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Der vergessene Biergarten

Heute war ich mal im Biergarten an der Residenz. Den habe ich immer gar nicht so auf den Schirm. In manchen Jahres gab es den gar nicht, dann mal wieder sporadisch.

Noch nicht viel los im Residenzbiergarten aka B. Neunmann.
Noch nicht viel los im Residenzbiergarten aka B. Neunmann. 

Seit einem Jahr heißt die Gaststätte an der Residenz B. Neumann, nicht zu verwechseln mit Alfred E. Neumann. Über den Winter ist auch der Außenbereich ein wenig auf Vordermann gebracht worden und seit ein paar Wochen ist auch wieder der Biergarten geöffnet.

An einem einigermaßen schicken Container kann man sich zu Trinken und zu Essen holen — Selbstbedienung ist da angesagt. Da der Biergarten noch nicht so bekannt ist, war auch trotz Feiertag und wundervollem Wetter am Fronleichnamnachmittag nicht so irrsinnig viel los. Aber gemütlich sitzen kann man dort schon, so einen Biergarten mit Bäumen gibt es im Bereich der Würzburger Innenstadt nicht so wahnsinnig viele. Also — zumindest sollte man den Biergarten wieder auf dem Ausgeh-Schirm haben.

Hans und Ralf in Kitzingens Stadt und Land

Abgeerntete Felder
Abgeerntete Felder

Am Mittwoch hat das Würzblog mal wieder das Kitziblog besucht — Ralf traf Hans. Es begann mit einem Roadmovie. Besser gesagt, mit einem Off-Road-Movie. Wir bretterten mit dem Auto über die schlaglöchrigen Feldwege des Kitzinger Lands, rauchten Zigaretten und waren auf der Suche nach einem Blaukrautfeld, das wir fotografieren wollten.

Blaukraut fanden wir keines, dafür viele abgeerntete Felder. Aber etwas Leben gab es für unsere Linsen doch noch, in Form von Apfelplantagen und Weinbergen.

Äpfel
Äpfel
Trauben
Trauben
Gräser am Landesgartenschaugelände im Kitzingen im Hintergrund.
Gräser am Landesgartenschaugelände mit Kitzingen im Hintergrund.

Nach der anstrengenden Landpartie gönnten wir uns Entspannung in der Stadt Kitzingen. Den ersten Schoppen gab es für uns im Biergarten der Goldenen Gans, nah am Landesgartenschaugelände. Dort sind wir auch noch ein wenig flaniert und haben uns mit unseren Fotoapparaten an der Kitzinger Stadtsilhouette versucht — bei eher mäßigem Licht.

Nachtfalter
Nachtfalter

Zweite Station war der “Nachtfalter” in der Rosengasse. Der Nachfolger unserer Stammkneipe “Kultour” hatte erst vor drei Tagen eröffnet, und so kamen wir in ein recht sympathisches Anfangschaos (“Was kostet der Wein?”). Die neue Besitzerin ist aber sehr bemüht, alles ordentlich zu machen und guten Wein auszusuchen — ich kann empfehlen, den leckeren Blaufränkischen mal zu probieren.

La Dolce Vita
La Dolce Vita

Zu späterer Stunde besuchten wir noch eine liebe Bekannte, die seit Kurzem im “La dolce vita” arbeitet — einem italienischen Restaurant in Kitzingen, von dem ich bis dahin nicht einmal gehört habe. Ich hatte eine typische Pizzeria erwartet und war angenehm überrascht, in einem recht schicken Restaurant zu landen.

Als wir ankamen, machte das Personal allerdings schon Feierabend, aber wir bekamen trotzdem noch einen Nero d’Avola zu trinken und einen Teller mit Antipasti zu essen. Der sah schlicht aus, schmeckte aber ausgesprochen gut.

Antipasti
Antipasti

Nach einem selbstgemachtem Limoncello und einem vorzüglichen Grappa ging es satt und zufrieden mit dem Zug wieder nach Würzburg zurück. Auf jeden muss ich ins La Dolce Vita mal wieder zu einer vernünftigen Uhrzeit gehen, denn ich glaube, das “normale” Essen könnte dort sehr gut sein.

