090112: WinzigeWürzburgerWebWanderung

Was ist in der Würzburger Webwelt in den letzten 24 Stunde zum Beispiel passiert?

Was ist in der Würzburger Webwelt in den letzten 24 Stunde zum Beispiel passiert?

Die Hip-Hip-Hopper von Plastic Borderline haben es nicht nicht. Spontan bekommen sie gleich von zwei Blogs auf die Mütze. Vermutlich nicht ganz zu unrecht.

Erregen tut sich auch Law meets Fashion. Und zwar darüber, dass Würzburg keinen Zara hat. Ich verstehe es zwar trotzdem nicht, aber das liegt bestimmt an meiner Mode- und Konsumfaulheit.

Bei Sammelhamster rätselt man über eine Frucht. Oder besser — hat gerätselt. Denn mittlerweile gibt es einen Lösungsvorschlag. Aber vielleicht ist ja jemand anderer Meinung.

Prägnanz reiht sich in den Reigen der Kindle-4-Tester ein. Fazit: Schlecht im Satz, gut in der Badewanne.

Die Kellerperle meldet einen täglichen Barbetrieb ab 18 Uhr. Außer Montag. Also heute.

Das Jahr 2005 A.D. in Würzburg

Schnell war’s vorbei, das Jahr. Vielleicht liegt das auch an meinem fortschreitenden Alter. Aber viel ist passiert und nicht passiert in den letzen 365 Tagen, Zeit für einen Rückblick

Los ging es etwas politisch-historisch bzw. weltanschaulich. Am 16. März hatte sich die Bombardierung Würzburgs zum 60. Mal gejährt. Im Beisein von Edmund Stoiber, der in meinen Augen aber nur Nebenprogramm war, gedachten viele Würzburger diesen dunklen Stunden der Stadtgeschichte.
Am 19. März zogen dann 7000 Menschen bei der Anti-Nazi-Demonstration “Bunt statt braun” durch die Innenstadt und zeigten, dass Hirn und Herz in Würzburg scheinbar noch vorhanden sind.
Ein Sieg im Kampf um den Erhalt von Arbeitsplätzen wurde im Juni vor den Toren und hinter den Türen der Siemens VDO errungen. Vorläufig. Bis 2010. Wahrscheinlich.

Interessant war dieses Jahr auf jeden Fall im Bereich Stadtentwicklung. Und das in der vollen Bandbreite der Gefühle. Man konnte weinen und lachen, hoffen und bangen.
Arcaden nein, Arcaden ja mit Bahn, Mozartareal ja, Arcaden nein, Mozartareal nein, Arcaden ja, Arcaden wahrscheinlich. Knapp entschieden wurde es im Stadtrat, aber die ersten kleinen Zweifel über den Investor mfi kommen zum Jahresende auf. Die Presse war jedenfalls dankbar für diese Verwirrung.
Recht schnell klar war die Erweiterung des Congress Centrums Würzburg, das CCW+. Beim Architekturwettbewerb kam ein brauchbarer Entwurf heraus – und kurz danach war schon kein Investor mehr da. Naja, das Geld ging dann wahrscheinlich in die Magnetresonanzforschung.
Und dann gab und gibt es noch die Baustelle Hotelturm, kurzzeitig mal in Siebold-Tower umbenannt. Obwohl die zwielichtige Euro-Gruppe harmlosen Anlegern das Geld aus der Tasche gezogen hatte, reichte es wohl nicht für den Bau des Turms. Mehrere Mutmach-Parolen aus dem Hause Klaffenböck konnten mit der Zeit nicht mehr darüber hinwegtäuschen, dass sich das Gesellschafts-Netzwerk verspekuliert hat. Der Turm wurde verkauft. Oder besser: Es sah so aus, als wäre der Turm verkauft worden. An Thomas Reitmeier, bei dem sich herausstellte, dass er weder das Geld noch den Blick für die Realität hat. Und nun wird die Bauruine wohl bald bei eBay zu ersteigern sein.
Und IKEA wird wahrscheinlich in ein paar Jahren seine Pforten in Lengfeld öffnen. Das wurde komischerweise recht zügig Ende des Jahres beschlossen.

Auf der Positivseite der Stadt stehen natürlich immer die Weinfeste im Sommer. Da muss man nicht viel Worte darüber verlieren. Schön waren sie. Als Neuheiten stachen die neue Architektur am Weingut am Stein und das neue Weinfest an der Festung hervor.
Auch die traditionellen Musik- und Kulturevents Umsonst & Draussen und Afrikafestival gingen prima und gut besucht über die Bühnen. Und das Afrikafestival könnte sogar zur Entscheidung der Nationalmannschaft von Ghana beigetragen haben, zur Fußball-WM 2006 ihr Quartier in Würzburg aufzuschlagen.
Das Stadtfest hatte dieses Jahr leider etwas Pech mit dem Wetter, obwohl es recht gut geplant war. Und das Honky Tonk fasst in Würzburg auch langsam Fuß.

2005 war auch ein Jahr der Mainfrankenmesse. Aber dummerweise vor der Bundestagswahl. So war von dem vielbeschworenen Aufschwung noch nichts zu spüren. Mal sehen ob der Schwung bis zur nächsten Messe anhält.
Apropos Wahl: Die war natürlich auch dieses Jahr. Ziemlich spontan. Darum besuchten ein paar Politik-Promis die Stadt und die regionalen Promis trieben sich auf den Weinfesten herum.
Stadtpolitisch gab es ein paar umstrittene Entscheidungen. So bleibt der Trausaal auch weiterhin den Homosexuellen versperrt. Und versperrt werden sollen auch der Mainkai und andere Plätze, zumindest für feierlustige Jungendliche – Stichwort “Sicherheitsverordnung”.

Ja, es war kein langweiliges Jahr, dieser kurze Abriss lässt es ahnen. Obwohl in dem Jahresrückblick vieles vergessen wurde oder weggelassen wurde. Wie die Stichworte Weltjugendtag, A3-Tunnel, Mozartfest, Ex-OB Jürgen Webers Geldbeutel-Äußerung, Hochwasserschutzwand, Stadtstrand, Petrini-Haus.
Aber viele davon werden uns 2006 ohnehin wieder begegnen …

Ich bedanke mich in jedem Fall bei allen Lesern der fast 7 Monate im Jahre 2005 und freue mich darauf 2006 für euch zu schreiben und von euch zu lesen. Guten Beschluss und guten Rutsch ins neue Jahr.

Nicht schon wieder … Sommerloch

Am Samstag findet zum vierten Mal das Sommerloch-Festival an der Würzburger Bastion statt – und zum vierten Mal kann ich (wahrscheinlich) nicht hin. Zumindest ist mein Besuch fraglich. Denn falls mich die Grippe bis dahin aus ihren heißen Krallen entlassen hat, müsste ich noch von einem Umzug in München rechtzeitig zurück sein. Aber wie jedes Jahr klingt das Programm des "kleinen U & D" recht gut. Marshall Brainstorm, Black Velvet Band, Liebhaber und Twaii spielen an dem kleinen Platz neben und über dem Café Cairo auf. Los geht es um 17 Uhr, umsonst ist es aber nicht – es kostet glatt 1 € Eintritt. Also, drückt mir die Daumen, wünscht mir gute Besserung und/oder frei Straßen – dann sehen wir uns an der Bastion!