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Fotografisch angeherbstet

Ich hatte so einen langen und guten Lauf — doch diese Woche hat es mich wieder gerissen und ich lag mit Grippe und Mandelentzündung im Bett. Langsam geht es wieder besser und heute hab ich mich bei dem schönen Wetter mal auf einen kleinen therapeutischen Spaziergang durch Würzburg gemacht — mit Foto.

Grasflasche

Ein wenig überrascht war ich. Ich dachte, es ist draußen viel herbstlicher und ich hatte mich wie bei der Fotosafari damals mit Hazamel auf eine Orgie in Rot, Braun und Orange eingestellt (das war aber auch viel später im Jahr). Aber irgendwie sah es unten am Main noch vorwiegend grün aus, bunte Herbstfarben musst ich fast schon suchen, da hab ich jahreszeitlich wohl einfach verschätzt.

Lensflares!

Aber egal. Das Wetter war gut zum Fotografieren und mit einer kleinen Pause — der Kreislauf ist nach den paar Tagen Dauerruhe noch nicht so in Schwung — kamen doch ein paar nette Bilder zusammen.

Schattenspiel am Sebastian-Kneipp-Steg in Schwarzweiß (nachbearbeitet)

Dogumenta – Kunst für Hunde und alle, die es werden wollen

Die Documenta in Kassel hat am Samstag, 10. Juni 2017, eröffnet. Ebenso wie die Dogumenta im Fin-Ger auf dem Bürgerbräu-Gelände in Würzburg, die mindestens noch bis Sonntag gehen wird – wenn nicht noch länger.

Das müsste Kafka sein, der sich die Ausstellung anschaut.

Und der Name ist gar nicht fränkisch zu verstehen, sondern englisch — es geht um Hunde. Die kleine Fin-Ger-Galerie hat sich in eine Ausstellung für Hunde und über Hunde verwandelt.

Kleine und große Gemälde und Fotografien auf hängen nur wenige Zentimeter über dem Fußboden, in Augenhöhe für Vierbeiner.

Die ausgestellte Kunst geht quer durch die Jahrhunderte und Stilrichtungen — Hauptsache, Hunde sind darauf zu sehen.

Dogumenta und Kafka. Ein Stilleben.

Selbst an Häppchen und Getränke Matthias Braun und Juhani Karanka, wie bei Ausstellungen üblich gedacht. Vor der Fin-Ger-Galerie steht eine Regenrinne mit Trocken-Hundefutter und zwei große Schüsseln mit frischem Wasser.

Die Reaktion der hündischen Besucher war durchaus unterschiedlich. Während viele sich sofort auf das Kunststoff-Brathähnchen stürzten, liefen andere doch lieber ruhig herum und guckten. Wie die Hunde die Kunstwerke überhaupt wahrnehmen, ob sie überhaupt erkennen, dass dort überall Bilder von ihren Artgenossen hängen, darüber hinterließen sie keine Zeile im Gästebuch.

Dogumenta Doggystyle – auf allen Vieren Kunst betrachten.

Eigentlich ist die Ausstellung wirklich nur für Hunde gedacht. Aber ich bin mal als Hund rein und habe die Bilder angeschaut — Doggystyle-Witze bitte jetzt! 😉 — und auf allen Vieren durch die Galerie. Das war bei aller Albernheit, die dahinter steckte, durchaus interessant.

Als Mensch hat man bei Ausstellungen die Bilder immer in Augenhöhe, wenn man steht. Bei der Dogumenta hat man die gleichen Bilder nur auf Höhe der Augen, wenn man auf dem Boden krabbelt. Das war mal ein ganz neues Erlebnis der Betrachtung. Der Boden war viel näher, die Decke weit weg, die Haltung eher unbequem aber doch stabil. Solltet ihr mal ausprobieren.

Dogumenta. Das Plastikhähnchen. Es wird meistens das Plastikhähnchen.

Die Dogumenta ist noch am Sonntag, 11. Juni 2017, von 10 bis 18 Uhr zu für alle Vierbeiner zu besuchen.

Aber wie Juhani und Matthias sagten, überlegen die beiden, sie noch bis zur Sommerfest auf dem Bürgerbräu zu verlängern.

U&D 2016, Tag 1

Umsonst & Draußen 2016, Tag 1
Umsonst & Draußen 2016, Tag 1

Das war eine Hetzerei, bis ich am Donnerstag endlich zu Umsonst & Draussen-Festival kam. Im Schneckentempo kroch ich mit dem Auto von Marktheidenfeld nach Würzburg. Bis ich dann endlich — mit der Straßenbahn — auf den Mainwiesen angekommen bin, ging es im Schneckentempo zu Fuß weiter.

Das Immerhin-Zelt
Das Immerhin-Zelt

Alle paar Meter habe ich jemanden getroffen und zumindest kurz gequatscht und hin und wieder auch jemanden umarmt. Aber auch das ist das Umsonst  & Draussen — ein großes Klassentreffen. Der Preis, den ich für diese soziale Freude zahlen musste, war, dass ich erst mal kaum ein Konzert gehört habe. Aber das war ein Preis den ich sehr gerne zahle! 🙂

Zumindest kurz konnte ich mir aber mal Yousef Junid auf der U25-Bühne anhören. Ein schönes Saitenzupfen hat er mit seinem Bruder da hingelegt.

