Kutterzeit in Kürze

Saisonales ist schön, weil es nicht immer da ist. Um so schöner, wenn die Saison wieder beginnt. Und die Kutter-Saison in Würzburg steht wohl kurz vor der Tür.

Am oder um den Karfreitag muss der Kutter — oder genauer: die Fischbar zum Krebs — wieder am Mainkai in Würzburg vor Anker gegangen sein. Laut Facebook haben sie vor, am Freitag, 7. April, wieder zu eröffnen.

Das heißt, wenn das Wetter nur ein wenig Einsehen und Mitleid hat, beginnt ab nächsten Wochenende bis hoffentlich in den Oktober rein die Kutterzeit in Würzburg. Das heißt auch, das es für mich bald wieder wundervolle Abende auf oder vor dem Kutter geben wird, mit einem — oder auch mal mehreren — Weinschorle, gelegentlichen Fischbrötchen und besten Blick auf dem Main.

Ich freue mich schon.

Zum Post auf Facebook: https://www.facebook.com/FischbarZumKrebs/posts/1603617749742884

Verschobene Literaten auf dem Balkon über den Weinbergen

Auf seine Weinberge ist Würzburg ja stolz. So stolz, dass vier altgediente Schriftsteller dafür zerhackt Werbung machen müssen.

Obwohl der Karfreitag nicht ganz die hohen Erwartungen erfüllt hat, die der Wetterbericht in den vergangenen Tagen geschürt hat, war es doch ein schöner Tag. So schön, dass ich mal einen kleinen Ausflug zum neuen “Literaturbalkon” am Bismarckswäldchen gemacht habe.

Das Viertelmillionen-Euro-Projekt ist der neueste der Weintourismus-Punkte in Unterfranken, die auf den für mich eher blöden und für den gemeinen Franken eher schwer auszusprechenden Namen  “Terroir f” hören.

An dem sogenannten “Literaturbalkon” geht es um Wein und … genau, Literatur. Vier Schriftsteller haben irgendwas zum Würzburger Wein geschrieben, zu deren Ehren wurden ihr Abbild in Stücke gehackt und je auf einer Seite der 13 Säulen gedruckt. Nur einer dieser Literaten war ein echter Würzburger, nämlich Leonhard Frank. Minnesänger Walther von der Vogelweide wurde ist eventuell möglicherweise in Würzburg vielleicht begraben. Und Herrmann Hesse und Johann Wolfgang von Goethe waren halt mal hier zu Besuch und haben einen oder zwei Schoppen getrunken.

Leonhard Frank auf den Stelen des Literaturbalkons.

“Ganz nett” hab ich mir beim Besuch des Literaturbalkons gedacht. Die Aussicht ist toll, aber das war sie auf dem ganzen Weg dahin auch schon, irgendwie haben Weinberge das oft so an sich.

So richtig konnte ich mich mit dem Würzburger “magischen Punkt” für den Wein nicht so anfreunden, so richtig integriert er sich für mich nicht in den Würzburger Stein und ist so unmagisch wie ein Zauberstab aus Ohrenschmalz. Halt ein thematischer Aussichtspunkt.

Allerdings kann ich mich noch viel weniger so darüber aufregen, wie das manch anderer Würzburger tut. Klar, knapp die Hälfte dieser Installation wurde aus Gelder des Freistaats Bayern bezahlt, also von Steuergeldern — und von denen werden leider viele weitaus sinnloser verschwendet. Den Rest hat der Stein-Wein-Pfad-Verein gezahlt, also vor allem Weingüter, Gastronomie und Tourismus.Und der Literaturbalkon stört nun wirklich nicht so sehr das Bild des Würzburger Stein, das im Grunde ja ein landwirtschaftliches Gebiet ist.

Wer da immer noch nur bei dem Gedanken an den Literaturbalkon aggressive Wallungen bekommt, sollte sich vielleicht den Satz Goethes zu Herzen nehmen:

“Für Sorgen sorgt das liebe Leben,
Und Sorgenbrecher sind die Reben.”

