Würzburg verliert nix: Fundsachen zu ersteigern

Es ist ein Grundsatz des Universums — nichts verschwindet wirklich, außer einzelne Socken in der Waschmaschine.

Und ein Teil des Krempels, der im Winter 2012/2013 in Würzburg verloren wurde, taucht am 12. Oktober 2013 im Felix-Fechenbach-Haus in Grombühl auf. Denn dann ist wieder Fundsachen-Versteigerung. Ab 9 Uhr ist Einlass und Besichtigung, ab 10 Uhr wird der Hammer geschwungen.

Bei den Fundsachen ist so ziemlich alles dabei: Von wirklichem Schrott bis zu wirklich wertvollen Dingen. Interessant für mich sind die etwa 70 Fahrräder, die versteigert werden sollen. Vielleicht wird ja eines davon mir gehören.

Handys und Smartphones, auf denen die Daten gelöscht wurden,  kommen laut Ankündigung unter den Hammer. Die Klassiker Brillen, Schmuck, Armbanduhren und natürlich Regenschirme wird es wohl reichlich geben und in diesem Jahr auch zwei iranische Kamel-Satteltaschen.

“Amüsant wird es dann wieder, wenn unser Auktionator, auch hochwertige Kleidungsstücke oder Kleinteile in den berühmten Wundertüten entdeckt und entsprechend kommentiert …”
Aus der E-Mail vom Auktionshaus Gilz-Thein

Ja, wer schon mal bei der Fundsachen-Versteigerung war, weiß, das hat auch schon Unterhaltungswert. Die im Zitat erwähnten Wundertüten sind immer der Renner. Da packen die vom Auktionshaus wahllos irgendwelche Fundsachen — vorwiegend Klamotten — in eine Plastiktüte, die man dann ersteigern darf. Ob da irgendwas Wertvolles oder Brauchbares drin ist, bleibt dann Glückssache.

Ich war schon ein paar Mal bei der Fundsachen-Versteigerung dabei und frage mich, warum so manches Stück dort landet. Vermisst niemand sein iPhone oder sein Notebook, die es schon zu ersteigern gab? Teuere Kleidung oder wertvoller Schmuck sind weg — fragt man da nicht mal beim Fundbüro nach, ob die Dinge da abgegeben wurden (das Online-Fundbüro der Stadt Würzburg funktioniert leider gerne mal nicht)? Ganz verstehen kann ich das oft nicht.

3 Gedanken zu „Würzburg verliert nix: Fundsachen zu ersteigern&8220;

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