Yousef Junid
Yousef Junid

Dann ging es weiter zu Die Nerven. Hammerkonzert mit einer Mischung aus Punk, Prog-Rock, eine Prise Joy Division und diversen anderen Einflüssen. Und eine geile Show, die drei Jungs da auf der Draussen-Bühen abgeliefert haben, die nicht mal ein gerissenes Fell der Basedrum stoppen konnte. Danke Nerven, Danke, Danke, Danke! 😀

Die Nerven
Die Nerven

Showman das Abends — Die-Nerven-Drummer Kevin Kuhn.

Die Nerven-Dummer Kevin Kuhn
Die Nerven-Dummer Kevin Kuhn

Nur ganz kurz konnte ich Egotronic anhören.

Egotronic
Egotronic

Ein paar Bilder

Alter Hafen bei Nacht und Tag

Am Freitag bin ich nach Sonnenuntergang mal am Alten Hafen und der Treppe am Heizkraftwerk in Würzburg vorbeigekommen. Ich hatte nur kurz Zeit, die aber für lange Zeit bei der Belichtung der Bilder genutzt.

Das Hafenareal ist schon schön zu fotografieren, wäre schade gewesen, wenn der Hafensommer wirklich abgesagt und das Gelände wirklich komplett verwaist wäre. Denn abgesehen vom Hafensommer passiert da nicht viel.

Kulturspeicher und Kran
Kulturspeicher und Kran
Nacht über dem Hafen
Brücke der Deutschen Einheit und die Lichter der Nacht im Hafenbecken
Lichtwelle - das angestrahlte Heizkraftwerk am Alten Hafen
Lichtwelle – das angestrahlte Heizkraftwerk am Alten Hafen

 

Licht im Kran
Licht im Kran

Am Tag zuvor habe ich das Heizkraftwerk in Würzburg von der anderen Seite fotografiert. Da ist es, hinter der Taube. 😉

Tagü ber dem Heizkraftwerk und eine Taube davor
Tagü ber dem Heizkraftwerk und eine Taube davor

Das Stramu – voll und toll

Nach einem Wochenende voll Straßenmusik in Würzburg weiß ich schon gar nicht mehr genau, welchen Künstlern ich zugeschaut habe. Gott sei Dank habe ich wenigstens ein paar Bilder gemacht, als optischer Knoten im Taschentuch für mich.

Schon am Freitag — eigentlich der Tag zum Aufwärmen — war eine Menge beim Stramu los. Aber da ging es noch, ich hab immer alles sehen und hören können.

Am Freitagnachmittag war beim Auftritt des Pullup Orchestra noch reichliche Platz am Unteren Markt. Das war aber auch das erste und einzige Mal der Fall.
Am Freitagnachmittag war beim Auftritt des Pullup Orchestra noch reichliche Platz am Unteren Markt. Das war aber auch das erste und einzige Mal der Fall.

Das Blatt wendete sich am Samstag. Da war in Würzburgs Innenstadt die Hölle los. Durch die Langgasse oder über die Alte Mainbrücke gehen zu wollen, war zu manchen Zeiten ein Abenteuer in Zeitlupe.

Die Langgasse - irgendwo in dem Getümmel spielen die beiden Mädels von Sajul.
Die Langgasse – irgendwo in dem Getümmel spielen die beiden Mädels von Sajul.

Aber das Stramu hatte die ersten eineinhalb Tage auch Glück mit dem Wetter. Und selbst als es am Samstagabend ein wenig zu regnen begonnen hatte, wurde es nicht wirklich kalt beim Stramu. Ok, es waren auch genug Leute zum Wärmen da.

Und da war wieder das Luxusproblem des Stramus — es war irre gut besucht. So gut besucht, dass man an manchen Künstler kaum herankam. Ein paarmal musste ich weitergehen, obwohl ich die Band gerne gehört hätte. Aber da war einfach nichts zu wollen, es standen zu viele Menschen zwischen mir und der Musik. Und da nützen auch irgendwann die 1,86 Meter Körpergröße nichts mehr.

Lokalhelden am Freiufer - Mucho Mojo hinter Blütenpracht.
Lokalhelden am Freiufer – Mucho Mojo hinter Blütenpracht.

Aber Lust, mich nach dem Programm zu richten und 10 Minuten vor dem Auftritt meinen Platz einzunehmen, geht mir gegen mein Straßenmusikgefühl. So muss ich wohl damit leben — und hoffe für das Stramu, dass die Besucherzahlen auch nicht zurückgehen. Zumindest nicht zu sehr.

Denn es war unterm Strich richtig schön, Würzburg mal wieder dermaßen voll mit gut gelaunten Menschen und Musik zu sehen und zu hören. Mir hat das Stramu Spaß gemacht, auch wenn ich den späten Samstagabend und den Sonntag doch daheim war.

Das aber aus anderen Gründen.

Update: Dennis war weniger angetan vom Stramu.

