Darth Surfer

Nicht aus tiefster Überzeugung, aber aus tiefstem Traditionsbewusstsein bin ich gestern ins Cinemaxx, um mir endlich Star Wars Episode III anzuschauen. Über den Film möchte ich mich jetzt gar nicht groß auslassen (Optisch ein Augenschmaus, die Handlung sehr gepresse, konstruiert und pathetisch).
Danach sind wir noch nebenan ins Lumen, was dann einen ganz eigenen kosmischen Kontrast mit sich brachte. Den Kopf noch voll mit Lichtschwertern, Hyperantrieben, Droiden und Außerirdischen steht man plötzlich in der kalten Luft, die Füße im Sand und schaut sich auf einer Open-Air-Leinwand einen ganz seltsamen Surf-Film auf den 80ern oder 90ern an.

Nach zwei Cuba Libre sah ich schon Darth Vader röchelnd auf der Leinwand über die Wellen von Hawaii gleiten … %-)

Altes Muttersöhnchen

Heute schon die Mainpost gelesen? Rubrik “Landkreis Würzburg”?
Da war ein großer Bericht über die 40-Jahr-Feier des Altenheims Aurelia in Zell. Halt, falsch! Die 40-Jahr-Feier wurde mit keinem Wort – oder höchstens mit verwirrenden Worten – erwähnt (ein beliebtes Mainpost-Problem ;-)). Erwähnt wurde nur der Star des Samstagabends – Heintje Simons, den Meisten besser bekannt unter seinem Vornamen “Heintje” – und noch besser bekannt herzzereissend singendes Gör, das die Seele einer jeden Mutter mit seinem “Maaaamaaaaaaa” zum schmelzen bringt. Dummerweise ist Herr Simons mittlerweile fast 50 Jahre alt und Vater von drei, teilweise schon erwachsenen, Kindern. Ich stelle es mir schon ziemlich peinlich für ihn vor, in seinem gesetzen Alter noch solche Kleinkindschnulzen wie “Mama” oder “Aba Heidschi Bumbeidschi” zu trällern. Ok, das Publikum ist im Schnitt schon noch 20-30 Jahre älter als er selbst – aber ob ihn das mehr motiviert.

Damit man nicht missversteht: Ich finde es nicht schlimm, wenn jemand diese Lieder mag. Mein Musikgeschmack ist sicher auch nicht allgemein gültig. Und das Herr Simons nun mal ein Kinderstar war, bei dem die Zeit auch nicht stehen geblieben ist, dafür kann er jetzt nichts mehr. Ich finde es fast nur ein bisschen entwürdigend für diesen Menschen. Wie er selbst in der Mainpost zitiert wird:

“Sein persönlicher Musikgeschmack muss bei solchen Events zurückstehen.”
(Mainpost, 4.7.05)

Muss er das wirklich? Ich glaube doch, dass er das Recht hat, sich vom kleine Heintje zu Heintje Simons entwickeln zu dürfen.

Ach, bin ich froh dass ich nie Kinderstar war … ich möchte jetzt nicht mehr mit der Blockflöte auftreten müssen. Obwohl … ich biete mich mal zur 50-Jahr-Feier an … 😉

Tito & Tarantula im AKW

Ich weiß nicht ob ich mich aufraffen kann und/oder ob es noch Karten gibt, aber heute Abend spielen im AKW die uns aus Filmen wie “From Dusk Till Dawn” und “Desperado” wohlbekannte Band Tito & Tarantula. Ich höre sie ja schon gern und vermute, dass es da auch Live ganz schön abgehen wird.

Wer hin will: Beginn 21:00 Uhr, Eintritt 14€, AKW

Geist ist geil

T-Shirt - Geist ist GeilWegen den ständigen Nachfragen: Das T-Shirt mit “Gehirn – Geist ist geil” gibt es unter www.lehrershirts.de. Auch wenn die Webseite immer noch nicht ganz fertig ist (jaaaaa, ich arbeite daran … 😉 ) – die Shirts können schon bestellt werden. Das Ganze wird über Spreadshirt abgewickelt, ich stelle also nur die Motive zur Verfügung.

Vom Regen in die Traufe

Es füllt sichDer Tag begann mit Regen und endete mit Regen – und war trotzdem sehr schön. Der Regen am Tag und die Endspiele des Confederation Cups haben das Weinfest im Hofgarten der Residenz schon etwas ausgedünnt. Die Besucher kamen doch eher recht zögerlich. Doch nette Gesellschaft und ausgiebiger Rotlingkonsum (seeehr süffig, aber auch sehr kopfwehig – ich habe die Warnungen leider in den Wind geschlagen) haben aber für eine sehr gute Stimmung gesorgt, die nicht einmal durch den spätern Dauerregen getrübt werden konnte.
Es ist schon komisch – je mehr es auf solchen Festen regnet, desto lustiger ist die Atmosphäre – wer letztes Jahr an diesem legendären Abend beim Weinfest am Stein mit der Keller Mountain Blues Band dabei war, weiß was ich meine.

