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Hyvää Juhannusta und nachts in der Palettensauna

Das war ein wirklich schräges und originelles Fest! 😀

Am Freitag wurde auch dem Bürgerbräu-Gelände das finnische Johannesfest zum Mittsommer gefeiert. Der deutsch-finnische Concept Store Fin-Ger hat dazu eingeladen und da bin ich natürlich auch gleich hin.

Labern, Essen, Trinken …

Schön war es! Finnen, Schweden, Deutsche und weiß der Herr welche Nationen noch saßen und standen auf der kleinen Wiese am Teich am Eingang des Geländes und ließen es sich durchgehen. Im munteren Sprachgewusel aus Deutsch, Finnisch, Schwedisch und vor allem Englisch wurde gequatscht, gegessen und getrunken. Später am Abend besonders Wodka. Viel Wodka. In diversen Variationen. Es grenzte an ein Wunder — aber ich bin heute morgen völlig ohne Kopfweh und Kater aufgewacht. 🙂

… und Sauna bauen.

Aber der Fin-Ger würde seinen Ruf nicht gerecht geworden sein, wenn das einfach nur so eine Feier gewesen wäre. Passend zum finnischen Feiertag wurde auch etwas urfinnisches auf dem Gelände installiert — eine Sauna. Aus Europaletten und einigen Dachlatten zimmerten einige Gäste unter der Anleitung von Matthias Braun und Juhani Karanka in mehreren Stunden wirklich eine Sauna mit improvisierter Dusche in das Gebüsch neben dem Teich.

Dann, gegen halb zwei Uhr nachts, konnten wir den Ofen endlich anwerfen und die Sauna einheizen. Mehr als 45 Grad schafften wir nicht, dafür eine Luftfeuchtigkeit von gefühlt 300 Prozent. 🙂 Vielleicht müssen noch ein paar Löcher abgedichtet oder länger vorgeheizt werden. Aber im Grunde funktioniert sie, die Palettensauna. 🙂

Testsitzen in der warmen und feuchten Sauna.

Danke an alle Juhannustas — speziell an dieser Stelle an die Finntastic-Bloggerin —  für diesen wundervollen, aber wirklich irren Abend! 😀

 

U&D 2017: Leute wie die und ich

Über die gesamten vier Tage des Umsonst & Draussen 2017 in Würzburg habe ich Selfies mit Leuten gemacht, die ich kenne und mit denen ich zumindest kurz — oder auch ganz lang — geredet habe.

Zumindest habe ich das versucht, die Quote derer, bei denen ich das vergessen habe, ist leider nicht gering. Vielleicht bin ich im nächsten Jahr konsequenter … 🙂

Es war schon interessant, das mal zu dokumentieren. Ich schreibe ja schon jedes Jahr, dass ich viele Konzerte auf dem U&D verpasst habe, weil ich mich mit Freunden und Bekannten verquatscht habe. Nun weiß ich auch, warum … 😀

Danke an alle die treffen durfte — es war mit ein Fest! 😀

U&D 2017 Tag 2: Praktikum, Soundbrei und das gallische Dorf

Nach einem extrem chilligen Tag bin ich am Freitag am späten Nachmittag nach einer kleinen Radtour zu meinem zweiten Tag auf dem Umsonst & Draussen eingelaufen. (Mehr Bilder gibt es übrigens weiter unten im Beitrag)

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 – Devil May Care

Musikalisch ging es für mich mit Devil May Care auf der Draussen-Bühne los. Für die Uhrzeit ganz ordentlich besucht, die Fanbase der Band ist wohl groß, die Familienquote allem Anschein nach sehr hoch. Die vier Jungs lieferten eine super Show ab und hauten gleich zu Beginn des Festivaltages ordentlich einen raus. Machte mit gleich gute Laune.