Beschissenes U&D

Das U&D 2015 war so richtig scheiße! Was allerdings nicht am Umsonst & Draussen lag, sondern an mir. Zu viel Arbeit und zu viel Familienfeiern. Nur an zwei Abenden konnte ich zum Festival schauen und das auch nur kurz. Selbst das nicht so tolle Wetter hätte ich mir einem Lächeln hingenommen (so schlecht war es ja auch wieder nicht), wäre mir nur mehr Zeit auf dem U&D vergönnt gewesen.

Aber so kam ich gar so richtig in ein Festival-Feeling und kam mir eher wie ein Zaungast vor. Das war sehr, sehr unbefriedigend für mich und hat mir schlechte Laune gemacht, die jetzt noch anhält.

So viele Bands konnte ich nicht hören und sehen.
So viele Leute konnte ich nicht treffen und mit ihnen quatschen.
So viele Becher Wein konnte ich nicht trinken und das Pfand spenden.

Das darf im nächsten Jahr nicht passieren — ich werden dann auf jeden Fall Urlaub nehmen für die U&D-Zeit. So kann es auf jeden Fall nicht weitergehen.

Rööö hat auch gerade gebloggt und auf viele Bilder vom U&D verwiesen, die er gemacht hat. Gerald von Music-on-net.de hat auch über das U&D gebloggt und Bilder gemacht — und nachdem die Hackattacke auf sein Blog abgewehrt wurde, kann man das alles immer noch lesen. 😉

Walter Braun, Würzburger Ansichten in Wasser

Der Hotelturm in Würzburg, gedrucktes Aquarell auf Leinwand von Walter Braun.
Der Hotelturm in Würzburg, gedrucktes Aquarell auf Leinwand von Walter Braun.

Nachdem ich beim Frühling International war, bin ich weiter zum Bürgerbrau Gelände. Dort stellte zum ersten Mal Walter Braun im Fin-Ger aus, der Vater von Matthias Braun, unter dem Motto “Bilder eines Architekten”.

Im Ruhestand hat der ehemalige Architekt die Leidenschaft fur die Aquarell-Malerei entdeckt. Allerdings eben nicht (nur) für die sonst üblichen Bildern von fränkischen Weinbergen, sondern auch von vielen modernen Stadtansichten, gerade aus und um Würzburg. Zumindest habe ich vorher noch nie ein Aquarell vom Hotelturm oder dem Müllkraftwerk gesehen.

Ausgestellt hat Walter Braun auch nicht die Aquarelle direkt. Nach bester Crossover-Manier hat der die Wasserfarben eingescannt, am Computer bearbeitet und dann groß auf Leinwand drucken lassen. Warum auch nicht?

Auf Leinwand ebenso bunt wie in echt: Das Müllheizkraftwerk
Auf Leinwand ebenso bunt wie in echt: Das Müllheizkraftwerk

Ganz unbelastet ist Walter Braun ohnehin nicht, wie er mir vorhin erzählt hat. Das künstlerische Talent hat er geerbt. Nein, nicht über eine Zeitmaschine von seinem Sohn Matthias Braun. Sondern von seinem Vater, Wilhelm Braun, ein recht bekannter Münchner Künstler, der unter anderem auch ein Fenster in der Marienkapelle gestaltet hat.

Am Sonntag war leider gleich auch Ende der am Freitag eröffneten Ausstellung, wer die Bilder sehen will, muss auf eine andere Gelegenheit warten.

Am Montag kann man die Bilder noch zwischen 12 und 18 Uhr dort anschauen, dann war es das erst mal.

Acht Bilder am Stück im Fin-Ger in Würzburg
Acht Bilder am Stück im Fin-Ger.
Architekt im Ruhestand und aktiver Maler: Walter Braun
Architekt im Ruhestand und aktiver Maler: Walter Braun
Die Original-Aquarelle von Walter Braun
Die Original-Aquarelle von Walter Braun
Acht Bilder am Stück im Fin-Ger in Würzburg
Acht Bilder am Stück im Fin-Ger.

 

Könige des Neopren

DSC02859Da sind sie wieder im Main geschwommen, die Wahnsinnigen des DLRG Unterfranken. Bei eher mittelschönem Wetter haben sich fast hundert Schwimmer in ihre Chloropren-Kautschuk-Anzüge und das Würzburger Wasser geworfen. Und ich habe mit eine Tasse Glühwein getrunken. So hatte jeder seinen Spaß!

Ich weiß nicht, ob die Strömung günstig war, aber irgendwie ging das Dreikönigsschwimmen in diesem Jahr recht fix über die Bühne. Der erste Schwimmer war kurz nach halb drei im Ziel an der Löwenbrücke, der letzte kurz vor drei. Blieb mir kaum Zeit, noch eine zweite Tasse Glühwein zu trinken! 😉

Und was mich traurig gemacht hat — es war eines der sehr wenigen Dreikönigsschwimmen, bei denen ich Frau Sammelhamster nicht getroffen habe. Und ohne ist es einfach nicht das selbe!

Alle Bilder mit CC-BY-SA-NC-Lizenz