Schneeweißchen

Fotoshooting mit einem Snowtrooper – das kann man auch nur an einem heißen Sommertag in Hermkes Romanboutique machen. 🙂

An einem wundervoll warmen und sonnigen Freitagnachmittag kann man kaum etwas Schöneres machen, als die Zeit in einem engen Comicladen zu verbringen. Also hab ich genau das gemacht.

Emilio Laiso bei Signieren und Zeichnen in Hermkes Romanboutique.
Emilio Laiso bei Signieren und Zeichnen in Hermkes Romanboutique.

Einen wirklichen Grund, Hermkes Romanboutique zu besuchen, brauche ich eigentlich nicht, der Laden ist immer eine Reise wert.

Aber am vergangenen Freitag war dort wieder mal ein Comiczeichner in Würzburg zu Gast, diesmal Emilio Laiso (hier sein altes Tumblr-Blog). Der Italiener zeichnet für Marvel, unter anderem ist er für die Comic-Adaption von Rogue One: A Star Wars Story mitverantwortlich..

Snowtrooper HZML 2906 (links) und Marvel-Zeichner Emilio Laiso.
Snowtrooper HZML 2906 (links) und Marvel-Zeichner Emilio Laiso.

Die Schlange der Fans, die von Emilio eine signierte Zeichnung haben wollten, war lang. Zu lang für mich und meine Schlangenphobie. Ich hab nur ein wenig mit den Leute gequatscht. Vor allem mit Hazamel, der in vollem Snowtrooper-Outfit — ihr erinnert euch, die imperialen Soldaten auf dem Eisplaneten Hoth in “Das Imperium schlägt zurück”? Ich hätte an dem Tag doch eher ein Beachtrooper-Outfit mit Kampfshorts und Kevlar-T-Shirt vorgezogen, aber Hazamel zog das Ganze tapfer und mit summendem Lüfter im Helm durch.

Faszinierend, wie ausdrucksstark so ein Snowtrooper doch sein kann.

Fröhlicher Snowtrooper.
Wütender Snowtrooper.
Sexy Snowtrooper.
Trauriger Snowtrooper.
Wie schön, Frieden zwischen der dunklen und der hellen Seite, ein Snowtrooper und ein Jedi tauschen Zärtlichkeiten aus. Die Galaxie atmet auf.

U&D2018: Das Trio der Duos

Tag drei des Umsonst und Draussen stand dreimal im Zeichen der Zwei. Und diese sechs hatten es echt in sich.

Am Samstag gab es auf dem U&D dann endlich die volle Dröhnung Musik für mich. Mit langer Hose, Hoodie und Jacke — ich bin ja durchaus lernfähig — hab ich mich vor allem im Drinnen-Zelt und an der Immerhin-Bühne herumgetrieben.

Besonders interessant fand ich die Trilogie der Elektro-Pop, -Punk- und -Rock-Duos auf der Drinnen-Bühne.

Zement im Drinnen-Zelt.

Erst die Würzburger Band Zement, die beiden gesangslosen Soundfrickler am Schlagzeug, Gitarre und Synthesizer. Leicht psychodelische Instrumentalmusik, die man auch mögen muss. Ich mag sowas zum Glück, entliche andere Zuhörer im Zelt auch. Und wohl noch nie gab es so viel Applaus für das Herunterdrehen der Synthesizereffekte am Ende des Konzerts, selbst das war eine Show für sich.

Prada Meinhoff auf der Drinnen-Bühne.

Weiter im Zelt mit Prada Meinhoff aus Berlin. Leicht punkiger Elektro-Rock als Duo. Ich hatte vor dem U&D mal rein akustisch in die Band reingehört und die Musik gefiel mir — aber Prada Meinhoff kommen erst live auf der Bühne so richtig zur Geltung. Die rotzige Theatralik in Show und Stimme der Sängerin Chrissi erinnert an die frühe Nina Hagen oder an eine der Humpe-Schwestern (kann mir nie merken, welche welche ist). Und Rene am Bass ist ohnehin ein Erlebnis. Den er spielt zwar auf einer vierseitigen Bass-Gitarre, aber was aus den Lautsprechern wummert und wimmert, ist nicht nicht immer Bass, sondern auch mal eine dreckige E-Gitarre oder weiß der Herr noch für Sounds. Das ging richtig gut rein und ab.
Tolle Konzert, das mit viel Spaß gemacht hat, von einer Band, die ich kaum kannte. Im Nachhinein hab ich bei The Pick ein ganz interessantes Interview mit den beiden gelesen.

