Archiv für den Monat: August 2013

Weinfest Grombühl – das Vierzigste

Das Weinfest aller Würzburger Weinfeste geht heute los. Nein, ich meine nicht die Weinparade am Marktplatz, die ging außerdem gestern los. Ich meine das Weinfest am Wagnerplatz in Grombühl, das in diesem Jahr zum 40. Mal vom TSV Grombühl ausgerichtet wird und bis Montagabend geht. Ein Weinfest ohne Schickimickis, ohne Schnörksel und Gedönse, wie man in Franken eben Weinfeste feiert: An einen Tisch hocken, mit den Leuten reden, Wein trinken, etwas essen und Musik hören.

Ich freue mich als Vertriebener, wieder mal ins schöne Grombühl zu kommen. Und auch wenn Barbara Stamm Schirmherrin ist, hoffe ich, dass ich bleiben darf und nicht “raus aus Grombühl” muss.
Flyer Weinfest in Grombühl Speise- und Getränkekarte Weinfest in Grombühl

Scheißefrüh mit LaBrassBanda

Gestern um diese Uhrzeit saß ich mit Hazamel im Innenhof des Cairo und der angrenzenden Jugendherberge beim Frühstück. Nicht nur mit Hazamel — auch mit weiteren hundert Menschen, einem Fernsehteam und … LaBrassBanda.

Ja, wir haben es wirklich gemacht. Wir haben uns um 6 Uhr am Sanderring getroffen, sind nach einem Koffeinabstecher beim Bäcker Brandstätter zur Jugendherrberge gelaufen, durch eine noch recht leere Stadt.

Stefan Dettl von LaBrassBanda
Stefan Dettl von LaBrassBanda

LaBrassBanda sollte im Auftrag des Fernsehsenders ServusTV einen jungen Mann in der Jugendherberge musikalisch wecken. Und sie haben es wirklich geschafft, den nichtsahnenden armen Tropf um diese Uhrzeit aus dem Bett zu werfen. Und dann wurden alle Zuschauer zum Frühstück in den Hof eingeladen.

Der FrühstückstischZu einem opulenten und leckeren Frühstück, wohlgemerkt. Da das Ganze ja live im Frühstücksfernsehen von ServusTV ausgestrahlt wurde, kam es noch zu den unvermeidlichen Interviews und Moderationen, aber auch zu viel Livemusik mit den Bandas, die für die Zeit erstaunlich gut gelaunt waren. Sah wirklich so aus, als machte ihnen die ganze Aktion richtig Spaß. Mir auch. War wirklich super!

So um die 150 Leute waren bei dem beinah nächtlichen Konzert da. Und bei uns am Tischen saßen wirklich zwei Mädels, die gerade drei Stunden aus dem Allgäu angereist sind — und nach dem Frühstück wieder zurück. Wahnsinn!

LaBrassBanda in Aktion
LaBrassBanda in Aktion

Und ich habe mich auch gefragt, ob das nicht grundsätzlich eine nette Konzertidee ist. So richtig früh am Morgen, die Musiker spielen und frühstücken mit. Da würden vermutlich keine Massen kommen, aber so ein paar Mal im Jahr hätte das doch was.

Ich werfe es nur mal in die Runde … 😉

Videos von ServusTV

LaBrassBanda im Morgengrauen

LaBrassBanda. Foto: Florian Junk, CC-BY
LaBrassBanda. Foto: Florian Junk, CC-BY

Es gibt ja Leute, die gehen nicht so gern zu Konzerten, weil es dann immer so spät wird, bis man heimkommt.

Diesen Leuten kann geholfen werden. Der Fernsehsender ServusTV spannt die oberbayerische Band LaBrassBanda am Dienstagmorgen fast noch im Morgengrauen als “Heimatwecker” ein. Die Musiker werden zwischen 6.30 Uhr und 7 Uhr in Würzburg einen friedliche schlummernden Menschen mit ihren Instrumenten lautstark wecken — wie schon in den letzten Wochen in München und Berndorf geschehen.

Treffpunkt ist um 6.30 Uhr an der Jugendherrberge neben dem Cairo. Dann wird es wohl mit den Bandas zum Wecken gehen und danach zum Frühstück wieder in die Jugendherrberge.

Auch Hazamel freut sich schon wie ein Honigbrötchen auf das morgendliche LaBrassBanda-Minikonzert — er wartet ja schon seit letztem Jahr, dass die Band mal wieder nach Würzburg kommt — , und da ich an dem Tag keine Frühdienst habe, werde ich vor der Arbeit auch mal vorbeischauen.

Wem es doch zu früh ist — am 20. November 2013 spielen LaBrassBanda in der Posthalle in Würzburg. Um 20 Uhr. Da ist es schon wieder schön dunkel und spät.

Die Wallfahrer zwiebeln durch die Semmelstraße

Heute ist der 24. August, klingelt es da? Genau, heute kommen die Würzburger Kreuzbergwallfahrer wieder zurück. Und damit ist heute auch Zwiebelkirchweih in der Semmelstraße.

So gegen 14.30 Uhr laufen oder humpeln die Frankenpilger durch die Semmelstraße, nehmen als Willkommensgeschenk ihre Wallsträußli entgegen, singen noch ein bisschen, um um 14.45 Uhr zum Abschlussgottesdienst im Neumünster zu sein. Und wenn sie durchgelaufen sind, dann beginnt die Zwiebelkirchweih. Dann geht es weniger fromm zu, da wird Zwiebelblootz gegessen (netter Artikel in der Main-Post über die Zwiebelschälerinnen aus dem Stadt Mainz) und mit viel Glück der erste Federweiße getrunken (bei dem man meist besser nicht nachfragt, woher er kommt). Und hoffentlich hält das Wetter — sieht im Moment für abends eher mittelprächtig aus.

Vorsicht: Wahlhistoriker unterwegs

Kunstliebhaber kennen das ja: Manchmal befindet sich unter der sichtbaren Farbschicht eines Gemäldes ein weiteres Bild, ein gefundenes Fressen für Kunsthistoriker.

In Würzburg hat sich solch ein Forscher für ein Wahlplakat der Grünen interessiert. Da wohl die Batterien für das Taschen-Röntgenfluoreszenz-Gerät leer waren, hat er die obere Schicht einfach abgerissen. Hach, der ungestüme und kindliche Forscherdrang! Aber die Mühe hat sich für ihn wohl gelohnt: Unter dem Plakat von 2013 befindet sich eines aus dem Jahr 2008, unglaubliche fünf Jahre alt — als Matthias Pilz noch Oberbürgermeister werden wollte. Eine Kopie des Originals ist in den Archiven der Grünen noch erhalten.
Antikes Wahlplakat