Bloggen für das U&D

Das Verhältnis zwischen dem Umsonst & Draussen-Festival in Würzburg und den Bloggern ist ja schon seit vielen Jahren ein Gutes. Wer über das U&D bloggen will, der kann sich auch in diesem Jahr akkreditieren — im Tumblr-Blog des U&D steht, wie das geht. Und dass das Tumblr-Blog des U&D ist in diesem Jahr wieder aktiviert worden ist, finde ich übrigens eine sehr schöne Sache! 🙂

Vorteile für die Blogger sind, dass sie in den Backstage-Bereicht können (klingt spannender, als es ist) und auch auf die Bühne zum Fotografieren dürfen. Der Vorteil für das U&D ist: mediale Aufmerksamkeit und eine oft mal originelle Berichterstattung! 😉

Das alljährliche Blogger-MeetUp im Vorfeld des U&D findet am Montag, 17. Juni 2013, um 18 Uhr auf den Mainwiesen statt.

Blogger und Twitterer, wie sieht es aus? Wollen wir uns auf dem Festival selbst mal treffen? Sind auswärtige Blogger da? Wann, wo, wie, Vorschläge?

 

39 Gedanken zu „Bloggen für das U&D

  1. Au weia.

    Gut, dass ich diese Diskussion erst jetzt mitbekommen habe. Da brauche ich zu den einzelnen Punkten jetzt nichts mehr zu schreiben. Es bleibt mir nur, über die Arroganz und andere, noch weniger schmeichelhafte Eigenschaften von einzelnen Menschen den Kopf zu schütteln. Unglaublich.

  2. Meine Fresse. Die Herren Musiker sollen mal sich auf den kreativen Output ihres Schaffens konzentrieren und sich nicht so sehr mit dem U&D rumschlagen. Wenn die Herren Berufsmusiker hier angeblich so gut sind und verdienen entlohnt zu werden, werden Sie ja sicherlich ausreichend Engagements haben, um ihr Geld zu verdienen und können den von Ihnen ungeliebten Veranstaltungen fern bleiben. Leben und leben lassen. Trinkt mal nen Schoppen und entspannt Euch alle!

  3. @songwriter und @stefan hetzel: ich teile eure kritik an der entwicklung des u&d, da lief in letzten jahren vieles schief. aber was ihr beiden hier abzieht ist unter aller sau. ihr unterstellt allen böse absichten und beleidigt. stefan, dein kommentar zu dem von katja wolf war deiner intelligenz nicht würdig, unterste schublade. ich schätze euch beide als künstler, menschlich bin ich von euch aber enttäuscht.

    1. @Petra: Was genau ist denn “unter aller Sau”? Dass ich unangenehme Themen anspreche? Meinst du es gäbe nach 25 Jahren heuer erstmals eine symbolische Gage für die Musiker, wenn ich und andere das nicht immer wieder deutlich gegenüber verschiedensten Verantwortlichen angesprochen und in die öffentliche Diskussion gebracht hätten? Findest du kritische Auseinandersetzung per se unwürdig?

      1. @songwriter: ich beende die diskussion an der stelle mit dir, da du nicht einmal liest, was ich schreibe! wenn du genau so mit den u&d-verantwortlichen diskutiert hast, wundert es mich nicht dass niemand auf dich gehört hat. schade drum!

    2. “stefan, dein kommentar zu dem von katja wolf war deiner intelligenz nicht würdig, unterste schublade.”

      Verstehe ich nicht. Was hat Katja Wolf denn eigentlich gesagt? „Meine Familie und ich (und auch unser großer Freundeskreis) gehen eigentlich nicht wegen der Musik auf’s U&D, sondern wegen der angenehmen Stimmung.” sowie „Die Musik schauen wir uns auch an, aber meist bummeln wir zwischen den Ständen.” Das heißt, die Musik ist für sie und ihren großen Freundeskreis “eigentlich” verzichtbar. Es handelt sich beim U&D aber “eigentlich” um ein Musikfestival, richtig? Damit wir uns nicht falsch verstehen: Katja Wolf (und ihr großer Freundeskreis) können “angenehme Atmosphäre” haben wo und wie sie wollen – aber offenbar benötigen sie dazu keine Live-Musik. Was völlig o.k. ist. Aber es gibt nun mal Menschen, die *beruflich* Musik machen. Ernsthaft. Lebenslang. Dazu gehört (als einer von vielen) der langjährige U&D-Teilnehmer und -Moderator Dennis Schütze aka Songwriter. Er hat hier lediglich auf die Tatsache verwiesen, dass heuer Musiker ERSTMALS in der Geschichte des U&D Gagen bezahlt bekommen – warum auch immer. Das “Umsonst” in “Umsonst & Draußen” bezog sich nämlich IMMER auch auf die Musikerhonorare, nicht nur auf den Eintritt. Dass das relativ unbekannt blieb all die Jahre, mag auch daran liegen, dass das Festival-Management kein großes Interesse daran hatte, diese Tatsache allzu publik zu machen.