Ach, ich muss doch wieder öfter mal nach Kitzingen fahren. Irgendwie hat es schon was …

Club Zero im Keller des Pleicher-Hofs

Am 11. September 2010 stürzt der Pleicher-Hof zwar nicht ein, aber die Kellerbar macht zu. Zu. Nicht nur nicht mehr tanzen, keine Möbel auf die Tanzfläche, keine leise Musik — zu. Geschlossen. Bis auf Weiteres. Zumindest so lange, bis der Pleicher-Hof genug Geld für Stellplatzablöse hat. Und neue Lüftung. Und Brandschutzmaßnahmen. Und so weiter. Denn:

Der Betrieb wird auf Cafe und Biergarten reduziert, die Kellerräume erst wieder eröffnet, wenn eine Discokonzession erwirkt wurde.
Aus der Mail vom Pleicher-Hof, 18.8.10

Am 11. September heißt es dann — erstmal — “Alles muss raus” bei der Abschiedsparty (vielleicht mit Sondergenehmigung zum Tanzen?) und der Keller wird zur Gedenkstätte für schöne und originelle Veranstaltungen, egal wie legal oder illegal sie waren. Ich kann Ued nur die Daumen drücken, dass er das Finanzielle irgendwie geregelt bekommt. Bis dahin kann man wenigstens noch jeden Sonntag in der Kneipe Tatort schauen.

Siehe auch den Artikel in der Mainpost.

Am 14. September veranstaltet der Pleicher-Hof ein Konzert von Superpunkallerdings im Cairo.

Das Programm hing noch an der Mail vom Pleicher-Hof

Mi. 01.09. 22:30 FUNKHOF // Ein Feuerwerk aus Funk, Soul & mehr // mit Mistaa, Indiana, Flexmaster Phil & Burnz // Eintritt frei
Do. 02.09. 22:30 INDIE*HZ // DIE Indie-Party der Stadt findet eine Heimat im Pleicher Hof //Eintritt frei
Fr. 03.09. 22:30 THE GREAT ROCK’N’ROLL SWINDLE // dirty riots on the dancefloor // with ManX & Werner Rotten
Sa. 04.09. 22:30 HIP HOP HOF // HipHop Special der Funkhof Crew … WorD! // Oldschool, Newschool, Trueschool // Eintritt frei
So. 05.09. 20:15 TATORT Pleicher Hof // Public Tatort-Viewing auf Großbild im Café oder Biergarten // manchmal auch Polizeiruf 110 // Eintritt frei
Sa. 11.09. 22:00 CLUB ZERO – ALLES MUSS RAUS! // Die Abschiedsfeier für die Bar im Pleicher Hof // ein letztes mal feiern im alten Club, mit allen DJ’s der vergangenen Monate // und hoffentlich nur eine Pause vor der Wiedereröffnung mit neuer Konzession // AK 3,- €
Di. 14.09. 21:00 Im Jugendkultuhaus Cairo: SUPERPUNK // Die Sonne lacht und die phantastischen Fünf sind zurück mit: »Die Seele des Menschen unter SUPERPUNK« // veranstaltet vom Pleicher Hof // VVK 12,- €, AK 14,- € // Einlass 20:30 Uhr
So. 12.09. 20:15 TATORT Pleicher Hof // Public Tatort-Viewing auf Großbild im Café oder Biergarten // manchmal auch Polizeiruf 110 // Eintritt frei
So. 19.09. 20:15 TATORT Pleicher Hof // Public Tatort-Viewing auf Großbild im Café oder Biergarten // manchmal auch Polizeiruf 110 // Eintritt frei
So. 26.09. 20:15 TATORT Pleicher Hof // Public Tatort-Viewing auf Großbild im Café oder Biergarten // manchmal auch Polizeiruf 110 // Eintritt frei

