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Theaterfest, losgelöst

Zwischen Arbeit und Urlaub ist mir völlig entgangen, das heute das Theaterfest in Würzburg ist. In meinem Hirn ist über Jahrzehnte eingebrannt — Theaterfest ist, wenn Stadtfest ist. Und das Stadtfest war ja schon am vergangenen Wochenende.

Doch das Mainfranken Theater bricht in diesem Jahr mit dieser Tradition. Was ich für eine gute Idee halte — das Theaterfest ging immer ein bisschen im Trubel des Stadtfests unter.

So ist heute am Sonntag, 25. September 2016, ab 12.30 Uhr das Theaterfest vorm und im Mainfranken Theater in Würzburg. Da hängen Schauspieler und Musiker herum, Stücke werden vorgestellte, es gibt Workshops, Essen, Trinken und Musik.

Und für mich mal wieder eine Gelegenheit, das Theater zu besuchen — sehr oft war ich nicht drin, wie ich zugeben muss.

Stadtfest Würzburg 2016 Samstag

Im Tal der Arschkarten

Stadtfestwochenende in Würzburg. Das hat mich heute früh um 8 Uhr nicht in die Innenstadt getrieben, ich wollte einfach mal wieder morgens im DOC gemütlich einen Cappuccino trinken und ein bisschen quatschen. Diese Morgenstunden mag ich gern, das Stadtleben ist noch leicht schlummrig und erwacht erst so langsam.

Blaskapelle Winterhausen auf der Main-Post-BühneAber schon gegen 9 Uhr schraubte sich mir Blasmusik aus Richtung Vierröhrenbrunnen ins Ohr. Eine halbe Stunde später bin ich mal hin. Und tatsächlich — auf der Main-Post-Bühne spielt sich die Winterhäuser Blaskapelle wach. Wie ich später gemerkt habe, war für die Uhrzeit vor der Bühne richtig viel los. Etwa fünf Zuhörer gingen ihrer Aufgabe nach und hörten zu. Sicherheitspersonal war mehr da. Auf der Frizz-WVV-Bühne am oberen Markt wenige Minuten später blies ein Blechblasensemble für einen Besucher — halt, mit mir waren es zwei — in ihre Instrumente. Ich frage mich ja schon, warum man um diese undankbare Uhrzeit überhaupt Musikgruppen auf die Bühnen stellt? Da ist so gut wie niemand in der Stadt. Die meisten Geschäfte haben noch zu, die Menschen, die da durch die Straßen huschen sind die, die gleich in den Geschäften arbeiten werden.

Rising End auf der TV-Touring-Bühne.
Rising End auf der TV-Touring-Bühne.

Ab zehn Uhr besserte sich die Lage minimal, die Zuschauerzahlen verdoppelten sich etwa. Aber als ich das Konzert der Jazzini-Jungs an der WVV-Bühne verließ, hat sich auch die Anzahl der Zuhörer halbiert. Am Unteren Markt auf der TV-Touring-Bühne rockte alternativ — übrigens überraschend gut — die junge Band “Rising End“. Da war schon ein bisschen mehr los, aber das Grüppchen vor der Bühne sah verdächtig nach Eltern, Freunde und Verwandtschaft der sechsköpfigen und geschlechtermäßig paritätisch besetzten Band aus.

Black Velvet Band
Black Velvet Band

Auf dem Heimweg hab ich dann die Band gesehen, die die Oberarschkarte beim Stadtfest gezogen hat. Die Black Velvet Band folkte im Durchgang zum Zinkhof. Potenzielle Zuhörer hatten die Wahl:

  1. Sich etwa 30 Zentimeter vor die Folk-Band auf den Gehsteig stellen und ständig die Fußgänger vorbei lassen.
  2. Sich auf die Straßenbahnschienen stellen und sich der Gefahr eines plötzlichen ÖPNV-Todes aussetzen.
  3. Sich auf einen sehr schmalen freien Streifen auf der anderen Straßenseite stellen, mit den Ständen der Murmel unmittelbar im Rücken und trotz Wasserrohrbruch am Hauger Ring alle paar Minuten ein laute und große Straßenbahn vor sich — was ein wenig den Musikgenuss trüben kann.

Da half den drei Jungs nur Galgenhumor. Denn muss man da aber auch haben.

