Archiv für den Monat: Oktober 2014

Parkhauspanik

Im Parkhaus parken. Nicht das Problem in Würzburg.
Heute mal im Parkhaus “Juliusgarage“, eines der engsten Parkhäuser der WVV, generell mit Linksverkehr.

Ich wollte gerade mein Ticket zur Ausfahrt einschieben, als ich oben der Ausfahrt ein Paar Scheinwerfer entdeckte. Sie kamen auch noch näher. Ein Opel Agila rollte langsam über die Kante, fahrzeugtypisch ein älterer Herr (geschätzt ~80) am Steuer.

Er hat scheinbar seinen Fauxpas bemerkt, bei vollem Gas (!) den Rückwärtsgang reingeknallt und die Kupplung schleifen lassen, bis weißer schwarzer Rauch aufstieg. Eingeschlagen, mit dem Reifen an den Randstein, wieder vor, zurück, vor vor vor, zurück.

Ausfahrt

Das hat irgendwie dann doch nicht geklappt, er kam der Schranke immer näher. Lag wohl daran, dass die Kupplung sich so ziemlich komplett aufgelöst hatte. Das Gaspedal immernoch am Anschlag. Wer weiß wie Kupplung riecht?

Ich habe dann mein Auto mal lieber geparkt, die (bisher) zwei Wartenden hinter mir aufgeklärt und mich mal neben den Herrn gestellt, wie er den Fuß aufs Gaspedal. Zehn Zentimeter vor der Schranke hat er sein Auto abgestellt. Neben mir ein weiterer besorgter Passant, Tür geöffnet, etwas lauter mit dem Senioren geredet, endlich hatten wir den Motor aus und den Herrn aus dem Auto.

Ich wollte ihm dann das Auto rückwärts aus der Einfahrt fahren, doch fuhr es nicht mehr…

Habt ihr schonmal den (Not)Rufknopf in einer der Automaten gedrückt? Diese liebliche Stimme des genervten Herrn, wunderschön!

Nach einer kurzen Aufklärung hat er dann die Ausfahrtsschranke geöffnet, ich habe den havarierten Opel in eine (zum Glück) freie Parklücke direkt gegenüber rollen lassen und den Herrn zum Kassenautomaten geschickt, er möge den Knopf mit dem “I” drücken.

Die Schlange ist am Ende auf acht Autos angewachsen. War mir ja egal, ich war erster.

Fazit aus diesem Erlebnis:

  • Ich weiß (leider) wieder, wie verbrannte Kupplung stinkt.
  • Ich bin weiterhin für einen Tauglichkeitstest aber ungefähr 70.
  • Ich schiebe trotz offener Schranke mein Wertparkticket ein.

Autoflimmern: Wischen, guggen, überbrücken

Gestern war ich im Autokino, beim Autoflimmern auf dem Dallenbergparkplatz. Nicht wegen des Films Lucy — den ich eher mäßig fand –, sondern weil ich einfach mal in ein Autokino wollte.

Pünktlich um halb sieben war ich mit meiner Chauffeuse da, und wir waren nicht die ersten.

Immer schön der Reihe nach ...
Immer schön der Reihe nach …

Das Einchecken ging relativ schnell, die Platzanweiser Parkanweiser lotsten uns in die siebte Reihe.

Der Blick auf die Leinwand - wirkt weiter weg, als es war.
Der Blick auf die Leinwand – wirkt weiter weg, als es war.

Bis zum Filmbeginn um halb acht haben wir uns draußen die Beine, einen leckeren, aber laukalten Burger gegessen und die schnell einbrechende Dunkelheit beobachtet.

Dunkel ist's, die Leinwand leuchtet.
Dunkel ist’s, die Leinwand leuchtet.

Dann ab ins Auto. Und schon klopfte es an die Seitenscheibe. Der Fahrer des Autos hinter uns fragte, ob wir irgendwie unsere Dachantenne abschrauben könnten. Aber dann würden wir ja nicht mehr vom Film hören, denn der Ton des Films wurde über das Autoradio übertragen, auf 94,5 MHz. Aber mit einem halben Meter Klebeband konnte das Problem auch aus der Welt geschafft werden.

