Hannes weinte für die Viertelkultur, ich koffeinierte

Unterm Strich war das Thema des Abends wohl “alternative Finanzierungsmodelle”. Aber verpackt in einen wundervollen Ort, mit wundervoller Musik und die Menschen ebenfalls. Nur die Getränkeauswahl nicht.

Nach einer durchaus stressigen Woche hatte ich gestern Abend eigentlich erst mal einen Wunsch — einen ordentlichen Schoppen! Und den, so dachte ich mir, genehmige ich mir im Viertelkultur in der Zellerau. Dort gab nämlich Hannes Wittmer ein Benefiz-Konzert zu Gunsten des Cafés/Treffpunkts/Kulturorts/Bald-Unverpacktladens. Ein zauberhafter neuer Ort für Würzburg, als Sanderauer neide ich der Zellerau etwas die Viertelkultur, unterstütze es aber sehr gern.

Hannes Wittmer und Clara Jochum im Viertelkultur.

Stücke von seinem neuen Album “Das große Spektakel” gab Hannes zum Besten, aber auch aus einer Spaceman-Spiff-Zeit — und unterstützt von der wundervollen Clara Jochum am Cello und mit Gesang. Trauriges, Nachdenkliches, aber doch auch Schönes spielte er, erklärte auch, warum es das neue Album nicht im normalen Verkauf, sondern nur als kostenlosen Download gibt — und trank leckeren Frankenwein.

Den hätte ich auch gern getrunken, doch der Bocksbeutel war allem Anschein nach der einzige Wein in der ganzen Viertelkultur und den Künstlern vorbehalten. Für mich als Nicht-Bier-Trinker gab es dann eben … Kaffee. So weinte Hannes und ich auch, jeder auf seine Weise. 😉

Hannes im Spiegel.

Liebe Viertelkultur, ich wünsche mir Wein auf eurer Karte. Sonst muss ich Gitarre, Theremin und Nasenflöte einpacken und bei euch ein Konzert geben, nur damit ich einen Schoppen bekommen — und glaubt mir, das wollt ihr nicht! 😉

Gegen Ende des Konzerts ging ein Blechdosen-Hut herum und ich behaupte mal, der Abend hat sich in Sachen Spenden für die Viertelkultur gelohnt. Und gelohnt hat es sich für mich auch, es war ein schöner Abend in einem schönen Ambiente. Und lohnen darf es sich für Hannes selbst dann auch am 9. Februar, da spielt er mit Band im Cairo. Natürlich ohne festen Eintritt, sondern auf Zahl-was-du-willst-Basis. Aber Karten kann und sollte man online auf Wütix für einen knappen Euro reservieren.

Bloggerlesung bei der WueWW: Vom Byte zum Buch

Bei der Würzburg Web Week lesen drei Blogger aus ihren digitalen und gedruckten Machenschaften. Ulrike Schäfer, Heidi “Moggadodde” Luger und Ralf Thees sind am 6. März im Tiepolo-Keller zu hören, live wie nie zuvor.

Nächste Woche ist die Würzburg Web Week – ein großes Ding, größer als im Vorfeld gedacht. Eine Woche lang zeigt Würzburg, was es im Bereich “Digitales” zu bieten hat. Dazu gehören viel Technik- und Unternehmenskram, aber dazu gehören auch die Blogger in der Stadt.

Und die Blogger lesen. Naja, zumindest drei davon, Heidi “Moggadodde” Luger, Ulrike Schäfer und ich, Ralf Thees. Am Dienstag, 6. März, tragen wir um 20 Uhr im Tiepolo-Keller (Innerer Graben 22) aus unserer digitalen und gedruckten Machwerken vor.

Gerade haben wir die Lesung festgeklopft — und es sieht nach einem wirklich unterhaltsamen Abend aus, so unterschiedlich wir Drei auch schreiben. Es wird längere Texte geben, kurze Texte und ganz, ganz kurze Texte, dazu ein wenige Plauderei, mundverlesen von den Autorinnen und dem Autor.

Und obwohl es so ein toller Abend wird, kostet das Ganze keinen Eintritt. Einen sehr dicken Geldbeutel darf man trotzdem mitbringen. Denn wir lesen für einen guten Zweck, den Verein Hand in Hand gegen Tay-Sachs und Sandhoff (die Webseite ist übrigens ebenfalls ein Blog. 🙂 ). Es darf also reichlich gespendet werden, nach oben gibt es da kein Limit.