Soundbrei U25

Weniger gute Laune machte mir Rising End. Das heißt: Die Band schon. Aber der Sound auf der U25-Bühne, wo die Rockband auftrat, war wirklich unter aller Sau. Das klang wie durch eine mit stinkenden Socken gefüllte Blechdose gespielt. Gut, dass man für die “Nachwuchsbands” vielleicht nicht das feinste Tonequipment verwendet und den Godfather of Tontechnik ans Mischpult setzt … hm … mag ich ja noch verstehen. Aber mit so einem Soundbrei tut man niemanden einen Gefallen — weder den Bands, noch den Zuhörern.

Und Rising End hätte wirklich guten Ton verdient gehabt. Seit ich die sechs zufällig mal auf dem Stadtfest in Würzburg hörte, hab ich mal ein Auge auf die Band. Doppelte Frauen-Power im Gesang und vierfache Männer-Power an den Instrumenten.

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 – Rising End

WüRG-Praktikum

Praktikum am WüRG-Stand.

Mein Weg führte mich dann quer über den gesamten Platz in kleine gallische Dorf noch hinter der Drinnen-Bühne. Dort haben die ganzen Musik-Initiativen & Co ihre Stände. Unter anderem die WüRG, die Würzburger Rockgemeinschaft, wo ich meinen Kumpel Simon von der Band Sasquatch besuchte, der dort Standdienst hatte.

 

Ich hab da gleich mal ein spontanes Praktikum am WüRG-Stand gemacht, hab Demo-CDs und Feuerzeuge ans Volk gebracht, Simon in seiner Pinkelpause vertreten, erklärt, was die WüRG ist, Kinder musikalisch früherzogen und mit den netten Besuchern gesasquatscht. Hat Spaß gemacht! 😀

Über die Route 88 zu den Blues Pills

Zum 30. Umsonst & Draussen hat sich eine Jubiläums-Kombo namens Route 88 gebildet, um spaßeshalber Lieder aus dem Jahr 1988 zu spielen. U&D-Veteran Hartmut Emser war als Gründervater und — erstaunlicherweise für mich — passabler Sänger mit dabei. Klar, das waren “nur” Coversongs. Aber irgendwie hatten alle so einen Spaß auf der Bühne und auch im musikalischen Können so gut, dass es wirklich ein geiles Konzert im Zirkuszelt war.

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 -Route 88

 

Vielen Leute, die ich auf dem U&D getroffen habe, fehlte dem Festival der übliche “Headliner”, also eine relativ bekannte Band. Und das ging mir auch so. Was ein wenig in die Richtung für mich ging, waren die Blues Pills, die bei uns schon am Abend davor für eine orgiastische Wortspielrunde sorgten.

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 – Blues Pills

Die Schweden fand ich schon gut. Wirklich. Aber irgendwie hatte ich doch mehr erwartet, was ich so im Vorfeld von den Blues Pills mal gehört habe, hatte mehr … Rumms oder was auch immer.  Ok, ich wurde wirklich gut unterhalten und habe da überhaupt keinen Grund zum Klagen. Aber ein wenig tat es mit leid, dass ich das Route 88 so bald verlassen habe, um zu den Blues Pills gehen zu können.

Nach den Schweden blieb ich noch an der Draussen-Bühne. Da spielte dann Astrid North — und wir hatten keinen synchronen Biorhythmus. So gut ich ihren Jazzpopsoul im Grunde fand, ich war an diesem Ort, zu dieser Zeit, nicht bereit für ihre Musik. Astrid, nicht deine Schuld, ein andermal vielleicht.

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 – Astrid North

Gefüllte Poesie und gallisches Dorf

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 – Pauline Füg eröffnet den Poetry Slam im Drinnen-Zelt

Eigentlich wollte ich um Mitternacht ins Drinnen-Zelt zum Poetry Slam. Das habe ich zuerst auch gemacht. Also fast. Ich war nicht im Zelt, sondern davor. Denn das Drinnen des Drinnen-Zelt war höchst kompakt mit Menschen gefüllt. Schade für mich, schön natürlich für Pauline Füg, deren Poetry Slam sich als mehr als erfolgreich zeigte.

