• Events,  Gastronomie,  Politik

    Gehrings oder Luisengarten?

    Warum muss sowas immer am Mittwoch stattfinden? Jetzt muss ich mich schon wieder entscheiden, ob ich zum Bloggerstammtisch ins Gehrings gehe oder zum Stadtgespräch über die geplante Linie 6 in den Saalbau Luisengarten. Wo werden vermutlich die Diskussionen auf dem niedrigsten Niveau ablaufen? Wer schon bei einem Bloggerstammtisch war wird behaupten, das dort der absoluten Nullpunkt liegt. Doch wer schon bei Stadtgesprächen oder anderen lokalen Diskussionsabenden war, könnte das Gleiche von diesen Veranstaltungen behaupten. Ich werde wohl den Magen bestimmen lassen …

  • Politik

    Schweigeminuten zur Provinz auf Weltniveau

    In der gestrigen Stadtratssitzung kam auch das die Initiative der Würzburg AG „Provinz auf Weltniveau“ auf die Tagesordnung. Das sah dann so aus, dass Herr Rosenthal – wie erwartet – der Würzburg AG für ihr ehrenamtliches Engagement und die aus der Aktion entstandene Diskussion dankte, er aber keinen Handlungsbedarf sieht. Aus dem Stadtratsplenum kam nicht der Hauch eines Widerspruchs. Der Tagesordnungspunkt dauerte ungefähr drei Minuten. In der heutigen Mainpost wird Dieter Schneider von der Würzburg AG dazu zitiert: „Damit ist das Thema für uns erledigt“, erklärte Dieter Schneider von der Würzburg AG auf Nachfrage. „Ich bin nicht enttäuscht oder beleidigt.“ Aber es wäre eine Chance gewesen, sich mit dem Thema…

  • Kultur,  Politik

    Kuschelrunde

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    Am Mittwochabend war ich bei der Podiumsdiskussion über die Frage, wie mit den Nachkriegsbauten der 50er und 60er Jahre in Würzburg umgegangen werden soll. Nein, halt – Diskussion hätte ja bedeutet, man wäre sich nicht einig gewesen und hätte Argumente ausgetauscht. Aber so war es nicht. Mit viel Mühe hätte man den Abend „Vier gegen Chrisi“ nennen können, denn Denkmalpfleger Fiedler, Chefverschönerer Kummer, Stadtheimatlehrer Steidle und Architektin Scholder waren sich grundsätzlich über die Notwendigkeit der Erhaltung der Nachkriegsbauten einig, einiger „Gegner“ war Stadtbaurat Christian Baumgart, der sich allerdings auch recht harmonisch und diplomatisch gab. Ich weiß gar nicht warum man Frau Scholder eingeladen hat, ein Architekt mit einer Weg-mit-dem-alten-Scheiß-Platz-für-was-Modernes-Einstellung hätte…

  • Events,  Kultur,  Politik

    Ja, was wird denn nun aus dem Nachkriegs-Würzburg?

    Heute schon mal ins Fernsehprogramm geschaut? Nein, ich auch nicht. Aber zur Primetime um 20.15 Uhr kann wohl nichts so Gutes kommen, dass es eine Konkurrenz zur Veranstaltung der VHS in der Mozart-Schule wäre. Dort findet heute nämlich eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Was wird aus dem Nachkriegs-Würzburg?“ statt. Auf dem Podium befinden sich Rembrant Fiedler vom Landesamt für Denkmalpflege, der Stadtbaurat Christian Baumgart, Stadtheimatpfleger Hans Steidle, Stefan Kummer vom Verschönerungsverein und Gabriele Scholder vom Architekturbüro Stadt + Raum Würzburg. Moderieren wird den Abend Eberhard Schellenberger vom BR-Studio Mainfranken. Die einzige mir unbekannte Nummer ist Frau Scholder, aber wenn sie keine radikal-progressive Architektin ist, dann erscheint mir das Podium etwas sehr…

  • Kultur,  Politik,  Wirtschaft

    Das Eis der (Sub)Kultur wird dünner

    Als damals Anfang der 90er im Zivildienst die Entscheidung anstand, wo ich studieren will, da fiel meine Wahl auf Würzburg. Da haben soziale Kriterien eine Rolle gespielt, da haben Angebote der verschiedenen Hochschulen eine Rolle gespielt, aber auch das kulturelle Leben in der Hochschulstadt. Viele Kinos, viele Bühnen, viele Möglichkeiten. Es gab noch das frisch umgezogene AKW!, das Cairo hieß noch Café, beim U&D gab es noch keine Taschenkontrollen, das Filmwochenende fand noch im Corso statt, es gab noch ein gutes Lokalradio W1 – das alles lockte mich zusätzlich nach Würzburg. Das hat sich in den letzten Jahren gewandelt und wandelt sich weiter – nicht zum Guten hin. Die meisten…

  • Events,  Politik

    Während der Wahl, nach der Wahl

    Ich gehöre zu den 75% der Wahlberechtigten in Würzburg, die am heutigen Wahltag noch so richtig in die Wahlkabine gehen. Und das habe ich vorhin auch gemacht. Briefwahl ist keine Alternative für mich. Ich brauche das Wahlerlebnis. In die Josefschule schlappen, die gemalten Bilder in den Gängen anschauen, den Wahlhelfern ein freundlichen Lächeln schenken, zuschauen wie mit meinen Namen und meiner Wahlbenachrichtigung stille Post gespielt wird, Wahlzettel nehmen, in die Wahlkabine gehen, auf den Stuhl setzten und feststellen, dass man in den letzten 30 Jahren deutlich gewachsen ist, Wahlzettel umständlich auseinanderfalten, mit einem blauen ungespitzen Buntstift zwei dicke Kreuze machen, Wahlzettel umständlich zusammenfalten, zur Wahlurne gehen, warten bis die Dame…

  • Politik,  Verkehr

    Eine Stunde mit 50 Minuten

    Da ist Würzburg ja haarscharf an einer kosmischen Katastrophe vorbeigeschrammt, wenigestens nach Meinung einiger Autofahrer. Beinahe hat die WVV bzw. SVG eine Erhöhung der Parkgebühren in den Parkhäusern um 13% durchbekommen, wurde dann doch durch die Mehrheit des Stadtrats gestoppt. Obwohl – die SVG war nicht so doof, wieder eine Erhöhung der Parkgebühren zu versuchen damit sind sie vor zwei Jahren schon mal gescheitert. Nein, diesmal wollten die die Parkdauer von einer Stunde auf 50 Minuten senken. Was für ein genialer Schachzug! Denn so kann man Gelegenheitsparkern mal schnell das Geld für eine zweite Stunde … ähhhh … 50 Minuten aus der Tasche ziehen, denn wer denkt denn schon in…