Archiv für den Monat: April 2016

Urban Gardening für Drinnen mit Garten Fräuleins Buch

Schreibfleißige Würzburger Blogger! Jetzt hat das Garten Fräulein als Urban Gardening Bloggerin wieder ein neues Buch  geschrieben. Und netterweise bekam ich sogar eines vom Verlag geschenkt, ihr erstes Buch habe ich noch gekauft. Mit dabei war eine Karte, auf der mir — handgeschrieben — liebe Grüße von der Autorin ausgerichtet wurden.

Urban Gardening für Drinnen - also Indoor. Oder Innengärtnern.
Urban Gardening für Drinnen – also Indoor. Oder Innengärtnern.

Im vorherigen Buch vom Garten Fräulein ging es im Urban Gardening auf dem Balkon. Diesmal war Silvi wohl das Wetter zu schlecht und sie beschreibt im Buch, wie und was man in der Wohnung so alles anbauen kann — und das im besten Fall auch noch hübsch anzuschauen.

In “Indoor Gardening — Kreativ gärtnern  und ernten das ganze Jahr” zeigt das Garten Fräulein, wie und wo man Anbaufläche in der Wohnung hat oder selbst schaffen kann, zum Beispiel mit “Kompostgärtchen”. Ein Kapitel geht quer durch die ein paar Nutzpflanzen mit Tipps zum Anbau. Mit einer eher traurigen Nachricht für mich als Würzburger — Ingwer mag kalkfreies Wasser. Und in einem großen Abschnitt geht es um das Dekorative dabei — schließlich baut das Auge mit an, vor allem in der eigenen Wohnung. Rezeptvorschläge, was man mit dem angepflanzten Zimmergemüse kochen kann, gibt es auch in dem Buch.

Schön gemachtes Buch, ich als Balkongärtner hab ein paar Anregungen bekommen.

Im Online-Shop vom Garten Fräulein kann man das Buch handsigniert kaufen, unsigniert in Online-Shops der Würzburger Buchläden (Silvi wird bestimmt mal wieder eine Signierstunden in Würzburg machen)

Heinz Strunk und der tiefschwarze, goldene Handschuh

Am Samstag bin ich spontan zu Heinz Strunks Lesung in der Kellerperle. Beinahe zu spontan, denn eigentlich war ausverkauft. Doch ich hatte Glück oder das Wetter war zu schön — zumindest tauchten ein paar der Kartenbesitzer nicht auf und ich konnte noch einen Platz ergattern.

Heinz Strunk las aus seinem neuen Buch “Der goldene Handschuh”. Das handelt zu einem guten Teil von Fritz “Fiete” Honka, einem Serienmörder in den 70er-Jahren in Hamburg. Und auch von einem einem Rechtsanwalt mit … nun, etwas ungewöhnlichen sexuellen Vorlieben und einem pickelzerfressenen und pubertierenden Reederei-Erben. Und der Kneipe “Zum Goldenen Handschuh“, in der alle Fänden zusammenlaufen.

Heinz Strunk bei der Lesung in der Kellerperle
Heinz Strunk bei der Lesung in der Kellerperle

Das Buch ist tiefschwarz. Schwarz im Sinne der dunklen Seite des Lebens, der gescheiterten und verdrehten Existenzen, des Bösen und Abscheulichen. Und tief im Sinne, das Heinz Strunk hinter die menschlichen Kulissen schaute. Trotz seiner grausamen Taten kommt im Buch Mitgefühl für Fritz Honka auf, der sein Leben einfach nicht in den Griff kriegen kann und immer tiefer in einen Strudel und Irrsinn versinkt.

Heinz Strunk hat eine tolle Lesung hingelegt. Als gebürtiger Hamburger erweckt er mit seiner Stimme die Gäste des goldenen Handschuhs zu Leben, oft mit viel absurdem Sprachwitz, manchmal mit Traurigkeit und sicher nichts für Zartbesaitete. Knapp zwei Stunden, die im Flug vergingen und mir beinahe Lust machte, mir ein erstes Hörbuch zuzulegen.

Erster Stau am neuen Zeller Bock

Am Sonntag pilgerten einige tausend Menschen in die Zellerau, und warum? Um eine Straße anzuschauen. Wie irre muss man sein, so etwas zu machen?

So viele Fußgänger wird man am Zeller Bock so schnell nicht mehr sehen.
So viele Fußgänger wird man am Zeller Bock so schnell nicht mehr sehen.

Natürlich bin auch auch zum Zeller Bock gegangen. Der soll am Donnerstag nach 2218 Tagen wieder eröffnet werden und die Zellerau endlich wieder mit dem nordwestlichen Landkreis Würzburg verbinden — und umgekehrt. Ein Meter der sanierten Strecke kostete etwa 25000 Euro.

Darum gab es am Sonntag ein Straßenfest, mit Musik und unzähligen Fress- und Trinkständen entlang des Zeller Bocks. Nur hatte ich nach etwa 250 000 Euro keinen Bock mehr, mich im Schneckentempo den langen Berg hochzuquälen, den heißen Atem der Besucher hinter mir in meinem Nacken.

Dann habe ich also wieder umgedreht — was gar nicht so leicht war — und bin lieber in Richtung Bürgerbräu-Gelände gegangen. Vorbei an einem kotzenden Ziegenbock — oder was immer da als Figur aufgestellt war.

Entweder streckt dieser Bock die Zunge raus oder er übergibt sich. Beides wäre nicht sehr schön.
Entweder streckt dieser Bock die Zunge raus oder er übergibt sich. Beides wäre nicht sehr schön.

Auf dem Bürgerbräu war es zwar auch voll, aber nicht so arg. den Auftritt von Karo habe ich leider verpasst, den Mucho-Mojo-Blues durfte ich noch mitnehmen. Und ewig lange in der Schlange anstehen, um einen Kaffee zu holen — die 87 Bar ist wohl einfach nicht für solche Menschenmassen ausgelegt.

Ein bisschen in den Fin-Ger geschaut, kurz mit Moggadodde und Rööö geplaudert, ein wenig über das Gelände geschlendert. Und dann wieder heim. Mal schauen, ob meine erste Autofahrt über den Zeller Bock etwas weniger lang dauern wird.

 

Blümli und Bäumli angugg im Bodanischn Gaddn

Bääääng, und schon ist es warm. So schnell geht das! Und nachdem der sonnige Tag bei mir schon am Vormittag unter einem botanischen Motto stand, bin ich auch mit meiner zauberhaften Begleitung mittags wieder mal in den Botanischen Garten der Uni Würzburg. Der ist jetzt ab April wieder geöffnet.

Osterglocken
Osterglocken

Uns so bin ich im T-Shirt durch den Garten geschlendert, habe Fotos von Blüten, Flechten und Borken gemacht und einfach das schönes Wetter genossen. Sogar das Tropenhaus  hab ich besucht. Das ist mit seinen exotischen Pflanzen wirklich toll, nachdem man dort nach ein paar Minuten wieder atmen kann und der Kreislauf wieder hochgefahren ist.

Gut zwei Stunden hab ich im Botanischen Garten verbracht und mir danach wie immer vorgenommen, auch außerhalb der Frühlingszeit wieder vorbeizuschauen, wenn ganz andere Pflanzen blühen.