Gut gezweckte Filztannenbäumchen und Musik

UNICEF-Benfizkonzert am Donnerstag im Cairo. Vier Bands, acht Lose und zwei Tannenbäumchen später war der Abend auch schon vorbei.

Am Donnerstag war ich mit einer Kollegin vom Main-Echo beim UNICEF-Benfizkonzert im Cairo. Der Saal war nicht ganz voll, aber voll genug für gute Stimmung. Einen schönen Abend die UNIFEC-Hochschulgruppe Würzburg da organisiert, danke dafür! 🙂

UNIFEC-Hochschulgruppe Würzburg
Die UNIFEC-Hochschulgruppe Würzburg posiert kurz vor Beginn des Benefiz-Abends.

Die erste Band auf der Bühne war  Fred Boneskin. Die Jungs aus Fulda legten schon mal mit einer Art akustischem Hardrock vor.

 Fred Boneskin aus Fulda
Fred Boneskin aus Fulda

Dann kam Philip Bölter auf die Bühne. Irgendwie sprang beim Publikum erst nicht so der Funke über, aber dann dreht er auf und wir ab — das muss an seiner ständig hüpfenden Lockenpracht bei den Gitarrensoli gelegen haben. 😉

Philip Bölter und seine Locken.
Philip Bölter und seine Locken.

Als dritte Band war StedRed an der Reihe. Die Kitzinger waren die Einzigen, die ich nicht so toll fand, mit war die Musik ein wenig zu glatt. Aber zugegebenermaßen war ich einer der wenigen im Raum, dem es so ging — dem Rest des Publikums schien es zu gefallen.

 StedRed aus Kitzingen
StedRed aus Kitzingen hinter Wunderkerzen

Aus meiner Sicht kam das Beste zum Schuss:  Florian Boger mit dem Gitarristen Robin Leute und kurzer Unterstützung von MC Grinch.. Tolle Texte, super Stimme, mit viel Spaß und Gefühl. Der Singer-Songwriter-Hiphop-Mix ging mir echt in die Füße und hätte noch länger dauern.

Florian Boger
Florian Boger

Bei der Tombola hab ich auch zugeschlagen. Zwar war mir das Glück nicht unbedingt hold — bei acht Losen hatte ich zwei Gewinne. Dafür bin ich um zwei Filz-Weihnachtsbäume reicher und um 20 Euro für einen sehr guten Zweck ärmer. Passt schon! 🙂

P. S. Eine ausführlichere Konzert-Kritik gibt es auch beim Mu-Mag

Zwei Filzbäumchen von der Tombola
Zwei Filzbäumchen von der Tombola

Konzert für UNICEF Flüchtlingsnothilfe

Das erste UNICEF Benefizkonzert in Würzburg findet am Donnerstag im Cairo statt. Das Line-up sieht interessant aus und der Eintritts-Preis sollte jedem Besucher ein schlechtes Gewissen machen.

Das erste UNICEF Benefizkonzert in Würzburg findet am Donnerstag, 19. November 2015, um 20 Uhr im Cairo statt. Das Line-up sieht interessant aus:  Die Jungs von Fred Boneskin, die Pop-Rocker StedRed, The-Voice-of-Germany-Staffel-3-Teilnehmer und New-Folker Philip BölterTVOG-Staffel-4-Teilnehmer und Querbeetmusiker Florian Boger mit Gitarristen Robin Leute.

Die Einnahmen des Abends gehen an die UNICEF Flüchtlingsnothilfe in Syrien. Der Eintrittspreis an der Abendkasse ist für ein Guten-Zweck-Konzert geradezu lächerlich gering. Die 5 Euro an der Abendkasse sind dermaßen ein Witz, dass alle, die nicht noch eine zusätzliche Spende in den Hut werfen, mit Fußpilz zwischen den Zehen oder wenigstens einem schlechten Gewissen bestraft werden sollen. Wer die Fußpilz-Gefahr reduzieren will, der kann auch noch an der Tombola am Abend teilnehmen, die die ehrenamtliche UNICEF-Hochschulgruppe Würzburg veranstaltet.

https://www.youtube.com/watch?v=_mzl_8SdGgE

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https://www.youtube.com/watch?v=6uj0vxftfsY

Flüchtlinge-Willkommen-Nachmittag in der Posthalle

Am Sonntag, 20. September 2015, gibt es einen Flüchtlinge-Willkommen-Nachmittag in der Posthalle in Würzburg — oder international: einen Refugees Welcome Afternoon.

