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Eröffnung des Hafensommers in Würzburg

Laut wetter.com (Stand 24.07.07 20.13 Uhr) könnte zumindest die Eröffnung des Hafensommers am Donnerstag klimatisch ein toller Abend werden. Ich freue mich trotz akutem Zeitmangels sehr darauf. Warum? Nun, wer mal auf die Adresse im Impressum linst und sich die geographische Lage des Alten Hafens ins Gedächtnis ruft, der wird merken, dass ich in dem Areal recht viel Zeit verbringe und es schon deswegen sehr mag. Gerade die Treppe am Heizkraftwerk hat es mir angetan und sie ist meiner Meinung nach viel zu lange viel zu wenig genutzt worden, obwohl sie noch nicht alt ist.

Aber das wird sich jetzt hoffentlich ändern. Am Donnerstag, 26. Juli 2007, beginnt ab 18 Uhr an einem hoffentlich herrlichen Sommerabend der Würzburger Hafensommer. Nach den obligatorischen Reden werden die Musikstudenten auf der schwimmenden Bühne zum Tanz aufspielen. Anschließend wird im Open-Air-Kino der neue Film “Beste Zeit” von “Wer früher stirbt ist länger tot”-Regisseur Marcus Rosenmüller gezeigt, den Biffo als Früh-Morgens-Arbeiter schon in der Pressepreview gesehen hat. Der ganze Spaß kostet zusammen 8 € Eintritt.

Klingt gut und wird hoffentlich gut.

Des Nachts im Kulturspeicher

Jetzt rollt der Zug im Alten Hafen aber an. Kaum wurde das Heizkraftwerk eingeweiht, legt der Kulturspeicher am 5. Oktober mit der jährlichen Langen Kulturspeichernacht nach.

Gut, so richtig lang ist die Nacht nicht; von 19 Uhr bis 1 Uhr werden die “Bewohner” des Kulturspeichers Programm machen. Im Bockshorn gibt es Kabarett mit Queens of Spleens und Philipp Weber, im Museum ein Künstlergespräch mit Hermann de Vries, Führungen durch die “Gruppe Zero” und “Taschengewitter”, der BBK zeigt eine Performance mit Helmut Nennmann und Magnus Kuhn, der auch aus seinem Buch vorliest. Und der Tanzspeicher tanzt, was sonst. Essen und Trinken gibt es vom Lumen. Natürlich findet noch mehr in dieser Nacht statt, weitere Informationen (nicht so viel) findet man auf der Webseite der Langen Kulturspeichernacht.

Ach ja, liebe Macher des Flyers dieser Veranstaltung: “außerdem” und “heißt” schreibt man mit “ß”. Und die inkonsequente Groß- und Kleinschreibung hefte ich einfach mal unter Kunst ab …

Es ist angeheizt

FassadeDie Batterien mit Sonne und Kaffee aufgetankt und dann ab Richtung Kranenkai. Dort den Weg vom Parkplatz unter die Friedensbrücke nehmen und den kleinen idyllischen Fußweg am Main entlangschlendern. Und dann — Schwupps! — ist man auf der Treppe des Heizkraftwerks gelandet. Und was für eine Treppe!

Um diese Treppe herum wurde am Samstag die Neugestaltung des Heizkraftwerks am Alten Hafen in Würzburg gefeiert. Und es waren doch viel mehr Besucher da, als es das furchtbar gestaltete Plakat vermuten ließ. Aber das Wetter war auch wie gebacken dafür. IMG_7889Das Ambiente des Areals war im Sonnenschein wirklich wunderschön, so wurde aus einem “mal kurz hinschauen” ein “spät nachts heimkommen”.

