Archiv der Kategorie: Zeuch

Therapeutischer Besuch auf dem Mars

Wie es aussieht, hab ich gerade nur noch Zeit zum Fotografieren, wenn es mit der Gesundheit bergab geht.  Am Sonntag hab ich mit Bronchitis und bösen Nebenhöhlen einen Ausflug zum Steinbruch nach Geroldshausen — das ist im Landkreis Würzburg, hinter Reichenberg — gemacht. Ich dachte, ein wenig Bewegung, Sonne und Tapetenwechsel würden dem Körper gut tun.

Stachliges

Das stimmte auch, wobei ich selbst nach dem nur kleinen Fußmarsch völlig erschöpft und durchgeschwitzt war — ob von der ungewohnten Oktoberhitze oder irgendwelchen fiebrigen Aktionen meines Körper, weiß ich nicht.

So ein Steinbruch ist schon faszinierend. Die verschiedenen Gesteinsarten mit ihren Strukturen, die ganz eigene Pflanzenwelt, die interessante Tierwelt … Moment! Welche Tierwelt? Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass bei der Wärme auf allen Steinen Eidechsen zum Sonne liegen, oder zumindest mit ihren Handtüchern die Plätze reserviert hätte. Aber Pustekuchen.

Flauschiges

Abgesehen von den Pfanzen und ein oder zwei Vögelchen war der Steinbruch sehr unbelebt, das unterstrich aber nur noch seine Exotik. Wenn irgendwann mal die Mars-Landung gefälscht werden soll — hier in Geroldshausen werden dann bestimmt die Filmaufnahmen gemacht. 🙂

Zumindest konnte ich dort niemanden anstecken — von meiner zauberhaften Begleitung mal abgesehen, bei der es schon zu spät war. 😉

Einsames
Kartographisches
Matschiges
Vertrocknetes
Steinblumiges
Gegenlichtiges
Mysteriöses
Winkiges

Zwei hoch fünf Immerhin: Beatabend-Abend und Frei-Apostrophe für alle

Das altehrwürdige Immerhin feiert mal wieder ein binäres Jubiläum. 25 Jahres ist es nun alt. Die kleinste Konzertbühne in Würzburg, das skurrilste Team, die gesündeste Leckt-uns-am-Arsch-wir-machen-unser-Ding-Einstellung und die flippigsten Partys: Das Immerhin begleitet mich schon seit 23 Jahren, wo immer es gerade zu finden war.

Und darum werde ich wohl auch heute zum Jubiläums-Beatabend-Abend gehen und würdig auf das Immerhin anstoßen. Ausnahmsweise  mal ein Zitat aus der Einladung:

“Die Special’s werde’n atemberaubend’s! Apostrophen bis zum Abwinken, landläufige Drinks, mehrere Biersorten inkl. Pax-Bräu, klassische Turnhallendeko und Classic Rock plus ein paar Ausflüge in Bad-Taste-Regionen. Guter Bad-Taste versteht sich. Ausnahmsweise gibts hier nicht DJs, sondern SUPER DJ’S!
Wie immer bei unseren Motto-Parties seid ihr ein Teil des Events! Also sind alle Outfits willkommen. Wer seine Jugend auf Beatabenden verbringen musste, weiß – Trainingsjacken/Anzüge mit Sportvereinbeflockung! TSV IMMERHIN! Oder schlechte Kirmesjacken mit schwarzen Panthern drauf. Oder Stone-washed Jeans/Jacken/Overalls. Mit Glitzersteinchen-Blumen auf einem Hosenbein. Dieselpullis oder Chiemseepullis und so. Und dann eingehüllt in eine Wolke Pitralon. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Einlass 21 Uhr, Eintritt’s frei, IMMER IMMERHIN!”

 

Fotografisch angeherbstet

Ich hatte so einen langen und guten Lauf — doch diese Woche hat es mich wieder gerissen und ich lag mit Grippe und Mandelentzündung im Bett. Langsam geht es wieder besser und heute hab ich mich bei dem schönen Wetter mal auf einen kleinen therapeutischen Spaziergang durch Würzburg gemacht — mit Foto.