Refugees Welcome AfternoonAm Sonntag, 20. September 2015,  gibt es einen Flüchtlinge-Willkommen-Nachmittag in der Posthalle in Würzburg — oder international: einen Refugees Welcome Afternoon.

Der Förderverein Bahnhofsmission Würzburg, Lions International, LEO Würzburg Julius Echter, die Wirtschaftjunioren Würzburg, das Projekt Würzburg e.V., Lauterbach Kreativbetreuung  und natürlich die Posthalle selbst  laden alle zu dem Nachmittag zwischen 15 Uhr und 20 Uhr ein, die in Würzburg leben — also Flüchtlinge und Nicht-Flüchtlinge.

In der Pressemitteilung wird die Veranstaltung  ein “interkulturelles Fest für Flüchtlinge, Fachkräfte, Organisatoren und Würzburger Bürger/innen” genannt. Da sind ja schon mal vier verschiedene Kulturen genannt! 😉

Es gibt was zu Essen, zu Trinken und Musik — bisher haben Mucho Mojo, Chris Mueller und Red Manhole als Bands zugesagt, da geht aber bestimmt noch was. Dass Red Manhole mit dabei ist, habe ich schon vermutet, bevor ich es gelesen habe — nach ihrem Auftritt mit syrischen Flüchtlingen beim Stramu.

Das mit dem Eintritt ist so geregelt: Wer kein Flüchtling ist, zahlt 5 Euro und für Essen und Trinken. Das gesamt Geld kommt der Flüchtlingshilfe in Würzburg zu, Speis und Trank wurden gesponsert und alle Beteiligten arbeiten ehrenamtlich.

Es soll ein Nachmittag zum Kennenlernen, informieren und vernetzen sein — aber auch zum gemeinsam Spaß haben.

Spendenübergabe mit Artischocken

Am Samstag waren Rööö und ich in offizieller Würzblog-Mission unterwegs. Wir haben das Geld an den Verein “Hand in Hand gegen Tai-Sachs und Sandhoff” übergeben, das wir beim 10. Geblogstag gesammelt haben.

Am Samstag waren Rööö und ich in offizieller Würzblog-Mission unterwegs. Wir haben das Geld an den Verein “Hand in Hand gegen Tai-Sachs und Sandhoff” übergeben, das wir beim 10. Geblogstag gesammelt haben. Ganze 240 Euro sind dabei zusammengekommen, einen Dank nochmal an alle edlen Spender.

Spendenübergabe von Würzblog an Hand in Hand gegen Tay-Sachs und Sandhoff:<br/> Birgit Hardt und Folker Quack (oben), Rööö, Dario und Ralf (unten)
Spendenübergabe von Würzblog an Hand in Hand gegen Tay-Sachs und Sandhoff:
Birgit Hardt und Folker Quack (oben), Rööö, Mini-Glücksfee Dario und Ralf (unten)
Außen hart und innen hart - Artischocken, wie man sie nicht grillen sollte.
Außen hart und innen hart – Artischocken, wie man sie nicht grillen sollte.

Die Übergabe haben wir mit vegatarischen und fleischigen Grillen und Wein, Bier und Spezi gefeiert. Lecker war es! 😀 Nur das mit dem Grillen von Artischocken müssen wir noch etwas üben … 😉

Und der Hinweis an die Spender: Das versprochene Video mit Grüßen vom König oder der Glücksfee gibt es bald — der Juli lief arbeitstechnisch leider ganz anders als geplant.

Wer noch an den Verein spenden will, der kann das gerne noch machen! 🙂

Anhang 2b Anhang 2c

 

Havannaduck

Am 16. Mai 2015 ist auf dem Main das Badeentenrennen. Für den Blogger- und Twitterstammtisch in Würzburg tritt wieder die Havanna Duck an. Die Profisportlerin hat das Würzblog für ein Fotoshooting und ein Interview besucht.