      „Kommerziell? Kostet doch keinen Eintritt und die Getränke sind nicht günstig, aber kosten glaube ich seit Jahren das Gleiche. ” Hier habe ich verstanden, dass Katja Wolf das U&D für “unkommerziell” hält, weil das Festival keinen Eintritt kostet. Und da konnte ich eben, Entschuldigung, nur noch mit Sarkasmus reagieren.

  4. Punkt 2: Worum es in meinem Beitrag eigentlich ging: Das Bloggen beim U&D.
    @stefan: Natürlich darf man in diesem Land schreiben, was man will (innerhalb gewisser Grenzen — Beleidigungen zu Beispiel). Aber ich habe beim Bloggen und im Journalismus oft genug erlebt, dass versucht wird, im Vorfeld oder im Nachhinein auf die Berichterstattung Einfluss zu nehmen. Oder wie ich gehört habe, wollen manche Veranstalter die Rechte an den Bildern haben, die gemacht wurden. Das war — bisher — beim U&D nie der Fall. Oder wie neulich in Hamburg: http://www.heise.de/foto/meldu.....84425.html

    Eine Akkreditierung ist keine Vorteilsnahme, sondern in diesem Fall die Möglichkeit, in Bereiche zu kommen, die für die normalen Besucher nicht zugänglich sind, und die Infrastruktur — wie zum Beispiel das WLAN — vor Ort zu nutzen. Meine Aufenthaltsdauer im Backstagebereich ist immer recht kurz, meistens nur mal um mich hinzusetzen, die Akkus zu laden, Bilder hochzuladen, schnell was Bloggen und was essen. Wohlgemerkt – die Blogger müssen sich Essensmarken kaufen, günstig, aber nicht kostenlos.
    An und für sich kein großes Ding, für Journalisten sogar langweiliger Alltag. Dass das U&D eine Akkreditierung auch für Blogger anbietet, ist in diesem Land aber noch eher ungewöhnlich.

    Ob ein Blogger dann PR für das U&D macht, knallhart kritisch darüber schreibt, nur Bilder von den Konzerten macht oder sich ausschließlich für die Stände interessiert, bleibt jedem selbst überlassen.
    Vielleicht versuche ich bei euch, Stefan und Dennis, mal das Bild der Blogs gerade rücken. Ein Blog per se ist nicht zwangsweise dafür gedacht, knallharten und investigativen Journalismus zu betreiben. Beim genaueren und sogar beim ungenaueren Hinschauen sind von den mehreren hundert Millionen Blogs die (pseudo)journalistischen Blogs eine absolute Randerscheinung. Ein Blog ist ein Medium. Was man damit macht, bleibt jedem selbst überlassen.

    Ja, das U&D kann natürlich etwas davon haben, wenn die Blogs im Vorfeld und währenddessen über das Festival schreiben. Ist ja auch nicht schlimm. Ist es schlimm, wenn Dennis mir seine neue CD gibt und ich darüber schreibe? Finde ich nicht, weder für Dennis noch für mich. Ich weiß natürlich nicht, ob ich nochmal eine CD bekommen würde, wenn ich einen Verriss schreiben würde (das ist zum Glück bei Dennis noch nicht vorgekommen). Bei einem Buch von Roman Rausch ist es vorgekommen, seitdem hab ich auch kein Rezensionsexemplar mehr bekommen — auch nicht schlimm. 😉

    1. “Dass das U&D eine Akkreditierung auch für Blogger anbietet, ist in diesem Land aber noch eher ungewöhnlich.”

      Hm, das klingt aber eher, als wären Blogger “Journalisten zweiter Klasse”. Triste Sache, das.

