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Hope im Dornheim

Hope - Cell
Hope – Cell

Die Band Hope, einer der musikalischen Exportschlager Würzburgs, zieht es mal wieder in die alte Heimat. Am nächsten Freitag, 18. November 2016, spielen die Wahl-Berliner in der Waldschänke Dornheim, dem ehemaligen Talaveraschlösschen.

Uhrzeit? Laut dem Facebook-Event von 20.30 Uhr bis 0 Uhr, aber irgendwie zweifle ich daran, dass Christines wundervolle Stimme dreieinhalb Stunden durchhält. Aber vielleicht täusche ich mich. Eintrittspreis? Ebenfalls unbestimmt, Hope “spielt für den Hut”, da sollte man sich aber nicht lumpen lassen.

Hope – Cell

Unsere ehemaligen Würzburger Musiker von Hope, die in die weite Welt (oder nach Berlin) auszogen, haben einen neuen Song herausgebracht: Cell. Und dazu auch ein Video.

“Dies ist die unendliche Geschichte menschlichen Ringens. Das Ringen um Geborgenheit, das Ringen um Platz, das Ringen mit der Einsamkeit. Jedes Mal, wenn wir dieses Stück spielen, ringen wir mit der Stille. Ringen wir mit der Wucht.” (Hope, Facebook-Post zum Video-Release)

Eine intensive Musik wird in intensiven Bildern festgehalten. Ich freue mich schon, Hope mal wieder live zu sehen und zu hören. Christine Börsch-Supan hofft, dass sie im Herbst wieder mal nach Würzburg kommen. Ich hoffe auch. Hope.

Den Song gibt es zum Beispiel bei 7digital,  iTunes, Spotify,

Fin-Ger Biennale: Vortrag von Jürgen Mayer H.

Die finnische-deutsche Kreativ-Schmiede Fin-Ger ruft die erste Fin-Ger Architektur-Biennale aus. Und legt gleich mal die Latte mit einem ganz großen Namen hoch: Am Montag, 13. Juli 2015, wird Jürgen Mayer H. um 18 Uhr einen Vortrag im Fürstensaal der Residenz halten. Danach wird es  um 20.30 Uhr die Vernissage mit Arbeiten Jürgen Mayer H.s (wo gehört da jetzt das Genitiv-S hin? 😉 ) im Fin-Ger-Concept-Store auf dem Bürgerbräu-Gelände geben.

Metropol Parasol in Sevilla von Jürgen Mayer H. Foto:  Anual/Wikimedia, Lizenz:, CC-BY
Metropol Parasol in Sevilla von Jürgen Mayer H. Foto: Anual/Wikimedia, Lizenz:, CC-BY

Der Berliner ist einer der renommiertesten — und gelegentlich auch umstrittensten — Architekten in Europa. Das wohl bekannteste Bauwerk von ihm ist der Metropol Parasol in Sevilla , wo er mit der abgefahrenen gigantischen Holzkonstruktion ein neues Wahrzeichen für die spanische Stadt geschaffen hat.

Ich habe keine Ahnung, wie Matthias Braun und Juhani Karanka von Fin-Ger an diese große Nummer der Architektur-Szene gekommen sind — und bin mir gar nicht sicher, ob ich es wissen will. 😉

Bis Sonntag kann man Karten für den Vortrag und die Vernissage täglich zwischen 17 und 19 Uhr im Fin-Ger-Concept-Store  für 15 Euro auf dem Bürgerbräu-Gelände kaufen.

Noch zur Biennale selbst — das schreibt Fin-Ger selbst dazu:

Die FIN-GER ARCHITEKTUR BIENNALE präsentiert hochkarätige finnische und deutsche zeitgenössische Architekten und Architektur. Die Idee ist, die Biennale jedes Jahr in Würzburg mit wechselndem Gastland zu organisieren. Die erste FIN-GER Architektur Biennale 2015 beginnt mit Deutschland. Nach der offiziellen Eröffnung am 13.07. 2015 werden im Anschluss noch einige Pop-Up Events wie Kurzvorträge etc. vom 14.07.-26.07. im FIN-GER Store stattfinden.

