Der Aufstieg – die s.Oliver Baskets in der ersten Liga!

Laut, actiongeladen, erfolgreich:

Das letzte Spiel der s.Oliver Baskets Würzburg. In der ProA. Ab sofort dann in der Beko BBL.

Vielleicht war ich auch nur zur richtigen Zeit beim richtigen Spiel, beim ‘Endspiel’ gegen die Chemnitz 99er. Wer gewinnt, steigt auf.

Und? Yep, die Baskets haben es geschafft. Der Endstand 77:61 war nur kurz in Gefahr, schon zur Halbzeit hatten die Baskets mit 40:30 die Nase vorn.
Der Anfang ging ein wenig schleppend, Chemnitz kam zwischendrin bis auf 6 Punkte heran, aber keine größere Gefahr für die Baskets.

Jeder Korb war hart umkämpft, der körperliche Einsatz der Spieler soll höher als sonst gewesen sein. Ok, ich hab da ja keine Ahnung von.

Laut eigener Aussage haben die Fans die Mannschaft in die erste Liga getragen.

Kann mir noch kurz einer diesen Brauch erklären:

Auf in die erste Liga! Ihr packt das, Jungs!

Kompletter Spielbericht hier.

Könige des Eiswassers

Update: Das Dreikönigsschwimmen 2011 wurde wegen Blitzeis abgesagt!

Die Heiligen Drei Könige. Sie kommen daher aus dem Morgenland, ich frage mich nur, warum sie nicht laufen, sondern im Main schwimmen. Also morgen am 6. Januar 2011. Denn da ist wieder das traditionelle Dreikönigsschwimmen der DLRG Unterfranken. Zum 30. Mal treffen sich die Neoprenfetischisten und schwimmen von Randersacker bzw. vom Graf-Luckner-Weiher im Main — im, im wahrsten Sinnes des Wortes, eiskalten Main — zur Löwenbrücke.

Wenn heute bis 16.00 Uhr nichts Gegenteiliges zu hören oder lesen ist, hüpfen morgen die Schwimmer um 13.30 Uhr bzw. 14.00 Uhr  ins Wasser und kommen gegen 14.30 Uhr dann an der Löwenbrücke an, wo es immer Tee, Glühwein und heiße Würstchen gibt. Und ich werde es mir wieder halb bewundernd, halb kopfschüttelnd anschauen. Irre! 😉

Sprachschule beim WFV – Fränkisch für Anfänger

Bald beginnt das Wintersemester und etliche Studenten aus aller Herren Länder ziehen nach Würzburg. Doch nicht jeder Zugezogene kommt mit dem unterfränkischen Dialekt zurecht. Glücklicherweise gibt es so praktische Einrichtungen wie den Regionalfußball.

Vordergründig eine Sportveranstaltung, dient so ein Spiel der Bayernliga doch vor allem der Sprachschulung für Neufranken. In einfachen Lektionen kann man dort die Feinheiten und Besonderheiten der Würzburger Variante des Fränkischen lernen und vor allem den Wortschatz deutlich erweitern.

Die Lektionen des gestrigen Spiels Würzbuger FV gegen den SV Heimstetten:

Lektion 1 — Vokablen

Um einer Person die gefühlte Antipathie zu kommunizieren, gibt es das universell einsetzbare Hauptwort “Rammel”, gesprochen “Ramml”. Mit dem Wort wird eine Vetrauensbasis aufgebaut, deswegen wird es niemals in der Form “Sie Rammel, Sie” verwendet, sondern in der in Franken gern verwendeten Du-Form. Intelektuelle, die mit ihrer popkulturellen Bildung glänzen wollen, formen dieses Schweizer Messer im Fränkischen Sprachwerkzeugkasten zu einem “Du Rambo!” um. Bei der Aussprache ist darauf zu achten, dass die Dezibelzahl des Satzes nicht unter 110 abfällt.

Lektion 2 – Das Geschlecht

Gender-Diskussionen gibt es im katholischen Würzburg kaum. Eine Frau ist eine Frau, ein Mann ist ein Mann. Wir waren gestern Zeuge einer Stegreifprüfung im Fränkischen, wo ein Mann über diese Hürde gestolpert ist. Man muss erwähnen, dass die Prüfungsbedingungen deutlich durch die Tatsache erschwert wurden, dass der Schiedsrichter eine Frau, also eine Schiedsrichterin war und es eine weibliche Linienrichterin und einen männlichen Linienrichter gab. So hat sich der Prüfling die mündliche Note durch den Zuruf “Du blöde Kuh!” an den Linienrichter verdorben, die korrekte Anrede wäre “Sechpfosten, blöder!” gewesen. Durch die neutrale Titulierung der Schiedsrichterin als “gelbe Missgeburt” konnte gerade noch ein Durchfallen bei der Prüfung verhindert werden.

Wer wissen will, was uns sprachlich und sportlich bei gestrigen Spiel sonst noch passiert ist, der sich kann das in der Würzmischung #49 anhören, Gast war WFV-Vorsitzender Georg Rosenthal.

s.Oliver Baskets – nur der Name ändert sich

s.Oliver und Basketball hat in Würzburg Tradition.
Schon damals 1997 bis 2004 bei der DJK s.Oliver Würzburg und 2000 bis 2003 als Namenssponsor der Basketball Bundesliga hat sich der Modekonzern aus Rottendorf beim Basketball finanziell beteiligt.

Die frisch in die zweite Liga aufgestiegenen Würzburg Baskets sind in den nächsten 3 Jahren als “s.Oliver Baskets” unterwegs. Der Sponsoring-Vertrag über eine nicht genannte Summe beinhaltet selbstverständlich auch den Aufstieg in die erste Liga, für welche die Hallenkapazität und Ausstattung der s.Oliver-Arena wohl gerade noch so reicht.


J. Bähr (Baskets), W. Reuss (s.Oliver) und K. Heuberger (Baskets) mit dem neuen Trikot vor dem s.Oliver-Headquarter.

Eigentlich ist es so wie früher. Nur ein anderes Management, andere Spieler und eine andere Zeit. 🙂