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Kellerfest & Sommerperle

Sommerfest KellerperleAch, ich liebe es, auf eine Party zu kommen und es wird nicht aufgebaut. Das meine ich gar nicht ironisch. Diesen chaotischen Zustand zu beobachten, wie er sich — meist — in ein gutes Fest transformiert, ist schon immer was Feines! 🙂

So war es auch beim Sommerfest der Kellerperle auf dem Bürgerbräu-Gelände. Als ich um halb sieben dort aufgeschlagen bin, lagen noch Unmengen von Lichtern und Kabeln auf dem Boden vor dem Theater Ensemble, es wurde noch geschraubt, aufgehängt, umgeräumt und geschleppt. Die zu dem Zeitpunkt noch wenigen Gäste hat es aber nicht gestört, der Grill und die Bar waren ja als Erstes bereit. 😉

Sommerfest KellerperleGegessen habe ich übrigens eine “Vrikadelle”, also einen veganen Bratling im mit Gurke, Salat und Tomate unterfüttertem Brötchen.  War sehr lecker, auch wenn das Wort “Vrikadelle” bei mit zu einem leichten Augenzucken geführt hat — aber immer noch besser als so schlimme Bezeichungen wie “Veganes Fleischküchchen”! 😉

An der Bar tauchte wieder ein altbekanntes Problem auf, das mich schon mein halbes Leben begleitet hat: Es gab an leichten alkoholischen Getränken nur Bier. Und ich mag absolut kein Bier. Nach eine gemeinsamen Bestandsaufnahme des Getränkevorrats haben die netten Jungs an der Bar und ich das wohl neue In-Getränk erschaffen: Sprite mit Wodka und Zitrone.
Sommerfest KellerperleNein, das war ein Scherz — das pappsüße Zeug wird bestimmt nicht das neue In-Getränk, aber es hat mich durch die Abend gebracht! 😉

Es wurde am Abend schön lauschig in dem Sträßchen zum alten AKW-Gelände, das Ambiente ist einfach ranzig-schön, nicht mal ein kurzer Regenschauer konnte die Leute von dort vertreiben.

Sommerfest KellerperleMusik gab es auch, wenn auch viel später am Abend als angekündigt. Leider spielte Hope — ehemals Mamsell Zazou — im Innenraum des Theater Ensembles, wo es mangels Platz viel zu schnell viel zu voll war, so dass ich von dem Konzert nur den Soundcheck am offenen und später geschlossenem Fenster mitbekommen habe.
Naja, sie werden schon wieder mal hier spielen — mit mehr Platz!

Schöner Abend, danke an die Kellerperle, Theater Ensemble, etc. 😀

Kommunen-Café auf dem Bürgerbräu-Gelände

"Bar 87", das Kommunen-Café auf dem Bürgerbräu-Gelände
“Bar 87”, das Kommunen-Café auf dem Bürgerbräu-Gelände

 

6-20140326_151149Am Mittwoch hat es mich mal wieder an das Bürgerbrau- aka Ex-AKW-Gelände in der Zellerau in Würzburg verschlagen.  Ich hatte eigentlich nur eine kleine Frage an Tilman Hampl, die sich auch hätte telefonisch oder per Mail klären lassen, aber seine Ansage, dass sein Büro jetzt auf dem Bürgerbrau-Gelände sei, hat meine Neugier geweckt.

Ja, es tut sich ein bisschen was auf dem Gelände, auch wenn die meisten Gebäude noch leer stehen.  Aber ein paar Leute wohnen und/oder arbeiten da schon. Wer genau weiß ich gar nicht, eine Übersicht über zumindest die gewerblichen Mieter hab ich auf der Website des Bürgerbräu-Geländes nicht gefunden.

