Archiv der Kategorie: Frängisch

Das dreckige Dutzend

Zwölf Jahre ist es her, dass er erste Artikel im Würzblog erschien. 2495 Artikel später schreibe ich diese Zeilen.

Leider schreibe ich in letzter Zeit viel zu wenig Zeilen. Nicht nur hier im Würzblog, auch in meinen diversen anderen Blogs und Podcasts tut sich relativ wenig. Zeit ist für mich eine knappe Ressource geworden, ein Zustand der mich eher unglücklich macht. An Themen und Idee mangelt es überhaupt nicht.

Aber ich will nicht zu sehr jammern. Wenn ich blogge, dann mach ich das nach wie vor sehr gern. Und ich bin erfreut, wie viel Menschen ich nach wie vor durch das Blog (und die anderen auch) kennenlernen darf. Ich möchte es nicht missen — auch im 13. Jahr nicht.

Und vielleicht ändern sich die Zeiten und deren Menge fürs Blog ja auch wieder — das Leben ist so wundervoll überraschend und unberechenbar.

Wer den Geblogstag mitfeiern will — heute Abend gibt es Gelegenheit dazu! 😀

Ein dutzenddimensionales Bloggertreffen

Am 6.6.2017 wird das Würzblog zwölf Jahre alt. Auch wenn das vergangene Jahr ein schwieriges Blogjahr war, gibt es doch alle Grund, das gebührend zu feiern. Und für alle Blogger rund um Würzburg ist das eine gute Gelegenheit, sich einmal wieder zu treffen.

Darum gilt die oberste Direktive: Alle Blogger, egal welcher Spezies oder Zeitebene, im Anziehungsbereich des Planeten Würzburg haben sich am Pfingstdienstag, 6. Juni 2017, ab Sternzeit 18.30, im Raumdock Gehrings in der Milch… ähhh Neubaustraße einzufinden, um dieses multidimensionale Ereignis zu feiern. Mit deaktivierten Schilden, dafür mit aktivierter Kommunikationsphallanx und ausreichend Replikatorrationen. Der Imperator persönlich wird die galaktischen Botschafter empfangen. Widerstand ist zwecklos.

Möge die Macht mit euch sein.

Wer mag, kann seine Ankunft oder seinen defekten Hyperraumantrieb per Subraumkommentar melden.

Es kommen

Es kommen vielleicht

Es kommen nicht

Ein Job als radelnder MSP-Blogger

Als Blogger Geld verdienen, was für die Gesundheit tun und Land und Leute kennenlernen — das wäre mal ein Ding. Und dazu gibt es jetzt eine Gelegenheit.

Das Regionalmanagement Main-Spessart sucht einen Blogger — oder eine Bloggerin –, der die Grenzen des Landkreises Main-Spessart mit dem Rad abfährt. In zehn Tagen im Juli oder August sollen die 265 Kilometer abgefahren waren, dabei viel Orte besucht und darüber gebloggt werden — auf einem Blog des Landkreises Main-Spessart.

Der Blick für das Feine gefragt, für die kleinen Besonderheiten der Orte und der Landschaft, für die Geschichten von den Menschen, die man trifft.

Die Original-Ausschreibung für den Fahrradblogger-Job des Landkreises Main-Spessart. (PDF, 326kB)
Original-Ausschreibung für den Fahrradblogger-Job des Landkreises Main-Spessart. (PDF, 326kB)

Für den Blog-Job gibt es auch Geld. 4250 Euro lässt der Landkreis Main-Spessart springen, dazu noch Fahrtkosten. Das grobe Programm ist schon angesteckt, aber da ist wohl noch viel Raum für kreative Ideen und Variationen.

Der MSP-Border-Blogger kann, muss aber nicht unbedingt aus der Region sein. Vielleicht ist es sogar von Vorteil, wenn man den Landkreis Main-Spessart nicht wie seine eigene Westentasche kennt.

Eine Auftragsarbeit für einen Blogger, aber ich finde, eine sehr interessante, da kann man schon eine Menge draus machen.

