Mit der Bimmelbahn gebummelt

Seit fast genau vier Jahren schippert der City Train — auch Bimmelbahn genannt, obwohl das gar nichts bimmelt — Touristen durch Würzburg. Hinterher gefahren bin auch ich schon — aber noch nie mit. Das musste geändert werden.

City-Train in Würzburg
City-Train in Würzburg

Seit fast genau vier Jahren schippert der City Train — auch Bimmelbahn genannt, obwohl das gar nichts bimmelt — Touristen durch Würzburg. Welcher Autofahrer ist nicht schon gefühlte Stunden hinter dem Drecksbähnle hinterher geschlichen. Hinterher gefahren bin auch ich schon — aber noch nie mit. Das musste geändert werden.

Da heute eh keine Karfreitagsstimmung aufkam, hab ich die Gelegenheit mal genutzt. Acht Euro kosten 40 Minuten Rundfahrt durch die Innenstadt. Und ich weiß nicht so recht, ob es das wert war. Klar, dass ich nicht mehr viel Neues über Würzburg erfahren kann, zumindest nichts, was man bei einer Führung aus der Konserve erfahren kann. Damit hab ich auch nicht gerechnet. Aber ich dachte, dass die Führung etwas … nun … unterhaltsamer sein würde.  Aber so empfand ich es nicht, es war mehr so einen klassische Führung mit Fakten über die Stadt. Und schlecht verstanden hab ich die Stimme aus dem Lautsprecher leider teilweise auch.

City-Train in WürzburgDer einzig wirkliche Spaßfaktor war die Aussage gegen Ende der Fahrt, dass es in Würzburg 30 000 Studenten gäbe — eine halbe Stunde vorher hieß es aber noch, es wären 20 000. Da wurden in meinem Abteil schon mal Witzchen gemacht, dass die Studentenzahl in Würzburg aber ganz schnell ansteigt und heute Abend sich wohl 100 000 Studenten in den Kneipen der Stadt tummeln.

Ich fand es so mittelgut, aber vielleicht lag das am zu schönen Wetter oder dass ich bald 25 Jahre in Würzburg lebe. Aber eines muss man dem City Train lassen — durch das langsame Fahren und das leichte Schaukeln wird man sehr angenehm müde. Auch was wert! 😉

Spieglein, Spieglein ...
Spieglein, Spieglein …

Eine halbe Stunde kostenloses WLAN am Würzburger Hauptbahnhof

Wenn es mal wieder etwas länger dauert – die Bahn bietet jetzt an einigen Bahnhöfen kostenloses WLAN an. Auch in Würzburg.

Neben den elf WLAN-Hotspots von Kabel Deutschland, an denen man pro Tag 30 Minuten kostenlosen Internetzugang hat, bietet nun auch die Deutsche Bahn am Würzburger Hauptbahnhof — und 104 anderen Bahnhöfen in Deutschland — kostenloses WLAN an.

Hauptbahnhof Würzburg
Hauptbahnhof Würzburg
Foto: Bicycle Bob, CC-BY-SA

Am Bahnhof kann man nun am Tag auch eine halbe Stunden lang mobil über das WLAN surfen, die Anmeldung ist allerdings ein wenig komplizierter als bei den KD-Hotspots, denn bei der Bahn — bzw. bei deren Provider Telekom – muss man sich mit der Handynummer anmelden und bekommt dann die Zugangsdaten per SMS geschickt.

Schön wenn mal ausnahmsweise der Zug Verspätung hat und sich ein wenig im Netz die Zeit vertreiben will — auf mitfahrzentrale.de oder so. Ob man seine Handynummer an die Telekom verschleudern will, muss jeder selbst entscheiden.

(via Golem)

Drahtesel-Versteigerung am Bahnhof

Ein Fahrrad wäre mal wieder was für mich. Und am Bahnhof in Würzburg kann man bald Günstige erhalten.

Nach mehr als zehn Jahren ohne Fahrrad wäre es vielleicht mal wieder an der Zeit, dass ich mir einen Drahtesel zulege. Und am 25. April 2013 um 10 Uhr wäre die Gelegenheit für mich, so einen alten Bock günstig zu kaufen — die Bahn versteigert am Hauptbahnhof die Fahrräder, die dort in der letzten Zeit “übriggeblieben” und bis zum 19. April nicht abgeholt worden sind.

Fahrradversteigerung

Schlittenfahren auf Daisy und der ganzen Familie Duck

Winter 2010Na, da hat Daisy gleich Tick, Trick und Track eingeladen. Von einer Schneekatatrophe ist Würzburg noch weit entfernt, aber in diesen Jahr gibt es schon verhältnismäßig viel von dem weißen Zeug.

