Die Mordfalle. Äh, Mausefalle.

Ja, ich weiß, wer die Morde in London und Monkswell Manor begangen hat. Aber ich verrate es nicht. Ich habe gestern Abend im Neunerplatztheater der Auflösung dieses Mordfalls beigewohnt. Ein Mordfall, bei dem niemand nicht verdächtig war.

73 Jahre nach der Uraufführung — das Stück war tatsächlich nie ein Roman — schnappt Agatha Christies „Die Mausefalle“ auf der Bühne immer noch knackig zu. Für mich liegt das an dem dichten Plot, die englische Krimiautorin stopfte da wirklich alle Zutaten für einen Wer-war-der-Mörder-Krimi in ein zeitlich und räumlich begrenztes Theaterstück, garniert mit zugespitzten Charakteren. Die für meinen Geschmack auch gut vom Neunerplatz-Ensemble umgesetzt wurden. Ich hatte viel Vergnügen an dem Abend.

Der englische Premierminister Winston Churchill soll übrigens angeblich damals schon in der Pause gewusst habe, wer die Morde begangen hat. Ich übrigens gestern auch. Leider zusammen mit ein paar weiteren Theorien, das nimmt meinem Ruhm und meiner Ehre doch ein klein wenig den Wind aus den Segel.

„Die Mausfalle“ wird im Theater am Neunerplatz noch bis 24. Oktober gespielt. Karten im Vorverkauf gibt es nur noch sehr wenig. Oder hofft auf Glück an der Abendkasse.

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