Kunst am Straßenrand leicht gemacht

Heute im Schnellkurs “Metallskulpturen für Fortgeschritten”: Wie baslte ich eine Figur aus einem Zaun.

Dazu nehme man eine einen gut angehangenen Lkw und eine große Portion Straßenbahn. Man stelle den Laster ungewürzt  neben den Zaun an die Straße und lasse die Straßenbahn fast ungebremst dagegen fahren. Der Lkw wird einen Satz zur Seite machen und — Voilà! — den Zaun in ein formschönes Muster pressen. Auf Wunsch könnte man noch Passanten an die Straße stellen, um dem Ganzen noch etwas Farbe zu verleihen — davon wurde in dem Beispiel aber abgesehen.

Das Kunstwerkt ist auf noch unbestimmte Zeit in der Friedrich-Spee-Straße in der Sanderau zu bewundern, die Ausstellung ist ganztätig geöffnet.

Das ausführliche Rezept gibt es bei der Main-Post zu lesen.

Zaun Zaun Zaun

Drahtesel-Versteigerung am Bahnhof

Ein Fahrrad wäre mal wieder was für mich. Und am Bahnhof in Würzburg kann man bald Günstige erhalten.

Nach mehr als zehn Jahren ohne Fahrrad wäre es vielleicht mal wieder an der Zeit, dass ich mir einen Drahtesel zulege. Und am 25. April 2013 um 10 Uhr wäre die Gelegenheit für mich, so einen alten Bock günstig zu kaufen — die Bahn versteigert am Hauptbahnhof die Fahrräder, die dort in der letzten Zeit “übriggeblieben” und bis zum 19. April nicht abgeholt worden sind.

Fahrradversteigerung

Müll und Fahrräder zwischen denn Sitzen

Straba-Müll
Niemand kann behaupten, sie hätten ihren Abfall nicht aufgeräumt. Außerdem gibt es in der Straba viel zu wenig Mülleimer. Und Fahrradwege. Genau: Mülleimer und Fahrwege gibt es in der Straba viel zu wenig. Darum klemmt man den Müll auch zwischen die Sitze. Zum Glück passt da kein Fahrrad durch.

Uhrzeit statt Minuten

Ich traue mich ja kaum noch das Thema Straßenbahn in Würzburg anzusprechen. Noch weniger die Anzeigetafeln. Das hatte ich ja erst. Und diesmal ist es auch kein wirklicher Aufreger, mehr eine Irritation.

Seit fast einer Woche gibt es keinen Straßenbahnverkehr in die Zellerau mehr, da dort ein Strommast umgefallen ist. Soweit verstehe ich das. Nun fahren hab dem Bahnhof in die Zellerau Busse statt Straßenbahnen. Völlig verständlich, klappt scheinbar auch.

Warum jetzt aber seitdem die Abfahrtzeiten für die Zellerauverbindung nicht mehr in Minuten angezeigt werden, ist mir nicht klar. Jetzt steht nur noch die Uhrzeit angezeigt, wann die Straßenbahn (Sanderau bis zum Bahnhof) oder der Bus (Bahnhof bis Mainausstraße) an der Haltestelle ankommt. Und dafür brauche ich keine hochelektronische Anzeige, da reicht mir der Zettel an der Haltestelle.

Und vor allem kommt man sich dermaßen dämlich vor, wenn man beim Warten wie gewohnt jede Minute zur Anzeige hochschaut — aber an der Ankunftszeit ändert sich nix! 🙂

WSB-Anzeige mit Uhrzeit
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Gibt es närrische Fahrpreise?

Hm. Achtundzwanzig Einzelfahrscheine würden 64,40 Euro kosten. Oder die Narren sind ganz schlau und kaufen fünf Secherkarten für 45 Euro. Vielleicht fahren sie auch nur Kurzstrecke, dann wäre das nur 33,60 Euro. Aber wenn der Würzburger Elferrat oder die Ranzengarde — oder wer immer das sein mag — umsonst Straßenbahn fahren darf, dann erkläre ich den Blogger- und Twitterstammtisch spontan zur Faschingsgilde und fahre auch umsonst. Meinetwegen auch mit einer albernen Uniform.

Bevor die Gemüter zu hoch kochen: Ich habe nicht gesehen, ob sie wirklich in die Straba eingestiegen sind. Es war viel zu kalt, um da fünf Minuten auf die nächste zu warten. Aber die Musikanten haben zumindest den Fahrplan studiert.

Narren an der Haltestelle

Narren an der Haltestelle

Narren an der Haltestelle

Öffentlicher Qualverkehr

Ich bin wirklich gern mit dem ÖPNV unterwegs. Aber diese Woche hat mich die Straßenbahn in Würzburg genervt. Mehrmals. Und kalt war es dazu.

Ich bin wirklich gern mit dem ÖPNV unterwegs. Aber diese Woche hat mich die Straßenbahn in Würzburg genervt.

Fangen wir doch mal mit dem Thema Technik an. Ich will jetzt gar nicht auf die neuen Fahrkartenautomaten eingehen, die öfters nicht funktionieren. Das Ding brauche ich einmal im Monat — Ja, Django hat Monatskarte — und da geht das schon irgendwie.

