr versteht langsam, was ich meine.

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Am Sonntag ging es noch um nichts, oder wie Onkel Heiko sich ausdrückte: Um die Goldene Ananas. Beim Bosch-Rexroth-Cup wurden vier Mannschaften eingeladen, die eben um diesen besagten Cup spielen. Es war aber eine gute Möglichkeit zu testen, wo die Mannschaften stehen.

Die frischgebackenen Bundesligisten der Würzburger S.Oliver Baskets spielten sich in Finale gegen Ludwigsburg, das sie dann auch gaaaanz knapp mit 81:80 in den letzten Sekunden gewonnen haben. Tja, und schon am Samstag prallen die beiden Mannschaften wieder in Ludwigsburg aufeinander. Diesmal geht es aber um keine “Ananas”, sondern um das ersten Spiel, das die Baskets nach vielen Jahren wieder mal in der Bundesliga spielen dürfen.

Und das Spiel hat mir Lust auf mehr gemacht. Die Stimmung in der Halle ist toll — wenn auch sehr laut. Und irgendwann verstehe ich auch mal die Basketballregeln so richtig, wann weiß auch, warum gepfiffen und getutet wird und was die Schiedsrichter für lustige Zeichen mit den Armen und Händen geben.

Wer noch Karten für das erste Heimspiel der Baskets gegen Trier am 3. Oktober 2011 haben will, der sollte sich ranhalten — sehr viele sind schon jetzt nicht mehr übrig.

Essen für euch, Rezepte für mich

Ich koche ja sehr gern und oft selbst, schon immer eigentlich — darum will ich auch zum Foodblogger-Treffen. Darum kenne ich mich in der Lieferservice-Szene in Würzburg gar nicht so aus. Um so paradoxer, dass mir für das Würzblog angeboten wurde, drei Gutscheine für den Lieferservice-Plattform  lieferando.de zu verlosen. Gut — ich muss ja nichts bestellen und meine Leser füttere ich gern! 😉

Damit ich auch auf meine Kosten komme, erlasse ich im Kampf um die Gutscheine folgende Regeln:

Einen Lieferservice ruft man an, wenn man keinen Bock oder keine Zeit zum Kochen hat. Gut, gehen wir davon aus, dass das bei mir genauso ist — welche Rezepte für ein schnelles, einfaches und leckeres Essen habt ihr für mich? Bis Samstagabend könnt ihr eure Vorschläge in die Kommentare schreiben, ich wähle — subjektiv und ungerecht — die für mich besten drei aus, die jeweiligen Kommentatoren bekommen je einen Gutschein über 20 €. Rechtsweg? Vergesst es!

Die Gutscheine für lieferando.de gibt es als Gutscheincodes, und für die gelten folgende Einschränkungen:

  • 10 € Mindestbestellwert
  • Keine Restgeldauszahlung
  • Keine Premiumdienste
  • Nur Online-Payment
  • nicht kombinierbar mit anderen Gutscheinen
  • Gültig bis 30. September 2011

Am wichtigesten ist der Punkt “Nur Online-Payment”, denn da bleiben in der eh noch nicht so großen Liste für Würzburg nur noch sieben Lieferanten übrig. Egal — Hauptsache es schmeckt! 😉

Würzburg brennt … ein bisschen

Leck mich am Buckel, ich wüsste nicht, wann es in der Würzburger Innenstadt das letzte Mal einen dermaßen großen Brand gegeben hätte. Heute Vormittag — die Feuerwehr hat sich schon die verdiente Brotzeit reigezogen — war ich von der Main-Post aus in der Peterpfarrgasse und konnte das Ganze aus der Nähe betrachten. Zum Glück wurde niemand ernsthaft verletzt.
Aber als ich heute früh “Großbrand in der Innenstadt” gehört habe, dachte ich sofort daran, dass sich das Thema Augustinerhochhaus nach dem Gerichtsurteil erledigt hätte …

Mehr Informationen über den Brand in dem Main-Post-Artikel.