Das parallel zu dem Prada-Meinhoff-Konzert das WM-Spiel Deutschland – Schweden stattfand, merkte man auf dem gesamten Festival meinem Empfinden nach ein wenig, aber nicht so sehr, wie ich vorher befürchtete. Die Wege auf dem Festival waren etwa leerer als an einem Samstag in anderen Jahren. Aber das Drinnen-Zelt war beim Auftritt der beiden Berliner nicht proppevoll, aber voll genug.

Hildegard von Binge Drinking auf der Drinnen-Bühne.

Proppevoll brachte das letzte Duo des Abends das Drinnen-Zelt — obwohl das Deutschland-Spiel noch lief. Schon vor zwei Jahren gab Hildegard von Binge Drinking auf dem Umsonst und Draußen ein — wie ich finde — legendäres Konzert unter der Brücke der Deutschen Einheit.  Diesmal durften die beiden Würzburger in ihrer bewährten Nonnen-Tracht auf eine echte Bühne. Matthias Labus haute auf die Trommeln, Daniel Gehret würgte den Synthie und auch einen Nintendo DS (wenn ich das richtig gesehen habe) und jagte seine Stimme — sehr textlastig sind die Hildegardschen Musikstücke eher nicht — gerne mal durch den Vocoder.  Das “Streets of Philadelphia”-Cover zum Abschluss hatte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht, aber der Rest des Konzerte elektrorororockte mich ziemlich.

Bis auf einen kurzen Abstecher zu Nump auf der Draussen-Bühne habe ich den U&D-Samstag vor allem im Drinnen-Zelt verbracht. Und auf der Pallettenbühne des Immerhins. Clitlicker haute da leicht verregnet und mit viel Seifenblasen auf die Kacke, Malm gab ich durchgeknallt wie eh und je auch mal wieder die Bühne.

Es war ein wirklich toller Samstag! 😀

U&D 2018: Bestens geschwänzt

Manchmal liebe ich es, wenn ein Plan nicht funktioniert.

“Ich werde aber leider nur kurz vorbeikommen können, ich will noch aufs Umsonst & Draussen.” Ich wurde nicht müde, dass im Vorfeld schon mal kund zu tun, immer wenn ich auch die Terrassenparty am Freitag angesprochen wurde. Und genau so hatte ich das vor. Um 18 Uhr zur Party gehen und mich eine Stunde später  in Richtung Mainwiesen aufmachen.

Die Crash Kids rocken mit Akkordeon-Unterstützung.

Natürlich kam alles anders. Bei der Party war es so chillig und lustig, dass die Zeit zum Aufbruch immer weiter nach hinten geschoben wurde. Und als dann noch die Crash Kids zu einem Konzert auf der Terrasse auftauchten und noch eine Akkordeon-Besetzung im Schlepptau hatten, war es um meinen Plan endgültig geschehen. Müßig zu erwähnen, dass der Auftritt von Instant Voodoo Kit das Ganze nicht besser machten. 😉

Manchmal liebe ich es, wenn ein Plan nicht funktioniert. 😀

Dass ich dadurch verpasst hatte, dass hirnlose Hooligans für Wallung auf dem U&D sorgten, ist nicht schlimm. Schlimm ist, dass es solche Arschgeigen überhaupt gibt.

U&D 2018: Ein Kissen voll Wind

Die Schafskälte und ich haben das Umsonst und Draussen am ersten Tag besucht. Und beide hatten wir unseren Spaß.

Den ersten Tag des Umsonst & Draussen 2018 in Würzburg hab ich vor allem verquatscht. Wirklich, ich habe kaum ein Konzert so richtig gehört. Dafür viele Freund und andere liebe Menschen getroffen und über Schönes, Trauriges und Lustiges geredet. Schade um die Musik, aber gut für mich. 🙂

Schöne Abendsonne mit Wind (nicht im Bild).

