Mal wieder hießt es für mich: mehrere Schichten anziehen, Tee machen und in die Thermoskanne füllen, Stifte und Papier bereitlegen, eine Decke holen, den Foto und das Tablet holen. Und dann raus auf Balkon, heute bei etwa minus drei Grad. Und eine Stunde lang Vögel zählen.
Wie in jedem Jahr rief der Naturschutzbund Deutschland (NaBu) und der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) zur „Stunde der Wintervögel“ auf. Und wie in manchem Jahr bin ich dem Aufruf gefolgt.

Bei mir daheim, mitten in der dicht bebauten Sanderau, gibt es naturgemäß nicht sehr viele Vögel. Und somit auch nicht sehr viel zu zählen. Aber es geht nicht um Rekordzahlen, sondern einfach darum, der Bestand abzuschätzen. Und der die Abschätzung war während meiner Stunde auf dem Balkon: zwei Amseln, zwei Rabenkrähen, eine Straßentaube, eine Elster. So viele waren maximal von jeder Art gleichzeitig zu beobachten.
Im Mai wird wie immer die Stunde der Gartenvögel stattfinden. Da wird es wohl deutlich angenehmer sein, eine Stunde an einem Ort Vögel zu zählen. Und da wird der Akku des Smartphones nicht in kürzester Zeit von rund 70 Prozent auf 12 Prozent runterrauschen und der Akku des Fotos wirklich den Dienst einstellen.

