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Land’s End in Würzburg

Manchmal, wenn ich alleine sein und und meinen Gedanken nachhängen will, gehe ich zu Land’s End in Würzburg. Zumindest heißt der Ort so in meinem Kopf. Andere — oder eigentlich alle außer mir– nennen ihn das Ende der Hafenmole am Alten Hafen.

Um da hin zu gelangen, muss man einen halben Kilometer über bemooste und sehr krumme Steine laufen, sich an zwei Brückenpfeilern vorbeikuscheln, an einem Papagei und einer schönen Metallfrau vorbei. Und dann steht man am Ende des Alten Hafens und hat nur noch den Main vor sich.

Am vergangenen Donnerstag war ich auch wieder dort. Etwa zu der Zeit, als ein Tornado durch Kürnach zog — das Wetter wurde also auch in Würzburg nicht besonders gut. Dunkle Wolken zogen auf, Regen prasselte herunter — aber irgendwie hatte es da draußen was.

Wackliger Weg
Papagei an der Hafenmole am Alten Hafen in Würzburg.
Trockener Papagei an der Hafenmole am Alten Hafen in Würzburg.
Noch in weiter Ferne: “Belladonna” von Herbert Mehler.
Der Himmel zieht zu.
Am Ende der Hafenmole: Land’s End.
Der Sturm zieht über Belladonna.
Kurz wurde es mal richtig düster.
Papagei im Regen.

Alter Hafen bei Nacht und Tag

Am Freitag bin ich nach Sonnenuntergang mal am Alten Hafen und der Treppe am Heizkraftwerk in Würzburg vorbeigekommen. Ich hatte nur kurz Zeit, die aber für lange Zeit bei der Belichtung der Bilder genutzt.

Das Hafenareal ist schon schön zu fotografieren, wäre schade gewesen, wenn der Hafensommer wirklich abgesagt und das Gelände wirklich komplett verwaist wäre. Denn abgesehen vom Hafensommer passiert da nicht viel.

Kulturspeicher und Kran
Kulturspeicher und Kran
Nacht über dem Hafen
Brücke der Deutschen Einheit und die Lichter der Nacht im Hafenbecken
Lichtwelle - das angestrahlte Heizkraftwerk am Alten Hafen
Lichtwelle – das angestrahlte Heizkraftwerk am Alten Hafen

 

Licht im Kran
Licht im Kran

Am Tag zuvor habe ich das Heizkraftwerk in Würzburg von der anderen Seite fotografiert. Da ist es, hinter der Taube. 😉

Tagü ber dem Heizkraftwerk und eine Taube davor
Tagü ber dem Heizkraftwerk und eine Taube davor

Würzburger Orte illustriert

Die Illustratoren der FH Würzburg, die mich ja schon bei der Semesterausstellung begeistert haben, haben sich ein Semester lang mit Orten in Würzburg beschäftigt und zu Papier oder was auch immer gebracht.

Die Ausstellung dieser Werke findet auf der Arte Noah statt. Das ist das Schiff im Hafenbecken des Kulturspeichers. Das ist ist das Gebäude neben dem Cinemaxx. Nein, nicht das Hotel — das auf der anderen Seite.
Die Vernissage ist am Sonntag, 7. August 2011 um 11.00 Uhr — beste Frühschoppenzeit also. Und bis zum 4. September kann man sich die ganz eigenen Sichtweisen der Gestaltungsstudenten auf Würzburg anschauen.

Manchem Würzburger würde zum Illustrieren von Würzburger Orten ein dicker schwarzer Edding genügen, ich bin gespannt, ob die Studenten das genauso machen.