      “Ein Blog per se ist nicht zwangsweise dafür gedacht, knallharten und investigativen Journalismus zu betreiben.”

      Hat ja auch niemand behauptet – und weder Dennis noch ich machen sowas in unseren Blogs. Wir machen ganz brav PR in eigener Sache und äußern gelegentlich halt auch mal unsere (möglich gut begründete) Meinung zum einen oder anderen Sachverhalt, der uns interessiert.

      “Beim genaueren und sogar beim ungenaueren Hinschauen sind von den mehreren hundert Millionen Blogs die (pseudo)journalistischen Blogs eine absolute Randerscheinung.”

      Eben. Noch so eine triste Sache.

      “Ein Blog ist ein Medium. Was man damit macht, bleibt jedem selbst überlassen.”

      Sehr richtig. Supertrist, wenn nichts daraus gemacht wird, oder?

      “Ist es schlimm, wenn Dennis mir seine neue CD gibt und ich darüber schreibe?”

      Nee – das ist normale PR-Arbeit.

      Wenn ein wichtiges lokales Musikfestival nun lokale Blogs endlich ernst zu nehmen beginnt und sie wie Journalisten behandelt, zeigt das einfach, wie sich die Medienlandschaft allmählich “von unten” zu demokratisieren beginnt (“Würzburger Frühling”, hihi): eine wunderbare Sache!

      Dennoch halte ich Dennis’ Bedenken (sie mögen von persönlichen Enttäuschungen genährt sein, die aber nicht hierher gehören) für nicht ganz unbegründet: Professionelle JournalistInnen wissen, worauf sie sich einlassen, wenn sie in ein Festival “eingebettet” werden, aber der Blogger von nebenan? Verliert der nicht – ein Stück weit wenigstens – seine “Unschuld”?

      Gut, jetzt wirst du evtl. sagen: “Das ist der unvermeidliche Nebeneffekt der Professionalisierung des Bloggens”.

      Aber da gibt es einen Unterschied: Journalisten bekommen Geld für ihre Arbeit, Blogger nicht.

      Wer ist nun anfälliger für “Vorteilsnahme”?

      Auf nichts anderes hat Dennis, in, zugegeben, gewohnt harschem Ton, hingewiesen.

      Vielleicht konnte ich das jetzt “übersetzen” und die Debatte damit versachlichen.

      1. Du hast ein romantisches Bloggerbild! 🙂

        Ich kann nur sagen, dass ich natürlich weiß, dass ich PR für das U&D betreibe, genau so wie ich auch schon PR für Dennis oder dich betrieben habe. Und darin sehe ich kein Problem. Und soweit ich das von anderen Bloggern weiß — ich kann bestimmt nicht für alle sprechen –, ist denen das auch bewusst. Aber im Falle des U&D sehe ich keine Gefahr der Beeinflussung, es gibt andere Bereiche, wo ich das deutlich kritischer sehe.

        Schade dass du nicht zum Bloggertreffen kommen konntest, vielleicht würdest du die Sache etwas weniger sorgenvoll sehen, wenn du einen Teil der Menschen hinter den Blogs kennengelernt hättest. Aber das kannst du ja nachholen. 🙂

        1. “Du hast ein romantisches Bloggerbild!”

          Das Bedürfnis nach freier Meinungsäußerung ist also “romantisch”?

          “Ich kann nur sagen, dass ich natürlich weiß, dass ich PR für das U&D betreibe, genau so wie ich auch schon PR für Dennis oder dich betrieben habe. Und darin sehe ich kein Problem.”

          Moment mal, jetzt geht da aber einiges durcheinander. Der Öffentlichkeitsarbeiter ist in der Regel bei einer Organisation *angestellt* und somit weisungsgebunden – also gerade nicht *frei*, wie ein Blogger es von Haus aus nun Mal ist.

          Dein obiger Satz klingt ja fast so, als könnte jeder, der das will, das Würzblog (kostenlos) “mieten”, damit du dann für ihn die “PR” erledigst.

          Aber so hast du’s doch sicherlich nicht gemeint, oder?

          1. Stefan, sei mir nicht böse, aber ich habe keine Lust auf eine für mich sinnlose Diskussion.

            Ich blogge einfach weiter wie ich will, ok?