Das hätte ich noch die ganze Nacht so machen können, bloß gingen mir dann langsam die Textilien aus. Einen Pulli hat ich später schon angezogen, aber Stoff für eine Verlängerung meiner kurzen Hose hatte ich nicht dabei. Es wurde nämlich immer kälter.

Den fast schon penetranten Wind tagsüber konnte ich noch gut aushalten, aber spätestens mit Einbruch der Dunkelheit kam sie, die Schafskälte. Aber das ist kein Drama, sondern nur eine Sache der Kleidung. Und da werde ich heute am Freitag mal nachrüsten.

Der Weg einer Freiheit auf dem U&D 2018.

Ein bisschen Musik habe natürlich schon gehört. Das virtuose Fingerspiel des Michael Diehl an der Draussen-Bühne, ein schöner ruhiger Einstieg ins Festival. Dann eine Prise Cow Of The Camel im windgeschützten Drinnenzelt, Bob Ross Effect und Fia “Wie-oft-kann-ich-das-Wort-Fuck-in-einen-Song-packen” Fiasko auf der Paletten-Bühne des Immerhin (das kleine Festival im Festival ist eh einer meiner liebten Plätze auf dem U&D!) . Und für das Konzert von Der Weg einer Freiheit musste man sich gar nicht in das rappelvolle Drinnen-Zelt quetschen, man hörte auch noch in 50 Meter Entfernung exzellent.

Und nun mache ich mal langsam mal für den U&D-Freitag fertig — Klamotten wechseln! 🙂

Ins U&D geschnuppert und getrunken

Am Donnerstag geht das U&D 2018 los. Und am Mittwoch hab ich mich schon mal ins Festival gequatscht und getrunken.

Heute geht es los, das 31. Umsonst & Draussen-Festival in Würzburg. Der Wind wird wenige Stunden vor Beginn zwar immer stärker, aber solange die Mainwiesen nicht zwei Meter unter Wasser stehen, ist das kein Grund, nicht hinzugehen.

Und meine Freude ist groß — keine Arbeit steht bei mir einem Besuch an allen vier Festivaltagen entgegen. Ich habe Urlaub, auch wenn das ein Fakt ist, das bisher nur als reine Information in meinem Kopf gespeichert ist, nach drei Tagen fühlt es sich noch nicht so an.

Ralf Duggen begrüßt zum “ProOpening” im warmen U&D-Kunstzelt.

Aber vielleicht bringt mich ja das U&D in einen entspannten Urlaubsmodus. Gestern, am Mittwoch, gab es schon einen kleinen Vorgeschmack.

Wie im vergangenen Jahr anlässlich des Jubiläums fand auch in diesem Jahr ein Tag vor dem Beginn des U&D eine kleine Eröffnungsfeier auf dem Gelände statt. Wobei Feier vielleicht das falsche Wort ist. Klar gab es ein paar kurze Reden, aber im Großen und Ganzen war das eine Grillfete für dem Festival verbundenen und gut gelaunten Menschen aus Kultur, Politik, Medien und auch die Förderer des U&D. Ich wurde da wohl in verschiedenen Funktionen eingeladen, darum trank ich auch am meisten. 😉

Die wundervollen Tanzkinder spielten auf.

Ein schöner warmer Abend war das, und eine gute Gelegenheit, mit etlichen Menschen zu quatschen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Oder auch manche besser kennenzulernen. So hab ich erfahren, das Thomas Schulz, der Vorsitzende der Filminitiative Würzburg, eine gemeinsame Vergangenheit mit mir teilt und wir beinahe Zwillinge sein könnten. 😉

Und einen besonderen Dank an Andi von der Kellerperle für das Anfeuern meines Nikotinkonsums an diesem Abend. 🙂

Und jetzt mache ich mich so langsam mal fertig … gleich geht es los mit dem Umsonst & Draussen 2018! 😀

 

Die wenig wilden 13

Am Mittwoch wird das Würzblog 13 Jahre alt. Und ruhig ist es geworden. Aber nicht so ruhig, dass man nicht feiern könnte. 😉

Am Mittwoch wird das Würzblog 13 Jahre alt. In Menschenjahren sind das 91 Jahre, was seine Gebrechlichkeit in den letzten Monaten erklärt. 😉

Aber auch Senioren können noch feiern, und das mache ich auch ganz traditionell mit einem Bloggertreffen am 6.6. Geladen sind wie immer alle, die sich zu den Würzburger Bloggern zählen. Und ebenso wie immer, treffen wir uns ab 18.30 Uhr im Gehrings in der Neubaustraße. Ich hoffe, ich schaffe es rechtzeitig. Die Gründe für die Verspätung wären die selben, die für die wenigen Beiträgen in der letzten Zeit sorgen.

