Generell finde ich es gut, dass ein Bestreben nach der Digitalisierung von Behördengängen besteht. Natürlich hören wir das seit Jahrzehnten und die Gestaltung der Applikationen (z.B. der digitalen Ausweisfunktion) könnte langsamer nicht voran kommen.
Als non-Insider kann man nur mutmaßen, wer der auf der Bremse steht – womöglich auch „weil es eben immer so gemacht wurde“.
Als positiven Ausblick möchte ich kurz die Digitalisierung von behördlichen Informationen in den Raum werfen. Viele Städte (auch kleinere) und Kreise bauen zurzeit tolle Geoportale auf, auf denen viele Informationen (Umweltschutz, Bebauungspläne, Informationen zur städtebaulichen Entwicklung, manchmal sogar ein 3D Modell der Stadt) hinterlegt sind. Die Fülle an Informationen hat meine Arbeit als Immobiliengutachter deutlich vereinfacht – während früher jedes Mal telefoniert werden musste, Briefe geschrieben wurden, oder man selbst vorstellig werden muste, ist heute ein Großteil mit ein paar Klicks erledigt.
Die Erstellung von Geoportalen ist natürlich deutlich einfacher, weil die Information nur von der Behörde ins Internet wandert – aber es zeigt ein bestreben und die Zusammenarbeit gleich mehrerer Behörden.
Auch merkt man den Unterschied zwischen einzelnen Behörden – während manche noch immer hauptsächlich mit Brief und Fax operieren, sind bei anderen Antragsformulare gut strukturiert und vollständig digitalisiert. Wo ein Wille ist, ist halt auch ein Weg und Änderung passiert oft auch im Kleinen.