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Regionaler Nachschub fürs Webradio

Im Radio Würzblog habe ich in den vergangenen Monaten ganz schön Musik aus dem Raum Würzburg nachgelegt — und trotzdem wohl nur einen kleinen Bruchteil von dem erfasst, was hier musikalisch passiert.

Danke an Jochen Volpert, Dennis Schütze, Grombira und Simon-Philipp Vogel für die CDs bzw. MP3s. Und dann hab ich noch Musik bei Bandcamp oder 7digital Alben aus der Region gekauft — soweit es das magere Budget hergibt: Von Wheneverucry, Rising End, Lilly among clouds, Respirance, Milena Müller, Melodiker, The Human Computers, hnrk, Danger Jerk, The Spleen Man, Wolfgang Michael, Vampyromorpha, Zeremony und Hildegard von Binge Drinking.
Demnächst werde ich auch mal wieder eine moderierte Sendung im Radio machen, und die einzelnen Alben ausführlich vorstellen.

Wenn Bands und Musiker aus dem Raum Würzburg ihre Werke zum Radio Würzblog beisteuern wollen — immer her damit! 🙂

Also: Wieder mal Radio Würzblog hören! 😀

Grombira – 1001 rockige Weltraumbasare

In den vergangenen Wochen und Monaten haben sich bei mir einige neue Dinge aus dem musikalischen Universum Würzburgs angesammelt. Fangen wir doch mal an, das abzuarbeiten.

Die Band mit dem kartoffellastigen Namen Grombira gibt es schon ein paar Jahre. Aber jetzt haben die Musiker aus dem Raum Würzburg ihr erstes Album herausgebracht.

Grombira wirft mal ganz frech Jazz und Psychedelic-Rock — genauer gesagt Space Rock — mit Schlagzeug und Bass mit orientalischen Melodien und Instrumenten zusammen.

Oriental Space Rock also. Das mag sich auf den ersten Blick schräg lesen, aber wenn ich ehrlich bin — das klingt auch schräg. Im besten Sinne allerdings. Die Fusion der unterschiedlichen Musiktraditionen gelingt erstaunlich gut und schafft sehr interessante Musik.  Sheyk rAleph zupft unter anderem an der E-Sitar und E-Saz und darf singen, Fredh Al Fezér treibt die Stücke  wuchtig und rhythmisch mit dem Schlagzeug voran und Tommi Tarek hält das Ganze mit seinem Bassspiel atmosphärisch dicht zusammen. Als würde eine Rockband sich gut gelaunt auf einem orientalischen Basar austoben.

Grombira sind Fredh Al Fezér, sheyk rAleph und Tommi Tarek aka Manfred Feser-Lampe, Ralph Nebl und Tommi Neubauer
Grombira sind Fredh Al Fezér, sheyk rAleph und Tommi Tarek aka Manfred Feser-Lampe, Ralph Nebl und Tommi Neubauer.

Im Grunde ist das Album ein Instrumentalalbum. Gesangsparts sind kaum zu finden und auch nur sehr kurz. Und, auch wenn ich es noch nicht ausprobiert habe, klingt es absolut tanzbar.

Getanzt wird auch auf der Release Party des Albums am 25. März 2017 ab 20 Uhr im Blauen Adler. Ich denke, live wird Grombira nochmal interessanter, die Musik lädt ja zum Improvisieren ein.

Eine weitere Gelegenheit, Grombira live zu hören, ist auf dem Umsonst & Draussen-Festival in Würzburg. Da spielen die Drei am Samstag, 17. Juni 2017, um 20 Uhr im KulturZirkusZelt.

Die CD kann man sich online bestellen oder, wenn es einen ins idylische Darstadt bei Ochsenfurt veschlägt, in Tommis Musik Butik gekauft werden kann.

Oder einfach Radio Würzblog hören … 🙂

U&D 2016, Tag 1

Umsonst & Draußen 2016, Tag 1
Umsonst & Draußen 2016, Tag 1

Das war eine Hetzerei, bis ich am Donnerstag endlich zu Umsonst & Draussen-Festival kam. Im Schneckentempo kroch ich mit dem Auto von Marktheidenfeld nach Würzburg. Bis ich dann endlich — mit der Straßenbahn — auf den Mainwiesen angekommen bin, ging es im Schneckentempo zu Fuß weiter.