Den Vortrag von Jürgen Mayer H. sollten sich alle Kreativ- und Architekturinteressierten — mich eingeschlossen — mal anhören, so ein großer Namen kommt nicht alle Tage nach Würzburg. Und ein kleiner Blick über den architektonischen Tellerrand kann einem in Würzburg nicht schaden.

Pier Skulptur, J. Mayer H.; Lazika, Georgien. Foto: Marcus Buck
Pier Skulptur, J. Mayer H.; Lazika, Georgien. Foto: Marcus Buck

Hope: Raw

Vor  fast einem Jahren nannten die vier Musiker ihre Formation noch “Mamsell Zazou” und waren in Würzburg daheim. Mittlerweile nennen sie sich “Hope und leben in Berlin — und es gibt Hoffnung, dass sie Würzburg nicht vergessen haben.

Nach “Nude” melden sich die Vier mit einem neuen Ein-Wort-als-Titel-Song wieder: “Raw” gibt es zu hören und zu sehen. Phillip, Fabian und Martin schaffen mit ihren Instrumenten eine paradoxe dichte Weite, die Christine mit ihrer Stimme ausfüllt. Ein starkes Lied, im Video mit Licht und Schatten, Schnitten und Anschnitten und der Abwesenheit jeglicher Farbe beeindruckend von Riccardo Bernardi umgesetzt.

Würzburg werden Nude in diesem Jahr mindestens zweimal musikalisch besuchen: Am 22. Mai 2015 im Café zum schönen René (das wird eng) und am 19. Juni  auf dem Umsonst & Draussen (Drinnen-Bühne, könnte auch eng werden).

Update, 23.5.2015: Den Song “Raw” gibt es jetzt auch auf iTunes.

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Bei den Dreharbeiten von “Lost Place”


RoboterErinnert sich noch jemand wie die Moviebrats den Film “O sole mio” im Dencklerblock gedreht haben? Die süße kleine Liebesgeschichte, bei der ein Spielzeugroboter eine wichtige Rolle spielt,haben die Jungs und Mädels 2006 während ihres Studiums an der FH Würzburg aufgenommen.

Dieser kleine Roboter steht jetzt auf einem Schrank im Büro der Moviebrats in Berlin-Kreuzberg. Moviebrar Alex Weimer drehte 2008 in Karlstadt noch den Spielfilm “Fremdkörper“, der im Cinemaxx in Würzburg seine Kinopremiere feierte. Und kurz danach gründeten die Filmemacher eine Firma in Berlin — und gehen es jetzt gleich mal eine Nummer größer an.

6506833429_775bf1e6c6_bAls ich vor zwei Wochen in Berlin war, durfte ich im Rahmen einer Reportageübung — vielleicht gibt es die auch bald zu lesen — an der EJS den letzten Drehtag ihres aktuellen Projekts “Lost Place” erleben. Und die Moviebrats haben nicht gekleckert, sondern gleich geklotzt. Der Mystery-Thriller wird in 3D gedreht, mit der gleichen 250 000 € teuren Kamera, mit der auch Peter Jacksons “Der kleine Hobbit” und auch Spiderman 4 gedreht wurden. Ein Riesenkasten!

Hello MomDas Filmset sah ziemlich geil aus. Im Film geht es darum, dass Geocacher eine stillgelegte amerikanische Militärbasis in einem Wald in Deutschland entdecken — und in der gehen nach wie vor seltsame Dinge vor sich. Ein geheimes Forschungsprojekt namens HAARP macht komische Sachen mit Menschen– irgendwie sowas, ein Campingplatz kommt auch drin vor. Schaut euch den Film dann einfach an. 🙂

Ein Teil der Außenaufnahmen wurden an einem echten stillgelegten Militärstützpunkt in Rheinland-Pfalz gedreht — und sie durften die Inneneinrichtung ausschlachten und für ihr Set in Berlin verwenden. Darum sah die Einrichtung ziemlich cool nach 70er-80er-Jahre-Kalter-Krieg-Stil aus. Und die Moviebrats haben sich auch gefreut, denn das Geschenk hat ihr knappes Low-1,8 Millionen-Euro-Budget entlastet.