Man konnte auch mal einen Rundgang durch einen Teil des Inneren des Heizkraftwerks machen. Aber sehr spektakulär war das nicht. Viele farbige Rohre, viele geheimnisvolle Kästen mit Elektrik, viele verschlossene Türe. Aber jetzt weiß ich wenigstens, wo 60% des Würzburger Stroms herkommt. Nämlich irgendwo aus diesen vielen Rohren, Kästen und Türen. Angeblich. Ich muss mal in die Steckdose schauen …

Fassade silberViel interessanter als das Innen ist das Außen des Kraftwerks. Das hat das Architekturbüro Brückner & Brückner schon sehr gut hinbekommen. Die Fassade wirkt mit ihrer kupfer- und silberfarbenen Lamellenstruktur recht locker und aufgeräumt. Je nach Blickwinkel, Sonnenstand und Jahreszeit sieht das Heizkraftwerk etwas anders aus. Die Hohlkehle, die noch nachträglich an den Bau angehängt wurde, schafft eine optische Verbindung in Richtung Kulturspeicher und wirkt gleichzeitig als “Dach” für die Freifläche- und treppe.
Ja, die Treppe. Dort lässt sich famos sitzen. Und einfach vor sich hin gucken. Oder ein Schöppchen trinken. Oder Roger’s People zuhören, einer Cover-Band, die zwischen den Extremen “sehr geil” und “furchtbar” pendelte.

IMG_8251Oder man schaut von der Treppe aus einer tollen Lasershow zu. Einer wirklich tollen Lasershow — mit integriertem Feuerwerk. Ich muss natürlich fairerweise erwähnen, dass ich kaum jemals eine Lasershow gesehen habe und somit die Sache an sich schon recht spannend fand. Aber in dieser Kulisse am Alten Hafen kam die Show einfach gut. Dramatische Musik, Laserfäden ziehen ihren Weg durch das vernebelte Hafenbecken, Feuerwerke im Hintergrund … es war einfach viel zu schnell wieder vorbei.

Würzblog am Alten HafenAlles in allem war es ein Tag, an den ich gerne zurückdenken werde. Und wohl auch die Stadt Würzburg. Denn durch die Neugestaltung des Heizkraftwerks wurde der Alte Hafen durch den Fußweg an die Innenstadt angebunden, ein ganz neues und orginelles Areal für Veranstaltungen geschaffen und der Stadt einen ungewohnt mutigen Hingucker in Sachen Architektur geschenkt. Und eine große Zahl von Besuchern hat sich dafür interessiert. Sogar so viele, dass am frühen Abend schon das Essen alle war.

Viele, viele Fotos gibt es im passenden Flickr-Set.

Kinderfest am Alten Hafen

Kinderfest am Alten HafenEigentlich wollte ich ja nur mal schnell etwas aus dem Büro holen. Da bin ich, trotz der hohen Benzinpreise, mal schnell ins Auto gesprungen, zum Büro gefahren und das Auto hinten im Hof geparkt. Als ich auf dem Wagen ausgestiegen bin, erfüllten seltsame Klänge mein Ohr: Harold Faltermeyers "Axel F." mit dem Xylophon gespielt. Das kann nur eines bedeuten! Kinderfest am Alten Hafen! Und so war es auch. Der Platz vor und hinter dem Kulturspeicher war angefüllt mit Kindern und Eltern – und leider auch mit leichtem Nieselregen. Geboten war so einiges. Es konnten Bierkästen gestapelt werden (auch ein Renner auf dem U & D), mit Hilfe der Polizei und einem Trampolin Saltos schlagen, sich einfach so schminken lassen, bei den Johannitern eine Verletzung schminken lassen (ich dachte, die sollten Verletzungen wegmachen?), mit einem Feuerwehrschlach Zielspritzen üben, Trommeln, Quiz, Zöpfe flechten lassen, Dies und Jenes. Das Wetter hat es leider überhaupt nicht gut dem Kinderfest gemeint. Der Sonntag hier in Würzburg ist bis jetzt völlig verregnet. Das hätte mit ja im Prinzip völlig egal sein können – ich habe ja keine Kinder. Aber dummerweise war auch heute wieder das Straßenmusik-Festival – und das war auch logischerweise auch sehr naß. Gut, noch ist der Tag nicht vorbei. Die Hoffnung stirbt zuletzt! (Bilder vom Kinderfest bei Flickr)