Programm für das Stadtfest 2008 in Würzburg

Ein Klassiker im Würzblog — das Programm des Stadtfests in Würzburg. Obwohl es diesmal ein brauchbares offizielles Programm im Internet gibt, habe ich doch wie in jedem Jahr eine Copy & Paste-Orgie veranstaltet. Denn was ich immer noch vermisse, ist eine Gesamtübersicht. Ich habe keine Lust, mich von Bühne zu Bühne zu klicken, ich will einfach wissen, was an den beiden Tagen geboten ist. Und außerdem scheint das Programm bei Würzburg macht Spaß nicht auf dem neuesten Stadt zu sein, bei manchen Veranstaltern werden stellenweise andere Bands genannt. Nun bin ich natürlich auch nicht sicher, wer nun Recht hat, aber ich gehe davon aus, dass die folgende Auflistung zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit hat.
Das Stadtfest-Programm ist in der Form bestimmt nicht komplett, ich werde zusehen, dass ich das in den nächsten Tagen noch vervollständigen kann. Wer schon von Fehlern oder Änderungen weiß, darf das gerne kommentieren.

Interessant ist übrigens, dass das Stadtfest scheinbar dreimal von Herrn Rosenthal und Herrn Endres eröffnet wird, nämlich zwischen 18.00 Uhr und 18.30 Uhr am Unteren Marktplatz, Vierröhrenbrunnen und Alten Kranen. Da dürfen die aber ganz schön rennen. 😉

Die Programmliste habe in ich 15-Minuten-Fenster aufgeteilt, wenn ein Act offiziell um 16.25 Uhr angekündigt ist, dann fällt das bei mit unter 16.15 Uhr — so genau wird es ohnehin nicht klappen. 😉

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Schwan am Kran

Letzte Woche Claudia Roth und Kurt Beck, gestern Guido Westerwelle — die Politik-Promi-Welle schwappt noch immer durch Würzburg. Wenn man Marco Schneider glauben darf, dass Promibesuche für die Wahlkampfkandidaten mehr Arbeit als Vergnügen ist und der Effekt für den Wahlkampf nicht spürbar ist, dann darf man sich Fragen, warum die großen Politiker den Kleinen das antun.

Morgen am Montag kommt wieder so ein erbarmungsloses Exemplar in die Stadt: Gesine Schwan. Wobei sie das nicht ganz uneigennützig macht, denn indirekt geht sie auch auf Stimmenfang für ihre Kandidatur als Bundespräsidentin.Und morgen ist sie um 12.00 Uhr am Alten Kranen, wird wohl ein bisschen plaudern, ein paar Zeilen aus ihrem Buch “Allein ist nicht genug” vorlesen und etwas Jazz gibt es auch noch dazu. Mittagspausenentertainment.

Bavarian-Open-Word

Als Blogger bin ich natürlich ein Freund von Literatur in jeglicher Form. Und so freut es mich um so mehr, dass die Bavarian-Open-Word am 25. August Station in Würzburg macht. Zum Thema “Alte Liebe” werden drei junge Würzburger Autoren und ein prominenter Nicht-Würzburger-Autor Texte lesen. Wo? Natürlich bei der Anlegestelle des Ausflugschiffes “Alte Liebe” neben dem Alten Kranen. Nicht da wo ich gedacht habe! 😉 Die Veranstaltung findet an der Leonhard-Frank-Promenade statt, also gegenüber der Anlegestelle des Ausflugschiffes “Alte Liebe”, am Mainufer auf der Zellerauer Seite. Von QuakQuak kam auch noch eine kleine Skizze zur Verdeutlichung – Danke!

Lesen werden an diesem Abend ab 19 Uhr Luise Boege, Minna Hartl (MUJUK) und Homer Berndl (Der Keil) als mehr oder weniger Würzburger. Als “Gast-Autor” wird Frank Spilker von der Band “Die Sterne” seine Stimme erheben, sowohl als vorlesender Autor als auch als Sänger nach der Lesung.

Die Lesung wird von Bayern 2 bzw. Zündfunk veranstaltet, der Eintritt ist natürlich frei. Sitzgelegenheiten wird es im Gegensatz zu einem Getränkestand wohl nicht geben, wer nicht stehen will kann gerne Decken, Stühle oder Sofas mitbringen und sich am Mainufer niederlassen. Picknickatmospäre ist ausdrücklich erwünscht.

Zaunfrei und Spaß dabei

Zaunfreie ZoneUnd da soll noch einer behaupten, öffentlicher Protest führt zu nichts. In der gestrigen Sitzung hat der Planungsauschuss des Stadtrats die Empfehlung ausgesprochen, keinen Radweg am Kranenkai zu bauen und — aha! — auch keinen Zaun dort zu bauen. Das schon verzaunte Mauerstück soll wieder entzaunt werden und das Material soll anderweitig verwertet werden (vielleicht ein Zaun auf der Mauer der Festung? ;-)). Die Entscheidung fällt aber erst definitiv am Donnerstag in der Stadtratssitzung. Also Daumen drücken!

