Archiv für den Monat: September 2015

Barcamp: Endlich in Würzburg und jetzt gibt’s Tickets

Man glaubt es kaum, dass das noch passiert. Ein Barcamp! Oder um gleich mal von der Website zu zitieren:

“Sieben Jahre ‘jemand müsste mal…’, ‘man könnte…’ und ‘wäre schon cool, wenn…’ waren genug, daher veranstalten wir 2015 das erste Barcamp Würzburgs.”

Ja, tatsächlich, es wird ein Barcamp in Würzburg geben — am 31. Oktober 2015 in der Vogel Startup Werkstatt, Max-Planck-Straße 7/9. Die Idee geisterte wirklich schon seit Ewigkeiten durch Würzburger Internetszene, aber an eine Umsetzung hat sich nie jemand getraut — bis jetzt.

Was ist ein Barcamp?

Im Grunde eine kleine … hmmm … Konferenz, in der vorher nicht geplant ist, um welche Themen es gehen wird. Das wird am Tag der Konferenz spontan entschieden. Jeder kann sich also einbringen und am Barcamp-Morgen, nach einem Frühstück, sein Thema — was immer es sein mag — vorstellen und hoffen, dass es Anklang bei den Teilnehmern findet.

Zielgruppe des Würzburger Barcamps sind alle Online-Affinen. Blogger, IT-Berufler, Webdesigner, Social-Media-Nerds, Profis, Nicht-Profis und so weiter.

Auf die Beine gestellt haben das Barcamp Doris , Ute und Markus mit Vogel Business Media und unterstützt von weiteren Sponsoren. Die machen die Organisation der Veranstaltung, der Erfolg oder Misserfolg hängt jedoch  auch von den Teilnehmern ab — ich bin da aber guter Dinge! 😉

Ticket Barcamp WürzburgEs wird 60 Karten im freien Verkauf geben (über Amiando), 20 weitere sind für Sponsoren vorgesehen. Das sind aus meiner Sicht nicht viele Plätze —  wohl auch, um das Risiko des ersten Barcamps zu minimieren — die Drei können ja nicht wissen, wie es ankommt. Bei Erfolg, so haben sie mir gesagt, wird es im nächsten Jahr wahrscheinlich ein weiteres Barcamp geben, in größer! 😉

Die Tickets kosten 20 Euro — also weniger, als viele an einem Abend vertrinken. Essen den ganzen Tag über ist da inklusive. Und eine Party wird es später am Abend auch noch im Coworking Space und im Fablab geben — beides in der Veitshöchheimer Straße 14 –, da muss man aber wieder selbst zahlen. Aus Gründen! 😉

Ich hab mir schon ein Ticket gesichert, bin aber nicht  sicher, ob ich da den ganzen Tag hin kann. Zur Not verlose ich — traurigerweise — die Karte hier im Würzblog.

Ich freu mich schon! 😀

Die Mondfinsternis 2015 – doch wach gewesen

Ich habe in meinem Leben schon ein paar totale Mondfinsternisse gesehen und wollte eigentlich bei diesem mediengehypten Blutmond im Bett bleiben. Aber die astronomische Begeisterung siegte doch wieder — außerdem ich diesmal ein Gerät, dass ich mit gutem Willen ein Fotoapparat nennen darf.

Mondfinsternis 28.9.2015
Mondfinsternis 28.9.2015

Es war nicht leicht, mit meinem Teleobjektiv halbwegs vernünftige Bilder der Mondfinsternis zu bekommen. Das der Mond ein Supervollmond war, hat kaum geholfen, die paar Prozent größer als sonst hat man wenig gemerkt. Mehr geholfen haben ein Stativ, eine WiFi-Steuerung der Kamera und eine Schachtel Zigaretten. Dann hieß es die Nacht über mit Belichtungszeit, ISO und Autofokus herumspielen, bis ein paar brauchbare Bilder im Kasten waren. Aber da ist noch gaaanz viel Luft nach oben.