Das Immerhin-Zelt
Das Immerhin-Zelt

Alle paar Meter habe ich jemanden getroffen und zumindest kurz gequatscht und hin und wieder auch jemanden umarmt. Aber auch das ist das Umsonst  & Draussen — ein großes Klassentreffen. Der Preis, den ich für diese soziale Freude zahlen musste, war, dass ich erst mal kaum ein Konzert gehört habe. Aber das war ein Preis den ich sehr gerne zahle! 🙂

Zumindest kurz konnte ich mir aber mal Yousef Junid auf der U25-Bühne anhören. Ein schönes Saitenzupfen hat er mit seinem Bruder da hingelegt.

Yousef Junid
Yousef Junid

Dann ging es weiter zu Die Nerven. Hammerkonzert mit einer Mischung aus Punk, Prog-Rock, eine Prise Joy Division und diversen anderen Einflüssen. Und eine geile Show, die drei Jungs da auf der Draussen-Bühen abgeliefert haben, die nicht mal ein gerissenes Fell der Basedrum stoppen konnte. Danke Nerven, Danke, Danke, Danke! 😀

Die Nerven
Die Nerven

Showman das Abends — Die-Nerven-Drummer Kevin Kuhn.

Die Nerven-Dummer Kevin Kuhn
Die Nerven-Dummer Kevin Kuhn

Nur ganz kurz konnte ich Egotronic anhören.

Egotronic
Egotronic

Ein paar Bilder

U&D mit 2016 und hoffentlich mit mir

Morgen beginnt das Umsonst & Draussen in Würzburg. Und obwohl ich im Job gerade viel zu tun und den Kopf damit voll habe, fängt so langsam mein Festival-Zeh zu zucken an. Denn nach etwa fünf Jahren könnte ich vielleicht in diesem Jahr mal mehr als nur kurz vorbeischauen.

Im Moment sieht es zumindest ab Freitag für mich einigermaßen gut aus (falls ich nach der Arbeit zum ersten Mal überhaupt zum U&D fahren würde, vielleicht am späten Donnerstagabend auch schon 😉 ) .  Der Wetterbericht meldet für Würzburg in den U&D-Tagen irgendwas zwischen Sonnenschein und Unwetter, manchmal sogar gleichzeitig. Wir werden sehen, für mich persönlich ist das Festival noch nie am Wetter gescheitert.

Ich würde ja freuen mal wieder in aller Ruhe ein paar Tage über die Mainwiesen zu schlendern, mir bekannte und unbekannte Bands auf der Draussen-, Drinnen- oder U25-Bühne und natürlich auf der Paletten-Bühne des Immerhin anzuhören. Oder die Stände der Initiativen besuchen und ein bisschen mit den Leuten dort zu quatschen. Oder zu schauen, was die Laserkoalas wieder an Kunst auf die Beine gestellt haben. Oder, oder, oder …

Und vor allem freue ich mich darauf, einem ganzen Haufen an netten Leuten dort zu begegnen. Ja, lieber Leser, auch du bist gemeint … 😉

Live, laut und lustig mit Daniel Biscan und Kleeberg

Man merkte Daniel Biscan schon eine gewisse Nervosität an, als er im Cairo die Bühne betrat. Auch wenn er mit seinen Musikerkollegen als Vorband von Nena schon vor etlichen tausend Leuten gespielt haben — jetzt treten sie zum ersten Mal in seiner Heimat auf, das ist dann nochmal eine ganz andere Nummer.

Dominik Strutzenberger und Benjamin Haupt sind 2/5 von Kleeberg.
Dominik Strutzenberger und Benjamin Haupt sind 2/5 von Kleeberg.

Das Cairo war gut zu Hälfte gefüllt, was der Stimmung keinen Abbruch tat. Als Vorgrüppchen war Kleeberg in einer reduzierten 2/5-Besetzung da. Benjamin Haupt und Dominik Strutzenberger waren für den eher ruhigeren Teil des Abends zuständig, was aber kurze und heftige Gitarrenschlachten zwischen den beiden nicht ausschloss.

Interessant an der kleinen Kleeberg-Besetzung war, dass damit auch die bekannten Songs des letzten Albums ganz anders klangen. Und ein paar unveröffentlichte Stücke gab es auch zu hören.