StrabaanzeigeIch rede von den Anzeigen an manchen Haltenstellen. Am Anfang dachte ich, die Dinger zeigen an, wann die nächste Straßenbahn an der Haltestelle ankommt. Mittlerweile habe ich gelernt, dass die Anzeige lediglich angibt, dass irgendwann man eine Straßenbahn kommen wird. Vermutlich.
Wenn ich hier früh in der Arndtstraße auf die Straba warte, dann wird die Minutenanzeige runtergezählt, bis die betreffende Zeile spöttisch das Blinken anfängt. Minuten lang blinkt das Ding vor sich hin, ohne das eine Bahn auch nur in Sichtweite ist. Wo verspätet sie sich denn großartig, die End- bzw. Starthaltestelle ist 800 Meter weit weg.

Noch schlimmer war es am Mittwoch. Da bin ich am Sanderring aus der Straba vom Heuchelhof ausgestiegen und habe wieder mal der Bahn Richtung Sanderau beim Abfahren zugeschaut. Die nächste Straßenbahn sollte in sechs Minuten kommen — laut Anzeige. Wohlgemerkt, das war gestern. Bei -12 Grad Celcius. Und Wind. Nach Einsteins Spezieller Relativitätstheorie vergeht die Zeit bei hohen Geschwindigkeiten langsamer. Hätte er noch eine Ganz Spezielle Relativitätstheorie nachgelegt, dann hätte er bemerkt, dass der selbe Effekt auch bei niedrigen Temperaturen eintritt.
Noch fünf Minuten, die Fingerkuppen prickeln.
Noch vier Minuten, die Nase läuft.
Noch drei Minuten, die Nase läuft nicht mehr, weil der ganze Rotz festgefroren ist.
Noch zwei Minuten und ich frage mich, ob ich überhaupt nicht eine Nase und Fingerkuppen habe.
Noch eine Minute und ich weiß, dass ich noch Nase und Fingerkuppen habe, weil die beiden beim Nasenertasten aneinandergefroren sind.
Die Anzeige blinkt, die Hoffnung auf Wärme und Wohlbefinden lässt meinen Körper erschauern. Oder ist es die Kälte? Egal, gleich wird alles gut, gleich wird alles warm. Wärme, Wärme, Wär … Moment! Was ist jetzt los? Die Anzeige ist wieder auf zwei Minuten zurückgesprungen. Warum das denn? Ist die Straßenbahn einfach wieder zurückgefahren? Hat der Fahrer etwas an der Haltestelle vorher vergessen und halt das jetzt? Kann doch nicht wahr sein?

Aber das war noch nicht alles für diese Woche …

Die Hoffnung stirbt zuletzt beim Umsteigen

Vom Heuchelhof in die Sanderau mit der Straßenbahn zu fahren, sollte eigentlich ein entspanntes ÖPNV-Vergnügen sein. Aber oft — zu oft — wird es auf den letzten Metern zu einer Adrenalinorgie zwischen Hoffen, Bangen und Ärgern.

Heute Abend ist schon wieder passiert. Ich fahre mit der Straßenbahn 5 vom Heuchelhof nach Hause. Die Straba rollt munter über die Löwenbrücke ohne einen Fußgänger anzufahren — alles war eitel Sonnenschein, und das kurz vor 20 Uhr. Keck legt sich die Bahn in die Kurve zur Haltestelle Sanderring — und ich sehe und ahne schon das Unglück. Die Straba der Linie 4 steht an der Haltestelle in Richtung Sanderau — und genau da will ich auch hin.

Obwohl ich mir aus Erfahrung der Sinnlosigkeit meiner Handlung bewusst bin, versuche ich das Unmöglich möglich zu machen. Ich springe zur Tür, hämmere noch während die Straßenbahn bremst auf den Türöffner ein, quetsche mich durch den Spalt, sobald die Tür aufschwingt und spurte wie bekloppt zur Straba, die noch an der gegenüberliegenden Haltestelle steht. Nach drei Schritten hat sich das “noch” in ein “nicht mehr” verwandelt, denn die Straba tuckert fröhlich und mit hämisch quietschenden Rädern in Richtung meiner Wohnung, nur leider ohne mich. Also bin ich zehn Minuten zu Fuß heimgelaufen, als eine Viertelstunde — oder wäre es noch länger gewesen? — auf die nächste Bahn zu warten.

Ich werde wirklich wahnsinnig! Kann denn die Straba nicht noch 30 Sekunden warten, wenn schon eine Bahn von einer anderen Linie ankommt? An so einem Kreuzungspunkt zweier bzw. mehrerer Linien wäre das absolut sinnvoll. Das wirft doch den Fahrplan nicht durcheinander!  Und der Sanderring ist die erste Möglichkeit in eine andere Linie zu wechseln, wenn man vom Heuchelhof kommt. Aber so fühle ich mich — und andere vermutlich auch, manchmal renne ich auch nicht alleine —  jedesmal völlig verarscht, liebe WVV.

Silvesterfahrplan der WVV gesucht?

Weil’s heute ständig hier im Würzblog gesucht wird: Heute in der Silvesternacht kann man in Würzburg zwischen 22.00 Uhr und Sonnenaufgang kostenlos mit den Straßenbahnen und Bussen der WVV fahren. Welche Busse und Strabas wann wohin fahren, kann man im PDF-Fahrplan der WVV nachlesen.

Also: Autos heute Nacht stehen lassen, wenn man Alkohol getrunken hat. Das gilt eigentlich nicht nur Silvester. Besoffen mit dem Auto fahren finde ich dermaßen Scheiße. Außerdem hab ich morgen Dienst, jeder Unfall macht mir nur mehr Arbeit. Und wer will das schon? Ich auf jeden Fall nicht!