Apropos Schnee: Bei mir sind in den letzten Tagen drei E-Mails eingetrudelt, in denen nach Schlittenfahrgelegenheiten in Würzburg gefragt wurde. Ich bin selbst kein großer Wintersportfetischist bin, kenne ich eigentlich auch nur ein paar Namen:

Wer noch andere Schlittenbahnen kennt oder genauere Beschreibungen zu den Bahnen hat, der möge hier doch kommentieren oder — noch besser — sie auch gleich ins WürzburgWiki eintragen. Und das möglichst schnell, sonst ist der Schnee wieder geschmolzen. 😉

Update: Im Büro wurde gemeinschaftlich eine GoogleMap für Schlittenbahnen in und um Würzburg erstellt. Danke an Charly und Raoul! 🙂

Weißt du mehr zum Thema "Schlittenbahnen"? Dann schreibe dazu etwas im WürzburgWiki.

Rumrutsch am Marktplatz — oder am Nautiland

Ab Januar 2009 wird es sie geben, die mobile Einbahn in Würzburg. Mobile Eisbahn — als ich davon das erste Mal gehört habe, stiegen schon Bilder in meinem Kopf hoch, in denen ich Kinder sah, die auf einem LKW, der durch Würzburg fährt, Schlittschuh laufen. Aber so spektakulär wird es nicht werden. Eine Eisfläche von 15 x 30 Metern wird auf dem Marktplatz installiert werden, auf der man dann lustig herumrutschen kann.

Heute wurde ich schon mit dem ersten Gerücht konfroniert, dass dem ESV Würzburg und dem  Würzburger Eis- und Rollsportverein deswegen schon die Mitglieder weglaufen, weil dort eine zweite Eisbahn fest installiert wird.
So ist es nun auch nicht. Die Bahn heißt deswegen mobil, weil sie nach knapp zwei Monaten wieder abgebaut werden wird. Vom 6. Januar 2009 bis zum 24. Februar 2009 ist am Marktplatz aufgebaut. Deswegen muss man nicht aus dem WERV austreten, dessen Einbahnsaison übrigens schon am 26. Oktober in diesem Jahr beginnt.

Aber eine Konkurrenz ist die mobile Eisbahn — deren Marketingname auf den romatischen Namen “Winterzauber” klingt, was sich für mich eher wie ein Tee oder Punsch anhört — für die Eisbahn des ESV/WERV am Nautiland natürlich schon. Es kann schon sein, dass die Leute lieber eine auf Rockfeller Center machen und mitten in der Stadt Eislaufen wollen. Anderseits kann es auch sein, dass sie durch ein kurzes Rumgerutsche während des Einkaufsbummels auf den Geschmack kommen und zu anderen Zeiten mal zur Bahn um Nautiland gehen. Schau mer mal.

Der Betreiber des mobilen Eisbahn, Herr “Feuerzwangebowle-Autoscooter” Distel möchte die Vereine ja in sein Konzept einbinden und die Vereine sind laut einem — ok, dem — Foreneintrag auf der Website des WERV auch daran interessiert. Ob da schon Gespräche stattgefunden haben oder ob eine Kooperation in den Beschluss des Stadtrats aufgenommen wurde? Weiß man nicht.

Für mich selbst ist die Eisbahn — mobil oder nicht — eh nicht interessant. Ich misstraue allen Fortbewegungsarten zutiefst, bei dem man sich irgendwas unter die Füße schnallen muss.

Meine Fahrt zum Mäusebahnhof

Am Donnerstag Abend wollte ich meinen Freund vom Bahnhof abholen, also hieß es erstmal eine passende ÖPNV Verbindung herauszufinden. Ordentlich wie ich (nicht) bin, zog ich bereits mittags die WVV Fahrplanauskunft zu rate – die beiden in Frage kommenden Fahrten liessen nicht gerade Begeisterung aufkommen: Beide dauerten etwas über eine Stunde, mit jeweils einer halben Stunde Aufenthalt in Randersacker, die frühere Fahrt würde auch noch für eine weitere halbe Stunde Warterei am Bahnhof sorgen, die spätere sollte erst kurz nach dem erwarteten ICE ankommen.

Durch frühere ÖPNV Erlebnisse flexibel geworden, entschied ich mich spontan für den ersten Bus, denn dann könnte ich die 30 Minuten bis zur Ankuft des Zuges zu einem Besuch im KFC nutzen (nach 22 Uhr muss ich daheim auch nicht mehr unbedingt kochen). Soweit so gut. Wie immer habe ich aber vergessen, dass man bei den online Auskünften immer nur eine “Session” zugeteilt bekommt und als ich mir nochmal nähere Details zur Route ansehen wollt, war diese bereits abgelaufen. Also nochmal alles eingeben und – Überraschung: Jetzt bekam ich eine ganz andere Auskunft! “Mein” Bus war gar nicht mehr aufgeführt, dafür gab es einen anderen, der ohne umsteigen zu müssen zum Hauptbahnhof fuhr – aber der Bus war natürlich eben weg gefahren … Dieser stand auch gar nicht auf der ersten Liste von mittags – verändert hatte ich aber nur eine Haltestelle, was aber eigentlich ganz egal sein sollte, denn in Theilheim gibt es ja nur eine Straße (zumindest nur eine auf der die Busse entlang fahren). Wieso die zwei Auskünfte dann so verschieden waren, kann ja nur daran liegen, dass mindestens einem der Busse zwischenzeitlich Flügel wachsen.

