Archiv für den Monat: Oktober 2012

Kabel und Mikrofon

Den ganze Tag nur rumhocken und reden

Kabel und Mikrofon

Mensch, was ist an diesem Wochenende nicht alles in Würzburg los! Das Improtheater-Festvial tobt noch bis Sonntag durch die Stadt und am Samstag findet der all-hallowennliche Konzertabend mit hochkarätiger Besetzung statt. Zu all diesen Veranstaltungen wäre ich gerne gegangen, aber satt dessen hocke ich währenddessen mit Alex im Coworking herum, 25 verdammte Stunden lang.

Wir verwirklichen nämlich eine Schnapsidee, die ursprünglich Hazamel hatte: Ein 24-Stunden-Podcast mit der Würzmischung zu machen, der nun wegen der Umstellung auf die Winterzeit — konnte ja auch keiner ahnen — auf 25 Stunden angewachsen ist. Der Podcast läuft unter den Namen “Würzmischung/24”, wer bei Twitter oder sonstwo dazu was schreiben will, darf gerne den Hashtag #wuemi24 verwenden.

Morgen, 27. Oktober 2012, sitzen wir also im Coworking-Space in der Veitshöchheimer Straße und haben im Laufe der 25 Stunden 24 Gäste bei uns, mit denen wir plaudern. Aus diesem Marathon werden dann 25 Einzelepisoden, die man sich ein oder zwei Tage später anhören kann.

Wer sich das ganze Spektakel live anschauen will, der kann sich den Video-Livestream im Internet anschauen — der jeweils aktuelle Link ist ab morgen früh auf
und anderen Kanälen zu finden — oder ins Coworking gehen und dort zuschauen. Zuschauer sind also herzlich willkommen, aber — Pssst, Aufnahme! 😉

Julia Schramm, erLesen

Julia hat gelesen

Julia Schramm, erLesen
Julia Schramm bei der Lesung aus ihrem Buch “Klick mich” in der Buchhandlung erLesen.

Am Freitag war in Würzburg die Lesung von Julia Schramm, Beisitzerin im Bundesvorstand der Piratenpartei und jetzt Buchautorin.

Obwohl der Wirbel um das Buch “Klick mich” vom Vorfeld groß und der Raum in der Buchhandlung erLesen in Grombühl klein war, sind doch gar nicht so viele Besucher gekommen — knapp die Hälfte der Stühle blieb leer und saßen auf der Hälfte der besetzen Stühle Mitglieder der Piratenpartei.

Ich habe das Buch bis heute nicht ganz gelesen, nur ein wenig darin geblättert. Aber auch die Lesung verführte mich nicht dazu, das Buch zu kaufen. Für mich klang der Inhalt nach einem gedrucktem Blog, in dem ein junges Mädchen versucht, sich die Welt zu erklären — und dem Leser die Welt des Internet. Leider beides kaum verständlich, aus den Innensicht der Julia Schramm geschrieben, zu der ich letztlich kaum Zugang durch die Lektüre bekomme — ich muss als Leser an der Oberfläche bleiben und darf mir die Namen, Ausdrücke und Referenzen anschauen, ohne dass mir erklärt wird, was sie in dem Zusammenhang bedeuten sollen.

Die anschließende Diskussion war etwas interessanter und da wurde mir auch klar, für wen das Buch eigentlich geschrieben wurde — für Mütter beziehungsweise Eltern, so zumindest meine Theorie. Die kämpfen gerade mit ihren Bälgern und sind verunsichert, wie ihre Kinder das Internet nutzen sollen, können und dürfen. Die verstehen zwar auch nicht unbedingt, wovon Julia Schramm in Klick mich schreibt, aber sie sehen, dass auch eine durch und durch und fast schon fanatisch im Internet beheimatete junge Frau wohlerzogen, halbwegs gebildet und ordentlich gekleidet eine Lesung halten kann — das Internet kann also nicht so böse sein.

Literarisch war der Abend also eher nichts für mich — wenn ich ein Blog in Buchform lesen will, dass auch noch verständlich, weise und witzig ist, dann doch lieber Moggadoddes Buch “Zeichen der Weisheit — 140 Zeichen oder mehr”.