Prost.

Der Null-Stunden-Podcast

Heimtückisch und heftig kam sie und machte die Podcast-Pläne zunichte – die Grippe.

So schnell geht’s! Einmal kurz ins Bett gelegt und schon sind alle Pläne dahin.

So tapfer ich mich auch in den vergangenen Wochen gegen die Grippe gewehrt habe, teilweise als einsamer Kämpfer auf einem verseuchten Schlachtfeld, nun hat sie mich hinterrücks und heimtückisch mitten in der Nacht doch erwischt.

Schlimm genug, aber damit entfällt der 24-Stunden-Podcast von Freitag auf Samstag. Leicht ist mir die Entscheidung nicht gefallen, denn damit trete ich auch erst mal viele, viele Stunden Vorbereitung in die Tonne.

Ich danke schon mal all den Gästen, die zugesagt haben (manche spontan noch gestern Nacht), und ganz besonders den ehrenhaften Helden, die sich für “Fast-zu-jeder-Uhrzeit-im-Notfall-einspringen” gemeldet haben.

Irgendeinen Ersatz-Podcast wird es geben, seien es viele einzelne Episoden oder doch einen neuen 24-Stunden-Podcast.

WüPod016 Gründen in Würzburg

Da will man nur sein eigenes kleines Unternehmen ins Leben rufen und innerhalb von einem Jahr zehn Millionen Euro verdienen, und schon muss man sich mit Begriffen wie Gründer, Start-ups, Business Angel oder Venture Capital auseinandersetzen.

Unterstützung beim Gründen — meist sind die Ziele der kleinen Unternehmen finanziell doch eine Nummer kleiner — gibt es in Würzburg zum Beispiel durch  Initiative Gründen@Würzburg. Der Wirtschaftsanwalt Carsten Lexa hat dieses Austausch- und Beratungsnetzwerk mit ins Lebens gerufen.

Wie es zu Gründen@Würzburg kam, welche Hilfe dort jungen Gründern angeboten werden kann, was bei einer Gründung falsch laufen und wie man es besser machen kann und wie Würzburg ein El Dorado für Gründer werden könnte — das erzählt Carsten im Würzblog-Podcast #16. Aus Gründen.

Dauer der Episode: 0:46:42

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Shownotes

Neuer Podcast: Die Rufbereitschaft der Notaufnahmeschwester

Die Notausnahmeschwester kann nicht nur schreiben, sondern auch reden. Und das kann man sich jetzt anhören.

Beim Bloggertreffen am Weihnachtsmarkt haben wir noch darüber gequatscht, die Notaufnahmeschwester hat nicht lange gefackelt mit ihren eigenen Podcast gleich mal den ersten Vorsatz für das neue Jahr umgesetzt.

Schön, dass es einen weiteren Podcast in Würzburg gibt. Hau rein, Schwesti! 🙂

Eine interessante und unterhaltsame erste Folge der Rufbereitschaft hat die Notaufnahmeschwester da produziert, mit der wundervollen Hebamme Yasmin als Gast.

https://soundcloud.com/user-77187698/die-rufbereitschaft-der-poscast-der-notaufnahmeschwester

In der Schlangengruber

Wer glaubt, am Weihnachtsmarkt in Würzburg müsse man nur für Glühwein lange anstehen, konnte sich am Samstag eines anderen belehren lassen.

Samstagsvormittags laufe ich über den Würzburger Marktplatz. Die Buden des Weihnachtsmarkts hatten noch nicht geöffnet, die Marktleute bereiteten sie aber schon so langsam auf den langen Tag vor.

Für einen Adventssamstag war nicht so viel los auf dem Marktplatz. Bis ich vom Unteren Markt am Schönborn entlang auf den Oberen Markt gehe. In der Gasse vor mir, zwischen Häuserwand und der ersten Budenreihe, sehe ich weiter vorne eine Menschentraube.