Autoflimmern Würzburg

Nach einer kurzen Einweisung auf der Leinwand — Motor auslassen, Decken gegen die Kälten kann man holen, leere Autobatterien kann man nach der Vorstellung überbrücken — ging der Film los.

Die Einweisung per Einspieler
Die Einweisung per Einspieler

Und nach wenigen Minuten lernt man sein Auto auf ganz neue Weise kennen. Waren die Scheiben schon immer innen so dreckig? Und vor allem, warum beschlagen die Scheiben so schnell? Wir haben mit den klassischen Schweinereien noch gar nicht angefangen? Also die Seitenfenster runtergelassen und auf ein Lüftchen gewartet, dass dann glücklicherweise auch kam.

Dreckige und beschlagene Innenscheibe
Dreckige und beschlagene Innenscheibe

Um uns herum tauchte bei manchen Besuchern ein unerwartetes Problem auf — einige moderne Autoradios schalten sich nach einiger Zeit aus, wenn der Motor nicht läuft. Energiesparfunktion. Und so hörte man vereinzelt während des Film, wie Autos mal kurz angelassen und kurz danach wieder ausgemacht wurden. Andere haben sich einfach in andere Autos mitgesetzt. Aber der Veranstalter will für die kommenden Filme für den Notfall ein paar tragbare Radios besorgen.

Ende
Film aus, Autos an

Unser Radio hat tapfer durchgehalten. Nur leider die Autobatterie nicht. Für den Anlasser hat der Saft nach der Vorstellung nicht mehr gereicht. Darum durfte ich auch noch den Überbrückungsservice in Anspruch nehmen. War aber unkompliziert und ging schnell. Der nette junge Mann kam gleich mit einer Batterie auf Rollen, schloss sie an unsere Autobatterie an, die Karre sprang gleich und, durfte noch ein bisschen am externen Strom nuckeln und wir gönnen uns noch eine kleine Überlandfahrt. 🙂

Nett, schnell und kompetent: Der Überbrücker!
Nett, schnell und kompetent: Der Überbrücker!

Zugegeben — in jedem Kino sieht man den Film besser und das Sounderlebnis ist über das Autoradio natürlich auch nicht überragend. Aber es hatte doch wirklich was, im Auto zu sitzen und mal einen Film zu schauen. Erlebt man schließlich nicht alle Tage. Außerdem war nach dem Film die Windschutzscheibe innen noch nie so sauber, so oft wie sie gewischt wurde. 😉

Fazit: Mach schon Spaß, sollte man mal erlebt haben. Mit angemessener Autotechnik.

Autokino. Foto: Thomas Hawk, Flickr, CC-BY-NC

Popcorn auf dem Armaturenbrett

Autokino kenne ich ja nur aus irgendwelchen amerikanischen Filmen, aber ich war noch nie in einem. Ok, die längste Zeit meines Lebens hatte ich nicht mal ein Auto. Aber selbst wenn ich eines gehabt hätte, es gab gar keine Gelegenheit, ins Autokino zu gehen.

Aber jetzt. Das Open-Air-Kino Festungsflimmern bekommt einen Ableger, das Autoflimmern. Klingt nach kaputten Frontscheinwerfern, aber von 14. bis 19. Oktober 2014 kann man mit dem Auto auf den Dallenberg-Parkplatz fahren — so weit, so gewöhnlich — und dort Filme schauen — so weit, so ungewöhnlich.

Die Filme beginnen um 19.30 Uhr — es wird ja schon sooo früh dunkel –, ab 18 Uhr kann man auf den Parkplatz fahren. Der Eintritt Die Einfahrt kostet 19,90 Euro pro Auto. Auf der Webseite wird zwar empfohlen, aus Gründen des Sicht zu zweit im Auto zu sein, aber ein richtiges Personen-pro-Fahrzeug-Limit gibt es wohl nicht.

Der Ton des Films kommt nicht, wie man es aus alten Filmen kennt, aus kleinen Lautsprechern, die man sich an die Seitenfenster hängt. Im Jahr 2014 geht sowas per UKW über das Autoradio. Etwas unromantisch, aber klingt vermutlich besser.