Nochmal zum mitschreiben

Austellung Klasse Illus!
Arbeiten aus den Ilustrationsklassen von Florian Bayer und Prof. André Rösler
7. 8. – 4.9- 2011

Kunstschiff ARTE NOAH
Alter Hafen (hinter Kulturspeicher)
Veitshöchheimer Str. 5
Würzburg

Geöffnet: Mittwoch – Samstag, 15 bis 18 Uhr, Sonntags 11 bis 18 Uhr

 

Mobile Espressobar

Mobile Espressobar in Würzburg

Mobile Espressobar

Heute kam ich von der Mittagspause im Centrale zurück und glaubte nicht richtig zu sehen — im Hof des Alten Zollamts am Alten Hafen stand eine mobile Espressobar (für Deppen: Expressobar). Barista Davide fährt mit seinem Dreirad tagsüber verschiedene Stadtorte in Würzburg an und bietet dort Espressi, Cappuccini (Cappuccinosse) und Latte Macchiati (Latte Matschiatosse) und ein wenig Gebäck an. Netter Service für eine Gegend, in der das Koffeinmonopol bisher fast nur bei der Shell-Tankstelle lag.
Der Kaffee ist eine 50/50-Mischung (Hälfte Arabica, Hälfte Robusta), welche für den deutschen Filterkaffee-Gaumen etwas kräftig wirken kann. Aber Hey — das ist italienischer Kaffee!

Die mobile Espressobar findet man ca. von 7 – 9 Uhr an der Talavera, von 12 – 14 Uhr im Hof des Alten Zollamts (gegenüber vom Pfannkuchenhaus, wo es schon lang keine Pfannkuchen mehr gibt) und ab ca. 15 – 18 Uhr vor der Uni-Bibliothek am Hubland. Die Uhrzeiten sind noch im Probelauf, Davide muss erst mal sehen, wo und wann welcher Bedarf an Kaffee ist.

Weißt du mehr zum Thema "Alter Hafen"? Dann schreibe dazu etwas im WürzburgWiki.
Das Boot bau ab

Das Boot fährt in die Werft, Landgang im Lumen

Die Disco “Das Boot” liegt schon so lange im Würzburger Hafenbecken, dass ich fast schon vergessen habe, dass der Name nicht davon kommt, dass sich der Chef mit “KaLeu” anreden lässt, sondern weil es ein Schiff ist. Und Schiffe müssen hin und wieder in die Werft. Nämlich jetzt, im April.

Das Boot bau ab
Ja, auf Dem Boot liegt die Gangway schon gestapelt auf der Mole und die Aufbauten sind zu Abbauten geworden. Da wird es wohl bald ablegen und in die Werft zur Überholung tuckern — auch wenn noch nichts auf der Boot-Website steht, was mich ein wenig irritiert.

In der Werftzeit — wie es aussieht nur im April — werden die Boot-Veranstaltungen nicht weit vom Liegeplatz entfernt stattfinden, nämlich im Lumen hinter dem Kulturspeicher. Dort heißt es ab dem 8. April 2010 jeden Donnerstag, Freitag und Samstag ab 23.00 Uhr “Landgang” und das Restaurant soll sich dann in einen Club verwandeln.

Die Gäste, die vor 23.00 Uhr zum Essen im Lumen waren, müssen natürlich kein Ticket nachlösen.

Ich werde wohl schon mal aus reiner Neugier reinschauen, da ich mir das räumlich noch überhaupt nicht vorstellen kann. Und weil es 50 Meter von meinem Büro weg ist — prima für einen Absacker nach der Arbeit. 😉

Und ich würde gern wissen, wann das Boot den Alten Hafen verlässt — muss man da nicht Klopapierrollen werfen? Oder waren es Champagnerflaschen?

Die Bühne ist (doch noch nicht) im Hafen, der Hafensommer kann kommen

Die Bühne ist ins Hafenbecken am Heizkraftwerk geschwommen schwimmt bald ins Hafenbecken am Heizkraftwerk und damit startet bald der 2. Hafensommer in Würzburg, nämlich vom 25. Juli – 17. August 2008.

Nachdem der Versuchsballon Hafensommer im letzten Jahr eigentlich nur durch das enorm schlechte Wetter Luft verloren hat, fasste die Stadt Würzburg Mut und investiert Geld und Zeit in den Hafensommer 2008. Ich war sogar bei der letzten Sitzung des Kulturausschusses, bei dem es erfreulich wenig Bedenken gegen die Veranstaltung gab. Ironischerweise zeugten die einzigen kritischen Nachfragen von Ausschussmitgliedern davon, dass sie den Hafensommer kaum erlebt haben. Das Bon-System sei viel zu umständlich gewesen — bloß gab es das am zweiten Veranstaltungstag schon nicht mehr. Die Sonne habe geblendet und es sie zu heiß auf den Stufen gewesen — das aber wohl auch nur bei der Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung, alle anderen fanden abends statt, als die Sonne schon untergegangen war oder es war eh wolkig und kalt.. Sachliche, aber völlig sinnlose Kritik also, wie in Würzburg gewohnt; das hat man davon, wenn man als Stadtrat nur am Eröffnungstag mal kurz für die Presse dort vorbeischaut.