Bis zum 9. Mai 2017 muss man sich beworben haben. Ich denke, das werde auch ich machen. 🙂

 

Der Text der Ausschreibung für den MSP-Border-Blogger:

Rundherum Main-Spessart

Blogger für „Landkreisumradelung“ gesucht!
Im wahrsten Sinne des Wortes gilt es, mit dem Fahrrad den Landkreis zu umrunden. Damit soll das Projekt den Blick auf die Außengrenzen des Landkreises lenken und die Orte, deren Geschichte(n), Einwohner, Besonderheiten und vielleicht so manche Kuriosität in den Fokus rücken.

Zur Umsetzung dieses Projektes suchen wir eine geeignete Person, die die Tour fährt und in Blogbeiträgen von ihren Erlebnissen, Begegnungen und Erkenntnissen vor Ort berichtet. Wer kann sich vorstellen, während eines Aktionszeitraums von ca. zwei Wochen im Juli/August mit dem Fahrrad die Strecke abzufahren, dabei einen Stopp in den Orten entlang des Wegs einzulegen und von dort zu berichten?

Die Fakten zur Umrundung:

Etappen: Geplant sind 10 Etappen, soweit möglich auf ausgewiesenen Radwegen, immer entlang der Landkreisgrenzen.

Strecke: Gesamtdistanz ca. 265 km, ca. 3.640 Höhenmeter; Tagesetappen zwischen 21 und 33 km bzw. zwischen 80 und 616 Höhenmetern im Anstieg

Orte: Auf der Strecke liegen 50 Orte und 14 Zwischenstationen wie Ausflugsgaststätten, Mühlen oder kleine Weiler. Jeder Ort sollte im Blog in irgendeiner Form Erwähnung finden.

Themen: Mögliche übergeordnete Themen in der Region sind z. B. die ehemaligen Glashütten im Spessart, historische Grenzregion, Mühlen, historische Straßen oder Wallfahrtsorte.

Übernachtung: Die Übernachtung wird organisiert, kann in Beherbergungsbetrieben oder aber bei Privat erfolgen.

Streckenverlauf, Orte und mögliche Anlaufstellen sind vorgeplant. Die Feinplanung (genauer Zeitplan, Aktionen/Termine auf der Strecke etc.) erfolgt in Absprache mit der/dem BloggerIn – hier sind wir offen für Vorschläge und Ideen.

Der Blog wird auf der Seite des Landkreises Main-Spessart integriert. Der Blogger erhält hierzu dann einen Zugang. Im Nachgang der Tour möchten wir ein Magazin mit den Blogbeiträgen, ergänzt durch ausführliche Berichte zu ausgewählten Themen, erstellen.

Unsere Anforderungen an die/den FahrradbloggerIn:

  • genügend Fitness, um die beschriebene Strecke mit dem Fahrrad zurückzulegen
  • Spaß am Schreiben und ein ansprechender, unterhaltsamer Schreibstil
  • fotografisches Talent
  • Freude am Entdecken und am Umgang mit (fremden) Menschen, Kommunikationstalent
  • Kreativität, Flexibilität, Spontanität, Selbständigkeit

Zeitlich einzuplanen sind Abstimmungstermine mit uns im Vorfeld, eigene Vorrecherche zu bestimmten Themen, Einarbeitung in die von uns gelieferten Streckenvorschläge, Themen, Ortstermine; eigentliche Blogger-Fahrt in 10 Tages-Etappen, Übergabe/Abschluss der Blogger-Tätigkeit.

Als Vergütung können wir 4.250 € (brutto mit Werkvertrag) zzgl. Reisekosten anbieten.
Unterkunft wird gestellt, die Kosten für Verpflegung sind selbst zu tragen. Für die im Rahmen des Projekts entstandenen Bilder und Texte sind die Nutzungsrechte dem Auftraggeber zu übertragen.