Es war auf jeden Fall ein schöner Abend für mich, allein mal wieder in Grombühl und im erLesen zu sein, hat mir schon gefallen. Und wie so oft im erLesen habe ich auch nette und interessante Menschen kennengelernt — was will ich an einem Abend mehr erleben.

Bilder von der Lesung gibt es bei mainpost.de — auf einem bin ich sogar ganz hinten zu sehen. 😉

Wer für das Buch kein Geld hinblättern will — in zehn Jahren soll es frei verfügbar sein. Für alle anderen gibt es die bekannten Möglichkeiten:

Andreas Kümmert - The Mad Hatters Neighbour

Der Nachbar des verrückten Hutmachers

Andreas Kümmert - The Mad Hatters NeighbourWas ich im Briefkasten nicht mag, sind Rechnungen oder Briefe vom Finanzamt. Was ich dagegen sehr mag, sind diese dünnen gepolsterten Päckchen, auch wenn mal kein mir bekannter Absender darauf steht. Denn diese Päckchen bedeuten meistens, dass mir jemand eine CD schickt.

Diesmal steckte im Umschlag die neue CD von Andreas Kümmert, den ich in diesem Jahr zum Beispiel bei einem lustigen Soloauftritt beim Umsonst & Draussen erlebt habe. Das Albumtitel “The Mad Hatters Neighbour” — der Nachbar des verrückten Hutmachers — ist eine Anspielung an eine Figur aus Lewis Carrolls Buch “Alice im Wunderland”.

Andreas lebt mit seiner Gitarre im Blues-Wunderland, an der Grenze zum Herzogtum Rockistan. Besucht wird er auf dem Album von verschiedenen fetten Bläsern, Schlagzeugen und Sängern — Rob Vitacca, Sänger der Band Lacrimas Profundere, schaut auf ein Lied vorbei —  und macht mit ihnen bei der Teeparty Musik. Wer Blues mag, wird an der Scheibe seine Freude haben, denn Andreas Kümmert hatte Blues nicht nur zum Tee, sondern auch zum Frühstück und knusprig überbacken zum Abendessen.

Mir hat das Album gefallen! 🙂

Fast schade, dass ich das Album als CD habe — das großartige Cover-Art von Romina Rosa hätte es verdient, auf der Größe der Hülle einer Langspielplatte zu erscheinen.

Panzerballett-header

Panzer. Ballett. Konzert. Würzburg.

panzerballettEs gibt Konzerte, da kann mal man hingehen. Und es gibt Konzerte, da muss man hingehen. Und es gibt Konzerte, da stellt sich die Frage gar nicht, da geht man einfach hin. Und genau so ein Konzert findet am Mittwoch, 17. Oktober 2012, in Würzburg statt — Panzerballett ist danke Charly Heidenreich wieder in der Stadt.

Mit dem neuen Album “Tank Goodness” im Gepäck rollen sie im Cairo
alle musikalischen Gewohnheiten um, fressen alle Stilrichtungen und schießen sie hochpräzise mit der Jazzmetal-Kanone ins Publikum. Und das mit einem fetten Grinsen im Gesicht!

Dank der beiden Vorbands Consider The Source und Monophonist wird ein langer Konzertabend, ab 19.30 Uhr für lächerliche 10 Euro Eintritt. Viel Metal, Progrock, Jazz, Psychedelic und  Hardcore für wenig Geld — absolute Empfehlung, ich wurde von Panzerballett noch nie enttäuscht.

P.S. Natürlich darf bei Charly ein Facebook-Event nicht fehlen! 😉

P.P.S. Übrigens: Am Freitag und Samstag steigt wieder Charlys Freakshow-Festival, mit handerlesenen Bands!

Winzige Würzburger WebWanderung

141012: WinzigeWürzburgerWebWanderung

Die Erkältung hat mich seit langer Zeit mal wieder besucht und wir haben ein inniges Wochenende miteinander verbracht. Dafür hatte ich mal wieder Zeit, in Würzburger Blogs zu lesen.