Tilman Hampl erklärt die Kaffeemaschine der "Bar 87"
Tilman Hampl erklärt die Kaffeemaschine der “Bar 87”

Und diese Leute betreiben auf dem Bürgerbräu-Gelände nun ein Café — Arbeitstitel “Bar 87“, in einem Container gleich auf dem Parkplatz. Jeder der beteiligten Anwohner und -arbeiter übernimmt an einem Tag eine Schicht, die von 11.45 Uhr bis 16.45 Uhr dauert.  Kommunen-Café! 😉 Ein paar Brötchen und etwas Gebäck gibt es dort auch, also vielleicht auch für umliegende Firmen als Platz für die Mittagspause ganz interessant.

Als ich ankam, wurde gerade Designer Joachim Lutz von Tilman in die Geheimnisse der Kaffeemaschine eingeführt. Man sollte also gerade am Anfang nicht immer den perfekten Cappuccino erwarten. Obwohl Joachims erster selbst produzierter gar nicht schlecht war — für 1,80 Euro! 😉

Besonders schön ist, dass es bei der Bar 87 möglich ist, einen “Aufgeschobenen” zu bestellen. Das ist ein Kaffee, den man nicht selbst trinkt, sondern der für zum Beispiel Obdachlose aufgehoben wird (finanziell, nicht die Tasse). Von diesen “Suspended Coffees” gibt es immer mehr in Deutschland, eine gute Idee, wie ich finde. So gut, dass ich an dem Tag gleich mal vergessen habe, einen zu bestellen. Das nächste Mal.

Cappuccino auf dem Sonnendeck der "Bar 87"
Cappuccino auf dem Sonnendeck der “Bar 87”

Auch wenn ich mir über die Zukunft des Bürgerbräu-Geländes noch immer nicht im Klaren bin — Programmkino? Große Gastronomie? Kulturstätte? Wohnungen? –, so finde ich es doch schon, dass dort langsam etwas Leben reinkommt und eine angenehme “Aufbruchstimmung” bei den Bürgerbrauern herrscht. Bin gespannt, was da noch so alles passiert. Auf jeden Fall ist es schon mal ein netter Platz, um Kaffee zu trinken. 🙂

My favourite tracks, S9E2 – Jojo Schulz

Am Dienstag, 5. November 2013, gibt es die zweite Episode der aktuellen Staffel von My favourite tracks. Gast in der Musiktalkshow ist diesmal Musiker, Konzertveranstalter und Posthallen-Betreiber Jojo Schulz und wird mit Moderator Dennis Schütze über sich, seine Arbeit und natürlich Musik reden.

Jojo kenne ich virtuell schon seit den Anfängen des Würzblog, wo er mein Ansprechpartner bei einigen Konzerten im AKW war — und seit 2007 auch als Kommentator im Blog. Der ehemalige und jetzt-wieder Bassist der Bloodflowerz und anderer Bands hat dann die Posthalle als Veranstaltungsort mitbegründet, wo er auch gerne mal Konzerte veranstaltet, bei denen ihm wohl klar sein dürfte, dass daran im besten Fall kaum etwas verdient ist — aber er findet die Musik einfach gut und holt sich Bassistengötter in sein Haus.

Jojo war auch zu Gast beim 25-Stunden-Podcast der Würzmischung — wer sich auf die Musiktalkshow einstimmen will, kann ja mal reinhören (auch wenn die Tonqualität nicht überragend ist).

My favourite tracks geht am Dienstag um 20 Uhr los und findet in der Posthalle am Bahnhof in Würzburg statt — Platz wird also genug sein! 😉 Der Eintritt ist wie immer frei.

Eine Veranstaltung bei Facebook gibt es auch zu dem Abend.

My favourite tracks, S9E1 – Roland Breunig

Am Dienstag, 1. Oktober 2013, geht die Musik-Talkshow “My favourite tracks” in die 9. Runde. Der erste Gast der Staffel wird der Architekt Roland Breunig von Archicult sein.