Weintrinken im Garten der Residenz

Wo früher die Fürstbischöfe wandelten, findet einmal im Jahr ein Westfest in besonders stilvoller Umgebung statt – das Weinfest im Hofgarten der Residenz – auch bekannt unter den Namen “Hofschoppen”, “Residenzweinfest” und “Hofgartenweinfest” -, veranstaltet vom Staatlichen Hofkeller.
Gestern war ich – leider ohne Kamera – dort. Um 20 Uhr war noch nicht viel los, scheinbar war es auch noch zu warm. Erst gegen 22 Uhr wurde es wirklich voll.

Man kann das Weinfest räumlich in drei Bereich einteilen: Das Bierbank-Areal, die Wiesen und der Brunnen. An den Bierbänken sitzt so ziemlich alles, jung und alt, tendenziell aber eher älter und gesetzter. Auf der Wiese sitzen mehr die aus der alternativen Ecke, Eltern mit Kindern und frisch verliebte Pärchen. Und am Brunnen? Natürlich die Schönen und Reichen, die gesehen-werden-Wollenden und die sehen-Wollenden, die tiefen Dekolletés und die solariumgegerbten Häute. Ok, ich stand da auch mal eine Zeit lang herum! 🙂

Was wäre ein Weinfest ohne Wein? Im Falle des Hofschoppens: Vielleicht ein besseres Weinfest! 😉
Der Wein hat einem nicht zu Tränen der Begeisterung hingerissen. Dem Silvaner fehlte die Fülle, beim Müller-Thurgau wurde wieder mal das Biolek’sche “Katzenpippi” bemüht – zumindest bei den normalen Ausschankweinen. Aber was soll’s, nach dem dritten Glas schmeckt es schon! 😉

Und sonst? Das Wetter war toll, die sporadisch auftretende Blasmusik hat genervt, diese Damenhandtaschen im harten, langen Querformat sollten im Gedränge verboten werden, genauso wie diese Fitzel-Futzel-Kühne-Senfpäckchen.

Heute Abend geht es wieder hin – diemal mit Kamera!

Ade Google?

Google hat mir gestern meinen GoogleAdsense-Account deaktiviert mit der Begründung:

“Uns ist aufgefallen, dass für Anzeigen auf Ihren Webseiten ungültige Klicks ausgeführt wurden. Aus diesem Grund haben wir Ihr Google AdSense-Konto deaktiviert. Diese Maßnahme wurde ergriffen, um die Interessen der AdWords-Kunden zu wahren.

Auf der Website eines Publishers dürfen keinesfalls unzulässige Klicks auf Anzeigen generiert werden. Dazu zählen unter anderem Klicks, die von einem Publisher auf seinen eigenen Webseiten generiert werden, Klicks, die durch die Verwendung von Robots, automatischen Klick-Tools oder sonstiger betrügerischer Software generiert werden.”

Hmmm, ich verwende keine Robots oder sonstige Software und ich klicke auch nicht selbst auf die Anzeigen – das wurde mir ja ausdrücklich untersagt. Somit verstehe ich nicht ganz, was da passiert sein soll. Oder will Google sich einfach um die Zahlung – wobei das überhaupt nicht viel ist – drücken? Google hat bisher noch nicht auf meine Rückfragen reagiert.

Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen mit Google gemacht? Nicht dass ich scharf auf die paar Euro im Monat wäre, aber wissen, was da schief gelaufen ist, würde ich schon gerne.

Stadtbücherei als Klassenprimus

Na, wer sagt’s denn! Würzburg ist doch mal die Nummer Eins. Und diesmal sogar im positiven Sinne!
Die Bertelsmann-Stiftung hat in einem bundesweitem Vergleich unter mehr als 200 Bibliotheken die Stadtbücherei Würzburg zur besten Großstadt-Bibliothek gekürt.

Nun, die Science-Fiction-Abteilung ist ein Witz (ein schlechter), die Computerliteratur-Abteilung ist zum größten Teil nur für EDV-Historiker interessant.
Aber viel mehr Schlechtes könnte ich gar nicht über die Stadtbücherei sagen. Nettes Personal, im Sommer kann man im kleinen Innenhof schön lesen und entspannen, die Bücherei veranstaltete nette Events mit interessanten Gästen und im Vorraum findet man sogar hin und wieder Bookcrossing-Bücher.

Darum: Glückwunsch, liebe Stadtbücherei, ich finde du hast es verdient!