Das Logo am SetIch habe ja bisher noch keinen einzigen Film in 3D gesehen. Das habe ich am Set nachgeholt, denn die Kamerabilder wurden auf den Flachbildschirm geschickt und man konnte schon mal einen prima Eindruck bekommen. Mit Brille eben. Aber ob ich mich daran über 90 Minuten Kinogucken gewöhnen kann, weiß ich noch nicht. Gibt es da Erfahrungswerte?

Bizarr wurde es etwas, als ich mich mit dem Stereographen des Films über dreidimensionale Geometrie unterhalten habe — auf Englisch! Hat mit Hand-und-Fuß-Unterstützung aber funktioniert.

Der GeneratorAnsonst sind Dreharbeiten im Grunde gar nicht so aufregend. Der Aufnameleiter ruft eben “Aufnahme”. Da stehen zwei Schauspieler vor der Kamera. Die Frau ruft “Jessica” und rennt fünf Meter nach vorne bis sie aus dem Bild ist. Dauert fünf Sekunden. Es wird gemurmelt, gemessen und getupft und die Frau schlendert zurück zu ihrem Partner. Und das Spiel geht von vorne los: “Jessica”, rennen, und wieder zum Anfang schlendern. Und irgendwann wird “Danke” gerufen. So schlägt sich die Crew die Zeit tot und ein Film wird mühsam geboren.

Gleich nach Drehschluss gab es auf dem Set von “Lost Place” ein Transmedia-Treffen, zu dem ich auch extra eingeladen wurde. Über Transmedia-Storytelling will ich mich jetzt gar nicht auslassen, das ist mal einen eigenen Artikel wert. Nur soviel: Wenn sich für die Produkte von Transmedia-Storytelling mal der Begriff “Transi” (“Wir machen in Transi!”) einbürgert, dann bin ich dafür verantwortlich. 😉

Auf jeden Fall waren dazu einige Blogger und Leute aus der Transmedia-Szene da, die den Regisseur und andere vom Team befragen konnten, außerdem wurde der erste längere Trailer des Films gezeigt. Ganz besonders gefreut habe ich mich, den ARG-Reporter Patmo unverhofft mal wieder zu treffen.

Wenn der Film Ende 2012 vermutlich in den Kinos anlaufen wird, dann werde ich wohl reingehen. Und wenn es nur aus dem Grund ist, dass ich rausbekomme, was es mit dieser Jessica-Renn-Szene auf sich hat.

asternauts

Moviebrats, Asternauts und das wenige Geld von Vielen

Kennt ihr noch die Moviebrats? Diese Filmproduktionsfirma, gegründet von Studenten der FH Würzburg? Obwohl sie ihren Sitz mittlerweile nach Berlin verlegt haben — trotz den Drei Musketieren ist Würzburg wohl nicht so eine Filmstadt –, kennt man vielleicht noch ihre hier gedrehten Werke wie “O sole mio” (Dencklerblock) oder “Fremdkörper” (Karlstadt).

Alex Weimer und seine Moviebrats planen nun mit der texaninischen Regisseurin Marta Masferrer ein neues Projekt — einen Science-Fiction-Komödien-Kurzfilm namens “Asternauts”. Kurzer Auszug aus dem Pressetext:

Für Earl, der mit beiden Beinen fest auf der Erde steht, und seinen tagträumerischen Bruder Joel ist das Leben auf der kleinen Farm im texanischen Hinterland ziemlich ereignislos: Aufstehen, Rinder füttern, und auf der Veranda sitzen und Bier trinken bis es Zeit ist schlafen zu gehen… Doch eines Tages kracht etwas aus dem Weltall direkt auf ihr Weideland und tötet ihre beste Milchkuh und den einzigen Zuchtbullen.