Am 16. Mai 2015 ist auf dem Main das Badeentenrennen des Wildwasser e.V. Für den Blogger- und Twitterstammtisch in Würzburg tritt wieder die Havanna Duck an. Die Profisportlerin hat das Würzblog für ein Fotoshooting und ein Interview besucht.

HavannaduckWürzblog: Frau Havanna Duck …

Havannaduck: Nenn mich einfach Havanna, Schnuckelchen!

Havanna, du trittst in diesem Jahr zum sechstem Mal beim Badeentenrennen in Würzburg an. Wie hast du dich auf das Rennen vorbereitet?

Ich habe den Winter diesmal im Trainingslager in der Sanderau verbracht und vor allem an meiner Limettenkette und der Stärkung des Federkleids gearbeitet. Und einige Wochen war ich dann ganz oben im Alkoholregal auf Promillhöhentraining.

Und du fühlst dich gut vorbereitet?

Ich bin hochalkoholisiert!

Das warst du in den fünf Jahren deiner Profikarriere vorher auch schon. Wie kommt es, dass du bisher noch nie einen Platz auf dem Treppchen erreichen konntest?

HavannaduckDas lag nie an mir! Die Badeentenszene ist eine Schlangengrube, da wird mit allen Mitteln gearbeitet. Meine gegnerischen Enten haben sich des öfteren gegen mich verschworen und mich beim Rennen sogar so lange mit Wasser bespritzt, bis ich nüchtern wurde. Oder dieser WüMa-Bus, der sich während des Rennen an mich rangemacht hat … mein Gott, ich bin auch nur eine Ente und aus Plastik … und dann sind da noch die Helfer …

Du meinst deine Vorwürfe aus dem Jahr 2012?

Ja, da hat mit der DLRG den Sieg gestohlen. Ich hatte mich auf den ersten Platz geschwommen, da fingen die an, uns mit Plastikschwimmern zusammenzuschieben. Das hätte die wohl kaum gemacht, wenn ich den Sieg nicht schon in den Federn gehabt hätte.

Deine Sponsoren  des Würzburger Blogger- und Twitterstammtischs glauben aber noch an dich?

HavannaduckAch, das ist mir doch Entengrütze, das sind es alles Idioten, die ein viel zu weiches Herz haben! Nach jedem verlorenen Rennen sagen die “Jetzt trennen wir uns von Havanna”, aber da wetze ich nur meinen Schnabel an ihrem Beinen, nehme die Sonnenbrille ab und schau ihnen treu-doof in die Augen … das funktioniert immer bei diesen Luschen!

Das wollen all unsere männlichen Leser schon immer wissen: Welche Augenfarbe hast du? Du nimmst die Brille in der Öffentlichkeit ja nie ab!

Frag doch die drei jungen Erpel von letzter Nacht! (lacht dreckig)

Keinen Hinweis?

Hmmm … die Augenfarbe ist irgendwo zwischen Escorial Grün und Blutwurst.

Havanna, ich danke dir für das Gespräch!

Ist schon recht! Ich schenk mir noch einen ein, willst du auch einen?

Nein, danke!

Ist dir wohl zu stark?

Ja.

Dann verpiss dich, du Algenteetrinker!

Ausverkauftes Benefiz

An dieser Stelle sollte eigentlich eine große Ankündigung für das Benefiz-Konzert am 10. März mit der Alin Coen Band und Joseph Myers in der Kellerperle stehen. Mit Alica — die ihren Abschied aus Würzburg so feiert, dass sie eben diese Konzert veranstaltet und den Erlös an die Station Regenbogen der Uni-Kinderklinik spendet –, hatte ich ausgemacht, dass ich heute was dazu blogge, da es gestern in  der Main-Post stand und damit die Ankündigungen besser gestreut werden …

…hätten wir uns alles sparen können, das Konzert ist schon ausverkauft. 🙂
Wer mutig ist, kann sich ja am Dienstagabend an die Abendkasse wagen, vielleicht tauchen ja wieder Karten auf. Oder man spendet so etwas an die Station Regenbogen und summt die Lieder vor sich hin. 🙂

Alica, das mit dem Konzert war anscheinend eine gute Idee. Würzburg wird dich vermissen.