Würzblog-Bilderrätsel #3

Das Würzblog-Bilderrätsel wechselt die Mainseite, wir schlendern von der Leonhard-Frank-Promenade über die Alte Mainbrücke hinüber und am Mainkai entlang, der in den warmen Monaten trotz öffentlichen Alkoholverbots auch gern zum Feiern genutzt wird – natürlich nur, weil die dort vor ein paar Jahren montierten Sicherheitsgeländer nach heftigem öffentlichen Protest umgehend wieder entfernt wurden und nicht mehr den Blick auf Brücke, Käppele und Festung verstellen.

Am japanischen Garten, einer Löwenstatue und dem Biergarten vorbeispaziert, schon trifft man an einem der vielen Würzburger Postkartenmotive auf den Herrn auf unserem Rätselbild. Keine Ahnung, ob es Neptun sein soll oder jemand anders. Fakt ist, er gehört zu einem Bau- und technischen Wunderwerk aus dem späten 18. Jahrhundert, das heute vom Mainfrankenbund liebevoll betreut und regelmäßig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Entworfen und gebaut wurde es im Auftrag des Fürstbischofs Adam Friedrich von Seinsheim vom Sohn eines berühmten Barockarchitekten und Baumeisters.

Wir suchen heute den vollständigen Namen des Baumeister-Sohnes. Der zweite Buchstabe des zweiten Vornamens steht in der Lösung an 41. Stelle.

Trauerfall I — Das AKW

So, wieder in Würzburg, zurück aus der Hauptstadt von der re:publica.

Es gab und gibt viel zu betrauern in Würzburg. Ok, manche trauern, manche freuen sich, manchen ist es egal. Fangen wir mal an:

Es gab viele Gerüchte in den letzten Monaten, keiner wusste etwas Genaues, aber nun ist es offiziell — das Autonome Kulturzentrum Würzburg hat Insolvenz angemeldet. Das heißt nicht, dass sofort die Türen verschlossen sind, noch laufen dort Veranstaltungen, aber jeden Tag kann es passieren — und irgendwann wird es passieren, je nachdem, was der Insolvenzverwalter sagt. Auf die klassische Sportmoderatorenfrage “Woran lag’s?” gibt es viele Antworten, je nachdem wen man fragt: Die Zeit für diese Art von Kulturzentrum ist vorbei, die Stadt hat das AKW zu wenig finanziell und ideell unterstützt, die Verantwortlichen konnten nicht wirtschaften, keine neuen Ideen, das AKW war zu abgekapselt und hat zu sehr im eigenen Saft geschmort, die Alternativangebote in der Stadt sind immer mehr und besser geworden, die Würzburger sind zu spießig und doof um das AKW anzuerkennen, das AKW liegt zu weit weg, die Getränkepreise waren zu teuer, und, und, und.

Welcher dieser Vorwürfe stimmt ist für mich schwer zu sagen. Sicher sagen kann ich, dass ich den Untergang des AKW mit einem weinenden und einem — nein, nicht lachenden, aber — nicht-weinenden Auge sehe. Ich war kein Stammgast im AKW, habe aber viele gute Abende dort verbracht. Sei es auf Konzerten, Discos, Partys, Lesungen, im Biergarten oder einfach mal in der Kneipe. Aber in den letzten Jahren haben die — für mich — interessanteren Veranstaltungen immer mehr im Cairo, Pleicher-Hof, Immerhin, B-Hof oder sonstwo stattgefunden. Schade natürlich um den größeren Konzertsaal, der wird schon etwas fehlen, aber mal sehen, ob da die Posthalle diese größeren Alternativkonzerte übernehmen wird. Auch die Szenen wie z. B. Schwarzes Würzburg werden eine neue Bleibe finden oder haben sie schon gefunden. Die Subkultur wird in Würzburg also wohl nicht aussterben, aber es wird eben keinen zentralen Ort dafür geben.