In der Sitzung sagte Stadtbaurat Baumgart laut Mainpost

“er habe ‘die klare Erkenntnis gewonnen, dass ein Zaun da nicht vermittelbar ist’ “.

Das klingt fast so, als halte er selbst den Zaun nach wie vor für notwendig, oder?

Wie dem auch sei: die Chancen stehen gut für unseren geliebten Kranenkai in Würzburg. Also schwingt euch wieder auf das Mäuerchen und lasst die Beine baumeln — aber nicht hineinfallen, sonst kommt der Zaun doch noch! 😉

Die Zaunkönigin

Es war einmal eine Königin, die regierte eine kleine Stadt, welche idyllisch an einem Fluss gelegen war. Die Einwohner der Stadt feierten gerne. Sie feierten an jeder Ecke in der Stadt, am Ufer des Flusses, am Marktplatz, auf den Straßen. Wenn sie nicht gerade feierten, ruhten sie sich aus — ebenfalls in der ganzen Stadt. Im Sommer saßen sie am Ufer und ließen sich den leckeren Wein schmecken.

Nun sprach die Herrscherin eines Tages: “Lasst uns einen Radweg am Fluss entlang bauen. Und damit niemand beim Radfahren in den Fluss fällt, bauen wir auch einen Zaun an das Ufer. Die Sicherheit meiner Untertanen ist mir wichtig!” Ihre Berater stimmten ihr zu, und so wurde der Zaun gebaut.
Und wiederum sprach die Herrscherin: “Es führen viele Radwege durch die Stadt. Auch dort könnte ein Radfahrer auf die Straße fallen und sich verletzen. Lasst uns die ganzen Radwege einzäunen. Die Sicherheit meiner Untertanen ist mir wichtig!” Und so wurden in der ganzen Stadt Zäune zwischen Radweg und Straße gezogen.
Dann sprach die Königin: “Wenn ein Fest auf dem Markt ist, dann könnte es sein, dass jemand in seiner Ausgelassenheit vor dir Straßenbahn fällt. Lasst uns auch dort und überall, wo die Straßenbahn fährt, einen Zaun bauen. Die Sicherheit meiner Untertanen ist mir wichtig!” Und so wurde auch der Marktplatz und die Straßenbahnschienen eingezäunt.
Die Herrscherin sprach wieder: “Meine Untertanen sprechen gerne dem Rebensaft zu. Ich habe Angst, dass sie berauscht auf die Straßen fallen. Lasst an allen Straßen Zäune errichten. Die Sicherheit meiner Untertanen ist mir wichtig!” Und so würden alle Straßen eingezäunt.
Zuletzt sprach die Herrscherin: “Noch immer habe ich Sorgen um die Sicherheit meiner Bürger. Ihnen kann überall etwas passieren. Lasst um jedes Haus, am besten um jede Wohnung, jeden Platz, jeden Baum und jeden Strauch einen Zaun errichten. Die Sicherheit meiner Untertanen ist mir wichtig!” Ihr Berater stimmten auch hier wieder zu und die Zäune wurden aufgestellt.

Nachdem sie all das gesprochen hatte, ging die Königin hinaus auf die Straße, um sich an der nun sicheren Stadt und ihren wohlbehüteten Untertanen zu erfreuen. Doch draußen sah sie nur Zäune. Die Häuser waren kaum zu erkennen, weil so viele Gitter vor ihnen standen, das Grau der Zäune überdeckte die sonst so bunten Farben. Die wenigen Menschen, die noch in den Straßen umhergingen, kamen nur schwer voran, da sie ständig um Zäune herumgehen mussten. Die Untertanen riefen zu der Herrscherin auf der Straße: “Sie nur, was du angerichtet hast. Nichts kann uns nun passieren, aber wir sind eingesperrt. Sicherheit gegen Freiheit, Enge statt Schönheit — das ist kein guter Tausch!”
Da erkannte die Königin, was sie angerichtet hatte und weinte bitterlich. Noch am selben Tag ließ sie die Zäune abreißen und die Stadt fand wieder zu ihrem bunten Treiben zurück. Die Menschen setzten sich wieder an die Ufer des Flusses und entspannten sich bei dem gitterlosen Blick auf den Sonnenuntergang über der Stadt.

Alte(s) am Kranen

Bin gestern wieder mal am Alten Kranen gewesen. Obwohl meine Studentenzeit, wo ich dort ziemlich oft war, schon lange zurückliegt, kam doch viel Flair die Ära zurück. Am Kranen ist es einfach schön, egal ob man ob oben an den Tischen, vorne an der Mauer oder unten am Main sitzt. Es herrscht schon, gerade nachts, eine recht entspannte Atmosphäre.
Immer wieder schöne dort – und immer wieder anders. Während des Sommers in Würzburg ein “Muss”!