Aber man war sich einig, dass das Areal am Heizkraftwerk dafür geschaffen wurde, dass es auch genutzt wird — warum es dann nicht als Platz für ein Public Viewing bei der jetzigen Fußball-EM erkoren wurde, bleibt wohl auf ewig das Geheimnis des Stadtrats.

Beim Programm habe ich den Eindruck, dass die Veranstalter noch mal einen Zahn zugelegt haben. Natürlich gibt es Würzburger Klassiker wie das (Junge) Philharmonische Orchester Würzburg und das Würzburg Jazz Orchestra. Oder Musiker, die man gerade erst auf dem U&D gehört hat, wie Carolin No, Mistaa (was Biffo sehr freuen wird) mit Soularis, Musiker, die beim Hoffest im Cairo gespielt haben, wie Wrongkong oder Künstler, die schon oft in Würzburg gespielt haben, aber zu denen ich noch gekommen bin, wie Senore Matze Rossi oder Sweet Georgia Mix. Nichts wofür man seinen Urlaub verschieben würde, aber doch Konzert, zu denen man gerne gehen kann.

Aber dann gibt es noch Künstler und Veranstaltungen, die man nicht alle Tage in Würzburg sehen und hören wird. Gustav zum Beispiel, die mich schon mit ihren Demosongs auf ihrer Website begeistert hat, traurig-ironische Texte und Musk, am Notebook entstanden und berauschend zart gesungen. Die 17 Hippies, die neulich sogar bei der Grimme-Preis-Verleihung gespielt haben, mit ihrer Multikulti-Mucke. Beady Belle, bei deren Ambient-Jazz man am liebsten auf der Hafentreppe vögeln ein Eis essen wollte. So eine Musik traut man Norwegerinnen gar nicht zu. Erika Stucky, die schräge schweizer Performancesängerin, ist auch wieder dabei, diesmal mit der Band Roots of Communication und hoffentlich besseren Wetter.
Beim Freiluftkino gibt es Pelzig und Mrs. Ratcliffe’s Revolution auf die Augen. Und ganz speziell ist noch “Experimentelle Deutsche Musikvideos 2003-2007”, wer vor 4-5 Jahren beim der Filmwochenende-Fete im Luisengarten war, der wird sich noch an den ersten Teil erinnern können — und der war sehr geil, sehr originelle Musikvideos.

Ach, wühlt euch einfach mal durch’s Programm … 🙂

Die Eintrittspreise sind noch nicht veröffentlicht, die “großen” Konzerte werden aber vermutlich nicht die 20 Euro-Marke überschreiten, was für solche Gruppen aber ein Schnäppchen ist.

Ich freu mich auf den Hafensommer — wenn in diesem Jahr bloß mal das Wetter mitspielt. Mir hat es schon gereicht, dass ich nach dem U&D erkältet war, das brauche ich im Juli nicht schon wieder.

Update:  Die Bühne ist noch gar nicht im Hafenbecken, ich hätte doch vorher versuchen sollen, das Kleingedruckte auf dem Webcambild zu lesen … 😉

Finish am Hafensommer

Heute Abend gibt es am Hafensommer die letzte Gelegenheit, den fliegenden Würzburger anzuschauen. Denn morgen ist schon das Hafenfest, die Schlussveranstaltung des Hafensommers.

Das Wetter meint es auf die letzten Tage noch mal gut mit der Veranstaltung. Ab 15 Uhr geht es los mit dem Fest für Kind und Kegel und so gegen Abend werde ich auch dazustoßen — und anstoßen. Außerdem ist der Eintritt frei! 🙂