Aber wer weiß, vielleicht wird es ja einen Neuanfang geben. Neue Leute, neuer Ort, neue Zeit. Und vor allem eine neue — oder endlich wieder eine — Identität. Ich hätte nichts dagegen. Relaunch!

Würzburg und das Viertelfinale

Großer Jubel im Timeout in der Zellerau. Wir haben das Viertelfinale der Fußball-EM gewonnen.

Der Gastronomie ging es gestern bestimmt gut. In den Kneipen und Biergärten, die einen Fernseher aufgestellt haben, und sei er noch so klein, war die Hölle los — zumindest in denen, an den ich so gegen halb acht vorbeigelaufen bin. Die Wirte werden hoffe, dass die deutsche Nationalmannschaft es noch bis ins Endspiel kommt. Nicht aus Nationalstolz oder Sportsgeist, sondern auf jeden Fall aus wirtschaftlichen Gründen. 😉

In der Sanderstraße ging nach dem Spiel die Post ab (vor den Fernsehern daheim bestimmt auch). Menschenmassen drängten sich in der abgesperrten Straße, feierten, sangen und machten eine Menge Müll. Diesmal war ich auch dabei und diesmal habe ich dafür auch Verständnis, in der Vorrunde fand ich Autokorsos und Ähnliches doch eher albern.

Danke Schweinsteiger, danke Klose, danke Ballack — und vor allem einen großen Dank an die Stadtreinigung, die die ganze Schweinerei nachts noch aufräumen durfte. Warum man es bei solchen Fanfesten nicht schafft, sein Glas oder seine Flasche abzugeben, in den Mülleimer zu werfen oder zumindest an den Rand zu stellen, bleibt mir ein ewiges Rätsel.
Und ebenfalls einen großen Dank an die Anwohner der Sanderstraße, die bis spät nachts wohl kein Auge zugemacht haben — aber vielleicht waren sie ja eh auf der Straße. 😉 Laut Polizei lief die Nacht in Würzburg aber doch recht friedlich ab.

Und an die EM-Genervten — ihr habt es bald überstanden und zwei Jahre Zeit zum Erholen. 😉

Luschiger Zaubergarten, tapferes Sommerlager

Gestern wollten wir nach einem harten Arbeitstag wenigsten den Abend gemütlich im Biergarten ausklingen lassen. Und der nähste Biergarten ist für mich der Zaubergarten. Dort lachte uns gegen halb acht ein “Geöffnet”-Schild entgegen, aber ebenso lachte uns, leicht schadenfroh, ein geschlossenes Tor entgegen. Anscheinend war es ihnen zu kalt. Luschen. 😉


Selbst schuld. Denn dem Sommerlager in der Mainaustraße war nicht zu kalt. Und doch einigen Gästen auch nicht. Ich selbst war angenehm überrascht bei meinem ersten Besuch im Sommerlager. Da ist es ja ganz nett, gar nicht so “overstyled” wie ich gedacht habe. Die Getränkepreise sind kein Schnäppchen, aber noch ok. Leider gab es kein WLAN, wie von Daylight kommentiert, aber war es den Funkwellen zu kühl. 😉
Ja, ok, es war nämlich schon recht frisch, aber nichts, was der Biergartenwillige nicht durch eine leichte Jacke ausgleichen könnte.

WLAN im Zaubergarten

Der 1. Mai ist traditionell der Tag, an dem auch die letzten Biergärten den Mut haben und ihre Pforte öffnen. Der Zaubergarten macht das jetzt zum 25. Mal.

Der Zaubergarten ist auch erwähnenswert, weil er meines Wissens nach der einzige Biergarten in Würzburg ist (korrigiert mich?), der ein freien WLAN-Hotspot anbietet. Frei heißt, man muss sich vorher bei Hotsplots registrieren — kostenlos. Hier können also alle iTouch-, eeePC– und auch die klassischen Notebooknutzer ihren Sommer verbringen, bei einem Schoppen unter Bäumen sitzen und dabei bloggen, mailen, surfen, twittern und dingsen.