Jahresrückblick 2020
Zeuch

Rückblick 2020 in Handyfotos: November

November 2020 — und ich bin mal wieder im Homeoffice. Das Land versucht die zweite Welle — sie ist schon da, wie man an den Zahlen sieht– zu brechen, allerdings mit halbherzigen Maßnahmen, wie sich später zeigen wird. Dafür glitzert schon ein wenig der Advent, allerdings ganz anders als sonst. Die Geschäfte machen sich Sorgen um das Weihnachtsgeschäft. Völlig zu recht.


Im Februar hatte ich es für die Wuerzburg Web Week im April angekündigt, im November habe ich endlich mal damit begonnen. Die Podcast-Podcast-Reihe über Podcast im Raum Würzburg. Und die wird mich vermutlich noch einen großen Teil des kommenden Jahres beschäftigen.


Die Festung ist ebenso weg wie definitiv das schöne Wetter. Das miese Wetter und der Lockdown light drücken die Stimmung in der Stadt spürbar — so fern man überhaupt noch groß mit anderen Menschen zu tun hat.


Es gibt wieder Schnitzel und Seelachs aus dem Gehrings in der Neubaustraße. Nicht im Gehrings, denn seit dem 2.November gibt einen „Lockdown light“. In dem darf man noch ziemlich viel. Nur die Kultur- und Gastronomiebetriebe müssen schließen. Das sind leider oftmals die, die in den vergangenen Monaten in einen coronaverträglichen Betrieb investiert haben. Aber diesmal sollen sie 75 Prozent des Vorjahresumsatzes in dem Monat bekommen. Irgendwann.

Seit  Mitte Juni gibt es die Corona-App und seit dem ist sie auf meine Smartphone installiert. Ohne sich großartig zu rühren. Und seit etwas Anfang November stieg die Zahl der Begegnungen bis auf den Wert von Neun an. Wo können diese Pseudo-Begegnungen passiert sein, also Begegnungen mit dann positiven Menschen, die aber zu weit (aber noch in Bluetooth-Reichweite) oder zu kurz waren? Nachbarn? Aber nur meine App zeigt diese hohe Zahl an, bei sonst niemanden in der Wohnung. Beim Einkaufen? Der Wert ging allmählich wieder runter. Mystisch, mystisch.


Gastro unterstützen wo es nur geht. Neben Abendessen zum Abholen kaufe, esse und verschenke ich Panetone aus dem DOC. Und der tägliche Cappuccino-to-go ist meist mein einziger kurzer Besuch der Innenstadt.


Die Stadt lässt sich von immer höheren Infektionszahlen nicht beeinflussen — Adventsdeko muss sein. Und sogar ein wenig Weihnachtsmarkt darf sein, nur hießt der dann Adventsmarkt und ist ohne Alkohol.


Auch der Tomatenwahnsinn auf dem Balkon ging im November dem Ende zu. Wir haben abgeerntet und die grünen drinnen nachreifen lassen. Noch nie haben unsere üblichen drei Stöcke so viel Tomaten abgeworfen wie in diesem Jahr. Wir haben seit Juni ständig Tomaten gegessen und kein einziges Mal welche gekauft.


Das Gartenfräulein hat eine Kräuterfiebel herausgebracht. Wirklich sehr gut, ich darf bloß nicht den Euro-pro-Seiten-Preis ausrechnen. Ich nehme das mal als Corona-Unterstützung.


So sieht eine Arschkarte aus. Das Chambinzky hat seit November wieder Grablichter auf der Treppe stehen. Viele Kulturschaffende hat es dieses ganz schön gebeutelt und an den Rand der wirtschaftlichen Existenz gedrängt, andere hatten ein überaus produktives Jahr.


Der erste Advent. Mehr Licht ist in dieser dunklen Zeit und Stimmung immer gut.

Der Jahresrückblick 2020

Blogger, Podcaster, Webentwickler und freier Journalist

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