“Ah”, denke ich mir, “da wir wohl der erste Glühweinstand schon geöffnet haben.” Ich gehe ein Stück weiter und erkenne, dass das keine Menschentraube, sondern eine Menschenschlange ist.  Und zwar ein lange Schlange. Wird am Ende irgendwo auf dem Weihnachtsmarkt richtig guter Glühwein ausgeschenkt?

Anstehen für Karten für Monika Gruber im CCW – nur ein Ausschnitt der langen Schlange.

Mittlerweile ist mir das Ausmaß der Schlange klar geworden. Sie reicht vom Falkenhaus quer über den Marktplatz bis etwas zu Apotheke, dann senkrecht hoch bis zu den Straßebahnschienen, an denen sie noch etwa zehn Meter weiter weiter Richtung Dom reicht — und dort immer weiter wuchs.

Jetzt musste ich doch mal eine Frau in der Schlange fragen, warum sie dort ansteht. “In der Touristeninformation werden ab 10 Uhr Karten für Monika Gruber verkauft.”

Aha. Monika Gruber. Die Kabarettistin. Nicht dass ich etwas gegen Monika Gruber hätte. Genauso wenig, wie ich für Monika Gruber habe. Aber ich muss wohl etwas Entscheidendes in Frau Grubers Karriere verpasst haben. Zumindest den Teil, wie sie es auf einmal geschafft hat, mehrere hunderte Menschen dazu zu bringen, sich an einem Samstagvormittag bei einer Saukälte ewig lange für Karten für ihre Vorstellung im CCW anzustellen.

Die Theorie mit dem richtig guten Glühwein fand ich irgendwie besser.

 

WüPod014 Podcast über Podcasts bei der SMBL

Am Dienstag war ich zur Social Media Business Lounge in Würzburg eingeladen. Etwas kurzfristig, da jemand abgesagt hatte. Und da habe ich mich an der Wahnsinnsaufgabe versucht, etwas über Podcasts im Allgemeinen und meine beiden eigenen zu erzählen.

Das Garten Fräulein erzählt etwas von ihrem Weg von der Hobbybloggerin zum Profi.
Das Garten Fräulein erzählt etwas bei der SMBL von ihrem Weg von der Hobbybloggerin zum Profi.

Meine Vorbereitungszeit auf diesen Vortrag war kürzer als geplant, und so konnte ich noch so schnell reden — mehr als ganz, ganz grob anreißen konnte ich das alles nicht. Leider ist darum vieles sehr verkürzt, viele Halbwahrheit die genauerer Erklärung bedürften und viele inhaltliche Lücken. War leider nicht zu ändern, das Garten Fräulein als zweite Referentin ruckelte — völlig zu recht — schon unruhig auf ihrem Stuhl in der ersten Reihe vor mir herum. 😀

Ich hätte den Gästen gewünscht, sie hätten währenddessen in meinen Kopf schauen können — parallel zu reden habe ich ständig überlegt, was ich noch erwähne, was ich weg lasse und alles ständig umgeworfen. Dafür war es gar nicht so schlecht! 😉

Einige spannende Themen musste ich ganz streichen, doch auf ein paar davon habe ich dann noch mit den Besucher nach dem den zweiten Vortrag vom wundervollen Garten Fräulein quatschen können.

Und natürlich gibt es auch einen Podcast zur SMBL-Session über Podcasts, so richtig “Meta”! 😀 Ganz podcast-konform war mein Kurzvortrag nicht, ich habe vor allem zu den Zuschauern in Raum gesprochen und auf einer kleinen Präsentation in paar Dinge gezeigt, die jetzt vielleicht im Audiopodcast nicht so rüber kommen. Sorry. 🙂

Dauer der Episode: 0:24:37

Veröffentlicht von Ralf Thees unter der Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Germany License-Lizenz.

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Shownotes

… werden nachgereicht, muss erst mal zur Arbeit 🙂

Danke an das Garten Fräulein für das Bild von mir. 🙂