Grasflasche

Ein wenig überrascht war ich. Ich dachte, es ist draußen viel herbstlicher und ich hatte mich wie bei der Fotosafari damals mit Hazamel auf eine Orgie in Rot, Braun und Orange eingestellt (das war aber auch viel später im Jahr). Aber irgendwie sah es unten am Main noch vorwiegend grün aus, bunte Herbstfarben musst ich fast schon suchen, da hab ich jahreszeitlich wohl einfach verschätzt.

Lensflares!

Aber egal. Das Wetter war gut zum Fotografieren und mit einer kleinen Pause — der Kreislauf ist nach den paar Tagen Dauerruhe noch nicht so in Schwung — kamen doch ein paar nette Bilder zusammen.

Schattenspiel am Sebastian-Kneipp-Steg in Schwarzweiß (nachbearbeitet)

Bloggertreffen auf dem Stramu, immerhin ausnahmsweise

Das wird ein wilder Ritt beim Herbstbloggertreffen am Samstag. Alles wird anders!

Aber fangen wir mal mit dem an, das sich nicht ändern wird:

  1. Am 9.9. ist wie in jedem Jahr Bloggertreffen in Würzburg.
  2. Eingeladen sind alle Blogger und Blogleser rund um Würzburg
  3.  … ähhhhh … das war eigentlich schon, was gleich bleibt 😀

Denn das Treffen wird zum ersten mal nach sieben Jahren nicht im Gehrings in der Neubaustraße. Robert, unser Wirt der Herzen, Lebern und Milzen und Meister der gepflegten Unfreundlichkeit macht einen angeblich verdienten Urlaub zu dieser Zeit.
Dazu kommt, dass wie so oft am Tag des Bloggertreffens das Stramu in Würzburg stattfindet.

Digitale Schnitzeljagd auf dem Stramu

Also: Chancen finden und nutzen! Das heißt, das Bloggertreffen wird auf dem Stramu in der Innenstadt abgehalten. Treffpunkt ist um 18.30 Uhr an der Bar/Eiscafé D.O.C am Anfang der Augustinerstraße. Ja, das ist zum einen mein Stammcafé, zum anderen wird da aber auch keine gigantische Menschenmenge sein, um eine Band zu hören. Von da aus ziehen wir einfach gemeinsam durch das Stramu und frönen ein wenig der Straßenmusik und -kunst. Genug Trinkpausen werden natürlich auch gemacht. 🙂

Aber was machen diejenigen, die erst später dazu stoßen wollen? Sehr gute Frage! Verrückterweise nutzen wir Blogger doch mal moderne Technik. Ich werde meinen Standort die ganze Zeit über die Glympse-App freigeben, sofern das Funknetz, die GPS-Satelliten und der Akku (Powerbank nehme ich aber mit) mitspielen. Den Link, unter dem ihr im Browser eures Smartphones meinen aktuellen Standort sehen könnt (die Glympse-App braucht ihr nicht), poste ich dann auf wuerzblog.de und auf den Würzblog-Accounts auf Facebook, Twitter und Instagram.

Was wenn es regnet? Dann treffen wir uns trotzdem im D.O.C — und schauen dann spontan, was wir wo machen.

Nach dem Stramu ist mittem im Bloggertreffen

Meine Idee wäre, dass wir vielleicht so bis 22 Uhr auf dem Stramu rumstreunen und uns dann irgendwohin verkrümeln und was trinken. Und meine weitere Idee wäre, dass wir dann das Immerhin unter der Posthalle heimsuchen. Denn wenn schon anders, dann auch richtig. Obwohl — so anders wäre das gar nicht. Zumindest die Überlebenden der ersten Würzburger Bloggergeneration wie Rööö und Tanky könnten sich daran erinnern, dass wir schon seeeeeehr nette Bloggertreffen im Immerhin hatten, wenn auch an anderer Stelle. Außerdem soll es ja wirklich noch Menschen geben, die noch nie im Immerhin waren. Das wäre die Gelegenheit, eine existenzielle Lücke in der Persönlichkeitsentwicklung zu stopfen. 😉

Aber das können wir noch spontan vor Ort entscheiden. Für die Nachzügler gilt dann nach wie vor: WürzblogFacebook, Twitter und Instagram checken.

