U&D2018: Das Trio der Duos

Tag drei des Umsonst und Draussen stand dreimal im Zeichen der Zwei. Und diese sechs hatten es echt in sich.

Am Samstag gab es auf dem U&D dann endlich die volle Dröhnung Musik für mich. Mit langer Hose, Hoodie und Jacke — ich bin ja durchaus lernfähig — hab ich mich vor allem im Drinnen-Zelt und an der Immerhin-Bühne herumgetrieben.

Besonders interessant fand ich die Trilogie der Elektro-Pop, -Punk- und -Rock-Duos auf der Drinnen-Bühne.

Zement im Drinnen-Zelt.

Erst die Würzburger Band Zement, die beiden gesangslosen Soundfrickler am Schlagzeug, Gitarre und Synthesizer. Leicht psychodelische Instrumentalmusik, die man auch mögen muss. Ich mag sowas zum Glück, entliche andere Zuhörer im Zelt auch. Und wohl noch nie gab es so viel Applaus für das Herunterdrehen der Synthesizereffekte am Ende des Konzerts, selbst das war eine Show für sich.

Prada Meinhoff auf der Drinnen-Bühne.

Weiter im Zelt mit Prada Meinhoff aus Berlin. Leicht punkiger Elektro-Rock als Duo. Ich hatte vor dem U&D mal rein akustisch in die Band reingehört und die Musik gefiel mir — aber Prada Meinhoff kommen erst live auf der Bühne so richtig zur Geltung. Die rotzige Theatralik in Show und Stimme der Sängerin Chrissi erinnert an die frühe Nina Hagen oder an eine der Humpe-Schwestern (kann mir nie merken, welche welche ist). Und Rene am Bass ist ohnehin ein Erlebnis. Den er spielt zwar auf einer vierseitigen Bass-Gitarre, aber was aus den Lautsprechern wummert und wimmert, ist nicht nicht immer Bass, sondern auch mal eine dreckige E-Gitarre oder weiß der Herr noch für Sounds. Das ging richtig gut rein und ab.
Tolle Konzert, das mit viel Spaß gemacht hat, von einer Band, die ich kaum kannte. Im Nachhinein hab ich bei The Pick ein ganz interessantes Interview mit den beiden gelesen.

Das parallel zu dem Prada-Meinhoff-Konzert das WM-Spiel Deutschland – Schweden stattfand, merkte man auf dem gesamten Festival meinem Empfinden nach ein wenig, aber nicht so sehr, wie ich vorher befürchtete. Die Wege auf dem Festival waren etwa leerer als an einem Samstag in anderen Jahren. Aber das Drinnen-Zelt war beim Auftritt der beiden Berliner nicht proppevoll, aber voll genug.

Hildegard von Binge Drinking auf der Drinnen-Bühne.

Proppevoll brachte das letzte Duo des Abends das Drinnen-Zelt — obwohl das Deutschland-Spiel noch lief. Schon vor zwei Jahren gab Hildegard von Binge Drinking auf dem Umsonst und Draußen ein — wie ich finde — legendäres Konzert unter der Brücke der Deutschen Einheit.  Diesmal durften die beiden Würzburger in ihrer bewährten Nonnen-Tracht auf eine echte Bühne. Matthias Labus haute auf die Trommeln, Daniel Gehret würgte den Synthie und auch einen Nintendo DS (wenn ich das richtig gesehen habe) und jagte seine Stimme — sehr textlastig sind die Hildegardschen Musikstücke eher nicht — gerne mal durch den Vocoder.  Das “Streets of Philadelphia”-Cover zum Abschluss hatte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht, aber der Rest des Konzerte elektrorororockte mich ziemlich.

Bis auf einen kurzen Abstecher zu Nump auf der Draussen-Bühne habe ich den U&D-Samstag vor allem im Drinnen-Zelt verbracht. Und auf der Pallettenbühne des Immerhins. Clitlicker haute da leicht verregnet und mit viel Seifenblasen auf die Kacke, Malm gab ich durchgeknallt wie eh und je auch mal wieder die Bühne.

Es war ein wirklich toller Samstag! 😀

U&D 2018: Ein Kissen voll Wind

Die Schafskälte und ich haben das Umsonst und Draussen am ersten Tag besucht. Und beide hatten wir unseren Spaß.