  5. So, jetzt jetzt bin ich wieder am Rechner und muss mal einiges anmerken:

    Punkt 1: @dennis: Du darfst im Blog nach Herzenslust kritisieren — aber hier wird niemand beleidigt. Einen Kommentar von dir hab ich rausgenommen, einen anderen hätte ich rausgenommen, aber da der Betroffene direkt darauf geantwortet hat, lass ich ihn drin. Das wird mir vermutlich einen Zensurvorwurf bringen, aber damit muss ich leben.

    1. @Ralf: Das sind leider Tatsachen und keine Beleidigungen. Sag mir wie ich das anders formulieren soll! Kannst gerne beim Betroffenen nachfragen.

  6. Äh, seit wann kann ein Veranstalter das Bloggen über seine Veranstaltung verbieten? Warum sollten sie euch das Leben schwer machen? Und was den Backstage-Pass angeht: Geht’s jetzt um die kostenlose Wurstsemmel, oder was? Ein ganz klein wenig mehr kritische Auseinandersetzung würde ich mir dann schon wünschen. Die seltsame Entwicklung des U&Ds in den letzten Jahren und die plötzliche Kehrtwende konnten wir doch alle beobachten und ist jetzt quasi offiziell (siehe Vorwort des Programms). Wurde das jemals von irgendjemandem thematisiert? Wäre das nicht zu thematisieren gewesen? Warum hat das keiner gemacht? Das ist doch ureigenes Terrain für lokale/regionale Blogs. Ich brauche jedenfalls keine unkritische Hofberichterstattung, das könnt ihr auf Facebook machen.

    1. Nein, mir geht es nicht um die kostenlose Wurstsemmel. Stattdessen bin ich froh, dass ich Bilder machen kann, an die ich sonst so nicht rankommen würde und ein WLAN habe. Ich habe auch sehr wohl die Nummer mit dem Coca Cola-Soundtruck für doof befunden vor zwei Jahren oder auch die Zwei-Klassen-Gesellschaft der Fotografen letztes Jahr.
      Für mich passt auch der Playstation-Truck nicht ganz in Konzept dieses Jahr, aber wahrscheinlich kommt dadurch einfach Geld rein.
      Ich setze mich auch nicht mit der Politik der Vereins das ganze Jahr auseinander und war, wie viele andere auch, verwundert, dass es trotz des guten Wetters und der, trotz Fussball, gefühlt vielen Besucher, ein Defizit gab. In erster Linie blogge ich darüber, wie es mir als Besucher ergeht, welche Bands mich mitgerissen haben und welche eher öde waren.
      Mein Eindruck ist auch, dass sich die Bands ja bewerben, also wissen auf was sie sich da einlassen. Wem das nicht passt, der kann ja immer noch nein sagen oder sich gar nicht bewerben.

      1. @Hazamel: “Wem das nicht passt, der kann ja immer noch nein sagen oder sich gar nicht bewerben.”

        Das klingt ganz schön neo-liberal. Bist du FDP-Wähler?

        1. Danke für’s selektive zitieren, aus dem Zusammenhang reißen und nicht auf den eigentlich Kontext eingehen.
          Wenn ich FDP-Wähler bin, dann scheinst du eine Schwäche beim Lese-Verständnis zu haben 😛 , was die seltsame geistige Verknüpfung zwischen deinem Blogpost und Ralfs Aussage zu den Bloggern und dem U&D erklären würde.
          Wenn wir alle so verblendet und blind sind, dann erklär doch mal, warum die Künstler zum U&D gehen, wenn sie dort eh nur ausgebeutet werden.
          Aussagen, dass bei uns keiner Einblick in die tiefen Vorgänge beim U&D hat und andere Festivals einfach schon gar keine Blogger akkreditieren, werden von die geflissentlich ignoriert. Anzeichen dafür, dass alles was nicht in deine Meinung passt einfach ignoriert wird?

          Sorry, aber mit jedem weiteren Kommentar von dir wird das “Mimimimi die beim U&D sind alles doof und ich schmoll jetzt in meiner Ecke weiter” nur noch lauter

          1. Dich kann man anscheinend echt mit ‘nem Bier, einer Bratwurst und freiem W-LAN bestechen und du merkst es nicht mal. Wozu brauch ein Blogger bitte eine Akkreditierung? Fühlst du dich dann besser? Ich verstehe nicht was das für einen Vorteil bringen soll, vor allem dann nicht, wenn danach eine kritische Betrachtung ausbleibt. Es kann doch jeder über alles schreiben, auch ohne Akkreditierung, wir leben in einem freien Land. Erklär mir das bitte mal, ich verstehe es wirklich nicht. Ich halte die relative Unabhängigkeit von Blogs für ihr wesentliches Element, genau das macht sie doch erst interessant.