Wer Schlagzeug spielt, neigt zu ausdrucksstarker Mimik.
Wer Schlagzeug spielt, neigt zu ausdrucksstarker Mimik.

 

 

Wer Schlagzeug spielt, neigt zu ausdrucksstarker Mimik.
Wer Schlagzeug spielt, neigt zu ausdrucksstarker Mimik.
Stramu 2016 - Ohrbooten

Stramu-Quickie und -Quetschi

Nachdem ich am Freitag beim Bloggertreffen war und am Sonntag arbeiten musste, blieb mir für das Stramu in Würzburg nur der Samstagabend.

Stramu 2016 - mit einem normalen Blick auf die Musiker.
Stramu 2016 – mit einem normalen Blick auf die Musiker. Nicht irritieren lassen – das auf dem Bild ist nicht Dominic Fritz, wie auf dem Schild zu lesen, sondern eine Hälfte von Sajul. 😉

Da war bei dem tollen Spätsommerwetter natürlich die Hölle los. Ich hab viel Musik gehört, wie die Künstler aussahen, konnte ich trotz einer Größe von 1,85 Metern nur hin und wieder ausschnittsweise erhaschen — es war ganz schön voll. Und Lust, mich in ein Sichtfenster fünf bis zehn Reihen nach vorne zu quetschen habe ich auch nicht.

Wie in den vergangenen Jahren schon das beinahe übliche Luxusproblem des Festivals. Ich wüsste auch nicht, wie man das ändern könnte — außer nicht mehr so gut und attraktiv zu sein. 😉

Toll war es trotzdem! Viele schöne und originelle Musik gehört und hin und wieder sogar etwas interessantes gesehen … 😉

 

Scallwags im Immerhin

Scallwags, 20 Jahre Rock’n Roll

Nach dem Stramu ging es am Samstag noch mal kurz mit Herrn Nutzschall und Schwester C.   ins Immerhin. Die Fun-Ska-Punk-Rock-Band Scallwags aus Schweinfurt, die noch auf ihrer “20 Years of Rock’n’Roll”-Tour sind, spielte mal wieder in Würzburg.

Scallwags im Immerhin
Scallwags im Immerhin

Ja, die Jungs spielen wirklich so lange, und ich kann mich noch an ihren — soweit ich weiß und mich erinnere — ersten Auftritt im Jugendhaus in Schweinfurt erinnern. Da muss ich wohl so 25 Jahre alt gewesen sein. Schon toll, wenn man so Mitte/Ende Dreißig schon sein 20-jähriges Bühnenjubiläum feiern kann. 😉

Und 20 Jahre danach hat Scallwags eine fette Show im Immerhin abgeliefert, bei Temperaturen, die sogar die Außentemperaturen übertroffen haben.

Es war mir wie immer eine schweißtreibende Freude! 😀 Jane Doe hab ich leider verpasst. 🙁

Treffen

Blotre neben oder nach dem Stramu

Der 9.9. naht. Nun ist der 9. September seit vielen Jahren mit dem Bloggertreffen in Würzburg besetzt — und das ist er auch diesmal. Nur ist das Blotre an dem Freitag damit in Konkurrenz mit einer beinahe genauso wundervollen Veranstaltung: dem Stramu, das Straßenmusikfestival in Würzburg.

Aber das ist leider nicht zu ändern. Außerdem ist es so, dass das Stramu auch noch am Samstag und Sonntag ist und außerdem geht es nur bis 22 Uhr — und da sind wir noch im Gehrings in der Neubaustraße. Ab 18.30 Uhr sind dort hoffentlich möglichst viele Blogger aus und um Würzburg zu finden, egal wie groß oder klein das Blog ist und was immer dort geschrieben wird.

Ein geplantes Programm gibt es wie immer nicht, einfach hinsetzen, was essen oder trinken und mit den anderen Blogger quatschen. Bisher hat das immer gut geklappt. Und wer zum ersten Mal zum Bloggertreffen kommt, keine Scheu — es gab eine Zeit, da kannten sich auch die Stammgäste nicht. 🙂

Wie immer darf man sein Kommen oder Fernbleiben in den Kommentaren ankündigen. Das muss man aber nicht, Spontanität war immer ein Teil des Bloggertreffens. 😉 (Wer will: Facebook-Event gibt es auch)

Es kommen

Es kommen vielleicht

Es kommen nicht

Keywords: Sport;Rollstuhl;Rugby;Behinderte

Rätsel Rollstuhlrugby

Heute Vormittag war ich mal in der Sporthalle in der Feggrube beim “1. Wheels on Fire Rugbytournament”. Die Rollstuhlrugby-Spieler der TGW tragen da ein kleines Turnier über zwei Tage aus. Und da ich beim Rollstuhlbasketball ganz gern zuschaue, dachte ich mir, da gehe ich auch mal hin.

