Gandidadn

Mist, Gripperückfall! Man hätte doch auf die Praktikantin hören und sich ordentlich auskurieren sollen.

Nun habe ich wenigstens Zeit mich um die wichtigen Dinge zu kümmern. Auch wenn es schon ein paar Wochen her ist, dass das Thema der “Bundestagskanditaten” der CSU in Würzburg so heiß wie das Wetter war (Ja, da war noch Sommer!), so taucht es jetzt bei Spiegel Online und beim PR Blogger auf.
Aber allen Beiträgen fehlt ein wichtiger Hinweis: Hier in Unterfranken bemerkt diesen Fehler kaum jemand. Das fränkische Alphabet besteht nun mal nur aus 23 Buchstaben, wobei noch drei Synonymbuchstaben existieren, nämlich “k”, “t” und “p”, die genauso ausgesprochen werden wie “g”, “d” und “b”.
Ob auf dem Plakat also “Bundestagskandidat”, “Bundestagskanditat” oder “Bundesdagsgandidad” steht, ist völlig egal – der gemeine Unterfranke spricht es immer gleich aus. Höchstens vielleicht Paul Lehrieder nicht.

“Hoppla, so ein Mist”, habe er gedacht, als er den Fehler bemerkt hat, sagt der Politiker.(Spiegel Online)

Und so denkt kein Unterfranke. Ein “Ja verregg!” oder “Brunsverregg” wäre da sicher mehr angebracht gewesen.

Bei Google sind übrigens etwa 19.200 Treffer für das Wort “Kanditat” zu finden – und für die allermeisten trifft der fränkische Explosivlautdefekt nicht zu.

Kreuz und Quer durch Würzburg

Gestern bin ich extra aus dem Süden Bayern mit der Bahn zurückgefahren, um dem Sommerloch auf der Bastion beizuwohnen. Als der Zug nach Würzburg einfuhr, habe ich mich über das doch recht gute Wetter gefreut. Doch als ich – noch ausgerüstet mit Schlafsack und Rucksack – an die Bastion kam, musste ich feststellen, dass das Sommerloch ins Café Cairo verlegt wurde. Und wer das Cairo kennt der weiß, das dort nicht so wahnsinnig viel Platz ist. So dröhnte mir zwar gerade "Pippi Langstrumpf" von der Black Velvet Band entgegen, als ich ankam, aber in den Raum kam ich nicht – es war völlig überfüllt und überhitzt. Ganz klar ist mir nicht, warum das Sommerloch nach innen verlegt wurde. Das Wetter war nicht schlecht … und wieviel Umsonst & Draußens haben wir im strömenden Regen mitgemacht. Und ich hätte lieber durchnässt den Bands zugehört, als mich in klaustrophobische Vorhölle zu pressen. Ein bisschen geärgert habe ich mich schon, dass ich dafür extra von München hergefahren bin. Und so kamen meine Freunde raus an die frische Luft – wie viele andere auch. Und noch mehr gingen erst gar nicht erst rein, sondern gleich wieder weiter – so wie ich. Wohin also gehen? Wir entschieden uns spontan für die Weinparty am Pfaffenberg und fuhren vom Busbahnhof mit dem Shuttelbus hin. Der Bürgerspital Betriebshof war gut besucht, die Stimmung war ok, der Altersduchschnitt eher höher, die Band "Blue Moon" nicht sooo toll. Trotz dem heftig einsetzenden Regen waren die Stunden dort recht schön. Der Wein war ganz lecker, deutlich besser als die Hofkeller-Weine der letzten beiden Weinfeste in Würzburg. Später ging es nach einem kleinen Abstecher ins Café Klug noch zum Abtanzen ins Tirili. Es war nicht so irrsinnig voll, aber die Musik war gut. Was nicht so nett war, dass doch relativ bald ein großer Frauenschwund eintrat, so dass man am Schluß fast nur noch mit Geschlechtsgenossen auf der Tanzfläche war. Es war wieder ein Abend, der eigentlich völlig anders geplant war – aber trotzdem sehr gut. Wiederholbar! 🙂

Nicht schon wieder … Sommerloch

Am Samstag findet zum vierten Mal das Sommerloch-Festival an der Würzburger Bastion statt – und zum vierten Mal kann ich (wahrscheinlich) nicht hin. Zumindest ist mein Besuch fraglich. Denn falls mich die Grippe bis dahin aus ihren heißen Krallen entlassen hat, müsste ich noch von einem Umzug in München rechtzeitig zurück sein. Aber wie jedes Jahr klingt das Programm des "kleinen U & D" recht gut. Marshall Brainstorm, Black Velvet Band, Liebhaber und Twaii spielen an dem kleinen Platz neben und über dem Café Cairo auf. Los geht es um 17 Uhr, umsonst ist es aber nicht – es kostet glatt 1 € Eintritt. Also, drückt mir die Daumen, wünscht mir gute Besserung und/oder frei Straßen – dann sehen wir uns an der Bastion!

Rauschender Roman

Der Autor Roman RauschNachdem ich selbst – aus bekannten Gründen – nicht hin konnte, hier ein paar Sätze über die Lesung von Roman Rausch aus zweiter Hand

  • Roman ist nicht der beste Vorleser der Welt
  • Er schreibt Krimis, weil sie sich gut verkaufen
  • Herr Rausch sieht völlig durchschnittlich aus
  • Den fränkischen Dialekt hat er aus den letzten Büchern weggelassen, weil er deswegen irgendeinen Preis nicht gewonnen hat
  • Die Leser beschweren sich deutschlandweit, weil er den fränkischen Dialekt bzw. die "fränkische Befreiungsfront" "ostfränkische Befreiungsloge" in den letzten Büchern weggelassen hat.
  • Es war Rauschs erste Lesung in Würzburg … und hoffentlich nicht seine letzte …

Im Roman-Rausch

Wollte heute eigentlich zur Lesung von Roman Rausch aus dessem neuen Roman "Der Gesang der Hölle". Sitze Liege nun aber mit Kopfschmerzen und Fieber daheim. Ich habe zwar noch keinen von Romans Romanen gelesen, aber meine Frau ist ganz begeistert von ihnen. Nun ja, nun ist sie wenigstens hin, die Digitalkamera hat sie dabei, und ich werde doch wenigstens man den ersten Roman-Roman lesen.

Schönne Worde I

Fränkisch ist eine wunderschöne Sprache, wo gibt es sonst Worte wie

Bressbendl (Pressbändel)

Ein “Bressbendl” ist eine Schnur, aber woher der Name genau kommt, weiß ich auch nicht. Der “Bendl” kommt wohl von Band, Schnur. Und “Bress” von Pressen. Aber was wird oder wurde damit gepresst?

Sind irgendwelche fränkischen Etymologen da?

Open Air Kino ohne Ende

Früher war es ja noch was besonderes, nun kann man sich vor Angeboten kaum retten: Open-Air-Kino in Würzburg.
Diesen Sommer geht es wirklich heiß her. Ob das Cinemaxx vor dem Lumen das Freiluft Filmfest veranstaltet, das AKW das Sommernachtskino ausruft oder im Innenhof der Neubaukirche der Fränkische Kinosommer stattfindet – einen guten Film unter freiem Himmel anschauen ist schon etwas ganz Besonderes.
Und wenn dann im Würzburger Land auch noch weitere Open-Air-Kinos laufen (z. B. Casablanca, Cineworld), dann kann man nur hoffen, dass die nächsten Wochen auch vom Wetter passen.

Hier die Links zu den Programmen der Open-Air-Kinos in Würzburg (bei Wuewowas):

Wer’s weiter weg mag: http://www.openairkinos.de