            Und sollte es tatsächlich das Ziel des U&Ds sein, dass nur noch Bands spielen, die bereit sind sich ausbeuten zu lassen? Nur nochmal zum Verständnis: Beim U&D-Verein (e.V.=steuerbefreit) verdienen seit 25 Jahren viele Menschen gutes Geld, z.B. Mischer, Kabelträger, U&D-Helfer, Bierausschenker, Backstagepersonal, Security, Zeltbauer, PA-Verleih usw., und soweit ist das auch okay, aber warum bekommen die Musiker überhaupt nichts? In jedem anderen wirtschaftlichen Bereich wäre das sittenwidrig und es gäbe einen Aufschrei. Tilman Hampel (U&D) ist in ein einer Diskussionsrunde (9/2012) einmal herausgerutscht, dass ein solches Vorgehen in Frankreich unmöglich wäre, weil es dort angeblich gegen geltendes Recht verstößt. Warum sind die Musiker hier gerade gut genug, wenn sie ohne Gage spielen? Ist das der Wert, den wir ihnen zubilligen? Entsteht da nicht auch eine seltsame Art der Selektion? Musiker, die von ihrer Arbeit leben, können diesen Deal ja gar nicht akzeptieren, wenn du mal drüber nachdenkst, mittlerweile hat sogar R. Duggen zugegeben, dass der Deal für die Musiker nicht aufgeht und das ist nicht erst seit diesem Jahr so.

            Und was den Vorwurf des Schmollens angeht: Ich denke bei dem Beitrag, den ich über Jahre zum U&D geleistet habe, habe ich das Recht meine Meinung zu sagen und Kritik öffentlich zu äußern, auch dazu sind Blogs da. Was hast du zum U&D beigetragen? Was ist deine Meinung zu den oben angesprochenen Umständen? Alles nicht dein Problem, weil du hast ja eine Akkreditierung?

          2. Mir persönlich geht es weniger ums schreiben als viel mehr um die Möglichkeit Bilder zu machen. In den letzten zwei Jahren sind, nicht nur meine Bilder, dankbar bei der einen oder anderen Band aufgenommen worden und haben diese auch weiterverlinkt.
            Ich kann also Bilder machen, ohne dass mir einer vor der Kamer rumrennt oder mich ein Security dumm anmacht oder ich erklären muss was ich in der Kameratasche habe. Es sind eben Bilder, die nicht jeder machen kann. Das selbe gilt auch für andere Veranstaltungen. Als Hobby-Freizeitfotograf kommt man eher selten zu der “Ehre” sowas zu bekommen.
            Ich kann auch nur wiederholen, dass mir ins finanzielle, genauso wie Ralf es schon gesagt hat, der Einblick fehlt. In so fern kann ich auch nicht abschätzen wie viel oder wenig die Musiker bekommen. Und wenn es wirklich “nichts” ist, dann steht weiter meine Frage an dich im Raum:
            Warum gehen die Bands dann auf’s U&D?
            Es kostet Zeit, Geld gibt es dafür nicht. Also in meinen Augen ein Minus-Geschäft für jeden der dort auftritt oder? Und da sind ja durchaus auch Wiederholungstäter dabei? Haben die einfach einen Hang zum Masochismus und zu viel Geld?
            Ich habe auch durchaus die Diskussion zwischen dir und den U&Dlern verfolgt als der Rotstifft gekreist ist und das Zelt und dein Programm gestrichen wurde. Ausgestiegen bin ich dann irgendwann als es nur noch ein persönliches Gehacke wurde, gelöscht, kritisiert und zensiert wurde.
            Mein Beitrag zum U&D ist sicher nicht so groß wie deiner. Ist aber auch gar nicht mein Anspruch. Er besteht wirklich nur darin ein paar Zeilen über den Tag zu schreiben und meistens bis spät in die Nacht noch Bilder zu sichten und zu verarbeiten.
            Der Verpflegungsanteil im Backstage ist übrigens eher minimal. Ich kaufe mir meine Getränke und Essen lieber wie jeder andere auch auf dem Gelände. Warum? Weil’s das Festival unterstützt.
            Und, wie ich hier auch schon geschrieben habe, ist es auch in den Würzburger Bloggerkreisen durchaus mit Verwunderung aufgenommen worden, dass man im letzten Jahr mit einem Defizit abgeschlossen hat.