Die nächste totale Mondfinsternis in Mitteleuropa ist 2018. Bis dahin muss eine gescheite Kamera her! 🙂

So sah der Mond also über Würzburg durch das Objektiv meiner Kamera aus:

Junger Fußballnachmittag: Würzburger FV – FC Coburg

Marvin Ott für den WFV am Ball - ein Tor wird es aber nicht,
Marvin Ott für den WFV am Ball – ein Tor wird es aber nicht,

Ich war heute mal wieder beim Fußball — familiär bedingt. Mein Neffe spielte heute mit seiner Mannschaft, dem FC Coburg,  in der Sepp-Endres-Sportanlage in der Zellerau gegen den Würzburger FV (der Link führt leider auf die WFV-Seite mit der Mannschaft vor zwei Jahren!). Kein Drittliga-Fußball wie bei den Kickers, sondern eine Partie in der U19 A-Junioren Landesliga Bayern Nord —  dafür mit mehr Toren.

Hat aber Spaß gemacht zuzuschauen. In der ersten Halbzeit fehlte beiden Mannschaften zwar noch der Biss. Bei den Coburgern klopfte Niklas Ehrlich bereits nach neun Minuten den Ball ins Würzburger Tor, aber in der 33. Minute revanchierte sich Tim Kunter bei den Oberfranken mit dem 1:1. Dann dümpelte das Spiel etwas halbherzig bis zum Halbzeitpfiff hin.

Millisekunden vor dem 2:1 für Coburg -- und Adrian Guhling wird Torschütze.
Millisekunden vor dem 2:1 für Coburg — und Adrian Guhling wird Torschütze.

In der zweiten Halbzeit kam dann deutlich mehr Stimmung ins Spiel — und übrigens auch bei den Zuschauern, die wohl zu 80 Prozent Eltern der Spieler waren. Adrian Guhling löste mit seinem zweiten Tor für die Coburger irgendwie auch die Handbremse im Spiel. Die Jungs auf beiden Seiten rannten plötzlich über den Platz wie die Irren, die Eltern plärrten und vor beiden Toren war was los. Am meisten los war aber vor dem Würzburger Tor, und so war es kein Wunder, dass Miguel Malaj in der 77. Minute den Oberfranken ihr drittes Tor der Partie schenkte.

Im großen und ganzen ein faires Spiel, doch der Preis für die meisten gelben Karten ging mit 3:0 an den Würzburger FV. Unfair fand ich, dass es bei dem Spiel nicht die legendären WFV-Bratwürste gab, nur Brezeln und Kuchen. Und ein weiterer Wermutstropfen war die Parkplatzsituation am WFV-Stadion — die Mainfrankenmesse war bis tief in die Zellerau parkplatztechnisch zu spüren.

Mehr Infos zum Spiel gibt es beim BFV, einen sportlichen Spielbericht gibt es beim FC Coburg.

Gastspiel von Simone Dalbert im Börsenblatt

Beim Bloggertreffen in Würzburg hat Simone “Papiergeflüster” Dalbert noch erzählt, dass sie einen Gastbeitrag für das Börsenblatt geschrieben hat. Aber aus irgendeinem Grund hab ich es wieder vergessen. Bis ich heute durch einen ganz anderen Tweet daran erinnert wurde.

In Simones Beitrag “Angst als Umsatzkiller” im Börsenblatt geht es um ein Thema, bei dem bei ihr üblicherweise die Halsschlagader deutlich anschwillt: Der harte Kopierschutz (DRM) bei eBooks. Den mag Simone als eBook-Liebhaberin gar nicht. Vom dem rücken etliche Verlage nun wieder ab:

Bastei Lübbe war einer der ers­ten größeren Verlage, die komplett darauf verzichteten, und man höre und staune: Die Umsätze mit digitalen Produkten sind nicht gesunken, im Gegenteil: Sie steigen jährlich.
Angst als Umsatzkiller / boersenblatt.net

Nur ganz kurz was dazu: Das ist aus meiner Sicht wenig verwunderlich. Ich habe zwar noch nichts von Bastei Lübbe gekauft, aber von einem seiner Verlagskollegen. Bei Pabel Moewig habe ich schon etliche hundert Euro für Perry-Rhodan-eBooks gelassen.