Den ersten Tag des Umsonst & Draussen 2018 in Würzburg hab ich vor allem verquatscht. Wirklich, ich habe kaum ein Konzert so richtig gehört. Dafür viele Freund und andere liebe Menschen getroffen und über Schönes, Trauriges und Lustiges geredet. Schade um die Musik, aber gut für mich. 🙂

Schöne Abendsonne mit Wind (nicht im Bild).

Das hätte ich noch die ganze Nacht so machen können, bloß gingen mir dann langsam die Textilien aus. Einen Pulli hat ich später schon angezogen, aber Stoff für eine Verlängerung meiner kurzen Hose hatte ich nicht dabei. Es wurde nämlich immer kälter.

Den fast schon penetranten Wind tagsüber konnte ich noch gut aushalten, aber spätestens mit Einbruch der Dunkelheit kam sie, die Schafskälte. Aber das ist kein Drama, sondern nur eine Sache der Kleidung. Und da werde ich heute am Freitag mal nachrüsten.

Der Weg einer Freiheit auf dem U&D 2018.

Ein bisschen Musik habe natürlich schon gehört. Das virtuose Fingerspiel des Michael Diehl an der Draussen-Bühne, ein schöner ruhiger Einstieg ins Festival. Dann eine Prise Cow Of The Camel im windgeschützten Drinnenzelt, Bob Ross Effect und Fia “Wie-oft-kann-ich-das-Wort-Fuck-in-einen-Song-packen” Fiasko auf der Paletten-Bühne des Immerhin (das kleine Festival im Festival ist eh einer meiner liebten Plätze auf dem U&D!) . Und für das Konzert von Der Weg einer Freiheit musste man sich gar nicht in das rappelvolle Drinnen-Zelt quetschen, man hörte auch noch in 50 Meter Entfernung exzellent.

Und nun mache ich mal langsam mal für den U&D-Freitag fertig — Klamotten wechseln! 🙂

Ins U&D geschnuppert und getrunken

Am Donnerstag geht das U&D 2018 los. Und am Mittwoch hab ich mich schon mal ins Festival gequatscht und getrunken.

Heute geht es los, das 31. Umsonst & Draussen-Festival in Würzburg. Der Wind wird wenige Stunden vor Beginn zwar immer stärker, aber solange die Mainwiesen nicht zwei Meter unter Wasser stehen, ist das kein Grund, nicht hinzugehen.

Und meine Freude ist groß — keine Arbeit steht bei mir einem Besuch an allen vier Festivaltagen entgegen. Ich habe Urlaub, auch wenn das ein Fakt ist, das bisher nur als reine Information in meinem Kopf gespeichert ist, nach drei Tagen fühlt es sich noch nicht so an.

Ralf Duggen begrüßt zum “ProOpening” im warmen U&D-Kunstzelt.

Aber vielleicht bringt mich ja das U&D in einen entspannten Urlaubsmodus. Gestern, am Mittwoch, gab es schon einen kleinen Vorgeschmack.

Wie im vergangenen Jahr anlässlich des Jubiläums fand auch in diesem Jahr ein Tag vor dem Beginn des U&D eine kleine Eröffnungsfeier auf dem Gelände statt. Wobei Feier vielleicht das falsche Wort ist. Klar gab es ein paar kurze Reden, aber im Großen und Ganzen war das eine Grillfete für dem Festival verbundenen und gut gelaunten Menschen aus Kultur, Politik, Medien und auch die Förderer des U&D. Ich wurde da wohl in verschiedenen Funktionen eingeladen, darum trank ich auch am meisten. 😉

Die wundervollen Tanzkinder spielten auf.

Ein schöner warmer Abend war das, und eine gute Gelegenheit, mit etlichen Menschen zu quatschen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Oder auch manche besser kennenzulernen. So hab ich erfahren, das Thomas Schulz, der Vorsitzende der Filminitiative Würzburg, eine gemeinsame Vergangenheit mit mir teilt und wir beinahe Zwillinge sein könnten. 😉

Und einen besonderen Dank an Andi von der Kellerperle für das Anfeuern meines Nikotinkonsums an diesem Abend. 🙂

Und jetzt mache ich mich so langsam mal fertig … gleich geht es los mit dem Umsonst & Draussen 2018! 😀

 

WürVar: Gratulation und strümpfiges Ende

Das mit der längsten Varieté-Show hat das WürVar-Team super hinbekommen. Bloß hätte der Abschluss der Mammutveranstaltung besser laufen können.