    2. @Songwriter: Biste ne beleidigte Leberwurst, weil Dir das U&D nicht mehr gefällt?

      Ich freu mich, dass es seit vielen Jahren ein tolles Fest ohne Eintritt in Würzburg gibt, das sich dem Wahnsinn von Stadtfesten etc. widersetzt. Als Familie mit drei Kindern gehen wir dort jedes Jahr sehr gerne hin, wegen Eintritt und hohen Preisen nicht mehr zum Afrikafestival. Das U&D finanziert sich ja durch Getränkeverkauf und ich glaub, die Zuschüsse sind auch nicht all zu üppig. Da müssen die halt schauen, dass viele Leute auf den Platz kommen.

      Bin gespannt, was auf dem Würzblog und auf anderen Blogs darüber berichtet wird.

      1. @Katja Wolf: Ja richtig, ich bin beleidigt und ich finde mit Fug und Recht. Habe über viele Jahre das U&D als Besucher mit viel Sympathie verfolgt und als Musiker und Moderator mit etlichen Beiträgen engagiert begleitet. Da tut es natürlich weh, wenn sich über Jahre eine gewisse Großmannsucht einschleicht, das Festival immer kommerzieller und größer wird und Masse statt Klasse gefahren wird. Habe deswegen wirklich viele Gespräche geführt und je heftiger es wurde, desto weniger wurde zugehört, auf einmal war der Twitterwall wichtiger als die Bands, die davor spielten (ich halte sowas für respektlos gegenüber jedem Künstler). Und dann stimmten die Zahlen nicht mehr, aber statt sich an die eigene Nase zu fassen und festzustellen “wir geben zuviel Geld aus”, “wir haben falsch kalkuliert”, waren natürlich die Gäste Schuld, die nicht gekommen waren, keiner fragte sich warum Sie weggeblieben waren.

        Und zum Thema Gagen: Gut, ich bin freier Musiker, drum bin ich da vielleicht besonders sensibel, aber warum kriegen ausgerechnet die Menschen nichts, wegen derer das Publikum zum Festival kommt. Klar, kann dem Publikum doch egal sein, “Geiz ist geil”, wenn die das umsonst machen, aber ist das bei einem Umsatz in ordentlicher sechsstelliger Höhe okay? Trägt man als staatlich geförderter Verein nicht auch eine soziale Verantwortung? Es wird ganz selbstverständlich eine professionelle Performance von den Bands erwartet, aber das komplette Geld kriegen andere? Ich fand das immer höchst fragwürdig, etwas anderes wäre es gewesen, wenn alle ehrenamtlich gearbeitet hätte, aber so war und ist es nicht.

        Also ja, ich bin beleidigt und verärgert über die Arroganz mit der Ralf Duggen und der Rest des U&D-Vereins jahrelang über jede Art von begründeter Kritik hinweggegangen sind und ich ärgere mich, dass ich zusehen muss wie dieses ehemals kleine, feine, regionale Festival ohne äußere Not zu einer Karikatur seiner selbst geworden ist. Indignez-vous!

        1. Also für mich hat das U&D seinen Charakter bewahrt. Vielleicht mag das verwundern: Meine Familie und ich (und auch unser großer Freundeskreis) gehen eigentlich nicht wegen der Musik auf’s U&D, sondern wegen der angenehmen Stimmung. Wir treffen vielen Freunde, trinken was und bekommen beim Inder was leckeres zu essen. Am meisten lockt das Kinderprogramm (unsere Kids lieben den Oma-Waschplatz!). Die Musik schauen wir uns auch an, aber meist bummeln wir zwischen den Ständen.

          Kommerziell? Kostet doch keinen Eintritt und die Getränke sind nicht günstig, aber kosten glaube ich seit Jahren das Gleiche. Großmannsucht verstehe ich auch nicht. Sogar die Security ist freundlich.

          Ich hab ja keine Ahnung, aber ich glaub so ein Festival kostet wahnsinnig viel Geld, alleine der Müll, die Zäune, Strom und Technik kosten viel Geld. Freunde arbeiten bei den Sanitätern dort ehrenamtlich und ich glaube, dass auch viele im U&D Verein kein bzw. nur sehr wenig Geld für ihre tolle Arbeit bekommen.

