Kühlen Hofgartenschoppen, ganz unreserviert

Die irre Hitze diese Woche in Würzburg hat mich echt platt gemacht. Unter anderem der Schlaf hat ganz schön darunter gelitten, erst in den frühen Morgenstunden war es hier in der Dachwohnung wenigstens ein bisschen runtergekühlt, dass ich mal kurz einschlafen konnte.

Und obwohl ich ziemlich fertig war, habe ich den ersten relativ kühlen Abend der Woche dafür genutzt, mal aufs Hofgarten-Weinfest zu gehen. Zur Sicherheit, nicht, dass es wieder zu heiß wird oder ich keine Zeit habe. Denn das Weinfest im Hofgarten der Residenz verpasse ich nur ungern. Den Wein aus dem Hofkeller finde ich persönlich zwar nicht als den besten hier in Würzburg, aber das wunderschöne Ambiente der Gartenanlage gleicht das locker aus.

Ich dachte eigentlich, dass alle ebenso wie ich die Chance eines kühlen Weins an einem endlich kühlen Abend nutzen wollten. Es war dann später auch voll, aber nicht so voll, wie ich dachte. Selbst am Brunnen konnte man noch ganz entspannt herumlaufen. Was ich ganz angenehm fand.

Weniger angenehm fand ich, dass es immer mehr Tische reserviert waren. Für knapp 150 oder 170 Euro kann man sich einen Tisch mieten, mit ein paar Flaschen Wein und Wasser dazu. Und am Donnerstag war das bei geschätzt einem Drittel der Tische der Fall. Klar, Angebot und Nachfrage, kann man jetzt sagen und der Hofkeller wird gegen sichere Einnahmen in der Größenordnung natürlich nichts einzuwenden haben. Und klar kann das auch ganz praktisch sein, wenn man beispielsweise seinen Geburtstag auf dem Weinfest feiern will. Und dass man ein paar Tische reservieren kann, fand ich auch ok. Aber in diesem Ausmaß?

Aber ich finde schon, dass das etwas mit dem Weinfest macht. Denn schon ist dieses schöne „Jung und alt, arm und reich, geht mal in den Hofgarten und setzt sich halt irgendwo mit dazu“ deutlich eingeschränkter. Irgendwie fühlt es sich für mich komisch an, an so viel „Reserviert“-Schilder vorbeizulaufen.

Trotzdem war es ein schöner und endlich kühler Abend im Hofgarten, auch ohne Reservierung. Sogar einen Blogger hab ich getroffen, nämlich Robert „Hexenblogger“ Meier, es war lustig und interessant wie immer. Sehr viel Wein habe ich gar nicht getrunken, dafür ungewöhnlich viel Wasser — die Gewohnheit der vergangenen Hitzetage sitzt noch tief.

Mal sehen, ob ich es nochmal in den Hofgarten zum Weinfest schaffe, sonst wäre erst mal Weinfest-Pause für mich. Denn das Weinfest am Stein interessiert mich schon länger nicht mehr.

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