Last-Minute-Silvester-Party-Tipps für Würzburg

Na wisst ihr immer noch nicht, was ihr Silvester in Würzburg machen sollt? Ihr Armen! Ich bin versorgt! 😉

Aber wenn ich noch nicht vorhätte und wenn ich morgen nicht arbeiten müsste dann würde ich darüber nachdenken:

  • In der Posthalle tanzen die Moleküle. Indie mit den DJs Zweilicht, Lemoche und Souljacker auf dem NEON CLUBfloor toben sich die DJs Flowsen, Jazzu de Osaka, Frickler und Eleven. Abendkasse 8 €.
  • Auf dem Eisbrecher Ulla — also auf der Arte Noah im Hafenbecken hinter dem Kulturspeicher — wird der österreichischen Kultur gefrönt. Baaaam Oida! Abendkasse 9 €. (Vage Hinweise zu “Bam Oida” gibt es hier, hier oder hier).
  • Klassisch aber mag isch: Silvester im Laby mit DJ Chainsaw. Abendkasse 4 €.
  • Mal ein ganz anderer Ort: 80er-Party im … festhalten … Brückenbäck. Klingt witzig und vielleicht wird’s auch so. Eintritt 5 €.
  • Und natürlich das Café zum schönen René am Hauptbahnhof, da ist heute Café zum schönen René! 🙂
  • Wenn woanders schon das Putzlicht angeht, laufen im Club L erst die Plattenteller an. Ab 2.00 Uhr startet dort die Silvesterparty und die dauert vermutlich bis Ostern.

Noch Ideen?

 

Ich wünsche euch einen guten Beschluss und einen ebensolchen Rutsch ins Jahr 2012!

Wo war Marks Köpfle?

Fast fühlte ich mich wie anno 1525 im Bauernkrieg, als ich am Samstag mit Tausenden von Bauern Besuchern auf die Festung Marienberg gestürmt bin. Das Ziel des Anrennens war kein Fürstbischof, sondern ein Gitarrenkönig — Mark Knopfler, ehemaliger Kopf der Dire Straits — gab im Festungsgraben zu Würzburg ein Open-Air-Konzert.

Ich muss gestehen, dass ich nicht unbedingt ein glühender Verehrer von Mark Knopfler bin. Ich mag einige Lieder aus der 80er-Jahre-Dire-Straits-Ära, aber seinen Solo-Kram, mit der er in die Folk-Country-Sonstwas-Ecke abdriftete, treffen nicht so meinen Geschmack. Aber egal! Die Karten habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen und ein Open-Air-Konzert im Festungsgraben habe ich auch noch nie mitgemacht.
Und um gleich ein musikalisches Resümee zu ziehen: Es war ungefähr wie ich erwartet haben. Mark Knopfler ist wirklich ein hervorragender Gitarrist mit einem sofort wiedererkennbaren Sound ein einer souverän ruhigen Spielweise. Für meinen Geschmack waren die Stücke aber großteils zu lahm und klangen Stellenweise wie von der Black Velvet Band, nur mit besseren Musikern ;-).

Konzert Mark Knopfler

So war es musikalisch okaaaaay, hätte ich die Karten von meinem sauer verdienten Geld zahlen müssen, wäre ich wahrscheinlich deutlich enttäuschter gewesen —  oder erst gar nicht hin.  Aber gut, das ist auch Geschmackssache. Ewig dauerte es eh nicht; pünktlich um 20.00 Uhr ging das Konzert los, und kurz vor 22.00 Uhr endet es — auf jeden Fall vor 21.58 Uhr, denn da muss Herr Knopfler ja das Intro zu “Auf ein Wort” auf Bayern 3 spielen.

Ich habe allerdings feststellen müssen, dass der Festungsgraben nicht der ideale Ort für ein großes Open-Air-Konzert ist. Vom Gelände, dass nach hinten leicht ansteigt, ist es eigentlich gut — wenn die Bäume nicht wären. Wer im Gegensatz zu mir auch den Kopf von Mark Knopfler sehen will, der hatte eine recht begrenzte Auswahl an Sitz- oder Stehplätzen, die dichtbelaubten Bäume haben da einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Konzert Mark Knopfler

Und gewundert hat mich, dass das Konzert überhaupt im Graben stattfinden darf. Gerade in einer Zeit, wo großen Wert auf Fluchtmöglichkeiten für Besucher geachtet wird. Denn spätestens nach dem Konzert habe ich und alle anderen gemerkt: Die Festung ist eine Festung, dafür gebaut, dass man schwer hineinkommt. Und wo man schwer hineinkommt, kommt man auch schwer hinaus — vor allem 8.000 Leute auf einmal. So war es zwar ganz witzig, wie ein Feuerwehrmann (oder wer immer das war) über ein Megaphon die hinausströmenden Massen zu moderieren und zu lenken. Ich möchte ja nicht wissen was passiert, wenn da mal wirklich eine Panik ausbricht. Gut, wer kühlen Kopf behält rettet sich über den Weg an der oberen Mauer. Aber sonst? Über die Mauer springen? Sind Strickleitern vorbereitet?
Auf jeden Fall hat es gut eine Stunde gedauert, bis wir das Gelände zu das Tor im Gänsemarsch verlassen konnten — und die 80% der Zuschauer, die älter waren als wir, den schlecht beleuchteten Weg zur Zeller Straße begleitet haben.
Gar nicht so leicht.