Ich kenne Roland eigentlich nur als Architekten, der zum Beispiel die Vinothek des Staatlichen Hofkellers in Würzburg oder die neue Residenzgaststätte gestaltet hat und aktuelle die neue Nutzung des Bürgerbräu/AKW-Geländes in der hinteren Zellerau plant .  Dazu wird auch auch morgen bestimme was erzählen.
Auf der MFT-Webseite konnte ich jetzt lesen, dass er auch mal geschauspielert und Bühnenbilder gebaut hat — und Manager von diversen Musikgruppen war. Könnte also ein querbeet interessanter Abend werden.

Wie schon eine Legion von Gästen vor ihm wird Roland bei My favourite tracks seine zehn liebsten Lieder mitbringen, Moderator Dennis Schütze wird mit ihm über die Musik und sein Leben und seine Arbeit plaudern.

Die Musiktalkshow wird am 1. Oktober 2013 um 20 Uhr im Archicult-Büro auf dem Bürgerbräu-Gelände stattfinden, der Eintritt ist frei.

Wo genau das Archicult-Büro auf dem Gelände ist, weiß ich — noch — nicht. Wird aber schon zu finden sein! 😉

Die Gäste der nächsten beiden Episoden sind schon bekannt: Am 5. November 2013 gibt sich Posthallen-Betreiber Jojo Schulz die Ehre, am 3. Dezember 2013 die Malerin Ines Schwerd. Und ich hoffe, da fehlen noch die Gäste ab Januar auf der Liste. ;

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Wiederaufbereitung – 30 Jahre AKW

Bald 30 Jahre ist es her, als die Autonome Kulturwerkstatt — das AKW — in Würzburg in der Martin-Luther-Straße geboren wurde. Und knapp Jahre ist es her, dass es starb. Seitdem hat sich bisher auch kein größerer Ort für alternative Kultur in der Stadt mehr dauerhaft etablieren können.

Doch aller Trauer, allem Ärger und Frust zum Trotz wird der 30. Geburtstag des AKW gefeiert. Am 11. Februar 2012 und damit eigentlich drei Tage vor dem eigentlichen Jubiläum steigt die Party in der Posthalle — was vielleicht manchen nicht so passt, aber ich wüsste jetzt aus dem Bauch heraus auch keinen passenderen Ort. Denn es kann gut sein, dass es voll wird. Etliche der alten DJ-Heroen aus dem AKW stehen an dem Abend wieder am Plattenteller und viele der Kinder des AKW  — u.a. das WuF, der Midlife Club, Charlys Freakshow, Indie Hz — unterstützen den Abend.

Ich hoffe, es wird kein Abend voller sinnlosem Rumgeheule. Ich hoffe lieber, dass es ein Abend voller guter Musik und Spaß wird, ein Abend des Wiedersehens und möglicherweise sogar ein Abend, aus dem etwas völlig Neues entsteht. Ja, ich weiß, ein frommer Wunsch, eine naive Blauäugigkeit. Aber das Motto des Abends ist “Wiederaufbereitung”, vielleicht entsteht ein neuer Brennstab.

Ein vorläufiges Programm und mehr Informationen gibt es im akw30-Blog zu lesen.

Anstehen an der Kasse

Zehn Jahre und ein Todesfall: Disco Fantastique

Der 11.11.11: Für viel zu viele der Beginn der lustigen Zeit, für mich allerdings der Beginn einer sehr traurigen Zeit. Seit frühester Blogzeit hat mich die Disco Fantastique begleitet — genaugenommen schon lange vor der Geburt des Würzblogs, aber da habe ich noch nichts darüber geschrieben. Heute Abend ab 22.00 feiert die Disco Fantastique ihren 10. Geburtstag im Tanzcafé Ludwig — und gleichzeitig ihr Ende. Und verlässt eine der ganz großen und stilvollen Veranstaltungen in Würzburg die Bühne der Stadt.