Ja, jetzt hat das WürVar wirklich Geschichte geschrieben. Die Nonstop-Varieté-Show hat ihr Ziel heute Nacht erreicht — über 100 Stunden lang standen ständig  Künstler auf der Bühne im Kulturkeller des Bürgerbräugeländes, der Weltrekord-Titel wandert — wenn er anerkannt wird — nach Würzburg.

Andy Sauerwein, am zweiten oder dritten Tag.

Super, dass so viele Künstler mit zwei bis zehn Minuten an der Show teilgenommen haben.

Aber der eigentliche Respekt gehört bei mir dem WürVar-Team, das nicht nur die sechs Tage im Dauereinsatz war, sondern schon noch die Tage davor und bestimmt auch noch ein paar Tage danach. Hut ab und schlaft euch jetzt aus!

Eigentlich sollte das WürVar am Sonntag noch auslaufen, von 8 Uhr bis 14 Uhr war noch ein festes Programm geplant. Und da wäre ich auch gerne dazugekommen, das wäre das einzige Mal gewesen, dass ich das WürVar länger als nur ein paar Minuten hätte besuchen können.

Doch als ich so um 10 Uhr in den Livestream schaute, was dort gerade so passiert, waren nur leere Stühle und vor allem eine leere Bühne zu sehen.  Also auf die Webseite geschaut und dann auf die Facebook-Seite.  Nichts zu lesen, dass irgendwas abgesagt worden wäre. Mehr Klarheit brachte ein Beitrag auf der Facebook-Seite der  Band Singvøgel, die eben bei diesem musikalischen Frühschoppen hätten auftreten sollen und wollen.

Tja, wir sind nun leider doch nicht Würvar. :-/Nachdem wir gestern zum Füllen der drohenden nächtlichen Programm-Lücke…

Posted by Singvøgel on Samstag, 25. November 2017

Dass die Musiker nun angepisst sind, kann ich völlig verstehen. Ebenso wie ich verstehen kann, dass das WürVar-Team vielleicht nach dieser Mammutaufgabe völlig platt ist. Das hätte aber allen im Vorfeld klar sein sollen.

Und auch wenn der musikalische Frühschoppen dann vielleicht nicht mehr zu dem Rekordversuch gezählt hätte, wäre es doch ein schöner Abschluss des WürVar gewesen. Doch sang- und klanglos nichts zu machen, fand ich nicht so nett.  Oder zumindest im Programm darauf hinweise, dass der Sonntagsprogramm nach den 100 Stunden nur stattfindet, wenn die Kräfte noch reichen. Aber so ist es — bei allem Respekt vor der und aller Freude über die Leistung — etwas strümpfig geendet.

Beflockter Schnittlauch

Ungewohnt poppig aber gewohnt lustig ging es bei der 32-Jahr-Feier des Immerhin zu

Besten Dank an den beflockten TSV Immerhin, den Ausrichter des Beatabend-Abends, für diesen schönen Abendabend. Es war eine würdige Retro-Geburtstagsfeier des geliebten Bunkers. Könnte aber auch am ersten Asbach-Colo seit mindestens 25 Jahren gelegen haben.

Und einen Dank auch an den Vogel, durch dessen lebensverändernde etymologische Erleuchtung ich nun auch weiß, was Schnittlauch auf Englisch heißt.

Ich weiß immer noch nicht, was ein “Disco-Schorle” ist.
Beatabend-Abend im Immerhin.
Beatabend-Abend im Immerhin
Beatabend-Abend im Immerhin

Zwei hoch fünf Immerhin: Beatabend-Abend und Frei-Apostrophe für alle

Eine meiner Liebling’s-Location’s in Würzburg feiert Geburtstag – im klass’sischen 90’er S’til.