Daniel Biscan und Stefan Hergenröder
Daniel Biscan und Stefan Hergenröder

Die Kleebergs machten dann die Bühne frei für Daniel Biscan. Das war dann ganz lustig: Mit Joe “Mr. Jazz” Krieg an der Gitarre, Stefan Hergenröder am Bass, Lars Niekisch am Keyboard und Philipp Palm am Schlagzeug hat Sänger und Gitarrist Daniel vier erfahrene Berufsmusiker an Bord. Aber trotzdem hackelte es an manchen Anfängen von Liedern  — einfach weil es die Band noch gar nicht lange gibt und es wenig Gelegenheiten zum Proben gab. Schlimm war das nicht, die Jungs konnten charmant damit umgehen.

Daniel Biscan im Cairo
Daniel Biscan im Cairo

Ich vermute mal, da die Band an sich ja noch wenig bekannt ist, dass viele im Publikum Bekannte von Daniel, Joe und Stefan als Unterfranken waren. Damit war natürlich schon mal für eine positive Grundstimmung gesorgt. Aber trotzdem merkte man, wie die Songs die Leute nach und nach immer mehr mitrissen und ich hatte den Eindruck, auch die Band legte immer noch einen drauf.

Im Vergleich zum Album ging es beim Liveauftritt von Daniel Biscan ein bisschen mehr ab, der Sound war etwas rockiger. Ein paar wenige Nummern, die nicht auf “Eine Frage von Raum und Zeit” zu finden sind, gab es auch. Doch bei der geforderten Zugabe der Zugabe musste die junge Band passen — es wurde schon alles gespielt. Aber macht nicht — kurzfristig wurde “Unter uns Berlin” in “Unter uns Würzburg” umgedichtet und man hatte eine Zusatz-Zugabe, bei der das Publikum noch mehr mitsingt!  Vielleicht sollte sich die Band das für alle zweisilbigen Städte merken, in denen sie auftreten werden. 😉

Unter Strich: Ein super Abend mit toller Livemusik. Ich habe schon Gutes von Daniel Biscan auf der Bühne erwartet, wurde aber noch positiv überrascht. Und ich lasse mich gern positiv überrascht. Nur ein bisschen mehr Publikum hätte das Konzert vertragen.

Wer mehr hören will: Daniel Biscan und Kleeberg sind auch im Programm des Radio Würzblog.

Daniel Biscan
Daniel Biscan
Joe Krieg
Joe Krieg
Stefan Hergenröder
Stefan Hergenröder
Lars Niekisch
Lars Niekisch
Philipp Palm
Philipp Palm

Daniel Biscan im Cairo

Am Samstag, 13. Februar 2016, spielt ein Kollege von mir im Cairo. Daniel Biscan ist Bildredakteur und Fotograf bei der Main-Post, aber auch schon seit seiner Jugend Musiker. Und Komponist. Und Texter. Für Peter Maffey. Und Nena. Aber jetzt wollte er wieder was ganz eigenes machen.

Daniel bei der Probe für den ersten Auftritt.
Daniel bei der Probe für den ersten Auftritt.

Nach langer Kinderpause hat Daniel die Gitarren und Verstärker abgestaubt und mit Kollegen ein Album aufgenommen — und Nena hat ihn direkt als Vorband für ihre aktuelle Tour gebucht. Wer sich für die recht verrückte Entstehungsgeschichte des Albums interessiert — ich habe neulich einen großen Artikel für die Main-Post darüber geschrieben. Und eine ausführliche Rezension der CD “Eine Frage von Raum und Zeit” gibt es bei Gerald “Music On Net” Langer zu lesen.

Dürfte ein guter Gig am Samstag werden, ich war im vergangenen Jahr bei der Probe vor ihrer Tour-Premiere dabei, die Jungs und Profimusiker waren gut drauf und hatten trotz aller Nervosität Spaß. Und nervös dürfte Daniel am Samstag beim ersten Auftritt in der Heimat auch sein — darum schließe ich da auch auf Spaß! 😉

Und auch nicht zu verachten ist die Support-Band: Kleeberg — ohne Genossen und mit akustisch.

Wer also Lust auf Pop-Rock hat, könnte am Samstag im Cairo gut aufhoben sein. Um 19.30 Uhr ist Einlass, die Karten kosten im Vorverkauf 10 Euro, an der Abendkasse 12 Euro. Online-Tickets gibt es bei TixforGigs. Einen Facebook-Event gibt es auch.

