Yasu lässt Kaffee poppen

Cafés für echt Kaffee-Freunde gibt es eine handvoll in Würzburg. Nun ist noch eines dazu gekommen – aber nur für wenige Sommertage.

Für zwölf Tage hat sich Yasu Nakamura — als DJ auch bekannt als Jazzu de Osaka — in der Ludwigstraße 1 eingenistet. “Popup” nennt man so was, da ploppt mal kurz ein Laden auf weil ein Raum frei ist – und macht dann gleich wieder zu.

Yasu nutzt von 22. Juli bis 2. August die Bauarbeiten in der Zweiviertel Bar und La Famiglia, um in der Zeit im Italienischen Restaurant japanische Kaffeespezialitäten anzubieten – und allerlei anderes.

Ich habe am Montag mal von dem allerlei anderem probiert, für das meiste andere war ich um halb vier einfach zu spät dran. In dem Popup-Café wird kein große Lagerhaltung betrieben, das lohnt für die paar Tage nicht. Was weg ist ist weg und gibt es frühestens am kommenden Tag wieder.

So kam ich in den Genuss meines ersten Espresso-Tonics, einem Getränk, an das ich mich bisher nicht getraut habe. Aber Yasu erklärte mir, welche Bohnen man dafür verwendet und wie man ihn zubereitet. Mein Vertrauen in Yasus Barissta-Fähigkeiten wurde belohnt – der Espresso-Tonic schmeckte weitaus besser als er (für mich) klingt.

In dieser Woche betreibt Yasu ein Popup-Tagescafé, von 10 Uhr bis 16 Uhr. Ab 29. Juli bis 2. August wechselt Yasu zur Popup-Bar, von 12 Uhr bis 22 Uhr wird es dann dort Kaffee-Cocktails geben.

Theater am Schützenhof, Yee-haw

Cowboys, Indianer, Revolverhelden, Totengräber, Quacksalber und ein Bocksbeutel – alle singen, tanzen und machen Quatsch beim neuen Stück des Theaters am Schützenhof.

Der Wilde Westen dient mit alle seinen Filmklischees als Kulisse für die neuesten Albernheiten von Birgit Süß, Georg Koeniger und Martin Hanns. Ab Donnerstag, 11. Juli, spielen die drei beim Theater am Schützenhof “Drei Schoppen für ein Halleluja”.

Der böse Bösewicht und dir Bardamann.

Am Dienstagabend durfte ich bei der Generalprobe — Danke für die Einladung, Birgit, zumindest die erst Hälfte sehen und mich an der Mischung aus  viel Gesang, einem überbürokratischen Sheriff auf seinem Amtsschimmel, ein wenig Tanz, einem vönologischen Heiler und nebenberuflicher Quacksalber, reichlich Kalauern und lokalpolitischen Spitzen, einer diversen Bardame, hintersinnigem Humor und einem bösem Bösewicht, der böse ist, erfreuen. Und dazu ist die Freilichtbühne hoch über Würzburg einfach schön.

Wem die Produktionen des Theaters am Schützenhof der vergangenen Jahre gefallen haben, der wird sich auch diesmal pudelwohl fühlen. Wer nach zu ernster und tiefsinniger Zerstreuung sucht, für den ist es wohl ohne ordentlichen Alkoholkonsum nichts. 😉

Kalauernde Indianer und das Schleichen.

Bis 15. August 2019 wird “Drei Schoppen für ein Halleluja” am Schützenhof gespielt, immer Dienstag bis Samstag um 19.30 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf  (21 Euro regulär) oder an der Abendkasse (24 Euro regulär). Und immer schön die Daumendrücken, dass es nicht regnet. Besser bis Mitte August also Regentänze zu unterlassen. 😉