          Ich vermute auch, dass die meisten Musiker froh oder zumindest zufrieden sind, vor so einem großen Publikum auf großer Bühne spielen zu dürfen…

          Das mit den finanziellen Problemen des U&D ist doof. Aber ich bin auch ganz ehrlich: Wenn es kalt ist, regnet oder nur nieselt gehen wir auch nicht hin.

          Aber, lieber Songwriter: Mach Dich doch etwas locker. Es gibt Alternativen, andere schöne Feste, niemand zwingt Dich für kein Geld beim U&D zu arbeiten, musizieren. Du kannst Gleichgesinnte suchen, etwas selber auf die Beine stellen. U&D gibts auch in Karlstadt und Bad Kissingen. LEBEN UND LEBEN LASSEN!

          1. “Meine Familie und ich (und auch unser großer Freundeskreis) gehen eigentlich nicht wegen der Musik auf’s U&D, sondern wegen der angenehmen Stimmung.”

            Richtig – ich finde die nervige Livemusik auf Musikfestivals auch seit Jahren nur noch störend: WEG DAMIT! Angenehme Stimmung kann man doch auch mit MP3s schaffen – und viel billiger!

            “Die Musik schauen wir uns auch an, aber meist bummeln wir zwischen den Ständen.”

            Und ich dachte immer, Musik sei was zum anHÖREN! Dabei ist sie nur ein Pausenfüller beim Shopping. Man lernt halt nie aus.

            “Kommerziell? Kostet doch keinen Eintritt und die Getränke sind nicht günstig, aber kosten glaube ich seit Jahren das Gleiche. ”

            Völlig richtig: Was nichts kostet, kann ja wohl nicht kommerziell sein, oder? Lernt doch jeder BWLer im 1. Semester! Ts ts, wie unwissend die Menschen doch manchmal sind…

          2. “Ich vermute auch, dass die meisten Musiker froh oder zumindest zufrieden sind, vor so einem großen Publikum auf großer Bühne spielen zu dürfen…”

            Ich bin froh, kein Künstler zu sein.

    3. Ja, ein Veranstalter kann zum Beispiel Blogger schon mal gar nicht akkreditieren — siehe Africa Festival. Und es geht nicht um die Wurstsemmeln, die für uns auch gar nicht umsonst sind. 🙂

      Und ob das eine Kehrtwende ist, wenn sie ihre Finanzierung ändern …? Ich weiß nicht. Eine Kehrtwende wäre es für mich, wenn es plötzlich “Kostet und Draussen” hieße. Und es mag sein, dass du schon vor Jahren das neue Modell angedacht hast und niemand auf dich gehört hat. Ich kenne die Gründe dafür nicht, vielleicht gab es ja gute Gründe dagegen.
      Leider kenne ich mich mit solchen Finanzierungsfragen viel zu wenig aus, ich weiß auch nicht, wie tief du da Einblicke hast. Aber ich vermute, dass so ein Festival keine leichte Nummer ist.

      Den Vorwurf der Hofberichterstattung überlese ich einfach mal lässig … 😉

      Und jetzt Dennis … Blutdruck runterfahren. Ich lese aus deinem Blogbeitrag, dass die das Festival grundsätzlich am Herzen liegt, sonst wärst du da emotional nicht so dabei. Aber allen und jeden deswegen als Bein zu pinkeln, hilft auch nicht weiter! 🙂

      … und jetzt geh ich Grillen, bevor es regnet! 😀

  7. “Das Verhältnis zwischen dem Umsonst & Draussen-Festival in Würzburg und den Bloggern ist ja schon seit vielen Jahren ein Gutes.”

    Äh, dann hast du vielleicht noch nicht meinen aktuellen, kritischen Beitrag auf meinem Blog gelesen, den ich hiermit empfehle.

    http://www.dennisschuetze.de/blog/2013/06/11/666/

    Freue mich über Feedback, Kommentare und kritische Auseinandersetzung.

    1. In ihrer Funktion als Blogger war das Verhältnis zwischen U&D und Bloggern immer gut. Das hat ja mit Kritik und inhaltlichen Differenzen nichts zu tun. Wir durften bisher immer schreiben was wir wollten. Glaub mir – das ist nicht selbstverständlich für Veranstalter.