Im LudwigJa, die Disco Fantastique hört auf. Gründe? Naja, ich vermute unter anderem Mal, dass sie in letzter Zeit nicht mehr so gut besucht war, vielleicht hat sie den Zwangsumzug ins Tanzcafé Ludwig nicht ganz verkraftet. Ich hoffe, dass wenigstens der Abschied gut gefeiert wird — ich bin auf jeden Fall dabei.

Hach, war das noch eine tolle Zeit, als die Fantastique im Keller des Standard stattfand. Spätestens ab 23 Uhr war es da rappelvoll, ab Mitternacht kam man wieder gut durch die Menge durch, da der Schweiß auf der Haut als natürliches Gleitmittel diente. Und — Ha! — da wurde noch geraucht, da hat man den Schweiß nicht so gerochen. Das Kondenswasser tropfte im Takt der Funkmusik von der Kellerdecke, alle tanzten, die 70s-Deko brannte angenehm in den Augen, die Stimmung war bis zum Morgengrauen fantastisch. Yeah babyUnd nicht zu vergessen die Disco Fantastique Deluxe, die mit Livemusik im AKW gefeiert wurden — ebenso gut gefüllt. Gute alte Zeit, die eigentlich noch gar nicht so lange her ist.

Nun ist es damit vorbei. Schade.

Danke an Jan, Sebastian, Christian und viele, viele andere, die mir schöne Freitagabende geschenkt haben. Und ich gebe den Glauben an einer Wiedergeburt nicht auf.

Hier gibt es alle Würzblog-Artikel zur Disco Fantastique

Und dazu noch ein paar Bilder aus den letzten sechs Jahres:

Einer geht noch — Gay-Party im AKW!

Ja, es ist ein bisschen wie auf einem Grab tanzen. Aber nur ein bisschen, vor allem ist es eine günstige und wohl hart erkämpfte Möglichkeit zum Tanzen. Worum es geht?

Am Samstag, 2. Mai 2009, ist Gay-Party. Nicht ungewöhnlich soweit. Ungewöhlich ist — mittlerweile — der Ort der Schwulen- und Lesben-Party. Getanzt wird nämlich im AKW. Das WUF, das schwulesbische Zentrum in Würzburg, hat es in wochenlanger Arbeit tatsächlich geschafft den Insolvenzverwalter des AKW weichzuklopfen — oder hartzuklopfen? — und ihm die Erlaubnis aus den Rippen — oder sonstwo — geleiert, eine letzte Gay-Party im AKW zu veranstalten.

Also Homos und Heten, besucht ein letztes Mal die Mutter und den Vater aller Gay-Partys in Würzburg — und genießt noch ein letztes Mal das AKW. Es sei denn der Insolvenzverwalter wird wieder rangenommen. 😉

Weißt du mehr zum Thema "WUF"? Dann schreibe dazu etwas im WürzburgWiki.

Der AKW-Kindernachmittag jetzt im Cairo

Das AKW ist Geschichte, aber die Angebote verteilen sich nun neu auf die Stadt. Unter anderem auch der Kindernachmittag, der immer sonntags stattgefunden hat. Der wird jetzt wieder im Cairo zum Leben erweckt.

Am 03. Mai 2009 ist die große Neueinweihungsparty. Am Muttertag, 10. Mai 2009, dürfen die Kinder batiken (hoffentlich mit den Vätern, denn die Mütter dürfen da bestimmt ganz lang ausschlafen, oder?). Am Sonntag darauf ist Vatertag (da dürfen die Väter schlafen) werden Stiftehalter und Briefbeschwerer gebastelt, am 24. Mai ist nicht Zahl- sondern Maltag und am Pfingstsonntag, 31. Mai 2009, gibt es ein Ritterturnier.

Wann es immer genau losgeht weiß ich gar nicht, aber der Titel Kindernachmittag wird wohl den Vormittag ausschließen. Glaube ich.

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