Von seitlich draußen sah und hörte ich die Slammer leider nicht sonderlich gut, also trollte ich mich und bin wieder nach nebenan zurück ins gallische Dorf, zum Stand des unbeugsamen Immerhins neben der Palettenbühne. Und da habe ich dann bis um 2 Uhr den Rest der Nacht verbracht, mit netten, interessanten und lustigen Gesprächen mit netten, interessanten und lustigen Menschen — und Musik. Irgendwie ist dort, etwas abgeschieden zwischen Haupteingang und Drinnen-Zelt, ein kleines Festival im großen Festival. Und eine Reise wert!

Alles in Allem: Ein sehr, sehr geiler und entspannter U&D-Tag! 😀

P.S. Mein Selfie-Sammel-Projekt ging auch weiter, obwohl ich noch immer eine hohe Ausfall-Quote vor lauter Vergesslichkeit dabei habe. 🙂 Also wenn ich euch treffe und kein Selfie mit euch mache — erinnert mich daran! 😀

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 – Alles endet im Immerhin, auch ich.

Hier noch ein paar Bilder vom U&D-Freitag 2017

Des U&Ds gar so guter erster Tag

Umsonst & Draussen 2017 Tag 1 – die Wiesen sind voll.

Komisch, ich hab selten Leute so oft über das Wetter reden hören, wie am ersten Tag des Umsonst & Draussen 2017. Dabei gab es eigentlich kaum einen Grund zu Klage, abgesehen davon, dass es am Nachmittag für meinen Geschmack vielleicht ein wenig zu heiß war. Aber alle Gewitter- und Unwettergerüchte lösten sich am Abend in ein paar einzelne Tropfen Regen auf.

Also, für mich war es ein toller Einstieg in das U&D. Zuerst hab ich mir 50 Meter Freistil gegönnt, die endlich mal wieder auch auf dem Festival gespielt haben. Gute Texte, fetzige Musik, noch erträgliche Temperaturen im nicht so vollen Drinnen-Zelt, da bin ich schon mal gut angekommen.

Umsonst & Draussen 2017 Tag 1 – 50 Meter Freistil

Beim Schlendern über den Platz kam ich auf die Idee, mit allen Leuten, die ich kenne und auf dem U&D treffe, ein Selfie zu machen. Bin gespannt, was da bis Sonntag zusammenkommt, ich muss aber noch die Ausfall-Rate reduzieren. Also nicht wundern, wenn ich mit dem Smartphone auf euch zu springe. 🙂

Umsonst & Draussen 2017 Tag 1 – Elinor Borchert

Musikalisch hab ich kurz an der U25-Bühne bei Elinor Borchert an Piano und Stimme vorbeigeschaut — bisschen zu ruhig für mich um die Uhrzeit (dafür kann sie nix), aber sehr schön.

Weiter ging’s zu Draussen-Bühne, wo mich Red Manhole schon auf mich gewartet haben. Naja, nicht so ganz, sie fingen sogar über fünf Minuten vorher als geplant zu spielen an.

Das war dann wirklich Gute-Laue-Musik. Die Mischung aus Polka, Elektro, Punk und manch bösem Text ließ mich sogar ein klein wenig hüpfen — und ich hüpfe selten bei Musik. 😉

Umsonst & Draussen 2017 Tag 1 – Red Manhole

Zurück im deutlich volleren und stickigeren — keine Wunder, wenn die Band einen Leuchter mit brennenden Kerzen auf der Bühne hat — Drinnen-Zelt gab ich mir dann das Konzert von Zeremony.  Mit Keyboard, Gitarre und Schlagzeug rockten sie stilvoll das Zelt. Schade nur, dass der Sound sich ein wenig matschig angehört hat.

Umsonst & Draussen 2017 Tag 1 – Zeremony in Action

Bei Oversense im Zirkuszelt bin ich eigentlich nur zufällig zu den letzten beiden Liedern vorbeigeschneit. Schade, denn die waren geil und ich hätte gern noch mehr gehört.

Umsonst &; Draussen 2017 Tag 1 – Oversense

Nicht lange halten konnte mich Amanda Rheaume spät am Abend. Das war mir zu langweilig. Vielleicht hätte es mir früher am Abend gefallen oder am Steuer eines Trucks auf einem US-Highway, aber so endete der erste U&D-Tag für mich in Sachen Konzerten.