Würzstock?

Am 15. bis 17. August vor 40 Jahren fand das legendäre Woodstock-Festival statt. Und was geht in Würzburg? Am Hafensommer spielt PeterLicht und am Sonntag ist Abschlusstag (der wenigsten woodstocklike umsonst), im Theater Ensemble wird der Kirschgarten wohl auch nicht unbekleidet gespielt, in den Discos läuft Normalprogramm (auch wenn ich eine kenne, die sich wie verrückt auf die 80er Pop & Wave im Laby freut :-)), nicht mal im Pleicherhof ist Flower-Power-Party (die ich — wenn sie wieder mal stattfinden sollte — wärmstens empfehlen kann) und im Lusamgärtchen treten zwar Leute auf, die wie Hippies aussehen, aber dann doch nur Walther von der Vogelweide singen. Also ist in den Tagen nix mit freier Liebe und Drogenexzessen — zumindest nicht mehr als sonst. Oder?

Rentnermucke beim Hofbräufest

Kennt noch jemand Fräulein Menke? Nein, das ist keine Besitzerin eines kleinen EDEKA-Ladens im Ruhestand. Oder kennt noch jemand Markus? Nein, ich meine nicht die Microblogging-Konifere. Oder weiß noch jemand, das UKW nicht nur für Ultrakurzwelle steht? Spätestens beim eindeutigen Namen Geier Sturzflug sollte man ganz scharf an die 80er Jahre denken, in denen die Neue Deutsche Welle durch das Land schwappte.

Wer wissen will, ob Fräulein Menkes Tretboot immer noch in Seenot ist und ihre Berge noch hoch sind, ob die Batterien von Markus’ Taschenlampe noch ausreichen, damit “Ich lieb dich” in den Himmel zu schreiben, ob die Herren von UKW in ihrem Alter noch Sommersprossen-Fetischisten sind und ob Geier Sturzflug passend vor der Landtagswahl die Zuhörer auf eine Erhöhung des Bruttosozialprodukts einschwören kann, der kann morgen zum Brauereifest der Würzburger Hofbräu in die Zellerau, denn dort spielen ab 20 Uhr genau diese alten Kracher.

Ich bin ja nicht unbedingt ein Fan der alten Neuen Deutschen Welle — von Ü30-Partys noch weniger — und denke eher mit Grausen an ein zufällig miterlebtes “Konzert” von Peter “Major Tom” Schilling vor einigen Jahren zurück. Aber ich fürchte, die pure Neugier wird mich doch mal zu dieser Veranstaltung treiben.

Wer’s ein bisschen moderner mag, der kann schon um 18.40 Uhr auf das Hofbräu-Gelände, denn dann spielt Steffi List.

Es gibt sogar Shuttle-Busse für diese Veranstaltung. Die fahren im 15-Minuten-Takt vom Toom-Markt in Höchberg und — Achtung! — von der Talavera ab. Wobei sich der Länge des Fußwegs von der Talavera zur Hofbräu wohl unter 15 Minuten bewegt. Da wäre ein Shuttle-Bus vom Bahnhof oder von der Innenstadt sinnvoller gewesen. Was soll’s, man muss ja nicht mitfahren.

Das AKW gedenkt Freddie Mercury

Auch wenn ich der Musik jenseits des Mainstreams (Nein, das ist nicht die Strömung des Mains … ohhhh, Wortspielkassen ;-)) sehr zugeneigt bin, so bin ich doch mit dem Rock und Pop in den 70er und 80er Jahren aufgewachsen. Und ich gestehe — ich war und bin ein großer Queen-Fan.

Morgen jährt sich der Todestag Freddie Mercurys zum 15. Mal. Im AKW in Würzburg findet deswegen eine großes Queen-Special statt. In der Kneipe werden ab 20 Uhr Videos mit dem Best of Queen, Solo, live und Coverversionen gezeigt. In der Disco findet ab 22 Uhr die Gay-Disco mit dem Freddie Mercury-Special statt — aber die haben bestimmt nichts gegen ein paar heterosexuelle Queen-Fans. Ein Teil des Eintritts wird dem Mercury Phoenix Trust gespendet.

No DMs but 80s

Lust for 80s im AKWViva und MTV sind von Depeche Mode-Beiträgen überflutet, aber es findet keine Depeche Mode-Party im AKW statt. Immer entgegen den Trend – gut so! 🙂
Dafür wird heute dort aber Lust for the 80s gefeiert – und da wird bestimmt auch mal was von Depeche Mode gespielt.

Wenn es meine Gesundheit und der potenzielle Terminstreß zuläßt, werde ich vielleicht mal hingehen.