Archiv der Kategorie: Kultur

Grombira – 1001 rockige Weltraumbasare

In den vergangenen Wochen und Monaten haben sich bei mir einige neue Dinge aus dem musikalischen Universum Würzburgs angesammelt. Fangen wir doch mal an, das abzuarbeiten.

Die Band mit dem kartoffellastigen Namen Grombira gibt es schon ein paar Jahre. Aber jetzt haben die Musiker aus dem Raum Würzburg ihr erstes Album herausgebracht.

Grombira wirft mal ganz frech Jazz und Psychedelic-Rock — genauer gesagt Space Rock — mit Schlagzeug und Bass mit orientalischen Melodien und Instrumenten zusammen.

Oriental Space Rock also. Das mag sich auf den ersten Blick schräg lesen, aber wenn ich ehrlich bin — das klingt auch schräg. Im besten Sinne allerdings. Die Fusion der unterschiedlichen Musiktraditionen gelingt erstaunlich gut und schafft sehr interessante Musik.  Sheyk rAleph zupft unter anderem an der E-Sitar und E-Saz und darf singen, Fredh Al Fezér treibt die Stücke  wuchtig und rhythmisch mit dem Schlagzeug voran und Tommi Tarek hält das Ganze mit seinem Bassspiel atmosphärisch dicht zusammen. Als würde eine Rockband sich gut gelaunt auf einem orientalischen Basar austoben.

Grombira sind Fredh Al Fezér, sheyk rAleph und Tommi Tarek aka Manfred Feser-Lampe, Ralph Nebl und Tommi Neubauer
Grombira sind Fredh Al Fezér, sheyk rAleph und Tommi Tarek aka Manfred Feser-Lampe, Ralph Nebl und Tommi Neubauer.

Im Grunde ist das Album ein Instrumentalalbum. Gesangsparts sind kaum zu finden und auch nur sehr kurz. Und, auch wenn ich es noch nicht ausprobiert habe, klingt es absolut tanzbar.

Getanzt wird auch auf der Release Party des Albums am 25. März 2017 ab 20 Uhr im Blauen Adler. Ich denke, live wird Grombira nochmal interessanter, die Musik lädt ja zum Improvisieren ein.

Eine weitere Gelegenheit, Grombira live zu hören, ist auf dem Umsonst & Draussen-Festival in Würzburg. Da spielen die Drei am Samstag, 17. Juni 2017, um 20 Uhr im KulturZirkusZelt.

Die CD kann man sich online bestellen oder, wenn es einen ins idylische Darstadt bei Ochsenfurt veschlägt, in Tommis Musik Butik gekauft werden kann.

Oder einfach Radio Würzblog hören … 🙂

Feini Designi

Am Samstag bin ich mal hoch auf den Berg, um die Werke der jungen Gestalter aus dem vergangenen Semesters anzuschauen.

Trotz schönstem Sonnenschein war bei der Semesterausstellung in der Fachhochschule am Sanderheinrichsleitenweg richtig was los. Und es gab wie immer viel zu gucken. Illustrationen, Fotografien, Multimedia-Installationen, Plakate, Filme und Zeuch. Ich erfreue mich immer wieder an der Kreativität der Studenten und bekomme Lust, auch mal wieder mehr gestalterisch zu arbeiten.

Wer der Bergwerk, die Semesterausstellung verpasst hat, keine Sorge: Nach dem Semester ist vor dem nächsten Semester. 😉

Illustrationen.
Ein Trump-Film darf nicht fehlen.
Multimediale Infografik über Gewalt.
Zeuch.
Grafik.
Virtuelles und reeles Radeln.

Testtanzen bei Kudu Soul

Uff, harte Wochen hinter mir. Aber endlich mal wieder ein freies Wochenende vor mir. Wobei — so frei wird es nicht sein. Aber immerhin angefüllt mit angenehmen Dingen für mich in Würzburg.

Zum Beispiel will ich am Samstag endlich mal zu Kudu Soul in den Standard-Keller. Angeblich ist das ein illegitimer, über drei Ecken verwandter und jüngerer Ableger der Disco Fantastique. Von mehreren Seiten wurde mit die Veranstaltungsreihe schon ans Herz gelegt: “Cooler Funk und Soul und so ein Kram, das gefällt dir bestimmt”.

Da will ich gar nicht widersprechen — ich will es aber lieber selbst erleben. Und an diesen Wochenende könnte ich Kudu Soul endlich mal eine Chance geben. Aftershow bei Filmwochenende ist zwar auch gleichzeitig, aber irgendwie werde ich das schon geregelt bekommen.

Darum, wenn nichts Dramatisches in der letzten Minute dazwischen kommt, bin ich am Samstagnacht, 28. Januar 2017, im Standard zu finden. Tanzen oder Cuba-Trinken. Vermutlich beides gleichzeitig.

Santa Funk macht wieder Disco Fantastique

Ich dachte vor ein paar Wochen schon, dass es in diesem Jahr Funkstille in der Adventszeit sein würde. Aber alles wurde gut: Es wird wieder eine Weihnachtsausgabe der altehrwürdigen Disco Fantastique geben.