Das altehrwürdige Immerhin feiert mal wieder ein binäres Jubiläum. 25 Jahres ist es nun alt. Die kleinste Konzertbühne in Würzburg, das skurrilste Team, die gesündeste Leckt-uns-am-Arsch-wir-machen-unser-Ding-Einstellung und die flippigsten Partys: Das Immerhin begleitet mich schon seit 23 Jahren, wo immer es gerade zu finden war.

Und darum werde ich wohl auch heute zum Jubiläums-Beatabend-Abend gehen und würdig auf das Immerhin anstoßen. Ausnahmsweise  mal ein Zitat aus der Einladung:

“Die Special’s werde’n atemberaubend’s! Apostrophen bis zum Abwinken, landläufige Drinks, mehrere Biersorten inkl. Pax-Bräu, klassische Turnhallendeko und Classic Rock plus ein paar Ausflüge in Bad-Taste-Regionen. Guter Bad-Taste versteht sich. Ausnahmsweise gibts hier nicht DJs, sondern SUPER DJ’S!
Wie immer bei unseren Motto-Parties seid ihr ein Teil des Events! Also sind alle Outfits willkommen. Wer seine Jugend auf Beatabenden verbringen musste, weiß – Trainingsjacken/Anzüge mit Sportvereinbeflockung! TSV IMMERHIN! Oder schlechte Kirmesjacken mit schwarzen Panthern drauf. Oder Stone-washed Jeans/Jacken/Overalls. Mit Glitzersteinchen-Blumen auf einem Hosenbein. Dieselpullis oder Chiemseepullis und so. Und dann eingehüllt in eine Wolke Pitralon. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Einlass 21 Uhr, Eintritt’s frei, IMMER IMMERHIN!”

 

Mit Hut und ohne Peitsche am Dirigentenpult

Am Sonntagvormittag war im Hofgarten der Würzburger Residenz ein wenig Star Wars- und Indiana-Jones-Feeling geboten.

Ich bin mit den Filmen von Steven Spielberg und Georg Lucas aufgewachsen und kenne daher auch die Werke des Komponisten John Williams, der die Musik zu vielen Streifen der Regisseure beigesteuert hat.

Würzburg Pops Orchestra spielt Musik von John Williams im Hofgarten der Residenz.

Darum hat es mich am Sonntagvormittag auch in den Hofgarten der Residenz gelockt, wo das Würzburg Pops Orchestra Werke von Williams — und Musik aus anderen Filmen — auf der grünen Wiese spielten.

Das hat wirklich Spaß gemacht. Die Zuschauer sammelten sich in den schattigen Bereichen, da die Sonne um die Uhrzeit schon ordentliche runterstach. Das Hobbyorchester spielte natürlich nicht fehlerfrei, die Musik von John Williams ist allerdings stellenweise keine einfache. Dirigent und Arrangeur Joseph Stengel hat seinen Musikern — deren Namen er teilweise gar nicht wusste 😀 — keine leichte Aufgaben gestellt.

Aber was soll’s! Die Musik aus Star Wars (mehrmals), Indiana Jones,  Herr der Ringe, Harry Potter und Findet Nemo kam super an, alle — Musiker und Zuhörer — waren mit viel Spaß dabei, das Ambiente und Wetter war wundervoll und ich bin danach wieder nach Hause — Indiana Jones fröhlich vor mich hin pfeifend. 🙂

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https://www.youtube.com/watch?v=-DJDaM_0a5M

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U&D am Sauheißpurzel – die Musik spielte auf der Garagenbühne

Urlaubszeit ist Festivalzeit. Und da hat es mich in weite Fernen getrieben – nach Karlstadt. Musikalisch hat sich die Reise definitiv gelohnt.

So, jetzt breche ich langsam mal die mir selbst auferlegte Blogpause, die ich mir für den Urlaub vorgenommen — und natürlich nicht ganz durchgehalten — habe.

Am vergangenen Freitag war ich beim Umsonst-und-Draussen-Festival in Karlstadt. Als ich zum letzten Mal dort war, gab es das Würzblog noch gar nicht und ich konnte mich auch kaum noch an das Gelände erinnern.

U&D Karlstadt am Saupurzel.