In dem sich daraus entspinnenden skurrilen Abenteuer müssen die beiden sich fremd gewordenen Brüder ein drohendes Armageddon verhindern, eine Horde unheimlicher Regierungsbeamter abwehren und die Wahrheit über das geheimnisvolle Objekt aus dem All herausfinden.

Eine aberwitzige Geschichte, die die Frage nach dem Platz des Einzelnen im Universum stellt und die Notwendigkeit vom Blick über den eigenen Tellerrand verdeutlicht.

Da der Film im Ausland gedreht wird, gibt es von der deutschen Filmförderung kaum Geld. Und so gehen die Moviebrats einen Weg, der zumindest in Deutschland noch recht ungewöhnlich ist — den des Crowdfundings.

Beim Crowdfunding versucht man, innerhalb einer Frist viele kleine und große Geldbeträge von vielen Leuten zu bekommen. Am Ende der Frist wird geschaut, ob das geplante Budget erreicht ist. Falls ja, dann wird das Projekt durchgezogen — und die Förderer je nach Betrag eine Prämie –, falls nicht, bekommen die Förderer ihr Geld wieder zurück. Eine Projektfinanzierung über die breite Masse also.

Da Crowdfunding am Besten über das Internet zu machen ist, habe die Moviebrats “Asternauts” auf den beiden großen Crowdfunding-Plattformen vorgestellt:

Ziel ist es, über beide Plattformen 18.000 € (gut $ 25.000) an Fördergeldern zu bekommen. Prämien gehen von einem Dankeschön auf Facebook für 1€ bis zum 7000 €-Paket mit Eintritt zum Filmfest in Cannes plus einem Haufen an Kunst und Concept-Art vom Film, DVD, Plakate, Händeschütteln und Umarmen.

Ich selbst bin mit 35 € dabei, was mir den “Film Lover DVD Premium”-Status einbringt. Wenn der Film gedreht wird, dann bekomme ich neben einem passwortgeschützten Download, einer signierten Special-Edition-DVD, ein limitiertes signiertes Filmposter und ein Dankeschön im Abspann. Da sind 35 € doch ein Schnäppchen! 🙂
Falls ich das Geld noch zweckgebunden geben könnte: Auf der Wunschliste von Asternauts stand “Eine kleine Kuhherde und einen professionellen Tiertrainer”. Für meine 35 € will ich eine Kuh! 🙂

Freunde der Moviebrats und von Science-Fiction-Komödin haben eh keine Wahl, die müssen das Projekt “Asternauts” unterstützen. Und alle anderen sollten zumindest überlegen, ob sie für einen kleinen Beitrag die Idee des Crowdfundings nicht unterstützen wollen. denn das ist ein Weg, kreative Ideen ohne große bürokratische Hürden auf die Beine zu stellen — wenn genug Leute die Idee gut finden.

Und an alle Blogger, Twitterer, Google-Pluser und Facebooker: Diesen Beitrag verlinken, retweeten, plussen und was was ich noch. Oder selbst was drüber schreiben. Wenn viele mitmachen, ist die Finanzierung des Kurzfilms ein Klacks!

Andi Obieglo - Lieder

Lieder von Andreas Obieglo

Andi Obieglo - LiederHeute fand ich ein unerhofftes Weihnachtsgeschenk im Briefkasten — eine CD vom noch immer in Würzburg verwürzelten Neu-Berliner Andreas “Andi” Obieglo. Er hat eine CD mit dem sinnigen Namen “Lieder” herausgebracht, auf dem Volkslieder interpritiert werden. Meist sind es ruhige Klavierstück, manchmal mit ein wenig Elektrounterstützung und auch mal mit Gesang von Andis Frau Caro. Was Schönes für besinnliche Adventsabende! 🙂

Die CD kommt Anfang Dezember offiziell heraus und kann über die Carolin-No-Website für 15 € bestellt werden.

Die Lieder von “Lieder” sind auch im Radio Würzblog zu hören. Das Radio hat vor ein paar Wochen übrigens schon mal einen Neuzugang verzeichnet, den ich noch gar nicht erwähnt habe, der Würzburger Musiker “Joe” hat mir etliche Werke überlassen.