Bitte schicken Sie uns Ihre Bewerbung mit folgenden Inhalten:

  • kurze Darlegung Ihrer Motivation und Ihrer Erfahrung
  • Schreibprobe bzw. vorhandener Blog
  • Vorschläge für mögliche weitere Einbindung/Bewerbung des Blogs (Twitter…)
  • Angabe des Zeitraums, in dem Ihnen die Blogger-Tätigkeit möglich ist
  • Umfang der Leistung: Anzahl/Umfang der Blogbeiträge, kalkulierte Arbeitstage

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bis spätestens 9. Mai 2017!

Kontakt:
Regionalmanagement Main-Spessart
Marktplatz 8, 97753 Karlstadt
Tel. 09353 793-1755, Regionalmanagement@Lramsp.de

Spargel Nummer Eins und der bleiche Penis

Für manche sind es nur Stangen gepressten Wassers, die am Ende nach Schwefel riechen. Für die anderen ist es leckerer Spargel.

Frischer fränkischer Spargel
Frischer fränkischer Spargel

Ja, es stimmt schon. Der Gemüsespargel besteht durchschnittlich aus 92 Prozent Wasser. Und die Menschheit besteht zu 40 Prozent aus Spargel-zu-Schwefel-Umwandlern. Zu dieser Minderheit gehöre ich, freue mich aber trotzdem jedes Jahr wie Bolle auf die Spargelsaison. Und die hat für mich am Sonntag begonnen.

Das macht den Spargel für mich auch so besonders: Dass man ihn nicht das ganze Jahr bekommen kann — zumindest keinen fränkischen Spargel. Am 24. Juni, dem Johannistag, ist Schluss für mich für dieses Jahr.

Asparagus als Phallussymbol

Spargel, das fränkische Phallussymbol.
Spargel, das fränkische Phallussymbol.

Für die Anhänger der Signaturenlehre muss die Spargelzeit ja ein Fest sein. Die Lehre besagt vereinfacht, dass Pflanzen, die einem Körperteil ähnlich sehen, sich auch positiv darauf auswirken. Walnüsse sind also gut für das Hirn, Moos hilft gegen Haarprobleme, und so weiter. Oder wie es Paracelsus sagt:

“Die Natur zeichnet ein jegliches Gewächs, das von ihr ausgeht, zu dem, dazu es gut ist.” — Paracelsus

Dann müsste ja der penisähnliche Spargel gut für das männliche Geschlechtsteil sein. Ob das dann lang, dünn und weiß wird, ist mir nicht bekannt — ich konnte bisher noch keine Änderung feststellen. Aber vielleicht, weil mir der Glaube an die Signaturenlehre fehlt.

Zum Glück!

Knöchli mit Eis

In der Zeit der Feiertage war für mich wenig Zeit zum Feiern — eine ganz fiese Grippe hat mich niedergerungen und lässt mich auch nur langsam aus ihren eitrigen Klauen. Weihnachten, Geburtstag und Silvester hab ich überwiegend im Bett verbracht, an etwas anderes war gar nicht zu denken.

Heute ging es dann endlich mal wieder raus. Grau war der Neujahrstag, aber trotzdem fand ich die wenigen Momente an der frischen Luft — ich musste arbeiten — recht schön- Würzburg war in trockener Kälte eingefroren, alle Ästchen, Blättchen und Blütchen mit feinen Eisfransen bedeckt.

Eisfransen

Heiß wurde es aber am Abend beim klassisch fränkischen Sauerkraut-damit-das-Geld-nicht-ausgeht-Essen. Diesmal gab es dazu Knöchli und — sehr unfränkisch — Süßkartoffelbrei. Scheiß aufs Geld — es war einfach lecker! 🙂

Knöchli mit Sauerkraut und Süßkartoffelbrei
Knöchli mit Sauerkraut und Süßkartoffelbrei

Ein gutes, friedliches und gesundes Jahr 2017 euch allen. Erfreut euch an allen großen, aber vor allem an den vielen, vielen kleinen Dingen — das Universum ist ein Wunder voller Wunder.

