Archiv für den Monat: Juli 2013

Rein in den Stollen: Semesterausstellung Gestaltung

Bergwerk_Plakat_2013-07

Es ist wieder soweit: Die jungen Kreativen der Fakultät Gestaltung zeigen in der Fachhochschule Würzburg am Sanderheinrichsleitenweg, was sie das ganze Semester so getrieben haben.

Der Titel, unter dem die Ausstellung steht, lautet “Bergwerk”, ich vermute, sie meinen damit die Werke, die dort oben auf dem Berg in Würzburg entstanden sind. Oder die Arbeitsbedingungen, die auf die Absolventen nun in der freien Wirtschaft warten. Oder es spielt auf die gestalterischen Diamanten und Edelsteine, die die Studenten in einem dunklen und dreckigen Sommersemester geschürft haben. Was weiß ich.

Ich gehe nach Möglichkeit immer hin, man sieht dort schon viele originelle, schöne und interessante Projekte. Nur sieht es in diesem Jahr in meinem Zeitbudget an diesem Wochenende so düster wie in einem Stollen aus. Aber mal sehen, ob ich was freischaufeln kann.

Die Ausstellungen kann man am  Freitag,  26. Juli von 13 Uhr – 19 Uhr und am Samstag,  27. Juli 2013 von 10 Uhr bis 17 Uhr besuchen. Der Besuch ist kostenlos.

 

Die fünfzigpunkteinste Session des Jochen Volpert

Jochen Volpert Session 50.1Man könnte meinen, Jochen Volpert hätte es von langer Hand geplant — seine neue CD “Session 50.1” erscheint kurz vor seinem Auftritt am Hafensommer mit Joe Krieg als “Mr. Jazz & Mr. Blues”.

Auf “Session 50.1” ist Jochen vor allem als Mr. Blues unterwegs, mit kleinen Verwandlungen in Mr. Rock. Wie bei ihm nicht anders zu vermuten, ist es eine sehr gitarrenlastige Scheibe geworden, was ich durchaus mag. Es geht aber nicht in einer Instrumentalorgie unter, dafür sorgt der Gesang von Carola Thieme und Linda Schmelzer

Ich habe bei Dennis schon Gutes über das Album gelesen, Tommi von der Musik Butik hat sie auch sehr gelobt und doch hat es mich fast überrascht, wie sehr mir “Session 50.1” gefällt, Jochen hat — ohne es zu wissen? 😉 — genau meinen Nerv getroffen.

Üblicher kleiner Kritikpunkt von meiner Seite: Die Muskstücke sind nicht von Jochen Volpert geschrieben. Er bedient sich bei Musikgrößen wie Jimi Hendrix, Jeff Beck oder Bill Withers, doch muss ich zugeben, dass er deren Kompositionen schon sehr eigen interpretiert und darüber improvisiert.

Die CD kann ich mir für mindestens zwei Gelegenheiten vorstellen: Entweder dreht man die Anlage schöööön auf und hört sie sich in alle Feinheiten bewusst an oder man betrinkt sich mit Freunden schön gemütlich an einem lauen Sommerabend zu der Musik. Klappt beides bestimmt wunderbar! Zum darauf Tanzen ist sie aber eher nix, hängt aber natürlich auch seeeehr vom bevorzugten Tanzstil ab 🙂

Die CD gibt es in der Musik Butik in der Neubaustraße in Würzburg für 10 Euro zu kaufen, sie läuft natürlich auch im Radio Würzblog.

Und hier schon mal die Aufnahmen zu “Stratus” von William E. Cobham — Wahnsinnsnummer!

Wahlplakate ohne Klimaschutz

Ach, wenn wir doch schon mal beim Thema Wahlplakate sind: Das Gewitter heute nachmittag hat mal klar Schiff mit der Plakatflut in Würzburg gemacht. Dass auf den Bildern nur Wahlplakate der Grünen zu sehen sind, hat keine politische Bedeutung, es hängen nur gerade von deren Kandidaten die meisten Plakate — oder besser gesagt: hingen. Vielleicht sollte man die Dinger etwas wetterfester aufhängen — oder mit dem Aufhängen warten.

Dem Plakat von Patrick Friedl an der Berner Straße am Heuchelhof sieht man deutlich an, dass es für mehr Klimaschutz ist, es hätte sich wohl schon über einen Regenschirm gefreut.