Und das hätte ich nicht gemacht, wenn die Bücher und Hefte mit einem DRM versehen worden wären. Ich will einfach lesen, auf welchen Geräten auch immer, und mich nicht mit so einem DRM-Kram herumschlagen. Und ich vermute, ich bin nicht der einzige, dem es so geht.

Halt durch, Daniel Biscan

danielbiscan2jpg-e1440453875837Mal wieder zurück zur Musik. Vor zwei Jahren trat auf dem Umsonst & Draußen in Würzburg die Spontan-Formation “Benedix” um den Musiker Daniel Biscan auf — übrigens der Papa der Fotografin und Bloggerin Ivana und ein Kollege von mir

Im den letzten Monaten machte Daniel Ernst: Er komponierte, textete, spielte und produzierte ein eigenes Album. Oder wie es bei seinem Plattenlabel heißt:

“Selbst geschrieben, aufgenommen und produziert in seinem Kellerstudio im beschaulichen Unterfranken zwischen Gitarrenverstärkern aus den frühen Sechzigern, Effektgeräten und Schildkröteneiern.”
Laugh & Peas

Diesmal hat das Multitalent aus dem Landkreis Würzburg einfach unter seinem Name Daniel Biscan gearbeitet. Und da er früher schon für Nena komponiert und getextet hat, lag es nahe, dass das Album auch bei ihrem Label Laugh & Peas erscheint.

Das Album “Eine Frage von Raum und Zeit” erscheint im Winter 2015, die erste Single gibt es aber schon jetzt. “Halt durch” heißt sie, und läuft natürlich auch schon im Radio Würzblog.
Zu kaufen gibt es das Lied auch, genauso wie es bei einigen Streaming-Diensten läuft.

Ich musste mich erst ein den Song einhören, finde ihn aber mittlerweile ziemlich gut. Dazu hat auch das wundervolle Fanvideo beigetragen! 😉

Eine Deutschlandtournee steht auch an — leider macht er nicht in Würzburg halt.

Flüchtlinge-Willkommen-Nachmittag in der Posthalle

Refugees Welcome AfternoonAm Sonntag, 20. September 2015,  gibt es einen Flüchtlinge-Willkommen-Nachmittag in der Posthalle in Würzburg — oder international: einen Refugees Welcome Afternoon.

Der Förderverein Bahnhofsmission Würzburg, Lions International, LEO Würzburg Julius Echter, die Wirtschaftjunioren Würzburg, das Projekt Würzburg e.V., Lauterbach Kreativbetreuung  und natürlich die Posthalle selbst  laden alle zu dem Nachmittag zwischen 15 Uhr und 20 Uhr ein, die in Würzburg leben — also Flüchtlinge und Nicht-Flüchtlinge.

In der Pressemitteilung wird die Veranstaltung  ein “interkulturelles Fest für Flüchtlinge, Fachkräfte, Organisatoren und Würzburger Bürger/innen” genannt. Da sind ja schon mal vier verschiedene Kulturen genannt! 😉

Es gibt was zu Essen, zu Trinken und Musik — bisher haben Mucho Mojo, Chris Mueller und Red Manhole als Bands zugesagt, da geht aber bestimmt noch was. Dass Red Manhole mit dabei ist, habe ich schon vermutet, bevor ich es gelesen habe — nach ihrem Auftritt mit syrischen Flüchtlingen beim Stramu.

Das mit dem Eintritt ist so geregelt: Wer kein Flüchtling ist, zahlt 5 Euro und für Essen und Trinken. Das gesamt Geld kommt der Flüchtlingshilfe in Würzburg zu, Speis und Trank wurden gesponsert und alle Beteiligten arbeiten ehrenamtlich.

Es soll ein Nachmittag zum Kennenlernen, informieren und vernetzen sein — aber auch zum gemeinsam Spaß haben.