Und zwar dort, wo sie hingehört — in den Keller des Standards. Pierre Lavendel wird mit Laurent Lumiere wieder aus seiner unerschöpflichen Plattenkiste weihnachtliche Funk-, Soul- und Boogaloo-Songs kramen. Ich staune immer aufs Neue: Wo treibt der nur die ganzen groovigen Weihnachtslieder auf?

Am Samstag, 17. Dezember 2016, ist es also wieder so weit. Im Standard-Keller wird ab 22 Uhr bis spät in die Nacht getanzt, geschwitzt, Cuba Libre getrunken — die traditionsreiche und immer wieder weihnachtswundervolle Disco Fantastique ist wieder in Würzburg.

Nachgebloggt: WüMi #100 mit dem Werbesoziopodblogger

In den vergangenen Wochen hatte ich kaum Zeit für irgendwas anderes außer Arbeit. Das heißt aber nicht, dass in den winzigen Lücken der wundervollen Freizeit gar nichts passiert wären.

Das Gastgeschenk “Wie ich wurde, wer ich bin, und was wir einmal sein werden –
Streifzüge durch den Garten der Philosophie” von Patrick Breitenbach und Nils Köbel.

Da wäre zum Beispiel die Episode der Würzmischung mit der Nummer 100. Endlich haben Alex und ich mal Zeit gefunden, unseren Podcast in den dreistelligen Bereich zu schubsen.

Als Gast hatten wir Patrick Breitenbach vor dem Mikro dabei. Den Würzburger könnte man noch vom Werbeblogger kennen, das vor einigen Jahren eines der erfolgreichsten Blog in Deutschland war. Und aktuell kennt man Patrick auch als Hälfte des Soziopods, einem Podcast, der schon den Grimme-Online-Award bekommen hat. Hoher Besuch also, mit dem wir einfach nett geplaudert haben.

Die Würzmischung #100 / Jubiläum mit Patrick Breitenbach könnt ihr euch im Blog anhören oder — noch besser — den Feed in euren Podcast-Clients abonnieren.

Hope im Dornheim

Hope - Cell
Hope – Cell

Die Band Hope, einer der musikalischen Exportschlager Würzburgs, zieht es mal wieder in die alte Heimat. Am nächsten Freitag, 18. November 2016, spielen die Wahl-Berliner in der Waldschänke Dornheim, dem ehemaligen Talaveraschlösschen.

Uhrzeit? Laut dem Facebook-Event von 20.30 Uhr bis 0 Uhr, aber irgendwie zweifle ich daran, dass Christines wundervolle Stimme dreieinhalb Stunden durchhält. Aber vielleicht täusche ich mich. Eintrittspreis? Ebenfalls unbestimmt, Hope “spielt für den Hut”, da sollte man sich aber nicht lumpen lassen.

Nacht über Sanhattan

So, nach ein paar wirren Tagen nun wieder zurück zum Blog.

Der Sanhattan, SANddorn in der SANderau.
Der SANhattan, SANddorn in der SANderau.

Am vergangenen Samstag war ich mal wieder in der Kellerperle. Zur 1. Sanderauer Kulturnacht. Wohl das Gegenstück zu den Zellerauer Kulturtagen.

Zwar ist die Sanderau nicht das Hipster-Viertel wie die Zellerau, das Rentner- und Studentenviertel hat seit diesem Abend aber ein eigenes Getränk: den Sanhattan, ein Mix aus Sanddorn(likör?), Whiskey und was weiß ich noch. Den fanden nicht alle lecker, aber mir — als Sanderauer — hat er geschmeckt. Nach zwei Gläsern musste ich aber die Segel streichen, das Zeug hat es in sich.

Fünf Jahre Kellerperle wurde mit dieser Kulturnacht auch gefeiert. Nach schwierigen bürokratischen Anfängen ist das “offene, soziokulturelle, unkommerzielle und selbstverwaltete Kulturzentrum” unter der Stadtmensa ein fester Bestandteil der Kulturszene Würzburgs geworden, vielleicht sogar ein wenig der Nachfolger des AKW.

Der Job lässt mir viel zu wenig Zeit, die Kellerperle oft zu besuchen. Obwohl sie fast um die Ecke (oder um drei) von meiner Wohnung liegt. Aber wenn, dann war es immer sehr gemütlich und entspannt — und das mag ich.

Gut aufgelegt hat in der Nacht noch Rolande Garros — so hieß der körperlich sehr engagierte DJ angeblich. Hat einen ziemlich feinen Beat gemixt.

dj-kellerperle

Und dann natürlich Hildegard von Binge Drinking, über deren Bandnamen ein älterer Mann vor der Kellerperlen-Tür fanatisch diskutiert — oder besser gesagt sich aufgeregt. Wie man eine Band nach “Komasaufen” nennen könne, wo doch Millionen von Menschen im Land an Alkoholismus erkrankt sind und dazu noch eine mittelalterliche Mystikerin missbrauchen, und das alles wegen eines billigen Wortwitzes? Das konnte der guten Mann einfach nicht verstehen, darum wollte er auch mit jedem Gast darüber reden.

hildegard-bingedrinking-kellerperle