      1. “Wir durften bisher immer schreiben was wir wollten. Glaub mir — das ist nicht selbstverständlich für Veranstalter.”

        Lieber Ralf! Wo leben wir denn – in Saudi-Arabien? JEDER Bürger dieses Landes darf ALLES schreiben (solange es nicht justitiabel wird), dafür, und da gebe ich Songwriter recht, bedarf es KEINERLEI Akkreditierung durch irgendwen.

        Du als professioneller Journalist durchschaust doch ganz genau, dass die “Akkreditierung” von freien Bloggern beim U&D eine ganz schlichte PR-Maßnahme des Festival-Managements ist.

        Es ist der Beginn von Bestechung (“Vorteilsannahme”): Du bekommst den Backstage-Pass, ich bekomme die vorteilhafte Berichterstattung im Blog. Songwriter Dennis Schütze hat das in seiner unnachahmlichen Art schlicht BENANNT – als eine Art Mini-Whistleblower. BRAVO!

        1. Ich weiß gar nicht, was alle immer mit dem Backstage haben. Es ist ja nicht so als würde es da Koks und… *hust* umsonst geben.
          Der Vorteil besteht allein daraus, dass es da eine Art Pressezelt gibt in dem man theoretisch was arbeiten könnte, was aber, Erfahrung letztes Jahr, nicht oft der Fall ist, weil man eh unterwegs ist wie ein normaler Besucher.

          Und klar ist es PR. Warum auch nicht? Wenn wegen eines Posts 10 Leute mehr kommen und was essen und trinken und Merchandising kaufen ist das jetzt schlecht?

          Scheinbar wollen hier einige lieber sehen, dass das Festival endgültig verschwindet.

          1. @Hazamel: Bitte informiere dich mal bei Ralf Duggen über Umsatz des U&Ds und die ungefähre Richtung wohin die Summen überwiesen werden, wer daran verdient, bevor du hier so blind Partei ergreifst für den Verein. Es ist okay, wenn du nichts davon wissen willst oder dir Mühe nicht machen willst, aber dann halte dich bitte Verteidigungs- und Relativierungsreden zurück.

          2. @Songwriter

            Kurze Antwort (weil du ja anscheinend jeglichen Bezug und Zusammenhang verloren hast): Nö

            Lange Antwort: Es ist mir auch vollkommen Hupe wer da wie viel Geld wo wie und warum bekommt. So wie es den meisten Besuchern auch vollkommen Hupe sein wird wer da wie viel und warum Geld bekommt. Ich, und kein anderer Blogger soweit ich weiß, sieht an dem Wochenende einen Cent. Ich sehe mich an dem ganzen Wochenende eigentlich auch nur als Besucher, der noch ein Bändchen und eine Karte hat damit er zu einem Zelt und einem Sofa/Bierbank kommt.

            Wenn dir darauf total einer abgeht, weil ich dann darüber schreibe, dass ich ein schönes Wochenende hatte, welche Band mit gefallen hat und was ich jetzt weniger prickelnd fand, dann tut es mir leid.

            Ich würde genauso hingehen und darüber schreiben, wenn ich nicht als Blogger offiziell akkreditiert wäre. Ich brauche da keinen Investigativ-Journalismus betreiben.
            Wenn mir was nicht passt, dann werde ich das auch so schreiben.
            Ich habe auch mit keinem Wort irgendwen verteidigt oder in Schutz genommen.

    2. Ich sehe auf den ersten Blick den Zusammenhang zwischen dem angeprangerten Satz von Ralf und deinem Blogpost nicht.
      Allein schon, weil du auf dem Festival als Musiker oder Moderator bist und nicht als Berichterstatter.
      Ich kann an dem Punkt aus der Erfahrung der letzten zwei Jahre Ralf nur zustimmen. Für einen Blogger läuft die Sache absolut problemlos. Es gab immer mal ein bisschen Anlaufschwierigkeiten wenn es um die Akkreditierung ging, aber versuch mal wo anders als “nur Blogger” einen Backstage und Fotopass zu bekommen, auch wenn dein Blog nur eine Handvoll Leute lesen.
      Sorry, aber ein bisschen liest sich dein Post in Zusammenhang mit dem Kommentar sehr Off-Topic-Beleidigte-Leberwurst und “Ich hab’s ja schon immer gesagt…”

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