Erinnern kann ich mich auch jetzt kaum noch daran, dass es an diesem Freitag noch richtig heiß war, da trug der Sommer im Vergleich zu heute noch seinen Namen zu recht. Was auch seine Nachteile hatte. Ich bin mit dem Zug nach Karlstadt gefahren und dann zu Fuß vom Bahnhof zum Saupurzel gelaufen, dem Gelände des Festivals, etwas außerhalb auf einer Anhöhe. Und da hätte ich mir wirklich einen Shuttleservice gewünscht, denn der halbstündige Fußmarsch unter der sengenden Sonne war wirklich kein Spaß.

U&D Karlstadt: Mutabor

Gelohnt hat sich die Mühe. Das U&D in Karlstadt ist ein süßes kleines Festival. Der Freitag stand sehr unter dem Einfluss des Headliners J.B.O., die zum Schluss auf der Hauptbühne auftraten — und mich überhaupt nicht interessierten. Aber die vielen in knallpinke Shirts gekleideten Fans der Band ließen vermuten, dass etliche Besucher extra wegen der Erlanger Band, gekommen waren, die für mich ihren einzigen kleinen Höhepunkt Mitte der 90er Jahre hatte.

Überhaupt muss ich sagen, dass für mich die kleine Garagenbühne der Ort auf dem U&D war, wo die wirklich interessante Musik gespielt wurde. Crossing Borders oder Mutabor auf der Hauptbühne habe ich mir beide mal kurz angehört und fand sie auch ok, aber so richtig gekickt haben sie mich nicht.

U&D Karlstadt: Dryad

Anders auf der Garagenbühne. Jede der vier Bands an diesem Tag haben mich auf ihre Weise begeistert.
Die Würzburger Stonerrock-angehauchten Dryad, die Berliner Astroboys, das Odd Couple als Trio aus Berlin (die jetzt am Wochenende auf dem Herzberg-Festival spielen) und The Picturebooks aus Gütersloh legten wirklich beeindruckende Konzerte auf der kleinen Waldbühne hin.

U&D Karlstadt: The Paperbooks

Gerade The Picturebooks hauten mich weg, das Duo rockte mit kleiner elektronischer Unterstützung einfach dermaßen wuchtig, kraftvoll und mit vollem Körpereinsatz mit Gitarre und Schlagzeug. Wahnsinn! Sänger und Gitarrist Fynn sagte mir nach dem Konzert, dass sie an dem Abend schon für ein Konzert im Immerhin in Würzburg angefragt wurden. Ein Termin steht noch nicht fest, also in der nächsten Zeit mal die Augen aufhalten, das ist schon jetzt eine Konzertempfehlung.

Putzig war das Festival auch in Hinsicht der Organisation. Das Personal am Weinstand war wahnsinnig freundlich und lustig, aber auch ein wenig planlos. Darum durfte man ihnen als Gast auch gerne mal beratend zur Seite stehen, was die Bechergröße oder den Preis — das Weinschorle für zwei Euro, der Wein für drei Euro, auf dem Land ist die Welt noch in Ordnung 😉 –anging.

U&D Karlstadt: Der Stempel für die Hauptbühne.

Witzig für mich, für viele anderen Besucher eher nervig war, dass für den Platz den Hauptbühne plötzlich Stempel verteilt wurden. Den Platz konnte man nur noch über einen Zugang erreichen, eine Security-Mitarbeiterin stempelte im Sekundentakt Handrücken. Warum sie das tat, konnte sie mir nicht so wirklich erklären. Irgendwas, damit nicht zu viele Menschen vor der Bühne sind. So richtig gezählt hat meines Wissens aber niemand, es verließen ja auch ständig bereits gestempelte Leute den Platz und kamen gar nicht wieder. Sinn und Zweck dieser Aktion hat sich mir also nicht erschlossen, außer dass an der “Stempelstation” ein großes Gedränge entstand. Aber war nach ein paar Songs von Mutabur nicht mehr an der großen Bühne, sondern den Rest der Zeit an der Garagenbühne.

Unterm Strich hatte ich einen wirklich schönen Abend auf dem U&D in Karlstadt, der mir einfach Spaß gemacht hat. Und wundersamerweise bin ich sogar mitten in der Nacht noch nach Würzburg zurück gekommen, nachdem ich den letzten Zug verpasst habe. 🙂