Klassenbuch

Wie immer gibt es zum Treffen auch eine Veranstaltungsseite auf Facebook, sein Kommen, Fernbleiben oder die eigene Wankelmütigkeit darf man gern unverbindlich hier in den Kommentaren hinterlassen.

Es kommen

Es kommen vielleicht

Es kommen nicht

 

U&D 2017 – Vorfeier und Nachzahlen

Bevor das 30. Umsonst & Draussen-Festival in Würzburg am Donnerstag losgeht, ging Umsonst & Draussen am Mittwoch los. Zumindest für einen erlesenen Kreis, zu dem ich in letzter Minute auch noch auserkoren wurde. Das runde Jubiläum des Festivals wurde mit einem Mini-Fest gefeiert.

Vegetarische Wraps

Ein bisschen scheiße kam ich mir ja schon vor. Außerhalb des Kunstzelts wurde noch geackert, geschwitzt und geschuftet, um die die letzten Arbeiten fertigzustellen, damit das U&D am Freitag beginnen kann. Und in und vor dem Kunstzelt gab es Sekt, Bier, Ciabattawürste (mein neues liebstes Wort in Fränkisch: Dschabbawoschd. Das zehnmal hintereinander sagen mag immer gute Laune und pflegt die Lippen) und vegane Wraps.

Ungewöhnlich hohe Politikprominenz hat sich da im Zelt versammelt. MdL Bärbel Stamm, MdL Oli Jörg, MdB Paul Lehrieder — aber die CSU/CDU ist ja bekannt als von Rock oder Punk oder alternativer Kultur.

Umsonst & Draussen 30-Jahre-Feier: Ein Teil der U&D-Macher

Und natürlich wurden auch Reden geschwungen. Aber ich muss zugeben — so schlimm waren die gar nicht. Es wurde kein großer Blödsinn erzählt in noch allzu langer Zeit gelabert, zwischendurch stellten sich U&D-Vereinsmitglieder vor und die junge Band Chapter 5 durfte ein paar Songs spielen. Und Christian Schuchardt spendierte dem U&D-Verein noch zu Feier des Tages die Ehrenmedallie des Oberbürgermeisters — oder war es die Kulturmedallie? Egal, das U&D bekam eine Scheibe in die Hand gedrückt und alle freuten sich, das reicht mir. (Das kommt davon, wenn man lieber mit Hazamel schwätzt).

Zum 30. U&D gibt es ein Fördermitglied mehr.
Zum 30. U&D gibt es ein Fördermitglied mehr – mich. (Foto: Rööö)

Ich kann nicht behaupten, dass ich seit 30 Jahren das U&D in Würzburg besuche. Aber es müssen 23 Jahre sein, soweit ich mich erinnern kann. Seit ich 1994 nach Würzburg gezogen bin, war ich als Besucher auf den Mainwiesen dabei. Und das Festival mittlerweile Teil meinen persönlichen Biorhythmus. Etwa zu Zeit der Sonnwende will mein Körper und Geist seine konzentrierte Dosis an Musik, Kultur, Spaß und Leute.

Dass ich als Besucher das Festival nicht unterstützt habe, kann wohl keiner von mir behaupten. Ich habe es in jeden Jahr ins persönliche Plus gesoffen, viel Wein und hin und wieder auch mal ein Wasser oder einen Kaffee waren mein Mittel zum guten Zweck.

Aber nach 30 Jahren ist es mal Zeit für mich, meine Liebe (obwohl ich durchaus oft was zu kritisieren habe) zum U&D mal anders auszudrücken. Und das hab ich gestern endlich gemacht. Seit dem 14. Juni 2017, 21.20 Uhr, bin ich Fördermitglied des Umsonst-und-Draussen-Vereins. Die 50 Euro im Jahr sind mir das wert. Und vielleicht kann ich als nicht stimmberechtigtes Mitglied mal erwirken, dass das “Draussen” endlich sein scharfes S bekommt.