U&D 2017 – Vorfeier und Nachzahlen

Bevor das 30. Umsonst & Draussen-Festival in Würzburg am Donnerstag losgeht, ging Umsonst & Draussen am Mittwoch los. Zumindest für einen erlesenen Kreis, zu dem ich in letzter Minute auch noch auserkoren wurde. Das runde Jubiläum des Festivals wurde mit einem Mini-Fest gefeiert.

Vegetarische Wraps

Ein bisschen scheiße kam ich mir ja schon vor. Außerhalb des Kunstzelts wurde noch geackert, geschwitzt und geschuftet, um die die letzten Arbeiten fertigzustellen, damit das U&D am Freitag beginnen kann. Und in und vor dem Kunstzelt gab es Sekt, Bier, Ciabattawürste (mein neues liebstes Wort in Fränkisch: Dschabbawoschd. Das zehnmal hintereinander sagen mag immer gute Laune und pflegt die Lippen) und vegane Wraps.

Ungewöhnlich hohe Politikprominenz hat sich da im Zelt versammelt. MdL Bärbel Stamm, MdL Oli Jörg, MdB Paul Lehrieder — aber die CSU/CDU ist ja bekannt als von Rock oder Punk oder alternativer Kultur.

Umsonst & Draussen 30-Jahre-Feier: Ein Teil der U&D-Macher

Und natürlich wurden auch Reden geschwungen. Aber ich muss zugeben — so schlimm waren die gar nicht. Es wurde kein großer Blödsinn erzählt in noch allzu langer Zeit gelabert, zwischendurch stellten sich U&D-Vereinsmitglieder vor und die junge Band Chapter 5 durfte ein paar Songs spielen. Und Christian Schuchardt spendierte dem U&D-Verein noch zu Feier des Tages die Ehrenmedallie des Oberbürgermeisters — oder war es die Kulturmedallie? Egal, das U&D bekam eine Scheibe in die Hand gedrückt und alle freuten sich, das reicht mir. (Das kommt davon, wenn man lieber mit Hazamel schwätzt).

Zum 30. U&D gibt es ein Fördermitglied mehr.
Zum 30. U&D gibt es ein Fördermitglied mehr – mich. (Foto: Rööö)

Ich kann nicht behaupten, dass ich seit 30 Jahren das U&D in Würzburg besuche. Aber es müssen 23 Jahre sein, soweit ich mich erinnern kann. Seit ich 1994 nach Würzburg gezogen bin, war ich als Besucher auf den Mainwiesen dabei. Und das Festival mittlerweile Teil meinen persönlichen Biorhythmus. Etwa zu Zeit der Sonnwende will mein Körper und Geist seine konzentrierte Dosis an Musik, Kultur, Spaß und Leute.

Dass ich als Besucher das Festival nicht unterstützt habe, kann wohl keiner von mir behaupten. Ich habe es in jeden Jahr ins persönliche Plus gesoffen, viel Wein und hin und wieder auch mal ein Wasser oder einen Kaffee waren mein Mittel zum guten Zweck.

Aber nach 30 Jahren ist es mal Zeit für mich, meine Liebe (obwohl ich durchaus oft was zu kritisieren habe) zum U&D mal anders auszudrücken. Und das hab ich gestern endlich gemacht. Seit dem 14. Juni 2017, 21.20 Uhr, bin ich Fördermitglied des Umsonst-und-Draussen-Vereins. Die 50 Euro im Jahr sind mir das wert. Und vielleicht kann ich als nicht stimmberechtigtes Mitglied mal erwirken, dass das “Draussen” endlich sein scharfes S bekommt.

Dogumenta – Kunst für Hunde und alle, die es werden wollen

Die Documenta in Kassel hat am Samstag, 10. Juni 2017, eröffnet. Ebenso wie die Dogumenta im Fin-Ger auf dem Bürgerbräu-Gelände in Würzburg, die mindestens noch bis Sonntag gehen wird – wenn nicht noch länger.