Die Main-Tigers der TGW gegen Bayreuth
Die Main-Tigers der TGW gegen Bayreuth

Es hat schon Spaß gemacht. Da wird rumgeschrien und es krachen auf dem Spielfeld mal die Rollstühle so ineinander, man glaubt kaum, dass die verstärkten Räder das aushalten.

Aber ich muss gestehen, beim Rollstuhlrugby habe ich die gleichen Schwierigkeiten wie beim Fußgänger-Rugby — ich verstehe das Spiel nicht. Klar hätte es mir geholfen, mal einen Blick in die Regeln zu werfen. Das habe ich jetzt hinterher gemacht — und verstehe das Spiel trotzdem nicht wirklich.

So hab ich gejubelt und geklatscht, wenn die anderen — zumindest am Vormittag recht wenigen — Zuschauer gejubelt und geklatscht haben. Und natürlich habe ich mich gefreut, dass die Würzburger gegen Bayreuth gewonnen haben — ich habe nur keine Ahnung, wie und warum sie gewonnen haben? 😉

Am Sonntag sind noch Spiele in der Feggrunbe von 10 Uhr bis 17 Uhr — vielleicht mag ja jemand hin. 🙂

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Das Grombühler Weinspektakel

Ach, eigentlich muss man das selbst erleben, das Weinfest in Grombühl. Obwohl ich da seit Jahrzehnten zu Gast — schließlich habe ich etwa ein Viertel meines Lebens wundervoll in Grombühl gewohnt –, kann ich es immer kaum fassen, dass es so ein Fest in einer “Großstadt” wie Würzburg gibt.

Grombühler Weinfestglas - von denen schon etliche in meinem Küchenregal stehen. Aus Gründen.
Grombühler Weinfestglas – von denen schon etliche in meinem Küchenregal stehen. Aus Gründen.

Allein- und Zweifachunterhalter spielen auf, vor der Bühne wird getanzt bis kein Platz mehr ist, spontane Line-Dance-Einlagen inklusive. Der Schoppen geht zu extrem fairen Preisen über die Theke, hinter der nette TSV-Mitglieder ausschenken. Man sitzt an den Tischen mit ehemaligen Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunden oder wildfremden Menschen, ertrinkt in einer weinseligen Zufriedenheit und kuschelt sich in den fröhlichen Lärm des Festes.

Danke Grombühl, es war mir wie immer ein Weinfest! 🙂

Zwiebeln und Wein

Zwiebelix und Grombülix

In den nächsten Tag sollen zwei Ur-Würzburger Veranstaltungen eigentlich fest in den Kalendern der Bürger dieser Stadt eingemeiselt sein.

Am Mittwoch kommen — wie seit 369 Jahren am 24. August — die Kreuzbergwallfahrer von ihrerer spirituellen oder was-auch-immer Reise zurück nach Würzburg. In der Semmelstraße werden sie a) mit Blumensträußchen und b) mit einem Straßenfest empfangen. Die meisten Gäste bekommen den Durchzug der Wallfahrer gar nicht mit und stürzen sich gleich am Abend auf den eventuell ersten Federweißen und den Zwiebelblootz — und diverse andere Trinker- und Fresserereien.

Mit 43 Jahren hat das Weinfest in Grombühl nicht ganz die lange Tradition in Würzburg wie die Zwiebelkirchweih, sie gehört am letzten Augustwochenende aber auch fest zum Veranstaltungsreigen. Zumindest bei mir. Klar gibt es andere Weinfeste in Würzburg, manche davon sind sogar ganz schön. Aber das Grombühler Weinfest ist das ehrlichste von allen. Kein Schnickschnack und Blingbling. Da gibt es Bänke und Tische, fränkischer Wein und Alleinunterhalter auf der Bühne – und einen kompletten Querschnitt durch Würzburgs Einwohner, die dicht an dicht dort sitzen oder tanzen. Hach, was freue ich mich schon