Welche Filme werden gezeigt?

Ziemlich modernes Zeug also, was ich fast ein wenig schade finde. Ich hätte mir in dem Ambiente auch mal so schöne 50er-Jahre-Schinken von Jack Arnold wie Der Schrecken vom Amazonas gewünscht. Vielleicht eine Anregung für das nächste Jahr.

(Headerbild: Thomas Hawk @ Flickr, CC-BY-NC)

Samenspenden

Wer zur Zeit am Morgen aus dem Fenster schaut, bei dem kommen keine Zweifel mehr auf, dass es Herbst wird. Damit geht die Balkonpflanzenzeit langsam dem Ende zu und der Blick richtet sich schon auf die nächste Saison.

TomatensamenIn diesem Jahr habe ich auf dem Balkon neben den üblichen Kräutern Tomaten, Rucola (besser gesagt: Rauke) und Feuerbohnen angepflanzt. Bei den Tomaten und dem Rucola war die Ernte wirklich gut, bloß die Bohnen sind mir irgendwie misslungen — ein neuer Versuch im nächsten Jahr.

Jetzt fange ich schon an, von den Pflanzen Samen für das nächste Jahr zu sammeln. Bei den Bohnen und dem Rucola war das relativ leicht — einfach eintüten. Die Tomaten habe ich — wie beim Podcast mit den Würzburger Stadtgärtnern gelernt — ausgepult und die Samenschlotze in Zuckerwasser eingelegt.

Rucolasamen
Rucolasamen

Da löst sich gerade der Fruchtfleischrest und morgen kommen die Tomatensamen auch in die Tüte. Und da ich samenfeste Pflanzen habe und keine Hybride, steht einer Ernte im nächsten Jahr nichts im Weg — außer ich versaue das selbst irgendwie. 😉

Wer also Samen von Tomaten der Sorten Andenhörnchen, Auriga orange und König Humbert oder Raukesamen und Feuerbohnen braucht, kann sich bei mir melden. Aber auch brav einpflanzen. 🙂

Die Samensammlung
Die Samensammlung

Grüße nach Mountain View, USA

Zugriffe aus Mountain View auf das Würzblog.
Zugriffe aus Mountain View auf das Würzblog.

Liebe Grüße aus Würzburg nach Mountain View, Kalifornien, USA!

Und danke für das immer noch anhaltende Interesse am Würzblog, wie ich bei einem Blick in die — natürlich anonymisierten — Statistiken entdeckt habe.

Wer mag das in Mountain View sein? Jemand bei Google, LinkedIn oder der Mozilla Foundation? Oder — das wäre besonders cool — jemand beim SETI-Institut? Am Ende ist es einfach nur ein ein etwas schräg programmierter Bot? Naja, vermutlich … 😉

Wer oder was immer es ist — weiterhin viel Spaß beim Lesen des Würzblog! 🙂

 

Instameet: Instagram-Treffen auch in Würburg

Ich bin kein exzessiver Nutzer des Foto-App und -Community Instagram, aber hin und wieder schaue ich doch gern mal rein oder lade Bilder hoch.

Darum finde ich es ganz interessant, dass am Sonntag zum 10. Mal auf der ganzen Welt Instagram-Treffen stattfinden — auch in Würzburg (ob da zum ersten oder x-ten Mal, weiß ich nicht). Diese weltweiten Treffen laufen unter dem Titel “Instameet”.

Zumindest hat Instagram-Nutzer tobias___k in einem Beitrag angekündigt, dass sich am Sonntag, 5. Oktober 2014, die Freunde des quadratischen Fotos um 14 Uhr vor dem Kulturspeicher in der Veitshöchheimer Straße treffen. Was da genau passiert, weiß ich nicht, ich vermute mal quatschen und Bilder machen! 🙂 Und wer oder wie viele kommen werden, weiß ich auch nicht, ich weiß ja nicht mal, ob ich es selbst schaffen werde, dort mal aufzutauchen. Lust hätte ich ja schon! 🙂

Übrigens , wer es noch nicht weiß: Instagram-Fotos mit dem Hashtag #wuerzblog werden automagisch auf die Instagram-Seite im Würzblog gezogen.