Ein Wahlplakat ohne Klimaschutz
Ein Wahlplakat ohne Klimaschutz

Und das Martin Heilig am Sanderring ausgerechnet vom öffentlichen Personennahverkehr gezweiteilt wurde, hat er als Grüner auch nicht verdient, das ist nicht fair.

Von der WVV gezweiteilt - Martin Heilig

Wie ist das eigentlich, wer muss den Scheiß jetzt aufräumen? Die Partei? Oder machen das die Stadtreiniger?
Wahlplakate am Boden Wahlplakate am Boden

Hafensommer 2013 im Radio Würzblog

CDs für den Hafensommer 2013Morgen beginnt der Hafensommer 2013 in Würzburg — oder “Konzert im Trockendock” oder wie immer man die Veranstaltung in diesem Jahr nennen darf, die ja nicht im gewohnten Hafenbecken am Alten Hafen stattfinden wird. Aber auch wenn das Ambiente an den Mainwiesen vielleicht nicht so spannend sein wird — die Musik wird es.

Auch wenn ich nicht zu allen Konzerten gehen kann — und auch will, da nicht alles mein Geschmack ist –, freue ich mich doch auf ein paar persönliche Highlight wie Chilly Gonzales, The Notwist — die ich so gerne an der Hafentreppe gesehen und gehört hätte –, Mamsell Zazou, The Stick Men, Gianmaria TestaMr. Jazz meets Mr. Blues.

Damit mal ein bisschen Stimmung für den Hafensommer aufkommt, läuft bis zum Ende des Festivals im Radio Würzblog ganz viel Hafensommer-Vorschau, jeden Tag von 6 Uhr bis 10 Uhr, von 13 Uhr bis 18 Uhr und in der Sendung “Zukunft” von 21 Uhr bis 0 Uhr.

Früher Overkill der Wahlplakate

Wahlplakat von Patrick Friedl vor dem D.O.C.
Wahlplakat von Patrick Friedl vor dem D.O.C.

Noch 57 Tage bis zur Landtagswahl in Bayern und 64 Tage bis zur Bundestagswahl — und es beginnt die Zeit der Wahlplakate-Wälder. Ich war heute morgen beim Kaffeetrinken im D.O.C. umringt von lächelnd auf Papier gebannten Kandidaten der Grünen — allen voran der Würzburger Patrick Friedel. Nichts gegen Patrick, den ich  leibhaftig und mit nur einem Gesicht durchaus gern sehe. Aber wenn er,  kaleidoskopartig um mich versammelt, in meinen Cappuccino starrt … nun ja.

Aber ich fürchte, das ist nur der Beginn. In meiner Zählung vom D.O.C. (11 Plakate der Grünen im Blickfeld) bis zur Haltestelle am Sanderring (etwa 660 Meter) habe ich 39 Plakate der Grünen, acht der CSU, sechs der FDP, vier der ÖDP und eines der SPD gesehen. Die anderen Parteien werden bestimmt in der nächsten Wochen in Sachen Wahlplakaten noch nachziehen — die Grünen hoffentlich nicht mehr. Interessanterweise sind die meisten Plakate in der Augustinerstraße, in der Sanderstraße dünnt es deutlich aus — dafür sind dort mehr von der ÖDP.

In spätestens 67 Tagen ist der Plakate-Spuk vorbei, dann müssen die Dinger laut der “Verordnung der Stadt Würzburg über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung” (PDF) wieder entfernt werden. Die in der Verordnung auch erwähnten acht Wochen, ab denen  die Plakate vor der Wahl überhaupt erst aufgestellt werden dürfen, sind wohl auch mehr ein gut gemeinter Rat als eine Anweisung. Denn die Plakate für die Landtagswahl dürfen danach eigentlich erst morgen — acht Wochen der Wahl = 56 Tage)  und die der Bundestagswahl erst Sonntag in einer Woche aufgestellt werden (ebenfalls acht Wochen vor der Wahl).  Oder gibt es da Sonderregelungen?

Aber wenn ich ehrlich bin — die Dinger werden mir so oder so auf den Sack gehen, da spielt eine Woche mehr oder weniger auch keine Rolle.

Und ob Wahlplakate überhaupt noch eine Rolle für den Wahlkampf spielen, ist eh umstritten. Dazu auch: Interview von Radio Corax mit Prof.  Günther Burkert-Dottolo zum Thema “Wirkung von Wahlplakaten”

Wahlplakate