Und ja, wir können auch über die neue Datenschutzgrundverordnung reden und darüber diskutieren, ob der Wirt unsere Bestellungen — also persönliche Daten — anonymisiert aufnehmen muss. 😉

Ich gebe meine Daten für das Bloggertreffen frei. Ich heiße Ralf, ich schreibe das Würzblog, und ich komme zum Bloggertreffen. Und das alles werde ich auch weiterhin tun.

Wer will, kann seine Daten hergeben und in den Kommentaren sein Kommen, Fernbleiben oder seine Unentschlossenheit ankündigen.

Es kommen

Es kommen vielleicht

Es kommen nicht

 

Co-Op Coffee – Die Welt ist eine Kaffeebohne

Irgendein koffeinhaltiges Getränke ist Würzburg zu bekommen, ist nicht schwer. Einen gute Kaffee dagegen schon. Und gibt es dafür eine kleine und feine neue Anlaufstation für Kaffeegenießer.

Dass ich Kaffee und Cafés mag, ist wohl bekannt. Und das wusste wohl auch Björn, als er mich vor ein paar Wochen darauf hinwies, dass neben dem Spitäle ein neues Café in Würzburg aufgemacht hat, das mir gefallen könnte.

Klein, urig und voller Kaffeeduft – das Co-Op Coffee.

Irgendwie hatte ich es die ganze Zeit nicht geschafft, mal in das Café zu gehen. Bis zum vergangenen Donnerstag. Und als ich in den kleinen süßen Laden reinmaschiert bin, wer begrüßte mich als Chefin des Co-Op Coffee in der Zeller Straße 9? Julie Barthel, die ich vor etlichen Jahren über das Filmwochenende in Würzburg kennengelernt habe. Die Welt ist eine Kaffeebohne! 😁

Klein, aber fein ist das Co-Op-Coffee. Und bietet Kaffee von kleinen, aber feinen Röstereien – unter anderem auch von den Röstfreunden aus Randersacker – und Kaffeeanbauern an.

Julie hatte sogar den missionarischen Eifer, mich von handgebrühtem Filterkaffee zu überzeugen. Einmal sollte ich ihn aus der Tasse, dann nochmal aus dem Glase probieren. Der war wirklich überraschen gut, schmeckte ein bisschen wie schwarzer Tee. Das Beste daran war aber aber, Julie zuzuschauen, wie sie mit einem silbernen Wasserkännchen liebevoll und geduldig den Kaffee aufbrühte. 🙂

Ein guter Filterkaffee braucht Zeit und ein süßes Wasserkännchen.

Ich habe mich dann aber eher an den sehr guten Cappuccino im Co-Op Coffee gehalten. Filterkaffee und ich sind gute Bekannte, Freunde werden wir aber wohl nie.

Den Kaffee kann man in dem winzigen und recht gemütlichen Café gut genießen. Dort einfach nur schnell seinen Koffeinpegel mit irgendeinem reingeschütteten Heißgetränk nach oben zu treiben, dafür fände ich das Co-Op-Coffee eigentlich zu schade.

Viel schöner ist es, auf den Bänken, Stühlen oder Sofas herumzufläzen und sich von Julie mit ihrem betörenden amerikanischen Akzent über den passenden Kaffee beraten zu lassen und den in aller Ruhe zu trinken.

Ab 4. April hat das Co-Op Coffee wieder auf.

Über die Ostertage hat das Co-Op-Coffee geschlossen, ab Mittwoch, 4. April, hat es wieder während der Woche von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Und dann sollte es man auch mal besuchen, wenn man Kaffee mag.