Blotre neben oder nach dem Stramu

Der 9.9. naht. Nun ist der 9. September seit vielen Jahren mit dem Bloggertreffen in Würzburg besetzt — und das ist er auch diesmal. Nur ist das Blotre an dem Freitag damit in Konkurrenz mit einer beinahe genauso wundervollen Veranstaltung: dem Stramu, das Straßenmusikfestival in Würzburg.

Aber das ist leider nicht zu ändern. Außerdem ist es so, dass das Stramu auch noch am Samstag und Sonntag ist und außerdem geht es nur bis 22 Uhr — und da sind wir noch im Gehrings in der Neubaustraße. Ab 18.30 Uhr sind dort hoffentlich möglichst viele Blogger aus und um Würzburg zu finden, egal wie groß oder klein das Blog ist und was immer dort geschrieben wird.

Ein geplantes Programm gibt es wie immer nicht, einfach hinsetzen, was essen oder trinken und mit den anderen Blogger quatschen. Bisher hat das immer gut geklappt. Und wer zum ersten Mal zum Bloggertreffen kommt, keine Scheu — es gab eine Zeit, da kannten sich auch die Stammgäste nicht. 🙂

Wie immer darf man sein Kommen oder Fernbleiben in den Kommentaren ankündigen. Das muss man aber nicht, Spontanität war immer ein Teil des Bloggertreffens. 😉 (Wer will: Facebook-Event gibt es auch)

Es kommen

Es kommen vielleicht

Es kommen nicht

Das Grombühler Weinspektakel

Ach, eigentlich muss man das selbst erleben, das Weinfest in Grombühl. Obwohl ich da seit Jahrzehnten zu Gast — schließlich habe ich etwa ein Viertel meines Lebens wundervoll in Grombühl gewohnt –, kann ich es immer kaum fassen, dass es so ein Fest in einer “Großstadt” wie Würzburg gibt.

Grombühler Weinfestglas - von denen schon etliche in meinem Küchenregal stehen. Aus Gründen.
Grombühler Weinfestglas – von denen schon etliche in meinem Küchenregal stehen. Aus Gründen.

Allein- und Zweifachunterhalter spielen auf, vor der Bühne wird getanzt bis kein Platz mehr ist, spontane Line-Dance-Einlagen inklusive. Der Schoppen geht zu extrem fairen Preisen über die Theke, hinter der nette TSV-Mitglieder ausschenken. Man sitzt an den Tischen mit ehemaligen Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunden oder wildfremden Menschen, ertrinkt in einer weinseligen Zufriedenheit und kuschelt sich in den fröhlichen Lärm des Festes.

Danke Grombühl, es war mir wie immer ein Weinfest! 🙂

Zwiebelix und Grombülix

In den nächsten Tag sollen zwei Ur-Würzburger Veranstaltungen eigentlich fest in den Kalendern der Bürger dieser Stadt eingemeiselt sein.

Am Mittwoch kommen — wie seit 369 Jahren am 24. August — die Kreuzbergwallfahrer von ihrerer spirituellen oder was-auch-immer Reise zurück nach Würzburg. In der Semmelstraße werden sie a) mit Blumensträußchen und b) mit einem Straßenfest empfangen. Die meisten Gäste bekommen den Durchzug der Wallfahrer gar nicht mit und stürzen sich gleich am Abend auf den eventuell ersten Federweißen und den Zwiebelblootz — und diverse andere Trinker- und Fresserereien.

Mit 43 Jahren hat das Weinfest in Grombühl nicht ganz die lange Tradition in Würzburg wie die Zwiebelkirchweih, sie gehört am letzten Augustwochenende aber auch fest zum Veranstaltungsreigen. Zumindest bei mir. Klar gibt es andere Weinfeste in Würzburg, manche davon sind sogar ganz schön. Aber das Grombühler Weinfest ist das ehrlichste von allen. Kein Schnickschnack und Blingbling. Da gibt es Bänke und Tische, fränkischer Wein und Alleinunterhalter auf der Bühne – und einen kompletten Querschnitt durch Würzburgs Einwohner, die dicht an dicht dort sitzen oder tanzen. Hach, was freue ich mich schon