Vampir-Fieber und isolierte Füße

„Mainfranken: Corona-Inzidenzen wieder am Sinken“, titelt Radio Gong einen Nachrichtenartikel von heute. Und das stimmt auch. Aber an mir liegt es nicht.

Heute Nachmittag trudelte eine E-Mail mit eines Ergebnis eines Corona-PCR-Tests. Positiv. Wenig überraschend, nach zwei positiven Antigen-Schnelltests gestern. Nach gut zweieinviertel Jahren Pandemie hat es also auch mich erwischt.

Corona-7-Tage-Inzidenzen in Würzburg vom 1.6.2021 bis 2.8.2022 (mit ein paar Datenlücken im September 21). Quelle: Robert Koch-Institut, Datahub

Bei wem ich mich angesteckt habe, weiß ich nicht. Es gäbe ein paar wenige Möglichkeiten, von denen sich aber keine so wirklich aufdrängt. Ist im Grunde aber auch wurscht.

Was ich weiß ist, dass ich mich beschissen fühle. Ein leichter Verlauf ist auch keine Ponywurst. An klassischen Covid-Symptomen fehlt, glaube ich, eigentlich nur der Geschmacksverlust. Auf den ich aber wirklich verzichten kann.

Zwei Symptome fände ich besonders faszinieren, würde ich mich wegen ihnen nicht so wahnsinnig elend fühlen. Zum einen seit dem ersten Tag ein zyklisches Fieber. Tagsüber normale Körpertemperatur, abends steigt es an und nachts erlebe ich eine durchgeschwitzte Hitzehölle — bis das Fieber in den frühen Morgenstunden abrupt abreißt und Temperatur fröhlich und unschuldig vor sich hin pfeift, als wäre nicht gewesen. Und dann geht das Spiel von vorne los. Vielleicht ist es eine Art Vampir-Fieber und kommt nur bei Einbruch der Dunkelheit heraus.

Damit ist auch ein Geheimnis gelüftet: ich schreibe diesen Text mit 38,5 Grad Celsius Fieber und ich befürchte für diese Nacht wieder das Schlimmste, also das große Schwitzen. Das nur falls ihr viele Fehler findet. Also mehr als sonst.

Das zweite Faszinosum betrifft die Außentemperatur, beziehungsweise mein Empfinden derselben. Und ich gebe zu, das hat auch im Moment gewisse Vorteile. Denn selbst bei heute 26 Grad Celsius in der Dachwohnung ist mir ein klein wenig kühl. Und die Füße sind kalt, was sonst praktisch nie vorkommt. Und praktisch wäre es vielleicht sogar, wenn dieser Effekt über die kommenden Hitzetage anhalten würde. Aber gesund ist das wohl wirklich nicht.

Die neue Kalenderkram-Episode des Würzblog-Podcast musste ich wegen meiner damals beginnenden Corona-Infektion ausfallen lassen. Und die werde ich auch nicht nachholen. Nur die kurze Info: Am Wochenende ist das wunderschöne Ringparkfest. Aber möglicherweise ohne mich. Denn ich befinde mich in offizieller Isolation und glaube gerade irgendwie nicht daran, dass ich bis Freitag schon symptomfrei bin.

Aber man weiß ja nie. Ich muss jetzt aufhören zu schreiben, das strengt ganz schön an. Bleibt gesund.

4 Gedanken zu „Vampir-Fieber und isolierte Füße“

  1. Gute Besserung! Und aus eigener und familiärer Erfahrung der Tip: erhole dich lieber ein paar Tage mehr als weniger, das zahlt sich nach einer Corona-Infektion aus. Es ist eben keine Grippe!!!

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  2. Vielleicht mal in eine Knoblauchknolle beißen gegen das Vampir-Fieber? ^u^
    Ganz im Ernst: Gute, schnelle und dauerhafte Genesung!

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