Egal, ich hoffte mal darauf, dass es die mittags ausgewählte Verbindung trotzdem gab und trottelte los. Anscheinend war ich etwas zu früh, denn ich musste noch recht lange warten. Als dann ein Bus an der Haltestelle hielt, wollte ich mir ein Ticket kaufen, doch der Busfahrer wollte/konnte mir keines verkaufen. Dem Nuscheln entnahm ich mal, dass ich umzusteigen hätte und dort im Bus gäbe es dann wohl auch Tickets – verstanden hab ich aber nix, außer “Is jetzt ok so” (vielleicht darf man abends auch umsonst fahren?).  Dafür fand ich das Fahrtalent beeindruckend – so ein Monstrum von Bus durch den Kreisel an einer Baustellenabsperrung und der Verkehrsinsel mit Schild vorbei zu manövrieren ist schon eine Leistung.

In Randersacker stieg ich dann aus und stellte mich auf die halbe Stundewartezeit ein, aber der Anschlußbus rollte schon an, als der andere noch gar nicht außer Sicht war. Diesmal bekam ich auch ein Ticket – genuschelt hat der Fahrer aber genauso. Den Ticketpreis hatte ich nicht verstanden und musste nachfragen und schon wurde das Ticket billiger. “Ach, nuschel kostet ja gar nicht 2,95 nuschelnuschel 2,65 sind”s dann” Fein, so schön gefahren ist der aber nicht – gerast trifft”s eher. So war ich dann statt um 21 Uhr bereits um 20 Uhr am Bahnhof (mit der Erkenntnis, dass dies nun schon wieder eine ganz andere nicht aufgeführte Verbindung war – am Ende haben wir abends einen unbekannten 10 Minutentakt). Selbst mit meiner lang dauernden Auswahl des richtigen Essens im KFC schaffte ich es nicht, später als 20:45 am Bahnsteig anzukommen. Jetzt noch fast eine Stunde warten …

Während ich  so wartend herum saß, lief eine Maus auf dem Bahnsteig immer hin und her. Viel los war ja nicht und außer mir war nur noch eine Frau anwesend, die ganz in ein Buch vertieft war. Zu deren Turnschuhen fühlte sich die Maus wohl irgendwie hingezogen, denn sie kam bis direkt an ihre Füße. Sollte ich der Frau jetzt etwas sagen, damit die Maus nicht an ihr hochklettert oder besser nicht? Man kann ja nie wissen wie so jemand reagiert – ich dachte an eine Lehrerin, die panische Angst vor Mäusen hatte und wohl in dieser Situation vielleicht noch vor einen Zug gesprungen wäre – also besser nichts sagen. Angeknabbert wurde sie wohl auch nicht, denn ich habe sie später noch gesehen (sowohl Frau als auch Maus).

Achtung an Gleis 4! Ein Güterzug fährt durch! Achtung an Gleis 4!” Kurz darauf: “Ach nee, stimmt gar net. An Gleis 4 fährt natürlich kein Güterzug ein … Achtung! An Gleis 4 fährt ein – Ging-Geng-Gong – der Zug nach Nürnberg. Vorsicht an der Bahnsteigkante!” Auf den wartete ich leider nicht, aber der nächste war”s dann – auf jeden Fall war die ganze Reise zum Bahnhof recht amüsant. Sollte es uns mal richtig langweilig sein, suchen wir wieder zweimal nach der gleichen Verbindung und schauen, ob es dann auch eine dritte gibt. Ich wäre enttäuscht, sollte es nicht so sein *g*

(Beitrag von Cohnina)

Skelette am Bahnhof

Die Dächer an den Seitengleisen am Würzburger Bahnhof sind schon abgedeckt, jetzt stehen noch die Stahlskelette. Aber irgendwie weiß ich gar nicht mehr, warum die abgerissen werden. Kommt da jetzt ein Baumarkt hin, wie angedroht? Oder einfach nur so? Hab den Überblick verloren …

Burning down the crow

Manchmal ist das Lesen der Pressemeldungen des Polizeipräsidiums Unterfranken viel Spaß. So auch heute, wo eine Krähe einen Bahndamm abgefackelt hat. Sachen gibt’s …

Vor allem der Begriff “falsches Flugmanöver” ist in dem Text sehr schön. Da hat der Vogel wohl den Anweisungen des Bodenpersonals nicht Folge geleistet. Tierisches Versagen … 😉