Das müsste Kafka sein, der sich die Ausstellung anschaut.

Und der Name ist gar nicht fränkisch zu verstehen, sondern englisch — es geht um Hunde. Die kleine Fin-Ger-Galerie hat sich in eine Ausstellung für Hunde und über Hunde verwandelt.

Kleine und große Gemälde und Fotografien auf hängen nur wenige Zentimeter über dem Fußboden, in Augenhöhe für Vierbeiner.

Die ausgestellte Kunst geht quer durch die Jahrhunderte und Stilrichtungen — Hauptsache, Hunde sind darauf zu sehen.

Dogumenta und Kafka. Ein Stilleben.

Selbst an Häppchen und Getränke Matthias Braun und Juhani Karanka, wie bei Ausstellungen üblich gedacht. Vor der Fin-Ger-Galerie steht eine Regenrinne mit Trocken-Hundefutter und zwei große Schüsseln mit frischem Wasser.

Die Reaktion der hündischen Besucher war durchaus unterschiedlich. Während viele sich sofort auf das Kunststoff-Brathähnchen stürzten, liefen andere doch lieber ruhig herum und guckten. Wie die Hunde die Kunstwerke überhaupt wahrnehmen, ob sie überhaupt erkennen, dass dort überall Bilder von ihren Artgenossen hängen, darüber hinterließen sie keine Zeile im Gästebuch.

Dogumenta Doggystyle – auf allen Vieren Kunst betrachten.

Eigentlich ist die Ausstellung wirklich nur für Hunde gedacht. Aber ich bin mal als Hund rein und habe die Bilder angeschaut — Doggystyle-Witze bitte jetzt! 😉 — und auf allen Vieren durch die Galerie. Das war bei aller Albernheit, die dahinter steckte, durchaus interessant.

Als Mensch hat man bei Ausstellungen die Bilder immer in Augenhöhe, wenn man steht. Bei der Dogumenta hat man die gleichen Bilder nur auf Höhe der Augen, wenn man auf dem Boden krabbelt. Das war mal ein ganz neues Erlebnis der Betrachtung. Der Boden war viel näher, die Decke weit weg, die Haltung eher unbequem aber doch stabil. Solltet ihr mal ausprobieren.

Dogumenta. Das Plastikhähnchen. Es wird meistens das Plastikhähnchen.

Die Dogumenta ist noch am Sonntag, 11. Juni 2017, von 10 bis 18 Uhr zu für alle Vierbeiner zu besuchen.

Aber wie Juhani und Matthias sagten, überlegen die beiden, sie noch bis zur Sommerfest auf dem Bürgerbräu zu verlängern.

Schönen Kuttertag

Am Donnerstag habe ich mal wieder das Oberdeck der Fischbar zum Krebs betreten. Bei dem brillanten Sommerabend konnte ich einfach nicht anders, als ihn auf dem Kutter am Mainkai zu verbringen.

Der Kutter ist für mich schon einer der Top-10-Orte in Sachen Chillen in Würzburg. Einfach hinsetzen — sofern es noch einen Platz gibt –, das Weinschorle trinken (andere machen das mit Bier), wenn man mag leckeren Fisch essen und sich an den fast schon gesungenen Aufrufe der Bestellnummer erfreuen, sich die warme Briese um die Nase wehen lassen und das leichte Schaukeln der Wellen genießen.

Sommerabend an der FIschbar Krebs

Allerdings habe ich aber gemerkt, dass ich auf dem Kutter immer relativ wenig Alkohol trinke. Das liegt wohl daran, dass ich durch den Wellengang immer denke, ich bin schon betrunken. Wenn das allen so geht, wäre das ja fast schon schlecht für’s Geschäft der Fischbar.  😉 Außerdem bin ich Nichtschwimmer, da liegt die Promillegrenze auf Schiffen für mich deutlich niedriger! 😀

Ja, da kommt schon ein wenig Hamburg-Feeling auf. Das Leben am Fluss hat schon was — nachdem es eh immer in Fluss ist.

Sommerabend an der FIschbar Krebs