Zum Beispiel Andy Sauerweins Liebeserklärung an die Zellerau, ihre Chillout-Zone, Bewohner und ihr Bermuda-Dreieck. Oder Nachtsatz, der einen kurzen Blick auf die Arbeit an einer Tankstelle gewährt, zwischen Flaschensammlern und Porschefahrern, und uns Respekt vor den Menschen hinter der Kasse lehrt. Wenig Respekt hatte die Deutsche Bahn vor dem ehrwürdigen Lokschuppen 3 am Bahnhof, dessen letzten Tage auf Burgruinen in Franken festgehalten wurden. Die letzten vier Spiele der S. Oliver Baskets habe ich bei Ballin’ Würzburg im Schnelldurchgang nachgelesen — die Saison der Basketballer sieht ja bisher so mittel aus, was aber auch heißt, dass es schlimmer sein könnte. Und immer wieder gern lese ich das Flocblog, wo Flocu — manche alteingesessene Blogger aus Würzburg erinnern sich noch an ihn — seine Weltreise bloggt und in Bildern zeigt: Und seit ein paar Wochen ist er wieder unterwegs.

mft-dennis

My favourite Veranstaltung geht in eine neue Runde

mft8
My favourite tracks Vol. 8
© Jochen Kleinhenz

Am Dienstag geht eine neue Staffel meiner Lieblingsserie los! Nein, nicht im Fernsehen, sondern ganz in echt in Würzburg. Die Musiktalkshow “My favourite tracks” startet in die 8. Runde. Musiker Dennis Schütze lädt wieder Gäste aus Würzburg und dem Umland ein, mit ihm über ihr Leben und ihre Arbeit zu reden und zwischendurch ihre zehn liebsten Lieder anzuhören.

Wer sind die illustren Gäste von Oktober bis März? Da wäre der Autor und Journalist Peter Roos, der Gründer des Theater Ensembles Norbert Bertheau und der Konzertleiter der Trinitatiskirche Wolfgang Schmock.

Ganz besonders freue ich mich auf den Vorsitzenden der Jazzinitiative Würzburg und Webradio-Kollege Jörg “Yorkmaster” Meister und — für mich das absolute und längst überfällige Highlight — den Generalkonsul des Progressive Rock und Träger des Samtanzugs in Dunkelgrün, Charly “Freakshow” Heidenreich.

An diesem Dienstag, 9. Oktober 2012, beginnt die Staffel pünktlich um 20 Uhr im Theater am Neunerplatz mit den Brüdern Erhard und Hermann Drexler, die — oft im Neuerplatztheater — Regie bei Theaterprojekten geführt haben.

Da beide Brüder an dem Abend bei Dennis zu Gast sind, stellt sich mir natürlich die Frage, ob jeder Bruder seine fünf liebsten Lieder spielen darf oder ob sich beide auf die zehn gemeinsamen Lieblingslieder einigen mussten — was ich mir mit meinem Bruder sehr anstrengend vorstellen könnte.

Mischpult der Würzmischung

Wie bei MacGyvers daheim: Podcasten mit Video-Livestream

Der Kameramann bei Google Hangout während der Würzmischung #60Es ist ja fast schon eine Fallstudie, was man medial mit minimalen Mitteln machen kann. Zwei Mikrofone und ein Mischpult ganz unten aus Thomanns Grabbelkiste, einen acht Jahre alten MP3-Player, der auch aufnehmen kann, ein eher mäßiges Notebook mit einer noch mäßigeren Webcam und einem “Kamerastativ” aus einem leeren Pappkarton — und schon kann man einen Podcast mit Video-Livestream produzieren.

Alex und ich haben uns mal wieder auf eine Würzmischung getroffen. Ohne Gast und besonderes Thema haben wir ein wenig geplaudert, auch über den am 27. Oktober 2012 bevorstehenden 24-Stunden-Podcast — zu dem wir übrigens immer noch Gäste suchen, wer also Lust hat oder jemanden dort gerne hören will …
Den Podcast  konnte man auch live per Google-Hangout verfolgen, was überraschend gut geklappt hat.

Im Podcast versteckt sich auch ein kleines Spiel, bei dem man einen iTunes-Gutschein für 15 Euro gewinnen kann, den wiederum ich bei der mainIT 2012 gewonnen habe. Was man tun muss, um den Gutschein sein Eigen zu nennen, wird gegen Ende des Podcasts erklärt — für all die, die sich nicht ganz durchquälen wollen! 😉

Also, zieht sie euch rein, die Würzmischung #60 / Einfach weil’s vielleicht geht, egal ob in der klassischen Audioversion oder also Videoaufzeichnung.