Zeuch

Teststationen-Aufflackern

Kein Corona-Schnelltest mehr erforderlich für den Biergartenbesuch, kein Corona-Schnelltest mehr erforderlich zum Einkaufen im Einzelhandel, für so ziemlich nichts mehr (eigentlich nur für Übernachtungen und Proben) ist ein Schnelltest nötig — denn wie in der neuen Allgemeinverfügung steht, darf Würzburg ab dem heutigen Dienstag das süße Leben einer Stadt führen, die mehr als fünf Tage hintereinander eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 hat. Und in Deutschland ist die Gefahr durch die Pandemie seit heute auch „nur“ noch „hoch“.

Der Wunsch nach einem Corona-Test wird nun wohl schlagartig weniger werden, vermute ich mal. Zumindest heute Mittag war vorm Burkadushaus tote Hose, was schon lange nicht mehr der Fall war. Aber was machen denn jetzt die ganzen Teststationen in Würzburg? So um die zehn dürften es allein im Innenstadtbereich sein, manche davon haben erst vor wenigen Wochen eröffnet. Das war ja dann nur ein kurzes Aufflackern und den Aufbau kaum wert, oder? Wird sich die Hälfte davon jetzt in Nagelstudios und Handyläden verwandeln? Wird es Lockangebote geben wie „Hier Mund- und Nasenabstrich gleichzeitig“ oder „Zu jedem Test gibt es eine FFP-2-Maske für Hamster gratis dazu (Hamster not included)“?

Oder werden die Teststationen eingewintert eingesommert und vielleicht wieder im Winter beim Steigen der Inzidenzen dank 40 Prozent Impfunwilliger aktiviert? Oder müsste in so einem Fall die Teststruktur wieder völlig neu aufgezogen werden, was, wenn’s blöd läuft, wieder Wochen und Monate dauert?

Blogger, Podcaster, Webentwickler und freier Journalist

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