Heute geht es in Würzburg in Sachen Oberbürgermeister*in um die Wurscht, in meinem Fall die Veggi-Wurscht. Keine Ahnung, wie das ausgehen wird zwischen Martin Heilig und Judith Roth-Jörg. Im Gegensatz zur ersten Wahlrunde Anfang Mai gibt es für mich diesmal nichts zu überlegen, meine Wahl steht fest und später gehe ich in die benachbarte Grundschule und mache ein Kreuzchen. Und dann schaue ich mal, was passiert. Heute nach 18 Uhr und die weiteren sechseinhalb Jahre.
Wobei ich die Kommunalwahl im kommenden Jahr fast für spannender halte, denn letztlich entscheidet der Stadtrat, nicht der Oberbürgermeister oder die Oberbürgermeisterin. Darum halte ich konkrete Wahlversprechen im OB-Wahlkampf immer für lächerlich. Und ich hoffe wirklich, dass der Wahlkampf dann nicht wieder dermaßen übel wird, wie es dieser war. Auf Sachebene streiten — alles fein. Aber versuchte Diffamierungen (€) oder manipulierte Bilder (€) gehen menschlich und politisch gar nicht, sorry.
Nach dem demokratischen Kraftakt des Kreuzchenmachens schau ich mal in den Park des Juliusspitals, denn da ist heute am Sonntag ab 13 Uhr das Juliusspital.Open, eine Mischung aus Weinfest, Konzert, Weinprobe und Kunsthandwerkermarkt. Wenn das Wetter passt, könnte das eine schöne Sache sein. Und wenn ich lang genug bleibe, kann ich vielleicht sogar auf das neue Stadtoberhaupt anstoßen oder mich deswegen betrinken.
Unsere Älteste darf zum ersten Mal wählen. Wir habe zuvor viel mit ihr über Demokratie, Wahlen und Wahlkampf geredet, sie nicht beeinflusst und so weit uns möglich objektiv mit ihr über Themen diskutiert. Und dann dieser ekelhafte CSU-Wahlkampf, da verlieren die Jungwähler ja gleich den Glauben in die Politik, selbst im Regionalen.