Warnung vor Warnung am Donnerstag

Vermutlich habt ihr es schon mitbekommen, aber sicherheitshalber auch auf diesen Kanal: Am Donnerstag, 10. September 2020, ist der bundesweite Warntag. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und hier in Bayern die Katastrophenschutzbehörden wollen an diesem Tag mal alle Warnsysteme ausprobieren. Auch in Würzburg.

Um 11 Uhr an diesem Donnerstag wird eine Probewarnung rausgehauen und dann mal geschaut, was passiert und funktioniert. Es sollten dann unter anderem Sirenen anfangen zu heulen, Durchsagen im Rundfunk laufen, die NINA-Warn-App sollte eine Meldung machen und so weiter. Damit man weiß, wie es im Ernstfall klingt — und um zu sehen, ob überhaupt alles funktioniert.

Ich habe schon Gejammer — und Verschwörungserzählungen natürlich — über den bundesweiten Warntag gelesen, warum das jetzt in der Corona-Zeit sein muss, wo manche Leute so verunsichert und unvernünftig sind. Würden wir aber warten, bis die Menschen völlig vernünftig sind, ist es vier Erdbeben und zwei Asteroideneinschläge später. Aber ich gebe zu, dass man sich sich von Seiten des Bundes und des Landes nicht gerade überschlagen hat, auf diesen Tag schon lange vorher hinzuweisen. Angekündigt war es schon lange, aber in den Medien erst seit wenigen Tagen. Naja, wie bei jeder Katastrophe — wird schon schief gehen. Hoffentlich.

ralf

Blogger, Podcaster, Webentwickler und freier Journalist

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5 Antworten

  1. Hazamel sagt:

    Mitten im Hochtaunus… Die Warn-App bei mir klingelt, Simone hat die Warnung jetzt bekommen nachdem wir wieder zu Hause waren.
    Mir gefällt die Interpretation von Joscha Sauer: Wer’s hört, darf ins Ufo… der Rest: Fröhliche Apokalypse.

  2. Rainer sagt:

    11:30 in Würzburg: Wie sie hören, Sie hören nichts! 😂😂😂🤦‍♂️

  3. Bluemarc sagt:

    Ich habe gestern (Mittwoch) im Radio zum 1. Mal von diesem Warntag gehört und mich auch gefragt, ob man da in den letzten Wochen nicht ein klein wenig mehr hätte informieren müssen. Gerade weil es zum ersten Mal seit langem wieder so eine Übung ist. Ein paar Plakatwände schon Wochen vorher wäre gut gewesen. Denn ob der gemeine Lügenpresse Verweigerer und Russia Today-Abonnent heute um 11 nicht doch überrascht den persönlichen Ausnahmezustand erklärt?

    • ralf sagt:

      Ja, medienmäßig haben sie das meiner Meinung nach auch verbummelt. Gerade weil man an dem Tag sich auch ein bisschen mehr um Leute kümmern sollte, die beispielsweise noch den Weltkrieg miterlebt haben oder aus Kriegsgebieten geflüchtet sind.

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