Das Video zu “Laut wie die Liebe”, aufgenommen im beliebtesten Drehort für Musikvideos in Würzburg — in der Harnröhre unter dem Bahnhofsgelände.

Das Stramu – voll und toll

Nach einem Wochenende voll Straßenmusik in Würzburg weiß ich schon gar nicht mehr genau, welchen Künstlern ich zugeschaut habe. Gott sei Dank habe ich wenigstens ein paar Bilder gemacht, als optischer Knoten im Taschentuch für mich.

Schon am Freitag — eigentlich der Tag zum Aufwärmen — war eine Menge beim Stramu los. Aber da ging es noch, ich hab immer alles sehen und hören können.

Am Freitagnachmittag war beim Auftritt des Pullup Orchestra noch reichliche Platz am Unteren Markt. Das war aber auch das erste und einzige Mal der Fall.
Am Freitagnachmittag war beim Auftritt des Pullup Orchestra noch reichliche Platz am Unteren Markt. Das war aber auch das erste und einzige Mal der Fall.

Das Blatt wendete sich am Samstag. Da war in Würzburgs Innenstadt die Hölle los. Durch die Langgasse oder über die Alte Mainbrücke gehen zu wollen, war zu manchen Zeiten ein Abenteuer in Zeitlupe.

Die Langgasse - irgendwo in dem Getümmel spielen die beiden Mädels von Sajul.
Die Langgasse – irgendwo in dem Getümmel spielen die beiden Mädels von Sajul.

Aber das Stramu hatte die ersten eineinhalb Tage auch Glück mit dem Wetter. Und selbst als es am Samstagabend ein wenig zu regnen begonnen hatte, wurde es nicht wirklich kalt beim Stramu. Ok, es waren auch genug Leute zum Wärmen da.

Und da war wieder das Luxusproblem des Stramus — es war irre gut besucht. So gut besucht, dass man an manchen Künstler kaum herankam. Ein paarmal musste ich weitergehen, obwohl ich die Band gerne gehört hätte. Aber da war einfach nichts zu wollen, es standen zu viele Menschen zwischen mir und der Musik. Und da nützen auch irgendwann die 1,86 Meter Körpergröße nichts mehr.

Lokalhelden am Freiufer - Mucho Mojo hinter Blütenpracht.
Lokalhelden am Freiufer – Mucho Mojo hinter Blütenpracht.

Aber Lust, mich nach dem Programm zu richten und 10 Minuten vor dem Auftritt meinen Platz einzunehmen, geht mir gegen mein Straßenmusikgefühl. So muss ich wohl damit leben — und hoffe für das Stramu, dass die Besucherzahlen auch nicht zurückgehen. Zumindest nicht zu sehr.

Denn es war unterm Strich richtig schön, Würzburg mal wieder dermaßen voll mit gut gelaunten Menschen und Musik zu sehen und zu hören. Mir hat das Stramu Spaß gemacht, auch wenn ich den späten Samstagabend und den Sonntag doch daheim war.

Das aber aus anderen Gründen.

Update: Dennis war weniger angetan vom Stramu.

Avalanche Ahead an den Chiemsee

Die Jungs von Avalanche Ahead wollen gern zum Chiemsee. Besser gesagt, zum Chiemsee Summer, dem Musikfestival Ende August. Dort würden sie gerne spielen.

Doch der Weg auf die Zeltbühne beim Chiemsee Summer ist weit und beschwerlich und führt erst mal über eine Online-Abstimmung. Avalanche tritt in der Gruppe Nord gegen NoSpam aus Augsburg und Puls MC aus Heidelberg an. Und die Augsburger — Verzeihung: Augschburger — haben schon 64 Prozent der Stimmen bekommen. Das müssen wir bis zum 10. Juni noch ändern!

Also: Auf die Seite des Bandcontests des Chiemsee Summers gehen, bei Avalanche Ahead klicken, E-Mail-Adresse angeben und die Abstimmung in der Mail dann bestätigen.  Und natürlich allen Freund Bescheid geben. Damit schicken wir unsere Würzburger Abgesandten zum Finale am 27. Juni im Münchner Club Milla — und von da aus auf die große Bühne beim Festival!

Aber keine Sorge: Beim Umsonst & Draussen in Würzburg spielen sie auf jeden Fall! 🙂